Am Anfang war das Wort, in diesem Falle ein Zitat aus SPON:
SPIEGEL ONLINE: Das Internet spielt eine immer größere Rolle im internationalen Terrorismus, Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat Beamte zur Beobachtung abgestellt. Aber was nützt es, wenn Polizisten mitlesen? Werden dadurch Anschläge verhindert?
Beckstein: Es ist zunächst unbedingt notwendig, dass man im Internet ereignis- und verdachtsunabhängig “Streife läuft”, dass man das Internet beobachtet. Wir müssen insgesamt die Gefahren aus dem Netz ernster nehmen. Die Sicherheitsbehörden müssen bundesweit die Gefahren noch stärker beobachten und bekämpfen.
SPIEGEL ONLINE: Was tun Sie konkret in Bayern?
Beckstein: Ich habe als erster Innenminister in Deutschland schon 1995 eine Gruppe von Cybercops eingerichtet, wir haben aktuell zehn solcher Polizisten, die anlassunabhängig insbesondere nach Kinderpornografie und auch nach Anleitungen für terroristische Anschläge fahnden. Bei islamistischen Tätergruppen gelingt es zwar selten, an die Urheber hinter den Botschaften im Internet heranzukommen. Dennoch ist es wichtig, dass uns die Botschaften bekannt sind. Wir müssen diese wenigstens mitlesen, damit man Gefährdungen rechtzeitig erkennen kann.
Bevor ich meinen Blutdruck auf ungesunde Werte hochschnellen lasse, indem ich über den Beckstein und seine grauenhaften Ansichten berichte, lasse ich dies lieber den heise newsticker und Chris von FiXMBR erledigen. Mir ist nämlich von Becksteins gesabbel kotzübel.
Ich habe vor ein paar Wochen im Zusammenhang mit einem Fernsehbericht über “Killerspiele” über Pan Amp berichtet. Pan Amp ist ein Softwareproduzent für Filtersoftware im Internet, d.h. sie verkaufen (angeblich, ka ob die auch nur 1 Kunden haben) Software, die den Netzverkehr liest und bestimmte Anwendungen ausfiltert. Als Beispiel für gefilterte Anwendungen werden Ego-Shooter genannt. Ohne das System von Pan Amp zu kennen hört sich die Produktbeschreibung aus deren Onlineshop nach einem Sammelsurium diverser bekannter Softwarepakete an, die auf einem Server vorkonfiguriert werden. Alles in allem nichts anderes, als fast jeder Systemadministrator eines Firmennetzwerkes sowieso schon tut. Werbung machen die “Sicherheitsexperten” dabei sehr gerne auf Schleichpfaden, indem sie sich zB beim MDR oder dem NDR einschleimen und Material für einschlägig bekannte, polemische Sendungen erzeugen. Desweiteren fallen sie stören durch allerlei Pressemeldungen auf, in denen sie zB auf angebliche Bombenbaupläne im Internet etc hinweisen.
Nun hat sich auch Telepolis mit Pan Amp beschäftigt, dabei auf eine aktuelle Pressemitteilung Bezug nehmend, in der behauptet wird, Pan Amp habe Beweise dafür, dass das jüngste Islamistenvideo mit Drohungen gegen Deutschland in der Region Erfuhrt erstellt wurde.
Als eine Nachfrage bei Weingarten nach den verwendeten Codecs mit einem Verweis auf das “AVI-Format” beantwortet wird, entstehen allerdings Zweifel an der Güte der Pan-Amp-Recherche – und außerdem daran, ob man den Unterschied zwischen einem Container-Format und einem Video-Codec kennt.
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Je intensiver man nachhakt und selbst Videos auf Codecs und Auffälligkeiten untersucht, desto mehr lösen sich die von Pan Amp preisgegebenen Ergebnisse in Selbstverständlichkeiten auf: Das einzig annähernd ungewöhnliche ist, dass Terroristen seit den ersten Enthauptungsvideos beim fertig geschnittenen und im Internet bereitgestellten Endprodukt wie “Bayan_GIMF.wmv” das sonst kaum verbreitete WMV bevorzugen.
[...]
Und wenn sich nicht nur der MDR, sondern auch das BKA mit den Ergebnissen der Pan Amp-Recherchen befassten, dann muss doch was dran sein, oder?
Doch eine Nachfrage bei der Bundesbehörde ergibt, dass der durch zahlreiche Volksmusiksendungen und [extern] Oliver Kalkofe bekannte Sender, der die Pan Amp Behauptungen kritiklos wiedergab – vorsichtig formuliert – wahrscheinlich nicht sehr intensiv beim BKA nachgehakt haben kann. Tatsächlich gewinnt man den Eindruck, dass die Bundesbehörde – noch vorsichtiger formuliert – die Firma Pan Amp nicht wirklich als Ermittlungskonkurrenten sieht – etwa so wie Nature oder Science den Focus oder die Bild-Zeitung.
Lest am besten den ganzen Telepolis Artikel, wundert euch aber nicht über Wutausbrüche, wenn man sich verdeutlicht wie naiv und unbedarft manche angeblichen Journalisten ungefiltert und ungeniert Pressemitteilungen einer derart unseriösen Firma wie Pan Amp übernehmen.
Ja, Trackbacks nerven. Vor allem wenn sie nicht ankommen. WordPress schickt jedem Link, der in einem meiner Artikel vorkommt einen Trackback, das klappt aber nur, solange das verlinkte Blog seine Trackbackstruktur nicht verändert hat.
Ein Beispiel:
Verlinke ich auf http://www.basicthinking.de/blog/2007/03/23/apple-enthuellt-den-neuesten-knaller/ klappt der Trackback ohne Probleme, da an die URL des Beitrags nur ein “trackback” angehängt werden muss. Also ist http://www.basicthinking.de/blog/2007/03/23/apple-enthuellt-den-neuesten-knaller/trackback/ die URL für den Trackback.
Ein Artikel im oldblog hat die URL http://www.oldblog.de/?p=442 und die Trackback URL http://www.oldblog.de/wp-trackback.php?p=442 . WordPress kann das natürlich nicht erraten und schickt den Trackback an http://www.oldblog.de/?p=442/trackback und dort versandet er im Nichts. Zwar bietet WordPress beim schreiben eines Artikels ein spezielles Feld an, in das ich zu back trackende URLs eintragen kann, aber irgendwie klappt das auch nicht.
Das seo-radio hat zur Zeit auch Probleme mit den Trackbacks und schraubt gerade an seinem Blog rum, vllt hat ja seine Trackback Test Aktion Erfolg