Webcams im Dienste der Polizei?

Habe ich hier noch darüber spekuliert, ob mit dem Argument der „Inneren Sicherheit“ mehr Überwachungskameras aufgestellt werden, ist mir die Polizei in Baden-Württemberg schon ein paar Schritte voraus, indem sie einen Atlas privater Videokameras erstellen will, die die Polizei anzapfen kann. Damit sind zB die Kameras in Parkhäusern oder Tankstellen, aber auch Webcams gemeint. Keine dumme Idee, wenn man bedenkt, daß mit den Kameras keine Verbrechen verhindert, sondern nur hinterher aufgeklärt werden können. Somit braucht man gar keine Live-Bilder und wälzt so die Unterhaltskosten auf die Betreiber ab…
Dumm nur, daß mal wieder ein Gesetz dem ganzen im Wege steht. Aber machen wir uns nichts vor, „Ein Gesetzentwurf ist in Arbeit“ (Quelle: Telepolis). Na dann…

via lawblog

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2 Kommentare ↓

#1 Boje (anonym) am 19.02.07 um 10:34

TITLE: Golden Eye
Was mit Angst macht, ist in dem Zusammenhang die Einstellung: Was nicht paßt (Gesetz, Verfassung) wird passend gemacht.

Vielleicht geht es einfach nur um Behavior Management

#2 marnem am 19.02.07 um 19:56

TITLE: Behavior Management?
Was, es gibt sogar schon einen Namen dafür? Bisher war ich der Meinung, daß Exzesse wie in Singapur („Hohe Geld- und Sozialarbeitsstrafen (z. B. mit einer neonleuchtenden Weste und der Aufschrift „ORDER FOR corrective work“ den Strand säubern) werden gegen Personen verhängt, die Müll (auch Zigarettenkippen) achtlos auf die Straße werfen.„, „Essen, Trinken, Rauchen sowie der Transport gefährlicher Güter in öffentlichen Verkehrsmitteln unterliegen hohen Strafen (500 bis 5.000 SGD)„) seien belächelte Konzepte. Aber die Idee, den Bürger von vorneherein als potentiell Gefährlich einzustufen, sieht man ja auch beim Bundestrojaner. Ich bin mal gespannt, wie lange es dann dauert, daß Hüte, Baseball-Mützen und Regenschirme verboten werden, da diese ja das Gesicht abschirmen können…

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