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Ist VZ ein Gattungbegriff?

Folgenden Gedanken habe ich gerade entwickelt, als ich drüben im Blogbeutel [1] einen Kommentar [2] schrieb:

[…]
Bei StudiVZ kommt dazu, dass hier ganz klar versucht wird, einen Alleinherrscheranspruch im Bereich Social Networks zu stellen. VZ wird dabei als Marke bezeichnet, statt VZ eher als Gattungsbezeichnung zu sehen, wie es faktisch der Fall ist. Was ein Social Network ist, ist dem “Normalbürger” nicht bekannt, was aber ein VZ ist, dürften inzwischen viele wissen und darum Xing oder Lokalisten als ein VZ bezeichnen.

Sicher würde fickenVZ nicht fickenVZ heißen, gäbe es nicht das StudiVZ. Hieße StudiVZ StudiNet, dann würde fickenVZ auch fickenNet heißen, einfach um die Marktgängige Gattungsbezeichnung im Namen zu haben. Vergleichbares gibt es zb im Bereich Telekommunikation mit Telecom, Tele2, Telefonica oder im Bankbereich mit Deutsche Bank, Volksbank, Dresdner Bank. Auch gibt es auffallend viele Printmedien mit “Zeitung”, viele Fernsehzeitschriften mit “TV” im Namen. Grundlage ist dabei immer durch den, zugegebenermaßen ähnlichen, Namensbestandteil die Gattung des Unternehmenszwecks herauszustellen.
[…]

Warum mahnen sich die Banken, Zeitungen und Fernsehzeitschriften nicht gegenseitig ab, wo sie doch auch ähnliche Namensbestandteile in ihrer Marke haben? Weil diese übereinstimmenden Namensbestandteile Gattungsbezeichnungen sind. Vielleicht könnte das ein Angriffspunkt auf die Argumentation von StudiVZ sein.