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Barack Obama speaking at Dr. Martin Luther King Jr.’s church in Atlanta

Es ist jetzt zwei Minuten vor zwei Uhr Nachts und ich sitze noch hier am Computer. Ich weiß, eigentlich habe ich besseres zu tun. Eigentlich sollte ich schlafen. Aber ich kann nicht schlafen. Ich bin immer noch aufgewühlt, denn ich habe mir die aktuelle Wahlkampfrede von Barack Obama angesehen und diese hat mich zu Tränen gerührt. Eine Wahlkampfrede, man muss sich das mal vorstellen.

Ich bin nicht der Typ für Tränen und doch habe ich ein wenig geweint bei der Geschichte von Ashley Baia. Nicht nur deshalb lohnt es sich, Baracks Rede anzusehen. Die ersten 17 Minuten sind etwas trocken, denn Barack hält sich bis dahin ziemlich an sein Skript. Dann aber schwimmt er sich frei, bewegt und reißt mit, als er über „Hope“ spricht.


Barack Obama speaking at Dr. Martin Luther King Jr.’s church in Atlanta

via uswahl2008.de

Wahlkampf in den USA: Chuckfacts und Hilly singt

Merkel oder Beck würden ähnliches nie tun, denn Humor besitzen beide nicht.

Was ist mit Burma?

Vor zwei Wochen war Burma das große Thema in den Nachrichten, vor einer Woche der große Free Burma-Aktionstag und auch der Spiegelfechter hat seinen Ticker-Artikel zuletzt vor einer Woche aktualisiert. Statt dessen schaffte es eine dumme Blondine mit verqueeren Ansichten die Medien für zwei Tage zu beherrschen.

Haben sie recht, die Kritiker der Blog-Aktion? Aus den Augen, aus dem Sinn? Monsieur Fischer schreibt, dass der Weltsicherheitsrat, wie schon zu erwarten war, sich auf keine scharfe Verurteilung der Vorgänge in Burma einigen konnte und Goggi beklagt, dass die „Free Burma“-Aktion nur eine Promotion Aktion der A-List Blogger gewesen sei.

Ich weiß nicht, was manche sich von der „Free Burma“-Aktion erwartet hatten. Dass die Junta in Burma die Waffen streckt und es binnen Stunden zu friedlichen Wahlen kommt? Dass die Bildzeitung nun täglich den Wetterbericht und ein Demonstrationsbarometer aus Burma abdruckt? Dass die Bundesregierung alles liegen und stehen lässt um an einem Grenzübergang zwischen Thailand und Burma an den Toren rüttelt und ruft „Wir wollen hier rein?“. Oder gar, dass die Blogosphäre nun nicht mehr über das iPhone oder die neusten Gerüchte um Googles Pagerank berichten, sondern nur mehr über Burma?
Aktionen wie „Free Burma“ kosten Kraft, lenken aber die Aufmerksamkeit auf ein Thema. Dies ist aber nur kurzfristig möglich, denn die Menschen ändern ihr Verhalten aufgrund von Geschehnissen weit weg nur sehr selten, auf jeden Fall nur sehr langsam. Wenn das nächste mal über Burma berichtet wird, wissen zumindest deutlich mehr Leute als vorher, was in Burma passierte. Sie können die Situation dort etwas besser einschätzen und das ist schon ein Gewinn. Jeder, der sich anderes erwartet glaubt aber auch noch an den Weihnachtsmann.

Weiß eigentlich jemand, was sich in Burma momentan tut?

Free Burma! – One Blogpost for Burma

Das einzige Blogpost für heute.

Free Burma!

Das folgende Zitat stammt vom „One Blogpost for Burma“-Wiki und soll erklären, worum es geht.

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Artikel 1 Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.

Artikel 2 Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.

Des weiteren darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebietes, dem eine Person angehört, gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist.

[…]

Diese Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wurde am 10. Dezember 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet, und gilt seither als ausdrückliches Bekenntnis zu den Menschenrechten.

Dieses Bekenntnis ist in einer globalisierten Welt wichtiger denn je. Deswegen dürfen wir nicht wegsehen, wenn in einem Land wie Burma friedliche Demonstranten und buddhistische Mönche rücksichtslos getötet oder verhaftet werden.

Die burmesische Bevölkerung wird seit über 45 Jahren von einem diktatorischen Militärregime unterdrückt. Die legale Opposition ist de facto ausgeschaltet, Medien staatlich kontrolliert und die Menschen – als Zwangsarbeiter missbraucht – leben am Existenzminimum. Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass die Mönche ihren Protest gegen die Benzinpreiserhöhungen vor wenigen Wochen zum Ausdruck bringen wollten.

Obwohl das Militär mit allen Mitteln versucht, jeglichen Kontakt von und in das Ausland zu unterbinden, drangen Belege seiner Grausamkeiten an die internationale Öffentlichkeit. Trotz der Gefahr, verhaftet und verschleppt zu werden, riskierten mutige Burmesen ihr Leben, um die Welt über die grausamen Ereignisse in ihrem Land zu informieren.

Doch bislang verhindern wirtschaftliche Interessen einzelner Mitgliedsstaaten die Verurteilung der Gewalt und der Unterdrückung seitens der Vereinten Nationen.

Wir wollen mit dieser internationalen Aktion ein Zeichen setzen!
Wir verachten die Gewalt und den Terror in Burma.
Wir setzen uns ein für die, die aufgrund ihrer Meinung unterdrückt werden und wir solidarisieren uns mit den Menschen, die für ihr Recht demonstrieren.
Wir fordern die Vereinten Nationen auf, die Gewalt zu verurteilen. Wir fordern Freiheit und Frieden für Burma.


In Burma ist seit über einer Woche die Hölle los. Erst stiegen die Lebensmittelpreise, dann gingen die buddhistischen Mönche auf die Straße um dagegen zu protestieren. Schnell wuchs die Zahl der Protestierer, schließlich schlug die herrschende Junta die Demonstartionen nieder und kappte alle Kommunikationswege ins Ausland. Das wenige, was an neuen Informationen aus dem Land kommt, findet ihr beim Spiegelfechter.

Um an die Situation in Burma zu erinnern und der Welt zu zeigen, dass wir Blogger nicht gleichgültig gegenüber dem sind, was in Burma passiert, beteilige ich mich an der Aktion Free Burma! – One Blogpost for Burma.
Über einen Radiosender aus Thailand wird in burmesischer Sprache unter anderem über diese Aktion berichtet und ich hoffe, dass dies dem burmesischen Volk eine moralische Stärkung ist.

Schweigen für Burma?

In Burma bzw Myanmar ist ja gerade der Teufel los. Nach 45 Jahren Herrschaft durch das Militär, protestieren seit einigen Tagen zig Tausende. Auslöser waren wohl, wie oft bei solchen Protesten, gestiegene Lebensmittelpreise. Die meisten von euch dürften in den Nachrichten davon gehört haben und da ich auch keine weiteren Informationen dazu besitze, habe ich bisher auch nicht darüber geschrieben.

Robert ruft nun zu einem Tag Blogschweigen auf, um ähnlich einer Schweigeminute, den Burmesen und ihrem Kampf zu Gedenken. Ich bin mir nicht sicher, ob das zielführend ist. Eine Schweigeminute macht auch nur dann Sinn, wenn man eigentlich in dieser Minute kommunizieren würde und man sich auf das zu Gedenkende konzentriert, außerdem lässt sich eine Schweigeminute zB an einem belebten Platz regelrecht spüren. Ein Tag Blogschweigen sorgt aber eher dafür, dass der Feedreader leer bleibt, man weniger von der Arbeit abgelenkt wird und sich mehr auf diese konzentriert. Das ist zwar auch nichts negatives, aber nicht zielführend.

Ich würde vorschlagen, dass wir Blogger uns ein für das eigene Blog unübliches Medium heraus suchen (damit es hervor sticht) und damit etwas zum Thema Burma gestalten. In meinem Blog wäre das zB ein handgemaltes Bild, in einem Comic-Blog ein Text und in einem Podcast-Blog ein Gedicht. Das Ziel soll sein, die eigenen Leser oder Zuhörer einen Moment lang aus dem „Alltag“ des Blogs zu reißen und an die Situation in Burma zu erinnern. Gedenken, Innehalten und Erinnern, das können wir Blogger erreichen wenn wir agieren, doch wenn wir Blogger schweigen, sind wir unsichtbar und machtlos.

Hintergründe zur US-Präsidentschaftswahl

Noch bis Anfang 2009 müssen wir George W. Bush als US-Präsident ertragen. Warum Bush und seine Landsleute manchmal so ganz anders als wir Europäer reagieren beschreibt „USA Erklärt ganz gut. Dies bringt aber auch Zweifel daran auf, ob ein neuer Präsident wirklich eine andere Politik bringt. Die Kandidaten, deren Themen und tagesaktuelles geschehen fasst USWahl2008.de zusammen (der Full Feed erspart das klicken auf „vollständig lesen“ in den Artikeln).

Ein paar Hintergründe über Barrack Obama hatte ich bereits im Februar zusammengefasst.

You Choose ’08 – Der Youtube channel zur Präsidentschaftswahl

Noch 10 Monate bis zu den Vorwahlen und noch 10 weitere bis zu den Präsidentschaftswahlen 2008 und doch ist das Thema jetzt schon aktuell. Wer was wann wo und wie vor wem und warum gesagt hat, wird in diesem Wahlkampf nicht lange unkommentiert bleiben und als zum Nachweis der Aussagen gibts bei youtube einen eigenen channel zur Wahl. Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis die Kandidaten ihre Videos selbst auf youtube stellen.

via Robert und GoogleWatchBlog