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Vom Sammeln und sich Trennen

Von der Veranlagung her bin ich ein äußerst ordentlicher Mensch, fast schon zwanghaft, möchte ich sagen. Schon mit 5 Jahren hat man mir eine erfolgreiche Beamtenlaufbahn ob meiner Ordnung vorhergesagt.
Leider ist zwischen Veranlagung und Umsetzung ein gewaltiger Unterschied, denn Ordnung drückt sich nicht nur dadurch aus, dass alles ordentlich aufgeräumt ist, sondern auch dadurch, dass unnötiges der Ordnung entsprechend aussortiert wird. Dieses Aussortieren fällt mir aber ausgesprochen schwer, bedeutet dies doch, sich von etwas zu trennen.

Ab Mittwoch ist meine Mama wegen einer Fortbildung für drei Tage in der Stadt und nächtigt bei uns auf dem Sofa. Um sie nicht von allen Seiten mit Computern umstellt zu wissen, stand heute aussortieren nach dem Informatiker-Prinzip „Divide and Conquer“. Dabei wird ein großes Problem in mehrere kleine zerlegt, die dann leichter zu handhaben sind. Auf das Aussortieren von PC Hardware ist dieses Prinzip eher weniger vorteilhaft, steht man im Ergebnis doch nur vor einem Berg an Bauteilen, deren Funktionsfähigkeit fraglich ist.

Konkret liegen nun für den Wertstoffhof zur Entsorgung auf einem Haufen:

Noch ungewiss ist die Zukunft eines Mainboards mit zugehörigem Prozessor, Kühler, Arbeitsspeicher, Grafikkarte und Netzteil (irgendeines dieser Bauteile hat beim letzten Einschalten ein Stückchen eines SMDs verloren. Vermutlich eine Überspannung hat es abplatzen lassen).

Zumindest konnte ich aber (mal wieder) einen Rechner komplettieren. Ist zwar nur ein 700er Celeron mit OnBoard-Grafik, aber zumindest läuft er wie ne eins.

Steffis altes Shuttle [1] werden wir wohl bei eBay reinstellen, denn mit 2 GB-Ram, 2600er Athlon, GeForce4 und nem DVD-Laufwerk wird sicher ein Bastler noch was machen können.

So reduziert sich die Zahl der PCs in der Wohnung, einiges ist aber noch zu tun, denn wir wollen auf „nur“ mehr 4 Rechner kommen, momentan sind es aber 6 (plus das Shuttle und die genannten Bauteile) und insgesamt 8 (plus das Shuttle) Gehäuse.

Wie gesagt, ich bin ordentlich, also hatten die ausgemusterten Bauteile alle eine eigene Schachtel und jeder defekte Rechner einen Zettel mit den zu testenden bzw ggf zu ersetzenden Bauteilen. Natürlich habe ich auch einen Ordner mit den ganzen Handbüchern der Teile, einer Mappe mit den Treibercds und eine Sicherheitskopie aller Betriebssystem Installationsmedien (also MS-Dos 6.22 Disketten und die CDs von Windows95, Windows95a, Windows95b, Windows98, Windows2000, WindowsXP Professional, WindowsXP Home SP1, WindowsXP Home SP2, WindowsXP SP2 Update CD). Aber auch in diesem Ordner habe ich heute wieder einiges an Platz geschaffen.

Und morgen, morgen wird Papas ausgemustertes Sony Vaio Laptop gekreuzigt. Zumindest wird es an ein Brett geschraubt, damit die Küche endlich auch multimedial und vernetzt in die Wohnung einbezogen werden kann. Als Recipebook für Steffi [2] nämlich