Einträge vom Juli 2007 ↓

Pfundepurzeln

Pfundepurzeln, so nennt sich die neue Kategorie, in der ich meinen Abspeckversuch dokumentieren werde.

Trotz eigener Kategorie werde ich hier nicht Post nach Post zu diesem Thema schreiben, aber in ner eigenen Kategorie ist das Thema gut verräumt.

Gestern Abend hab ich mich dann doch noch zu einer Salami Pizza im Vapiano hinreißen lassen und bin damit über den Tag bei 33 Punkten nach dem GewichtsAufpasser Prinzip gelandet (Namen der GewichtsAufpasser verschleiert, ich will mir ja keine Abmahnung einfangen…).
29 Punkte wären mir erlaubt…
Zumindest habe ich mir das Mitternachtsmüsli weggelassen.

Heute hab ich dann, ganz im Sinne des Umweltschutzes die Umwelt davor geschützt, den Nußzopf, der hier noch rum stand, verdauen zu müssen und das selbst übernommen. Wieder 33 statt 29…
Dafür war ich auch heute wieder mit Steffi unterwegs, aber weil ich bei ihrem Tempo nicht richtig ins Schwitzen komme, werden mir dafür nur 2 Punkte angerechnet, die ich zusätzlich Essen dürfte…

Schallgrenze durchbrochen

Nachdem wir seit ein paar Tagen endlich den Sommer haben, den wir uns wünschten, ich aber mit der Temperatur absolut nicht zurecht komme, habe ich mich heute mal auf die Suche nach möglichen Gründen gemacht. Erschreckt habe ich festgestellt, dass sich seit dem heißen Sommer 2003 vor allem eines geändert hat: Mein Gewicht

Die Erkenntnis
Als ich mich auf die Waage stellte zeigte sie an, dass ich die 80 Kilo Grenze erstmalig überschritten habe. Gut, dass es erstmalig war, hat sie natürlich nicht angezeigt, aber nachdem ich mich nur alle paar Monate mal wiege, war es das erste Ma,l dass ich diese beiden Ziffern gemeinsam auf dem Display sah.
Mich bringt das nun in eine verzwickte Situation: Schon seit über 15 Jahren, seit einem meiner ersten Computer also, reden meine Eltern auf mich ein, dass ich mich doch mehr bewegen solle, statt nur immer anderen beim Sporteln zu zu sehen. Anfangs hab ich dies einfach ignoriert und abgewunken. Seit ein paar Jahren schon bildet sich aber ein sichtbares Bäuchlein bei mir aus und doch hat die Waage keinen Ausschlag angezeigt, sie pendelte immer zwischen 74 und 76 Kilo und so begründete ich, dass der Bauch doch nicht beachtenswert sei. Nun aber 80 Kilo. Jetzt helfen keine Ausflüchte mehr.
Der Bauch muss weg! Der Bauch muss weg! (stellt euch das von ein paar tausend Menschen skandiert vor)

Der Vorsatz
Ich will dauerhaft unter die 75 Kilo Grenze, darum muss der Vorsatz etwas über dieses Ziel hinaus gehen: 70 Kilo
Und als Zieldatum soll der 25.02.08 dienen, mein 29ster Geburtstag. Damit habe ich 7 Monate für 10 Kilo, das sollte doch ein Klacks sein!

Der Plan
Als erstes werden schnell und leicht erreichbare Zwischenziele gemacht. In meinem Fall formuliere ich mal 5 Kilo pro drei Monate, um am Ende noch etwas Luft zwecks Weihnachtsspeck zu haben.

Der erste Schritt auf dem Weg ist die Analyse, was ich momentan falsch mache. Bei der Ernährung ist der Fehler immer der Gleiche:
Zuviel und/oder das Falsche.
Da Steffi schon seit längerem sehr bewusst kocht (kaum Öl, keine Sahne, wenig Zucker), kann nur die Menge das Problem sein. Ein Blick auch meinen Speiseplan zeigt schnell, dass zwei Müslis am Tag und dazu Mittag- und Abendessen ein Müsli zu viel sind. Das Mitternachtsmüsli muss entfallen.
Als erste Maßnahme werde ich also versuchen meinen Lebensrhythmus so zu verändern, dass ich früher aufstehe, früher ins Bett gehe und so den Mitternachtshunger umgehe.

Das zweite Problem ist meist mangelnde Bewegung, so auch bei mir. Ergo ist Sport angesagt, um Muskeln aufzubauen, die durch den erhöhten Grundumsatz das Fett wegzufressen. Konkret haben Steffi und ich uns vorgenommen, mindestens 3 mal in der Woche für 45 Minuten Walken zu gehen. Walken deshalb, weil wir dies 45 Minuten lang durchhalten, Steffi das Tempo vorgeben kann und es nichts kostet.

Die dritte mögliche Ursache könnte eine Krankheit sein, wovon ich aber nicht ausgehe, außer ich hätte einen Bandwurm…

Die Umsetzung
Samstag wird Wiegetag, Anfangsgewicht 80 Kilo.
Die ersten 45 Minuten Walken sind erledigt.
Mitternacht ist noch nicht, aber wir gehen jetzt erstmal mit einer Bekannten aus Holland (sie ist Spanierin und hat von München aus in Barcelona Jura studiert…) essen. Abgerechnet wird hinterher…

Blitz und Donner

Ich weiß ja nicht, was da südlich von München bzw im Süden von München los ist, aber wenn ich mir die Blitze ansehe, möchte ich da nicht sein. So viele und so heftige Blitze habe ich noch nicht erlebt.

Tour de France – Packender Radsport

182,5 Kilometer ist die heutige 11te Etappe lang. Eine sogenannte Flachetappe mit nur einer Bergwertung der kleinsten Kategorie. Meist sind diese Etappen relativ langweilig, irgendwann auf den ersten Kilometern bildet sich eine kleine Fluchtgruppe, die dann auf den letzten Kilometern der Etappe durch die Arbeit der Sprint-Teams wieder Eingefangen werden und es kommt zum Massensprint. Manchmal aber sind Flachetappen auch super spannend, weil sich durch taktische Finessen das Renngeschehen schnell ändert, so auch heute.

Zu Beginn der Etappe wie üblich Angriff auf Angriff, bis sich eine Spitzengruppe gebildet hat, die dem Peloton recht war und von diesem ziehen gelassen wurde. Bis Kilometer 85 dauerte es, bis sich eine Fünfergruppe alleine auf den Weg Richtung Montpellier machen durfte. Kaum waren die Ausreißer auf und davon, beruhigte sich das Feld und begann eine Bummelfahrt. Über 7 Minuten „Vorsprung“ erarbeiteten sich die Fünf, bis das Peloton hinter Arles, 70 Kilometer vor dem Ziel, von der Autobahn 45 Richtung Nimes auf die kleinere D572n abbog.
Plötzlich versammelten sich an der Spitze des Hauptfeldes fünf oder sechs Fahrer des Astana-Teams und verschärfte das Tempo. Auf den ersten Blick verwunderlich, so zeigte sich schnell der Hintergedanke. Die D572n führt Richtung Westen, während die A45 Richtung Nordwesten führte. Durch diese Richtungsänderung änderte sich auch der Winkel der Fahrtrichtung zum Wind und zusammen mit der Tempo-Verschärfung führte dies zu einer sogenannten „Windkante“ und somit zu einer Aufsplittung des Pelotons.
Durch diese Taktik konnte Astana den Mitfavoriten Christophe Moreau distanzieren, da dieser mit seiner Mannschaft den Angriff Astanas verschlief. Aber nicht nur das. Das Tempo, dass Astana anschlug, war so hoch, dass die Spitzengruppe auf nur 8 Kilometern rund 2 Minuten ihres Vorsprungs einbüßte und von dem Feld der Favoriten um Astana 35 Kilometer vor dem Ziel geschluckt wurde. Momentan sieht es danach aus, als würde der heutige Etappensieger aus der Spitzengruppe der Favoriten kommen.

Packender Radsport!

Le Tour auf SAT1 – So schnell kanns gehen

Tja, gestern beschlossen ARD und ZDF den Zwergenaufstand, heute schon sendet SAT1 die Tour de France.

Stolz berichtet das ZDF, was Zeitungen aus ganz Europa über die Unterbrechung der Übertragung schreiben:

„Schwarzer Bildschirm in Deutschland“
Reaktionen auf den Sendeausstieg von ARD und ZDF

(Quelle: ZDF.de)

Soweit, dass der Bildschirm schwarz wird, sind wir aber noch nicht. ARD und ZDF senden statt der Tour nun „Sturm der Liebe“ und der Radsportfan wählt zwischen SAT1 und Eurosport, wo er seine Helden fahren sieht.

Wie heißt diese Rubrik bei Frontal21 des ZDF so passend? TOLL !!!

ARD und ZDF steigen aus der Tour-Berichterstattung aus

ES KOTZT MICH AN!!!!!

Patrick Sinkewitz, Fahrer des T-Mobile-Teams und am Sonntag nach einem schweren Sturz aus der Tour ausgestiegen, wurde positiv auf Doping getestet. Heute wurde das Testergebnis der A-Probe vom 8.Juni veröffentlicht und damit bekannt, dass Patrick einen Testosteron-Wert von 24:1 statt erlaubten 4:1 hatte. Dies ist der erste, während der diesjährigen Tour veröffentlichte Dopingfall.

Soweit, so schlecht. Bestätigt sich das Testergebnis in der B-Probe oder verlangt Patrick Sinkewitz das Testen der B-Probe nicht, wird aus seinem Radsportteam gefeuert, aus dem Deutschen Radsportbund ausgeschlossen und er muss eine Strafe in Höhe seines diesjährigen Gehalts von geschätzten 500.000 Euro zahlen. Eine Sperre von 2 Jahren würde ihn auch erwarten und, falls in zwei Jahren der Ehrenkodex der Profiteams noch gilt, dürfte er auch nach der Sperre keinen Job als Radprofi bekommen.

Dieser Dopingfall hat aber über das persönliche Schicksal des Fahrers hinaus noch weitere Folgen. Mittelfristig wird sich T-Mobile überlegen ob sie ihr Sponsoring im Radsport aufrecht erhalten werden. Zusätzlich erdreisten sich ARD und ZDF ihre Tour-Berichterstattung fürs erste einzustellen. Thomas Knüwer beklagt, dass die Berichterstattung überhaupt begonnen hat und der Ausstieg nun aus fadenscheinigen Gründen erfolgt sei.

Ich beklage etwas anderes: WIE KOMMEN ARD UND ZDF DARAUF, SICH SO WICHTIG ZU NEHMEN?

ARD und ZDF sind Journalisten. Journalisten haben das Event zu berichten und nicht darüber, warum sie nun ausgestiegen sind. Ich bezahle meine GEZ Gebühr und habe nun ein Anrecht darauf, dass ARD und ZDF aus den geleisteten Lizenzzahlungen für die Übertragungsrechte etwas sinnvolles machen und nicht, dass sich die Reporter nun hinstellen und dafür gefeiert werden wollen, wie Konsequent es doch sei, dass sie ihre Ankündigung des Ausstiegs für den Fall eines Dopingfalles wahr machen.

Es interessiert mich nicht die Bohne, ob ARD und ZDF Doping gut, schlecht, förderungswürdig oder nicht ansehen.
Journalisten haben neutral zu sein, darum sollen sie über Doping berichten, aber auch über den Sport, der weiter betrieben wird.
Das einzige, was das Übertragungsende von ARD und ZDF bewirkt ist doch, dass die Zuschauer die Fernbedienung in die Hand nehmen, einmal laut seufzen, ARD und ZDF den Stinkefinger zeigen und auf Eurosport umschalten, um sich in aller Ruhe die Tour anzusehen.
Und wir werden ja sehen, ob in Zukunft nicht gleich der Privatsender geguckt wird, auch falls ARD und ZDF wieder berichten sollten!!!

BTW: „Sturm der Liebe“, das jetzt als Ersatzprogramm für die Tour auf ARD gesendet wird, ist auch nicht unbedingt das, was sich Jugendliche und Sportler zum Vorbild nehmen sollten.

SAUBANDE!!!

Das ist Deutschbrei mit Dönersauce und Marshmallow-Creme

Eigentlich sollte ich jetzt einen schönen Text schreiben, der die folgenden Videos einleitet. Kann ich aber nicht, denn ich komme aus dem Lachen nicht mehr raus, darum neben der Überschrift noch zwei Zitate und dann ab ans Gucken:

Klimawandel? Davon geht doch nicht das Abendland unter sondern nur Holland und Mecklenburg oder so…

…Kuschelweich-Apokalypse, das Teletubbie-Armageddon, eine Art vegetarisches jüngstes Gericht…

Kloß und Spinne – Teil 1: Computer kaputt

Kloß und Spinne – Teil 2: Klimakatastrophe

Kloß und Spinne – Teil 3: Gehacktes!

Kloß und Spinne – Teil 4: Die Hölle kostet 20 Euro …

Getextet, gezeichnet, produziert von Volker Strübing

via Thomas Knüwer