Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen

Und das gilt selbst für den Visa-Abholer…

Wie ich bereits erwähnte werden meine Eltern mit einem befreundeten Ehepaar und mit einer meiner Tanten und deren Mann für fünf Wochen nach Nepal fahren. Fünf Wochen Wandern und Bergsteigen, abseits jeder Strom- oder Telefonleitung, quer durchs Himalaya. Das wird sicher ein großes Abenteuer, wäre aber absolut nix für mich. Ich bekomm ja schon nen Rappel, wenn ich mal wenige Tage nicht ins Netz komm, fünf Wochen sind da undenkbar…

Vor dem „Urlaub“ (wetten, dass die kaputter zurück kommen, als sie losgefahren sind?) steht aber der Papierkram. Ich bin also Dienstag zum nepalesischen Konsulat losgetigert und war dann baff, wie das ablief. Eine „normale“ Anwaltskanzlei, 5 Minuten warten, 10 Minuten dem Honorarkonsul zugucken, wie er den Papierkram der vier durch mich beantragten Visa durchsieht, 5 Minuten für das Eintragen der Visa in die Reisepässe und schon war ich wieder raus. Hat allerdings auch 40 Euro pro Visa gekostet, aber bei der Geschwindigkeit werde ich mich nicht beschweren. Ein Auto bei der Kfz-Stelle anzumelden kostet locker das doppelte oder dreifache und man muss Ewigkeiten im Wartesaal verbringen…

An der Tram-Haltestelle fragte mich dann eine ältere Dame (ca 65-75 Jahre alt) über mein Handy aus („“Hat das ne Uhr? Und nen Wecker? Und wie laut ist der?) und was es ohne Vertrag („Ich hab ja nur Prepaid“) kosten würde. Bis zu diesem Zeitpunkt ein „relativ“ normales Gespräch. Als sie dann aber damit anfing, mir über einen Bericht aus der „New York Times“ zu erzählen, den sie am Tag zuvor gelesen habe, in dem beschrieben wurde, wie die Telefonbuchfunktion unser Gehirn verändern würde, da wir uns ja keine Nummern mehr zu merken hätten, fing ich an, mich zu wundern. Als die Trambahn hielt, sprachen wir gerade über das Glenbow Museum in Calgary, Canada und dessen weltberühmte Mineralogische Abteilung (Puuh, Danke Prof Weber-Diefenbach für das Erwähnen dieses Faktums)…

Unfall Gabelsberger- Ecke Arcisstraße

Nicht mal zwei Stationen später war die Trambahnfahrt aber schon vorbei, denn ein BMW und ein Taxi trafen sich zur gemeinsamen Zerstörung einer Ampel. Ob es verletzte gab, weiß ich nicht, allerdings waren die anwesenden Feuerwehler schon interessiert am Zustand des Taxis, also denke ich mal, dass nichts wirklich schlimmes passiert ist.

Unfall Gabelsberger- Ecke Arcisstraße - BMW
Unfall Gabelsberger- Ecke Arcisstraße - Taxi


BMW Z3 - Greenpeace

Die Trambahngleise waren unpassierbar, weshalb der Trabahnführer (Trambahnfahrer?) uns „rauswarf“ und ich bis zum Kurfürstenplatz zu Fuß weiter lief. Dabei viel mir (vor einem Trachtenladen…) ein schwarzer (dunkelblauer? Ich habs nicht so mit der Unterscheidung dieser beiden Farben) BMW Z3 auf. Die verchromten Lufteinlässe fand ich ja „oachan“ (im Sinne von seltsam und unpassend und nicht im Sinne von Eiche) genug, aber ein „Greenpeace“-Zeichen aber dann definitiv lachhaft.

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#1 BlogmedienTV - Nur mehr Werbung? — Marnems Sicht der Dinge am 05.10.07 um 12:45

[…] Müller: Nein. Wir haben das eher nach dem Motto eines Ihrer Blogthemen realisiert: “Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen.” Es hat einfach Spass gemacht, hinter die Kulissen der aufwendigen Medien- und […]

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