14 Milliarden SMS in 8 Tagen

Laut heute.de werden in China in den 8-tägigen Neujahrsferien 14 Milliarden verschickte SMS erwartet. Das sind rund 30 SMS je Mobilfunkkunde.

In Deutschland wurden von Weihnachten 2006 bis Neujahr 2007 über Vodafone rund 150 Millionen SMS verschickt, was bei rund 30,4 Millionen Nutzern nicht einmal 5 SMS je Nutzer ergibt.

Wenn man sich die Mobilfunkkundenzahl der 4 Betreiber (T-Mobile 31,4 Millionen, Vodafone 30,4 Millionen, e-plus 12,7 Millionen, O2 10,7 Millionen) addiert, kommt man auf 85,2 Millionen Mobilfunkkunden. Mobilfunkkunde ist jeder, der einen laufender Post-Paid-Vertrag oder eine Pre-Paid-Karte besitzt, die in den letzten 6 Monaten aufgeladen worden ist. Pre-Paid-Karten, die ein halbes Jahr nicht aufgeladen werden, werden von den Providern aus der Statistik gestrichen.
Bei einer Einwohnerzahl von 82,4 Millionen (Stand 2005) bedeutet das, daß selbst für jedes Baby schon ein Handy verkauft wurde. Und anscheinend der ein oder andere mit Zwillingen gerechnet hat. Wenn man davon ausgeht, daß Kinder unter 6 Jahren noch kein Handy und nur die Hälfte der über 65 Jährigen ein selbiges besitzt, kämen auf die verbleibenden 70,1 Millionen Deutschen 1,2 Mobilfunkverträge (Handy, Mobilfunkverträge und Mobilfunkkunde verwende ich hierbei als Synonyme).

Somit lassen sich je Person, die ein Handy hat die SMS Zahl auf 6 hochrechnen. Immer noch nur 1/5 der SMS-Zahl der Chinesen. Man könnte nun argumentieren, daß die Chinesen mehr Freunde haben, denen sie schreiben oder einfach beim Schreiben mehr Spaß haben. Ich persönlich tippe eher darauf, daß es an der UNICODE-Kodierung der chinesischen Schriftzeichen liegt. Je SMS werden 1120 Bits übertragen. Bei der in Deutschland verwendeten 7-Bit Kodierung kann man 160 Text-Zeichen mit den 1120 Bits kodieren, bei der in China verwendeten 16-Bit Unicode Kodierung kommt man nur auf 70 Zeichen je SMS…

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