Daten gegen Nutzungsrecht: StudiVZ zockt Studenten ab

Ein Mensch ist mehr, als nur sein Äusseres. Die inneren Werte sind es, die zählen.

Dies wird uns wieder und wieder erzählt. Nicht die Kurven des Körpers, sondern die Windungen des Gehirns sollen unser Urteil über eine Person begründen.
Um diesem Spruch zu folgen tragen viele junge Menschen ihr inneres sauber kategorisiert und katalogisiert in Social-Networks ein, schließlich lässt sich so das Gegenüber viel genauer beurteilen, wenn sich nachlesen lässt, wie es um dessen Fortpflanzungsverhalten und Karriereaussichten bestellt ist. Das Abklopfen des Freundeskreises und kulinarischer Vorlieben tut sein übriges, um fehltritte von vorne herein auszuschließen. Ob nun StudiVZ, SchuelerVZ, FickenVZ oder Facebook, Myspace und Lokalisten, alle diese Plattformen bieten eine große, gefrässige Datenbank für persönliche Daten zum gegenseitigen Begutachten (übrigens ganz im Gegensatz zum XXX [Update: Gibt es nicht mehr]).

Aber auch die Werbewirtschaft hat schon lange begriffen, wie wertvoll persönliche Daten von Konsumenten sind und giert darum immer nach möglichst vielen und genauen Daten. Um so mehr über den potentiellen Kunden bekannt ist, desto zielgerichteter kann dieser angesprochen und zum Kaufe verführt werden. Viele dieser interessanten Daten wurden auch schon erhoben und liegen in Datenbanken, doch aus Sicht der Werber schlummern viele dieser Daten tief und fest, statt sich von ihnen befummeln und zum Leben erwecken zu lassen. Datenschutz nennt sich dieser Keuschheitsgürtel, der die Werber vor dem Eindringen in unsere tiefsten Tiefen schützt. Leider liegt aber das Schloß dieses Gürtels offen dar und verlockt so manchen, um den zugehörigen Schlüssel zu bitten. Alles, was dazu nötig ist, kann man in einen Vertrag mit dem Penetrationsopfer formulieren und wie diese oft jungfräulichen Verbraucher so sind, lesen sie das Kleingedruckte nie.

So wird es mich auch nicht verwundern, wenn auch im Januar noch Millionen dummer Abiturbesitzer StudiVZ mit Daten über ihr Sauf-, Fick- und Fressverhalten informieren, auf dass Holtzbrinck seine (hoffentlich) schon abgeschriebenen Millionen doch noch in schwarze Zahlen verwandelt, schließlich hat das StudiVZ neue AGB, die Holtzbrinck das Weiterverkaufen und Nutzen aller im StudiVZ gespeicherten Daten zu Werbezwecken erlaubt.
Selbstverständlich wird den „Studenten“ (ich würde sie ja hirnverbrannte Idioten nennen, wenn nicht Steffi eine von ihnen wäre) das Nutzungsrecht von StudiVZ entzogen, falls sie der AGB nicht zustimmen…

via BlogBar und heute.de

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3 Kommentare ↓

#1 Starkiller am 14.12.07 um 18:46

Willkommen zurück nach etwas über 3 Wochen, kam das nur mir so vor oder hast du in obigem Text absichtlich reichlich Futter für Google gestreut? :-)

#2 mmyNews am 14.12.07 um 19:20

StudiVZ mit neuen AGB…

Das Studentennetzwerk hat eine E-Mail mit neue AGB verschickt. Wer im Zeitraum vom 20. Dezember bis zum 9. Januar diesen Geschäftsbedingungen nicht zustimmt, kann die Community nicht mehr nutzen.

Schauen wir uns die AGB also mal etwas genauer an…

#3 Marnem am 14.12.07 um 23:06

@Starkiller
Ehrlich gesagt nein, aber wenn man es sich so besieht, hätte ich noch den Kalender nackter Studentinnen für 2008 erwähnen sollen. hupps, schon passiert *g*
Aber gut wieder so entspannt zu sein, dass ich einfach drauf los schreiben kann.

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