Die CSU zeigt ihr wahres Gesicht – Verwirrte Spinner in hohen Positionen

Christlich soziale Union, so nennt sich die Freunderlwirtschaft, der auch unser aller Beckstein angehört. Heute soll es aber mal nicht um dessen verrückte Ideen gehen, sondern um ein paar andere Spinnereien seiner Parteifreunde.

Der große Aufreger der letzten Woche waren ja die ach so provokanten Fotos der Fürther Landrätin Gabriele Pauli. Da hat es sich die Dame doch nicht nehmen lassen, sich in für eine Politikerin ungewohnten Posen ablichten zu lassen. Zu allem Überfluß trug sie auf manchen Aufnahmen auch noch Latex Handschuhe. Ach nein, wie schlimm. Aus Sicht der CSU ist die Aufregung aber natürlich verständlich, denn wer Frauen nur am Herd sehen will, für den wäre eine Domina natürlich dem Anblick einer Satansfratze gleich zu setzen. Dass Frau Pauli durchaus auch im echten Leben nicht kuscht, hat ja ihr Streit mit dem Ede bewiesen. Endlich ergibt sich nun eine Möglichkeit zurückzuschlagen

Der CSU-Europa-Abgeordnete Markus Ferber sagte der Bild-Zeitung: „Irgendwann ist eine Grenze erreicht, wo man die Frage stellen muss, ob Frau Pauli noch in der CSU bleiben kann. Diese Grenze ist mit den Latex-Fotos überschritten.“

Hintergrund sind Fotoveröffentlichungen, die Frau Pauli unter anderem mit schwarzen Latex-Handschuhen zeigen. Der CSU-Landtagsabgeordnete Ludwig Spaenle warf der Landrätin parteischädigendes Verhalten vor.

„Durch ihre Profilgeilheit schädigt Frau Pauli die Partei jeden Tag aufs Neue“, sagte er der Zeitung. Parteischädigendes Verhalten ist dem Blatt zufolge nach Paragraf 61 der CSU-Satzung ein Ausschlussgrund.

CSU-Rechtsexperte Norbert Geis forderte: „Die Partei darf sich von Frau Pauli nicht länger lächerlich machen lassen!“

So schreibt die Süddeutsche.

Aber das ist natürlich nicht die einzige Baustelle in der CSU, denn in Regensburg war am Wochenende die Wahl zum Kreisvorsitzenden. Eigentlich natürlich irrelevant für die Bundesbühne, wäre da nicht etwas Zunder drin. Die Situation:
Regensburg hat einen Oberbürgermeister Namens Hans Schaidinger und einen Stadtrat Namens Thomas Fürst, beide CSU und sich spinnefeind. Nun ergab es sich, dass der Herr Fürst im Februar bei der Wahl eines Ortsverbandes mit 25 Neumitgliedern im Schlepptau auftauchte und sich zum Vorsitzenden des Ortsverbandes wählen lies. Die CSU-Oberen in Regensburg waren natürlich nervös, wie sollte man den verhindern, denn verhindern, dass ähnliches bei der Wahl des Kreisvorstands passiere? Fürst hat sich nicht selbst um den Posten beworben, sondern nur einen seiner Bekannten damit versorgt, was aber auch schon dazu führte, dass der gesamte Kreisvorstand zurück trat. Nettes Chaos das. Die Tatsache, dass Thomas Fürst Rechtsradikale Umtriebe vorgeworfen werden, sorgt aber natürlich nicht dafür, dass ein CSU-Häuptling aus München seinen Parteiausschluß fordert. Zumindest, solange er keine Latexhandschuhe trägt, vermute ich…

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