Was jucken mich meine privaten Daten beim StudiVZ?

Diese Frage stellen sich wohl viele Nutzer des StudiVZ. Oder noch viel schlimmer, viele Nutzer stellen sie sich nicht. Wen interessiert schon, welche Hobbies Anna Mustermann hat, wieviel Bier sie trinkt oder auf wie vielen Fotos man sie kiffen sieht? Nun, solange Anna Studentin bleibt scheert sich wohl wirklich niemand darum, anders sieht die Sache natürlich aus, sobald Anna ihr Studium abgeschlossen hat und nun einer Karriere als Staatsanwältin nachjagt. Oder Lehrerin werden will. Oder gar, Dank ihrer betriebswirtschaftlichen Ausbildung Managerin des Jahres werden will. Denn bevor sie diesen Karriereweg beschreiten kann, wird sich ihr zukünftiger Chef erst einmal über Anna schlau machen, bevor sie den Job bekommt. Und ob es dem Chef dann gefällt, wenn er sieht wie es um die Leber seiner zukünftigen Untergebenen bestellt ist? Oder er sich ein Bild von ihrem abwechlungsreichen Liebesleben machen kann?
Wie bei jeder Art von Abfall, die man nicht in seiner Wohnung haben will, sollte man sich darum kümmern, den Müll zu vermeiden, bevor man ihn mühevoll wieder Entsorgen muss. Und um den Spaß am Leben nicht verlieren zu müssen ist es halt leichter, entsprechend kompromittierende Fotos und Informationen weit weg vom Netz zu halten, als dem Chef erklären zu müssen, warum der Joint in der Hand kein Hinderungsgrund dafür ist, andere für das selbe vergehen anklagen zu wollen. Wie ich immer sage, existiert nur, was digital vorhanden und auffindbar ist. Und was einmal im Netz steht, wird kaum mehr zu löschen sein.

Wer noch mehr zum Karrierekiller StudiVZ lesen will, sollte mal bei fixmbr vorbeischauen.

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4 Kommentare ↓

#1 virtualmono am 01.03.07 um 01:14

… ist ja nun nichts wirklich neues, aber natürlich kann nicht oft genug darauf hingewiesen werden. Da ist irgendwie noch nicht genug Bewußtsein für diese Problematik vorhanden.
Einen herrlichen Beitrag dazu findest Du auch unter http://gig.antville.org/stories/1522860/

#2 marnem am 01.03.07 um 11:52

TITLE: Nichts neues
Sicher ist das nichts neues, aber auch nicht jedem bewusst, wenn man sich manche Kommentare auf der Blogbar ansieht

#3 Headshop Blog (anonym) am 02.03.07 um 22:49

TITLE: Problembewußtsein – Was ist das?
StudiVZ ist nur die Spitze des Eisbergs. Die Daten die man dort preisgibt sind sicher problematisch, allerdings kann ich fast noch verstehen wenn da viele nicht dran denken was das für Folgen haben kann, denn Illegales wird selten preisgegeben.
Wenn ich aber z.B. an die Szene denke die wir beliefern, dann muß ich mich wirklich fragen wie man es bringen kann unter dem Realnamen Forenbeiträge oder Rezensionen zu veröffentlichen die sich mit eventuell illegalen Dingen beschäftigen.
Das kann nicht nur ein Karrierekiller werden, das kann noch viel schlimmer enden – aber ein Bewußtsein dafür entdecke ich nirgends.

Nach vielen Jahren erreichen uns dann Mails die um das Löschen von Rezensionen bitten weil bei der Suche nach Ihrem Namen Produkte zu finden sind die sicher nur in den ganz privaten Bereich gehören.

Dabei würde es ja oftmals schon reichen wenn man sich ne 2. Mailadresse zulegt und nen Pseudonym das man sonst nicht verwendet, aber in zeiten von Youtube und Consorten ist der Voyeurismus total in und der Datenschutz ganz weit weg.

#4 Die Konkurrenz des blasen.VZ verkrümelt sich — Marnems Sicht der Dinge am 23.08.07 um 00:16

[…] nutzen. Das Nutzerdaten bei “VZ” Verzeichnissen aber nicht sicher sind, ist ja schon mehrfach […]

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