Das Grundgesetz – Artikel 3

Artikel 3

  1. Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
  2. Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
  3. Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

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3 Kommentare ↓

#1 Samthammel am 11.08.07 um 15:04

Zu 3.2; ich persönliche finde, daß man der Gleichberechtigung wegen auch Frauen zum Wehrdienst einziehen sollte – oder besser noch den Wehrdienst abschaffen und vielleicht nur noch Zivildienst. Zivildienst ist ja wenigstens noch sinnvoll wenn sich dort um Gebrechliche und Hilflose gekümmert wird. Dann aber alle zum Zivildienst – Männer und Frauen.
Naja und wenn ich sehe was sich in Köln über den Bau einer Moschee in der Venloer Str. aufgeregt wurde, dann weiß ich nicht inwieweit 3.3 der Realität entspricht – könnte wohl besser sein…

#2 Marnem am 11.08.07 um 19:49

Hmm, in 3.2 ist nur von Gleichberechtigung und nicht Gleichverpflichtung die Rede…
Ich denke, es ist ganz sinnvoll, dass die Frauen nicht zum Bund oder zu einem Sozialenjahr verpflichtet werden, schließlich „verlieren“ die meisten das dort eingesparte Jahr später durch Schwangerschaften, die wir Männer nicht übernehmen können.
Ich bin gegenüber dem Wehrdienst ambivalent eingestellt. Einerseits ist der Wehr- und Zivildienst für die meisten ein „verlorenes Jahr“, andererseits werfen so immer Leute von „Außerhalb“ einen Blick auf die Kasernen. Aufgrund der unfairen Verfahrensweisen bei der Einberufung würde ich jeden männlichen Staatsbürger entweder zum Wehrdienst oder zum Zivildienst einziehen, so dass hier keiner benachteiligt wird, weil er einberufen wurde und sein Nachbar nicht.

#3 Christian Heß-Grünig am 14.08.07 um 10:50

Hmm, schwierige Sache (?Wehrdienst ja/nein?? lasse ich hier mal ganz außen vor). Aber ich persönlich bin auch der Meinung, dass, wenn wirklich von Gleichberechtigung gesprochen wird, eben keine Ausnahmen gemacht werden sollten. Nur Gleichberechtigung da, wo es einem in den Kram passt, ist eben keine Gleichberechtigung.
Auf die Natur des Menschen hat das Gesetz eben keinen Einfluss. Männer werden nicht schwanger. Aber dafür leben die Frauen ja im Durchschnitt auch einige Jahre länger. Das geht ja auch nicht als Argument gegen Männer-Wehrpflicht durch, oder?!

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