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BlogmedienTV – Nur mehr Werbung?

Screenshot von blogmedienTV

Unter blogmedien.de [1] findet man das quirliges Blog von Horst Müller, Professor für Redaktionspraxis im Fachbereich Medien an der Hochschule Mittweida (FH). Über Abzocke bei Radio-Gewinnspielen und Manipulation in Fernsehsendungen wird hier berichtet, außerdem gibt es einmal im Monat BlogmedienTV [2], eine kleine Fernsehsendung ein kleines Magazin in Form eines Videos.

blogmedienTV berichtet – wie blogmedien.de – über Höhe- und Tiefpunkte aus Print, Radio, TV und Online, nur eben in Form eines Videomagazins.

Die aktuelle Ausgabe gibt sich die Überschrift „Fernsehen auf hoher See“ und berichtet unter anderem über das Bordfernsehen eines Kreuzfahrtschiffes, ein durchaus interessantes Thema. Ganze sechs der zehn Minuten wird diesem Thema gewidmet, ausgiebig werden Bilder vom Schiff und seinen Einrichtungen gezeigt und nebenbei 17 mal „AIDA“ in Form von „AIDA“, „AIDAdiva“, „AIDA TV“ oder „AIDA Cruises“ erwähnt. Mir kam diese Häufung spanisch vor, vor allem, weil kein einziges Konkurrenzunternehmen von „AIDA Cruises“ genannt wurde. Den Beitrag kann man sich auf blogmedien [2] ansehen.

Ich habe per eMail nachgehakt und Professor Müller hat promt geantwortet:

Zunächst möchte ich mich nochmal bei Professor Müller für die promte Beantwortung bedanken, die Fragen waren ja nicht unbedingt höflich formuliert und eine Antwort darum nicht selbstverständlich.

Trotzdem möchte ich dies nicht unkommentiert so stehen lassen, denn die beiden erwähnten Print-Artikel erwähnen den Firmennamen AIDA allerdings zwar häufig, wirken aber insgesamt auf mich nicht werbend.
Der verlinkte Stern-Artikel beschreibt die Schiffstaufe der AIDAdiva und erwähnt als einzige Eigenschaft des Schiffes den Baupreis. Die Fotostrecke und deren Bildunterschriften sind da allerdings von ganz anderem Charakter.
Der Artikel der WELT erwähnt zusätzlich auch bloß einen Teil der Lebensmittelvorräte:
„137.000 Eier, 40.500 Kilogramm Ananas, 94.000 Liter Fassbier und 5800 Hummer“

Alles in allem möchte ich sagen, dass mich Professor Müllers Aussage es sei kein Geld geflossen beruhigt, ich mir von einem Lehrenden an einer Hochschule, der Vorlesungen wie „Journalistische Grundlagen“ liest, mehr Sensibilität in Hinsicht auf einen eventuell werblichen Eindruck beim Zuseher erwarten würde.