Einträge vom Dezember 2007 ↓

Frau am Steuer, das wird teuer

Gerade wurde ich im Bus Ohrenzeuge folgenden Ausspruchs:

Frau am Steuer, das wird teuer

Ich saß im Bus nach Hause, als ein fröhliches, junges Pärchen zustieg und die Sitze vor mir einnahm. Fröhlich schnatternd erzählte sie (mediteraner Typ) ihm (Typ Süd-Ost-Europäischer Macho), was sie den Tag so erlebt hatte. Mittags sei sie in der Trambahn gesessen und habe die Reaktion eines Trambahnfahrers auf eine Autofahrerin erlebt. Diese Autofahrerin war anscheinend bei Orange zu langsam in eine Kreuzung eingefahren und wurde von den aus allen Richtungen kommenden Fahrzeugen eingekeilt. Die Kreuzung war so verstopft und auch die Tram konnte ihre Fahrt nicht fortsetzen. Der Trambahnfahrer habe nun wie wild geklingelt (Trambahnen haben in München keine Hupe, sondern eine Klingel) und über die Lautsprecher ausgerufen:

Die blöde Gans soll ihre Schrottkiste von der Straße bringen

Die Geschichte amüsierte die junge Dame sichtlich und auch ihr Lover fand sie anregend. So anregend, dass er eine Anekdote einer einparkenden Frau zum besten gab, die ihr „kleines Cabrio“ auch nach mehrmaligem Rangieren nicht in eine Parklücke verbringen konnte, in die er einen ganzen Lastzug einparken hätte können. Aber wundern würde ihn das nicht, denn „Frau am Steuer, das wird teuer“.
Das Lächeln seiner Freundin gefrohr und ihre Stimmung erreichte eine Temperatur, wie sie dieser Winter noch nicht bieten konnte. Auch mit weiteren Erklärungen, wie sehr die Cabriofahrerin zu kämpfen hatte, konnte ihre Stimmung nicht mehr gehoben werden.

An dieser Stelle stieg ich an meiner Station aus und bin mir ziemlich sicher, dass der Spruch „Frau am Steuer, das wird teuer“ den jungen Mann nicht billig zu stehen kam…

Weihnachtsstöckchen

3 materielle Wünsche zu Weihnachten?

  • 3D-Spiele fähiges Notebook mit 19 Zoll Monitor, 7 Stunden Laufzeit, 1 Kilo Gewicht und DIN A5-Format im geschlossenen Zustand
  • Anstellungsvertrag als Chef der DB-Netz und der Bundesbahn
  • Knall rotes Gummiboot (Brrr, ists hier kalt im Büro und grau der Himmel…)

3 Menschen, mit denen ich gerne Weihnachten feiern würde?

  • Davon ausgehend, dass diese drei Menschen zusätzlich zu all denen sind, die ich am 24. – 26. Dezember treffe (Also der kompletten Familie) würde ich mir Wolfgang Schäuble, Günther Beckstein und Kai Raven wünschen. Würde sicher ein spannendes Fest

3 Menschen, die von dir ein Weihnachtsgeschenk erhalten?

  • Steffi
  • Die ganze Türk Familie (rund 50 Personen) in Form von 19 Kalendern

3 Menschen, die von mir dieses Stöckchen erhalten?

  • Steffi
  • Starkiller (zur Zeit ohne Blog, da Epstacy geschlossen wurde)
  • Pierre

Danke an Boje, dessen Stöckchenwurf den Druck wieder zu bloggen weiter erhöht hat :-)

Daten gegen Nutzungsrecht: StudiVZ zockt Studenten ab

Ein Mensch ist mehr, als nur sein Äusseres. Die inneren Werte sind es, die zählen.

Dies wird uns wieder und wieder erzählt. Nicht die Kurven des Körpers, sondern die Windungen des Gehirns sollen unser Urteil über eine Person begründen.
Um diesem Spruch zu folgen tragen viele junge Menschen ihr inneres sauber kategorisiert und katalogisiert in Social-Networks ein, schließlich lässt sich so das Gegenüber viel genauer beurteilen, wenn sich nachlesen lässt, wie es um dessen Fortpflanzungsverhalten und Karriereaussichten bestellt ist. Das Abklopfen des Freundeskreises und kulinarischer Vorlieben tut sein übriges, um fehltritte von vorne herein auszuschließen. Ob nun StudiVZ, SchuelerVZ, FickenVZ oder Facebook, Myspace und Lokalisten, alle diese Plattformen bieten eine große, gefrässige Datenbank für persönliche Daten zum gegenseitigen Begutachten (übrigens ganz im Gegensatz zum XXX [Update: Gibt es nicht mehr]).

Aber auch die Werbewirtschaft hat schon lange begriffen, wie wertvoll persönliche Daten von Konsumenten sind und giert darum immer nach möglichst vielen und genauen Daten. Um so mehr über den potentiellen Kunden bekannt ist, desto zielgerichteter kann dieser angesprochen und zum Kaufe verführt werden. Viele dieser interessanten Daten wurden auch schon erhoben und liegen in Datenbanken, doch aus Sicht der Werber schlummern viele dieser Daten tief und fest, statt sich von ihnen befummeln und zum Leben erwecken zu lassen. Datenschutz nennt sich dieser Keuschheitsgürtel, der die Werber vor dem Eindringen in unsere tiefsten Tiefen schützt. Leider liegt aber das Schloß dieses Gürtels offen dar und verlockt so manchen, um den zugehörigen Schlüssel zu bitten. Alles, was dazu nötig ist, kann man in einen Vertrag mit dem Penetrationsopfer formulieren und wie diese oft jungfräulichen Verbraucher so sind, lesen sie das Kleingedruckte nie.

So wird es mich auch nicht verwundern, wenn auch im Januar noch Millionen dummer Abiturbesitzer StudiVZ mit Daten über ihr Sauf-, Fick- und Fressverhalten informieren, auf dass Holtzbrinck seine (hoffentlich) schon abgeschriebenen Millionen doch noch in schwarze Zahlen verwandelt, schließlich hat das StudiVZ neue AGB, die Holtzbrinck das Weiterverkaufen und Nutzen aller im StudiVZ gespeicherten Daten zu Werbezwecken erlaubt.
Selbstverständlich wird den „Studenten“ (ich würde sie ja hirnverbrannte Idioten nennen, wenn nicht Steffi eine von ihnen wäre) das Nutzungsrecht von StudiVZ entzogen, falls sie der AGB nicht zustimmen…

via BlogBar und heute.de