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Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland

„Ha“, denkt sich jetzt wohl so mancher.
„Ha, der Marnem will jetzt wohl wieder über den Schäuble oder den Beckstein vom Leder ziehen. Große Sprüche klopfen, wie denn die Welt zu verbessern sei und vor allem, wie nicht. Außerdem, Grundgesetz, war da vor ein paar Wochen nicht so eine Aktion, wo er sich beteiligen wollte und seit dem nichts mehr darüber geschrieben hat?“

Falsch gedacht. Heute soll es mal nicht um einen Innenminister gehen und auch falsch gedacht, dass ich die Aktion „Ein Grundgesetz für Schäuble [1]“ vergessen hätte. Nur ist der Herr Minister ja im Urlaub und was bringt es da, ihm die Grundgesetzestexte zu schicken, wenn er nichts von der Protestaktion mitbekommt? Ich warte erstmal, bis er aus dem Urlaub kommt. In Berlin hatte ich seine Ausgabe des Grundgesetzes übrigens immer griffbereit, aber leider ist er mir nicht über den Weg gerollt.

Heute soll es um das Grundgesetz an sich gehen. Ständig berufen wir uns darauf, aber wer hat den Text dabei schon vor Augen? Wer, der nicht Jurist ist, kann sich daran erinnern, wann er es zuletzt in die Hand genommen und alle oder auch nur einige Artikel gelesen hat? Ich kann es, weil ich mir das Grundgesetz zusenden lies.
Die ersten 19 Artikel habe ich also vor zwei Wochen gelesen. Die restlichen 122 habe ich vermutlich nicht einmal zu Schulzeiten nachgeschlagen (mit Ausnahme der für die Wiedervereinigung nötigen). Darum starte ich eine neue Artikelserie hier im Blog. Jeden Tag werde ich einen Artikel aus dem Grundgesetz posten. Jeden einzelnen kann man innerhalb einer Minute lesen. Der Aufwand ist also gering und die Lehren daraus werden groß sein.

Auch wenn ich fest zum Grundgesetz stehe und mich gegen Veränderungen im Sinne Schäubles wäre wehre, so kann man über den Inhalt und die Auslegung mancher Artikel diskutieren. Nutzt diese Möglichkeit, denn ich denke, es ist eine gute.

Jeden Tag eine gute Tat, jeden Tag ein Artikel des Grundgesetzes und jeden Tag eine gute Diskussion, das wünsche ich mir.