Einträge vom März 2007 ↓

Keine Posts gestern und auch heute nix los?

Steffi hat Montag Zahnschmerzen bekommen und da wir mit den Münchner Zahnärzten nicht die besten Erfahrungen gemacht haben, hat sie einen Termin für Donnerstag morgen in Kirchdorf im Bayerwald gemacht. Die dortige Zahnärztin wurde Steffi von ihrer Mutter wärmstens empfohlen. Da Mittwoch mein Rollenspielen ausgefallen ist, sind wir Mittwoch Abend nach Regen zu Steffis Eltern gefahren und Donnerstag morgen zu ihrem Zahnarzttermin im Nachbardorf. Geschlagene zwei Stunden durfte ich im Wartezimmer auf sie warten. Aber so ist das halt, wenn man jemanden mit panischer Zahnarztangst zum Zahnarzt begleitet. Da kanns dann schon mal 10 Minuten dauern, um nur eine Betäubungsspritze zu setzen…

Am Nachmittag haben wir dann die Sommerreifen ins Auto gepackt und sind damit zu meinem Autohändler gefahren. Die Faulheit die Reifen nicht selbst zu montieren hat sich prompt ausgezahlt: Die Bremsscheiben vorne sind total hinüber. Das nach nur 63.000 Kilometern. Die Scheibe vorne links habe sich schon verzogen. Maximal 2.000 Kilometer solle ich noch damit fahren, meinte der Mechaniker. Nur dumm, dass wir die Elegance Ausstattung haben und somit belüftete Bremsscheiben, diese hatte er leider nicht auf Lager. Also muss ich innerhalb der nächsten zwei Wochen nochmal die 340 km fahren ;-(

Heute gehts dann erstmal zu Oma. Sie hat einen neuen PC bekommen und der muss erst mal eingerichtet werden und evtl will sie auch DSL, bisher geht sie über ISDN ins Netz. Mal gucken obs das in Greiling überhaupt gibt…

USB Raketenwerfer

Was soll man dazu sagen?

Zu kaufen bei eBay

Und ich dachte schon, meine USB Weihnachtsbäume seien der Gipfel der Geschmacklosigkeit (wobei ich meine Bäumchen mag 😛 )

via babelnet.de

Nokias N95 lebt

Jonathan Greene von atmaspheric | endeavors und maemoapps hat gerade in seinen Logfiles folgendes entdeckt:
Hello N95
(Quelle: Jonathan’s Flickr account)

Is das nicht cool?

J!Cast – Juristen Podcast zu Internet-Themen

J!Cast ist ein Podcast „rund um Internet, neue Medien und Telekommunikation“, der im Rahmen einer Dissertation der Uni Münster entstanden ist. Viele Interessante Themen, Angefangen vom Teledienstegesetz über das Widerrufsrechte bei eBay bis zumVerbot von Killerspielen? werden behandelt. Ich hatte bisher gerade mal Zeit einen Cast ganz und in zwei weitere rein zu hören, kann aber auf alle Fälle sagen, dass es gut gemacht und recht interessant ist.

via Vertretbar Weblawg

Bundestrojaner und die Kompetenz der Beteiligten

Im Zusammenhang mit dem Bundestrojaner fallen immer drei Namen: Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, Bayerns Innenminister Günther Beckstein und BKA Präsident Jörg Ziercke. Man würde sich erwarten, dass diese drei Personen einigermaßen kompetent sind, wenn es um das Internet, Computer und Trojaner geht, wenn diese drei sich doch so vehement für den Bundestrojaner einsetzen. Fassen wir zusammen:

  • Schäuble (Interview der taz am 8.2.07)

    taz: Herr Schäuble, sind Sie der ranghöchste Hacker Deutschlands?
    Wolfgang Schäuble: Nein, ich komme in keinen Computer rein, ich weiß auch kaum, wie die Polizei das macht. Ich weiß gerade mal so, was ein Trojaner ist.

    taz: Haben Sie Angst vor den sogenannten Trojanern, also vor Spionagesoftware?

    Schäuble: Nein, ich öffne grundsätzlich keine Anhänge von E-Mails, die ich nicht genau einschätzen kann. Außerdem bin ich anständig, mir muss das BKA keine Trojaner schicken.

  • Beckstein (Auf dem 10. europäischen Polizeikongress; Zitat aus dem heise newsticker)

    Beckstein machte sich aber angesichts der gefälschten BKA-Mails mit Trojaner-Anhang auch über die generelle Internet-Sicherheit und die Gefährdung des Online-Bankings vieler Bürger Gedanken: “Ich hätte diese Mitteilung des BKA mit hundertprozentiger Sicherheit geöffnet, wenn meine Frau mich nicht vor der schlimmen Mail gewarnt hätte, weil sie darüber in der Zeitung gelesen hatte.” Indirekt bestätigte Beckstein, der gerne seine technische Unbedarftheit erwähnt, die Argumentation des Berliner Innensenator. Der hatte zuvor bezweifelt, dass mit einem Trojaner Terroristen und Kriminelle erreicht werden können, weil mittlerweile nur die dümmsten Anwender, von Körting DAU genannt, auf solche Mails reagierten.

  • Ziercke (Während eines Fachgesprächs auf Einladung der Grünen fraktion des Bundestags zum Thema „Bürgerrechtsschutz im digitalen Zeitalter“; Zitat aus Netzpolitik.org)

    Prof. Dr. Andreas Pfitzmann an Ziercke gewandt: “Mit dieser Umbefangenheit über Informatik zu reden kann nur jemand, der nicht mit Informatik arbeitet.”
    Ziercke „Ich sag auch nur, was mein Mitarbeiter aufschreibt“
    Pfitzmann: “Dann möchte ich, das Ihr Mitarbeiter sich in eine runde Informatiker setzt und sich den Spott abholt”.

Dies verdeutlicht, warum Ziercke am Montag arglos im taz Interview meinte:

taz:Wie wird die Online-Durchsuchung eines Computers dann technisch ablaufen?

Ziercke: Das kann ich natürlich nicht öffentlich erläutern.

Das die Chip ihn zur „Bremse des Jahres“ gekürt hat, passt da ins Bild.

via Schnüffel Blog und sicher auch des heise newstickers, etc.

Der Bundestrojaner und warum er verhindert werden muss

Der Bundestrojaner ist ein spannendes Thema und dies gleich aus vielen Perspektiven. Versuchen wir einmal das Thema möglichst emotionslos runter zu brechen.

Was will die Politik und die Polizei mit dem Bundestrojaner?
Durch die Verbreitung des Internets und die dadurch ermöglichte weltweite Kommunikation werden neben Nerds und Shoppern auch allerlei Verbrecher angezogen. Diese Verbrecher benutzen das Internet um in ihm Verbrechen zu begehen (Online-Verbrechen wie Betrug, Erpressung, Hehlerei, Austausch kinderpornografischer Schriften, etc) oder Verbrechen zu planen (Überfälle, Erpressung, Betrug, Terrorismus, etc). Wie in der Offline-Welt auch, so soll und will die Polizei unsere Gesetze durchsetzen und Verbrechen verhindern.
Soweit, so gut. Nun hat die Polizei Online das Problem, dass das Internet eigentlich nicht überwachbar ist und im Offline Leben verdächtige Vorgänge Online unauffällig bleiben (zB konspirative Treffen). Dazu kommt noch die leichteren Fluchtmöglichkeiten im Internet und die besseren Verschleierungsmöglichkeiten. Daten können einfach auf Servern im Ausland geparkt werden und so vor dem Zugriff der Polizei gesichert oder die Verbrechen gleich aus dem Ausland heraus begangen werden. Desweiteren sind für die Polizei (so gut wie) unknackbare Verschlüsselungsprogramme ohne Probleme für jeden erhältlich.
Die Polizei will ein Werkzeug, mittels dessen sie auf die Daten eines Verdächtigen Zugreifen kann, während dieser noch mit den Daten arbeitet. Nur so können sie verschlüsselte Dateien oder Festplatten lesen und nur so an die Passwörter für im Internet lagernde Daten kommen. Dazu ist es aber notwendig, dass der Verdächtige von dieser Überwachung nichts mitbekommt.

Warum ist der Bundestrojaner aus Sicht eines Informatikers interessant und riskant?
Das Projekt des Bundestrojaners ist für Informatiker interessant. Punkt. Ist einfach so. Die technische Umsetzung der Idee der Online Überwachung und dabei den Rechner des Verdächtigen unentdeckt zu infiltrieren ist spannend, kompliziert und sehr kreativ. Also genau das, was man sich als Informatiker wünscht.
Informatiker sind aber mehr als nur Programmierer. Sie haben den Blick aufs ganze und sehen darum enorme Risiken und Probleme. Die Probleme beginnen bei der Heterogenität der zu infiltrierenden Systeme und der zu täuschenden Verdächtigen, welche bei Entdeckung die ganze Aufgabe zu nicht machen können und geht hin bis zur Problematik des Missbrauchs der Software, falls sie von entsprechend kompetenten Verdächtigen entdeckt, entschlüsselt und für andere Einsatzzwecke genutzt werden sollte. Ganz abgesehen von eventuellen Forderungen auf staatlich angemahnte Hintertüren in Software.

Welche Probleme wirft der Bundestrojaner aus der Sicht der Bürger auf?
Der Bundestrojaner weckt eine große Angst und zwar die Angst vor Missbrauch. Der Bundestrojaner könnte auf verschiedene Arten Missbraucht werden:

  • Von Verbrechern, falls die Software in falsche Hände gerät
  • Von der Politik, falls sie die falschen Ziele ausruft
  • Von Polizisten für private Zwecke
  • Von fremden Regierungen, wenn die Software in deren Hände geraten sollte
  • Ausforschen eines falschen Rechners aus Versehen

Die Juristen können jetzt sicher noch eine ganze Reihe weiterer Gründe aufführen (Verstoß gegen Grundrechte, evtl zerstören von Beweismitteln, etc), aber da ich kein Jurist bin, würden mir bei der Aufzählung sich nur Fehler unterlaufen.

Meine Meinung
Auch wenn es uns Liebhabern eines freier Internets und potentiellen Urheberverletzern erst mal nicht passt, so ist es wichtig, dass die Polizei auch im Internet ihrer Arbeit nach geht. Jeder von uns wäre wohl sehr dankbar, wenn die Polizei die Spamer dieser Welt festsetzen und mit den Phishern in eine Zelle sperren würde. Ich bin der Meinung, dass die von Günther Beckstein liebevoll betitelten „Cybercops“ durchaus mehr werden sollten und wir diese (wie auch die normalen Streifenpolizisten, Kripobeamten und welche Bullen es auch sonst noch gibt) entsprechend ihrer Verdienst positiv würdigen sollten. Wie in der Offline-Welt gelten aber auch in der Online-Welt für die Polizei Gesetze, die sie einzuhalten hat und wenn die Befugnisse der Polizei die Bürgerrechte in nicht hinzunehmendem Maße einschränken, dann sollten wir auf die Barikaden gehen und für unsere Bürgerrechte kämpfen.
Und genau darum geht es im Kampf gegen den Bundestrojaner, ähnlich wie beim großen Lauschangriff.

Die Gefahren durch den Bundestrojaner sind einfach zu groß! Ganz abgesehen davon, dass er massiv gegen Grundrechte verstösst!

Entschuldigung für den SPAM !!!

Ich entschuldige mich vielmals bei allen Lesern, die in den letzten 90 Minuten den SPAM hier im Blog ertragen mussten!

Bis gestern hatte ich eingestellt, dass jeder Kommentar und jeder Trackback der hier gepostet wird von mir freigeschalten werden muss, bevor er im Blog erscheint. Nachdem in den letzten Tagen der SPAM durch das Rechenfeld auf 0 zurückgegangen ist, habe ich gestern die Kommentare so eingestellt, dass sie sofort erscheinen, ich aber benachrichtigt werde und somit im Nachhinein modererieren könnte. Dies hat nun augenscheinlich nicht geklappt und so landen nun wieder alle Kommentare und Trackbacks zuerst bei mir auf dem Tisch, bevor sie im Blog erscheinen. Bitte habt Verständnis dafür.