Reisenachbereitung Berlin (III)

Den Nachmittag unseres ersten Tages in Berlin begannen wir nach dem Mittagessen in der Nähe des Alexanderplatzes. Wir fuhren zur Friedrichstraße und wanderten diese nach Süden und bogen bald nach Westen ab, um dem Holocaust-Mahnmal unseren Besuch abzustatten.
Zuvor stießen wir an der Kreuzung Behrenstraße Ecke Wilhelmstraße auf dieses komische Ding, was da rechts abgebildet ist. Nennt man das schon Recycling?


Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Holocaust-Mahnmal
Holocaust-Mahnmal
Holocaust-Mahnmal Inmitten des Steelenfeldes
Holocaust-Mahnmal Von Ost nach West Richtung Tiergarten


Holocaust-Mahnmal Von Ost nach Nord-West Richtung Tiergarten

Ein wirklich beeindruckendes Denkmal, das da geschaffen wurde. Die Dimensionen sind riesig und man versteht sofort, worum es geht und was es ausdrücken soll.

Auf den ersten Bildern, die ich von dem Eröffnungstag des Denkmals gesehen habe, konnte man Menschen auf den Steelen turnen sehen. Inzwischen ist dies verboten und augenscheinlich wird das Verbot ohne gröbere Verstöße eingehalten.

Nach diesen ganzen senkrechten und waagrechten Kanten brauchte ich einfach ein paar andere Winkel und so entstand das „Diagonalbild“.

Der Potsdamer Platz und das „Sony Center“

Kollhoff-Tower am Potsdamer Platz

Nach diesem Ort der Stille zog es uns an einen ganz gegenteiligen Ort, der aber ebenso geschichtsträchtig ist: den Potsdamer Platz
Einst Knotenpunkt von vier Handelsstraßen mit einem Stadttor der Berliner Stadtmauer, entwickelte sich hier vor dem zweiten Weltkrieg ein einzigartiger Verkehrsknotenpunkt, an dem sich Überland- und Stadtverkehr trafen und ihre Passagiere austauschten.
Im zweiten Weltkrieg fielen hier viele Bomben und spätestens durch die Teilung, mit der die Mauer quer über den Platz verlief, kam der Platz zur Ruhe und wurde zur Brache. Nach der Teilung wurde der Platz und die umgebende Fläche an „Daimler Benz“ und Sony verkauft und zu neuem Leben erweckt.

Sony Center von Innen, Blick von West nach Ost

Das „Sony Center“ wurde spätestens durch die WM2006 und dort aufgebaute ZDF SportStudio bekannt. Wie wichtig diese TV-Übertragungen für das „Sony Center“ waren erkennt man spätestens durch die Bilder auf der Leinwand im Bild rechts unten. Dabei hat das architektonisch interessantes zu bieten.

Sony Center von innen, Dachkonstruktion


Back-Shop am Bahnsteig U-Bahnhof Potsdamer Platz

Wie lange Berlin schon über ein U-Bahn-Netz verfügt, kann man an diesem „Back-Shop“ direkt auf dem Bahnsteig der U2 am Potsdamer Platz erkennen. Man beachte vor allem den Schlauch der Klimaanlage…
Man lasse sich übrigens nicht durch die Bezeichnung „U-Bahnhof Potsdamer Platz“ täuschen, denn der Bahnhof liegt unter dem Leipziger Platz ca 100 Meter östlich des Potsdamer Platzes. Der dortige U-Bahnhof wurde schon 1923 umbenannt

Total geschafft, wie Steffi und ich waren, zogen wir uns erstmal in „unser“ Zimmer in der Wohnung meines Bruders zurück, um Kraft für den Abend zu tanken.


Immer die Mauer entlang

St. Michael Kirche am Engelbecken

Gestärkt durch ein italienisches 2 Gänge Menü (Tagliatelle Contadina und danach Antipasti?? Die spinnen, die Berliner!) starteten wir von Oranienplatz einen Spaziergang durch eine seltsame Landschaft. Vor rund 160 Jahren wurde hier der „Luisenstädtische Kanal“ gebaut und schon vor 80 Jahren zum Teil zugeschüttet und zu einer Gartenanlage umgebaut.
Nach rund 200 Metern kreuzt die Waldemarstraße und ab hier ist der Park ehemaliges Mauergelände. Die Gebäude rechts (also die im Osten) gehörten zur Westseite der Stadt, während die Kirche und die Gebäude link (also die im Westen) zur DDR gehörten.

St. Thomas Kirche am Engeldamm
St. Thomas Kirche vom Engeldamm gesehen

„Engeldamm“ nennt sich der östlich an das „Engelbecken“ schließende, ebenfalls zum „Luisenstädtischen Kanal“ gehörende, nach Nordosten gebogene Damm. Die St. Thomas Kirche liegt südlich des Damms und somit zum Westteil der Stadt, während der nördliche Teil zum Osten gehörte.

Folgt man dem Engeldamm nach Norden, so stößt man an der „Schillingbrücke“ nicht nur auf das Gebäude der Ver.di, sondern auch auf die Spree.

Dämmerung am Fernsehturm - Von der Schillingbrücke aus gesehen
East Side Gallery

Überquert man hier die Spree und folgt der nächsten Straße nach Südosten, erreicht man mit der „East Side Gallery“ ein seltsames Stück Mauer. Zum einen war diese Mauer nie Grenzmauer, sondern „Hinterlandmauer“ und zum anderen das wohl schönste, auf jeden Fall längste Stück der Mauer, die noch steht. 1990 wurden diese über 1300 Meter der Mauer von über 100 Künstlern bemalt und ist so die größte Open-Air-Galerie (nicht logisch denken und „Open Air Gallery“ schreiben) der Welt.
Wir querten die Spree am Oberbaum abermals, ließen es für diesen Tag gut sein und trollten uns zum Schlesischen Tor, um uns von der U-Bahn zu unserer Schlafcouch tragen zu lassen.

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