Dopingsport Radsport? (II)

Vor elf Tagen habe ich noch geschrieben, dass die Unschuldsvermutung auch für Radsportler gilt und ich bin noch immer dieser Meinung, ob sie aber gerechtfertigt ist, wird von Tag zu Tag unwahrscheinlicher. „Meine“ Radsporthelden haben inzwischen fast alle gestanden, werden gestehen (morgen Bjarne Riis) oder sollten endlich gestehen (Ulle). Während des Festina-Skandals habe ich mir noch gedacht, dass es mir egal sei, wenn die Dopen. Sollen sie halt das Doping legalisieren und alle Dopen, denn das Problem läge einzig und alleine an der Ungerechtigkeit, wenn ein Doper gegen einen nicht-Doper gewinnt. Inzwischen bin ich aber 10 Jahre älter und weiß es besser.
Natürlich ist und war ein Großteil des Peletons gedopt. Natürlich spielt es dann auch keine Rolle mehr, wenn alle gedopt sind. Worauf es ankommt ist doch einzig und alleine die Spannung und das Leiden in den Gesichtern. Zumindest sieht man als Fernsehzuschauer so, solange man sich keine Gedanken darum macht, dass dieser Sport ja nicht nur von den Hochleistungssportlern der Tour de France betrieben wird, sondern auch von zig tausenden Amateuren, zig tausende Semi und gescheiterte Profis. All diesen dienen die Tour-Helden als Vorbilder und diesen eifern sie nach, haben aber nicht die selbe medizinische Versorgung und Überwachung wie die Profis und daher ein viel größeres Gesundheitsrisiko. Alleine schon diese Verantwortung, so sollte man meinen, würde die Sportler vom Dopen abhalten. Naja, so kann man sich täuschen.

Ich hoffe nur, dass bei der anstehenden Tour de Swiss und der Critérium du Dauphiné Libéré ordentlich viele Blut-Kontrollen gemacht werden, um zu versuchen das Tour Peleton so sauber wie möglich zu bekommen.

Auch wenn ich mich wiederholen sollte: Ich werde die Tour gucken. Alleine schon um den ungedopten Fahrern den Respekt zu zollen, den sie verdienen!

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