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Das Ruderboot in Aktion – Rückwärts

DonAlphonso, der Rächer des Vererbten [1], rudert zurück [2]. Fleißig. Mit einem schlechten Gewissen.

Es war einmal eine Magazin, dass trotz einem berühmten Namen in Deutschland floppte. Dieses Magazin hatte wie viele anderen zu seiner Zeit ein Online-Angebot. Und um nicht nur im Print modern zu wirken, mietete es sich ein paar Blogger, die mit tollen Blogs tolle Leser anziehen sollten, um die tolle Onlinewerbung besser verkaufen zu können.
Nun begab es sich, dass einer dieser Blog Peter Turi hieß und dieser schon seit langem gegen Windmühlen den Fonso kämpfte. Worum dieser Kampf ursprünglich ging, interessiert eigentlich keine Sau, denn wir, die Blogosphäre, wollen zum trocken Knäckebrot der niedrigen Leserzahlen, die Spiele im olympischen (upps, verbotenes Wort, böse böse) blogosphärischen, virtuellen Wortgefecht, unabhängig des Ursprungs.
Dieser Turi nun, schrieb in seinem bezahlten Blog über Fonso böse, unwahre Dinge und, um seinem Feind Spielkameraden Aug‘ in Aug‘ gegenüber stehen zu können, klaute er sich ein Foto von Fonso und pappte es zu seinem Artikel (Turis Foto groß links, Fonsos klein rechts). Der Fonso hat daraufhin kryptische Hinweise in seinen Blogs (der moderne Blogger hat mehrere Blogs, damit sie addiert im Schwanzvergleich… das is n anderes Thema) gepostet, aus denen hervor gehen sollte, dass der Turi das Foto gefälligst durch ein hübscheres selbst gemaltes ersetzen und die böses Sätze wegradieren sollte. Vielleicht hat der Fonso dem Turi sogar ein Briefchen geschrieben? Ich weiß es nicht, ist auch egal, denn für den Leser ists ja auch viel spannender, wenn er davon ausgehen soll, dass ausgerechnet der Todfeind Lieblingsonkel Turi dem Fonso seine Blogs lesen soll. Auf alle Fälle hat der Turi nix an seinem Artikel geändert. Daraufhin hat der Fonso seine Schwester losgeschickt (welcher Blogger beneidet ihn nicht alleine wegen seiner in der Juristerei bewanderten Schwester?) irgendeinen Anwalte losgeschickt und die der hat dem Turi ne nette Rechnung für das Foto und die Unwahrheiten präsentiert.

Soweit die Vorgeschichte. Das Magazin, in dessen Online-Auftritt der Turi gepoltert hatte, hat nun nicht nur den bösen Artikel entfernt, nee, sie hat auch gleich dem Turi seinen Spielplatz weggenommen. Und irgendwie findet der Fonso das jetzt doch wohl schade, den er ermahnt das Langschwanz-Blogvolk, es ihm nicht nachzutun und mit Abmahnungen die Straßen zu Pflastern. Armer Fonso, steht er nun doch als Blog-Killer da. Andererseits denke ich, ist der Turi doch wohl ganz froh, dass er nun nicht mehr in dem komischen Magazin-Spielplatz sitzen muss, weil ich glaub, der Spielplatz ist am Boden eines Schwimmbeckens eingerichtet, das sich langsam mit Wasser füllt. Und ich bezweifle, dass den Kiddies im Schwimmbecken jemand einen Rettungsring zuwerfen wird, hat doch seit der Eröffnungsparty niemand mehr in diesem Freibad vorbeigeguckt.