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John McCain ist auch dabei

John McCain, der Vietnam Veteran der Bush in den 2000er Vorwahlen lange Zeit auf den Fersen war, hat gestern seine Kandidatur für die 2008er Wahl angekündigt. Er würde im Falle eines Wahlsieges der älteste Präsident zu Beginn eines „First terms“ werden. Sein größter Konkurrent für die Vorwahlen dürfte Rudy Giuliani sein. Beide Kandidieren für die Republican party.

Klimaschutz

Der Klimaschutz ist zur Zeit in aller Munde. Sei es im Zusammenhang mit mit der Kfz-Steuer, der deutschen EU-Ratspräsidentschaft oder einer Veränderung der Erbschaftsteuer. Eine ganz neue Idee kommt jetzt aus Australien, wo ab 2010 Glühbirnen verboten werden sollen, da Energiesparlampen bis zu 80% weniger Strom verbrauchen.

Wer ist Barack Obama?

Barack Obama ist Senator des US-Bundesstaates Illinois und kandidiert für die Präsidentschaftswahl 2008. Wer Barack Obama wirklich ist, können wie bei jedem anderen Menschen nur die engsten Freunde und Verwandte sagen, einiges kann man aber aus den Einträgen der deutschen oder der englischen Wikipedia entnehmen. Da nicht jeder die Zeit oder Lust hat, dies zu lesen, versuche ich hier die wichtigsten Dinge zusammen zu fassen.

Barack Obama
Barack Hussein Obama wurde 1961 in Honolulu, Hawaii als Sohn zweier Studenten (Barack Hussein Obama Senior aus Kenia und Ann Dunham) gebohren. Als er zwei Jahre alt ist, liessen sich seine Eltern scheiden. Seine Mutter heiratete erneut (Lolo Soetoro aus Indonesien) und zog nach Jakarta, wo Barack die Grundschule besuchte. Mit 10 Jahren zog er nach Honolulu zu seinen Großeltern, wo er 1979 seinen Highschool Abschluß machte. 1982 starb sein leiblicher Vater bei einem Autounfall in Kenia, seine Mutter starb 1995 an Krebs. In seiner 1995 erschienenen Memoiren gibt er zu, in seiner Jugend Marihuana geraucht und Kokain genommen zu haben.
1983 machte er seinen Bachelor in „political science“ mit einer Spezialisierung in „international relations“.
1984 arbeitete er ein Jahr bei dem Verlag „Business International Corporation“ als Redakteur im Bereich Internationale Wirtschafts Informationen.
1985 ging er nach Chicago um bei einem kirchlichen non-profit Projekt als „Community Organisor“ zu arbeiten
1988-1991 studierte er in Harvard Juristerei und schloss mit magna cum laude ab.
1990 wurde er als erster schwarzer zum „President of the Harvard Law Review“ gewählt.
1991 ging er zurück nach Chicago und leitete einen Voter registration drive (zu deutsch: Bürgern, die nicht im Wählerregister stehen, dabei helfen sich zu registrieren), anschließend arbeitete er bei einer Bürgerrechts Anwaltskanzlei.
1993-2004 lehrte er Verfassungsrecht an der University of Chicago Law School
1996-2004 saß er im Senat des Bundesstaates Illinois
2004 wurde er mit 70% der Wählerstimmen in den US Senat gewählt
2007 am 10. Februar verkündete er, zur Präsidentschaftswahl 2008 antreten zu wollen.

Näheres zum weiteren Zeitablauf bis zur Wahl habe ich in diesem Artikel beschrieben.

Was hat nun Barack Obama in seinen bisher 11 Jahren als Abgeordneter gemacht?
In seiner Zeit im Senat von Illinois saß er in einem Gesundheitsausschuss und kämpfte für Gesetze, die Geringverdienern zugute kamen (Steuersenkungen, Zuschüsse für Krankversicherungen, AIDS Prävention). Desweiteren für ein Gesetz, damit Videoaufzeichungen bei Verhören bei Verbrechen, die die Todesstrafe nach sich ziehen können, verpflichtend wurden.
Die Washington Post beschrieb im Februar 2007 in einen Rückblick auf diese Zeit, daß er sowohl mit den Demokraten, als auch mit den Republikanern effektiv zusammenarbeiten konnte um parteiübergreifende Bündnisse zu schmieden.
Bei seinem Senatwahlkampf 2004 unterstützte ihn die „Fraternal Order of Police“ trotz seiner Unterstützung von Gesetzen, gegen die sie waren, für seine „longtime support of gun control measures and his willingness to negotiate compromises“ (Quelle: en.wikipedia.com).
Schon während des Aufmarsches der Truppen des USA wegen des Irak-Krieges, warnte er vor diesem „dummen Krieg“.

Landesweite Bekanntschaft erreichte Obama durch seine Rede auf der „Democratic National Convention“ 2004, vor allem wegen seine Betonung der Einheit Amerikas.

Im Bundessenat schloss er wieder Bündnisse mit den Republikanern, um seine Gesetze vorwärts zu bringen. Anscheinend setzte er sich sehr für eine Reform des Einwanderungsrechts ein und gegen Landminen. Desweiteren wandte er sich gegen den Einfluß von Lobbisten im Öffentlichen Dienst und den Abgeordnetenhäusern. Er setzte sich auch für Umweltthemen ein, auch wenn eine klare Linie nicht erkennbar ist.

So, mir ists jetzt schon zu spät. Teil 2 mit einer Analyse seiner politischen und religiösen Ansichten kommt demnächst.
Gute Nacht!

Bildnachweis: en.wikipedia.org

Barack Obama küdigt Kandidatur an

Heute hat Barack Obama seine Kandidatur für die US Präsidentschaftswahl 2008 angekündigt.
Ein spannender Wahlkampf steht uns nun bevor. Zuerst werden die Kandidaten eifriges „Fund raising“ betreiben, dann von Januar 2008 bis Juni 2008 die Vorwahlen innerhalb der Parteien zu überstehen versuchen, um sich bei den jeweiligen National Conventions Ende August/Anfang September 2008 wählen zu lassen. Jede der beiden großen Parteien, die Demokraten und die Konservativen, werden jeweils einen Kandidaten aufstellen, der am 4.11.2008 um die Präsidentschaft kämpft. Dabei ist zu beachten, daß zum ersten mal seit 80 Jahren weder der Amtsinhaber noch der Vize-Präsident kandidiert.
Schärfste Konkurrentin von Obama aus dem eigenen Lager wird wohl Hillary Rodham Clinton sein. Es wird spannend zu sehen sein, inwieweit sich die Online-Wahlkampftaktiken der beiden unterscheiden. Beide haben schon fleissig Videos online gestellt (Hillary, Obama), beide haben einen „Blog“ Button auf der Homepage, hinter dem noch kein Inhalt steht und doch hat Hillary in meinen Augen einen kleinen Vorsprung durch ihre „Conversation“ Serie von Ende Januar. Sie hat dabei an drei aufeinander folgenden Tagen auf eMails von Bürgern in einem Online Video geantwortet.

Weitere Coverage zu diesem Thema wird folgen.