Pulver, löslicher oder Pad-Maschinen Kaffee?

Seit einem knappen halben Jahr trinke ich Kaffee. Ich brauche den Koffein-Schub um das weniger an Zucker, das ich gegenüber früher esse, auszugleichen. Nun ist es so, dass ich mir bisher keine Kaffee-Maschine gekauft habe, da ich ja nicht wusste ob ich längerfristig zum Kaffee-Trinker würde. Löslicher Kaffee ist aber nun mal nicht unbedingt billig und es nervt mich tierisch für eine einzige Tasse Kaffee immer die Mindestmenge meines Wasserkochers, 1/2 Liter Wasser, zu erhitzen, wo ich doch keine 200 Milliliter in meine Tasse gieße.

Steffi plädiert für eine Kaffee-Pad-Maschine, vorzugsweise eine Senseo, weil sie sich Kaffee-Pads in verschiedenen Geschmacksrichtungen kaufen könnte, während sich eine 500 Grammdose je Geschmacksrichtung nicht rentiert. Ich persönlich tendiere eher zu einer klassischen Kaffee-Maschine, einfach „weil man das so macht“ und weil angeblich die Kosten je Tasse bei Pulverkaffee deutlich unter denen von löslichem oder Pad-Maschinen Kaffee liegen.

Ich trinke 1-2 Tassen Kaffee pro Tag, eine Vormittags, eine Nachmittags, Steffi würde vielleicht 1-2 Tasse ja Woche trinken.

Was würdet ihr mir empfehlen?

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17 Kommentare ↓

#1 Steffi am 12.10.07 um 12:43

Ach ich glaub, wenn ich dann nen Schoko-Kaffee, nen Vanille-Kaffee, nen Karamell-Kaffee und verschiedene Tees zur Auswahl hab, dann nutz ich die bestimmt 1x am Tag. *grins*

Hat vielleicht irgendjemand Erfahrungen mit diesen „Softpad“ Maschinen und kann vielleicht eine empfehlen? :-)

#2 Stefan am 12.10.07 um 13:30

Also ich in meine Deutschland-WG habe natürlich beides. Ich als Wessi hab eine normale Kaffeemaschine (mit Timer, damit sie in der Früh selber zum brühen anfängt), und der Ossi hat Senseo.
Aber nach eingängigen Tests beider Maschinen muss ich sagen, dass die klassische Variante meiner Meinung nach besser ist, da der Kaffee nie verwässert, was beim Senseo und allround-Jakobs-Pads manchmal passiert. Zudem kann man in der Maschine natürlich mehrere Tassen machen, was bei Gästebesuch wichtig ist. Beim Senseo braucht mann für ein Haferl (wie der Münchenr sagen würde) 2 Pads!!!
Und bei einer neueren Kaffeemaschine (nicht die von Mama und Papa) spart man sich durch die Pads auch nicht so viel Zeit.

Und wenn Kaffee Vanille-Geschmack haben sollte, hätte Gott dafür eine extra Pflanze erschaffen!

#3 Antje am 12.10.07 um 14:57

Nachdem mein Mann morgens immer eine Kanne Kaffee gekocht hat (auch mit Timer) und diese dann manchmal komplett stehen hat lassen – haben wir uns auch eine Senseo angeschafft. Klar ist halt teurer für eine Tasse ABER die vergessene Kanne voll Kaffee war halt noch teurer *g*.
Leider lassen die Maschinen mit häufiger Nutzung schnell nach – so das wir uns dann letztes Jahr zu Weihnachten einen Kaffeeautomaten geleistet haben 😉
Wir hätten sie uns viel früher leisten können wenn ich die ganzen Kaffee-Maschinen und 2 Senseo’s zusammen rechne 😀
Ich bin gespannt für was ihr euch entscheidet :)

#4 Martin am 12.10.07 um 15:02

Ich trink relativ selten Kaffee und das klassische Filterspülwasser mag ich sowieso nicht. Die Pad-Dinger find ich unverschämt teuer und mit welcher Chemie da in den Pads rumgefurwerkt wird, weiß ich auch nicht.
Deshalb hab‘ ich mir einen einfachen und günstigen Espressokocher zugelegt, so ein günstiges Alu-Teil, das man auf die Herdplatte stellt.

#5 Marnem am 12.10.07 um 17:34

@Stefan
In wiefern verwässert die Senseo den Kaffee?

@Antje
Kaffeeautomat? So n Ding, das Plastikbecher ausspuckt? Oder meinst Du einen Vollautomaten, der die Bohnen mahlt?

@Martin
Good point, das mit der Chemie. Auf den Pad-packungen steht meist auch nicht drauf, wo der Kaffee her kommt oder obs bloß die Staubbrösel sind, die unter einen Kaffeesack lagen…
So einen Espresso-Kocher haben wir auch, allerdings ist er für eine Tasse etwas zu groß. Sollte ich mir aber mal genauer ansehen, wie es da mit der Energiebilanz ist, wenn man einen kleineren Kocher kauft.

#6 dyfa am 12.10.07 um 23:23

Wir haben eine Senseo und die war für uns die beste Alternative zu einem Vollautomaten, bei dem die Anschaffungskosten doch erheblich ins Gewicht fallen. Bei den Kaffeepads gibt es erhebliche Preis- und Qualitätsunterschiede, die meisten Billigpads schmecken leider auch nicht. Das halbe Haferl find ich selbst unkritisch, ich hau mir eh immer noch viel Milch in die Tasse.
Das Argument mit der Chemie bei den Pads kapier ich aber grad nicht. Bahnhof? Das ist doch nur normales Filterpapier und die Pads können auch auf den Kompost.
Klassische Filtermaschinen find ich furchtbar. Das Zeug schmeckt nicht besonders, das Zubereiten von Kleinstmengen finde ich persönlich schwierig und nach einer Weile auf der Warmhalteplatte oder in der Thermoskanne schmeckt das Gesöff nur noch schlimm.
Die ganzen Systeme mit Alukapseln find ich ich von der Müllmenge her bedenklich.
Für euch wär evt eine „French Press“ eine Alternative. Da braucht man nur so eine Stempelkanne und einen Wasserkocher. Die Teile gibt es auch in verschiedenen Größen.

#7 Antje am 13.10.07 um 00:10

@Marnem – ja klar – einen Vollautomaten 😉 und ja die Dinger sind schon sakrisch teuer aber wenn man „älter“ wird und man mal ausrechnet für welchen Schrott (Kaffeemaschienen & Senseo) man schon Geld ausgegeben hat, man das dann mal zusammenrechnet – hätte man sich gleich einen Vollautomaten leisten sollen. Denn dadurch das jede Tasse Kaffee frisch gemahlen wird – schmeckt der Kaffee 1000??mal und überhaupt besser 😀

#8 Marnem am 13.10.07 um 22:15

@dyfa
Pads halten doch angeblich länger, als der Kaffee in der Dose. Chemisch muss da dann doch wohl ein Unterschied sein?
Kleinstmengen in Filterkaffeemaschinen ist ein sehr gutes Argument, ich sollte mal bei Stefan vorbei schauen und mal ausprobieren.
„French Press“ kenne ich nicht, werd ich mich mal informieren.

@Antje
Steffis Eltern haben einen Vollautomaten und gut schmecken tut so eine Jura schon. Nur bezahlen kann ich sie als Student nicht…
Andererseits naht Weihnachten und vielleicht gibts ja auch preiswertere Maschinen.

#9 Samthammel am 14.10.07 um 01:59

Für den „Anfang“ würde ich dir definitiv zu einer Billig-Kaffemaschine raten. Die kostet 10-20 Euro und bietet (je nach Pulver) guten Kaffee – zumal du eine Riesengeschmacksauswahl hast! Da sind Portionen von 2-5 Tassen (ca. 250 ml) täglich bei mir ohne Beschwerden drin. Bei mehr bekomme ich dann schon Bauchschmerzen, was sich teilweise nur noch durch Vollautomaten oder halt weniger Kaffee vermeiden läßt.
Vom Geschmack her würde ich eine normale Aufbrüh-Maschine jederzeit einer Pad-Maschine vorziehen! Alleine schon wegen der Vielfalt/Auswahl und der „Unbelassenheit“ der Zutat!
Unser Traum ist ja einmal eine Vollautomat-Maschine mit zwei Mahlwerken. Eines in dem Kaffee eingefüllt wird, während in das andere Espresso kommt – zur Auswahl!

#10 Samthammel am 14.10.07 um 02:00

Also natürlich 250 ml pro Tasse… – schon klar?

#11 pizzablog am 15.10.07 um 16:43

Ich bin für die Kaffee-Pads-Maschine. Wir haben die Dinger auch und das ist für Wenig-Trinker oder kleine Büros einfach die beste Alternative. Und was Chemie angeht. MannMannMann.

Das Leben an sich IST Chemie. Ich kann das ganze Chemie-Geheule echt nicht mehr hören. Außerdem hilft ein Blick auf die Zutatenliste. Kaffee ist drin und Aroma. Darum ist Filterpapier. Aus. Außerdem ist gerade Deutschland ,was die Kontrollen von Lebensmitteln angeht, sehr sehr streng. Dann haben wir „Stiftung Warentest“ und „Ökotest“, die sowas ebenfalls unter die Lupe nehmen. Man sollte erst mal da nachsehen, bevor man irgendwas von Chemie murmelt.

Und was sieht man bei Stiftung Warentest? Nicht die Pads sind das Problem, sondern die Maschine selber. http://www.test.de/themen/haus-garten/test/-Kaffeemaschinen-für-Kapseln-und-Pads/1448077/1448077/1447144/

Ok, ich bin kein Nickelallergiker. Mir macht das nichts. Wer Probleme hat, kann sich immer noch für die Maschinen entscheiden, die wenig oder kein Metall ins Wasser abgeben.

Dann ist noch die Frage, ob eine Filtermaschine so viel besser ist. Ich sag nur Weichmacher in Kunststoffen.

Dann informiert man sich halt, welche Maschinen gut abgeschnitten haben und nimmt halt die.

Apropos, laut Warentest sind die billigen Aldi-Pads richtig gut. Ist also kein sooo teures Vergnügen.

#12 Starkiller am 15.10.07 um 18:58

Hihi, ein Thema das die Nation teilt, ich selber bin leidenschaftlicher Kaffeetrinker und trinke sehr viel Kaffee pro Tag.

Ein Problem gibt es aber mit Kaffee, meistens nach ein paar Monaten hat man sich an den Geschmack so gewöhnt, das es einfach nicht mehr schmeckt, egal ob man von Hand aufschüttet, oder eine 500??? Kaffeemaschine hat, Gelegentlich braucht man einfach mal etwas Abwechslung.

Aktuell finde ich Espresso mit aufgeschäumter Milch eigentlich ganz lecker, also Caf?? au lait, im Gegensatz zum Milchkaffee bei dem normaler Kaffee genommen wird. Aber das macht und nennt auch jedes Kaffee anders, selber machen dauert zwar, schmeckt aber auch.

Auf der anderen Seite finde ich die Idee das zwischen „Lust auf Kaffee haben“ und „Frischen Kaffee haben können“ dank Pads nur etwa 20 Sekunden liegen, das ist mir auf jedenfall eine ??berlegung wert ob ich mir nicht irgendwann mal so ein Padteil holen werde, auf der anderen Seite, wenn ein Pad wirklich nur für eine Tasse reicht, bräuchte ich für die Pads ja einen eigenen Mülleimer 😀

#13 Starkiller am 15.10.07 um 19:01

ups, ich meinte natürlich „das macht und nennt auch jedes Caf?? anders.

#14 Marnem am 15.10.07 um 21:21

Die Pads-Fraktion scheint in der Mehrheit. Morgen besuche ich Stefan und teste die Senseo seines Mitbewohners

#15 Brühwarm — Marnems Sicht der Dinge am 17.10.07 um 00:02

[…] brühwarme News für alle, die der Fortgang meiner Kaffee-Frage interessiert. Nachdem ich aus den Kommentaren kein klares Votum für oder gegen eine […]

#16 Thermo am 28.08.09 um 22:25

Ich kann das lösliche Pulver überhaupt nicht empfehlen. Schmeckt nicht, ist ungesund und meistens viel zu süß.
Ich bevorzuge in der Regel den Kaffee aus der Kaffeemaschine. Hier kann ich durch das Kaffeepulver selbst noch einmal Einfluss auf den Geschmack nehmen, wenn ich auf die Qualität achte!
Gruß
Thermo

#17 Dariosh am 23.04.10 um 11:12

Habe auch einen Espressokocher aus Alu für die Herdplatte, der mir immer hervorragende Dienste leistet.

Allerdings habe ich nun vor mir mal ein richtig edles Gerät zuzulegen.

Kennt Jemand dieses Gerät schon:

http://kaffeevollautomaten.net/2009/11/23/retro-illy-francis-francic-x-1-siebtraeger-espressomaschine

… sieht voll edel und retro und massiv aus!

Hat es Jemand von Euch zu Hause und kann mir was sagen???

Grüße,
Dari

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