30. Januar 2008 — Nur ums mal gesagt zu haben |
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Aral schafft Normal-Benzin ab verkündet das ZDF in Berufung auf eine dpa-Meldung. Superbenzin wird so zum Normalfall. Eigentlich ist das doch nur konsequent, oder wann habt ihr zuletzt ein Waschmittel ohne den Zusatz “Das Beste”, “Mega” oder “Ultra” gekauft?
Aber auch in anderen Bereichen wird sprachlich das Niveau angehoben, so sollen Hauptschulen abgeschafft, aus Realschulen “Realschule Plus” werden und die PDS heißt jetzt “Die LINKE”.
Apropos “Die LINKE”. Diese wird demnächst ziemliche Probleme bekommen, denn aus der CDU wird nach dem Linksruck eine Links-Partei…
25. Januar 2008 — Unterhaltung |
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Hui, war das ein schnelles Vergnügen. Ich bin gerade eben mit 300 km/h durch die Münchner Innenstadt gebrettert. In den Kurven wurde es schon ziemlich knapp, aber ich habs ohne Unfall überstanden.
Glaubt ihr nicht?
Hier der Bildbeweis: Real World Racer
Gebt als Startadresse “Hohenzollernstraße 142, München” und als Ziel “Karlsplatz, München” ein.
Meine Bestzeit: 1.00 Minuten (ein Schnitt von knapp 220 km/h)
Beachtet, dass eine schnelle Internetverbindung von Vorteil ist. Die Straßendaten wie auch die Satellitenfotos kommen von Google Maps, der Rest dürfte AJAX sein.
Am Start guckt genau hin, denn auf dem Satellitenfoto seht ihr dort meinen Corsa stehen…
via Frank Bueltge
18. Dezember 2007 — Unterhaltung |
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Gerade wurde ich im Bus Ohrenzeuge folgenden Ausspruchs:
Frau am Steuer, das wird teuer
Ich saß im Bus nach Hause, als ein fröhliches, junges Pärchen zustieg und die Sitze vor mir einnahm. Fröhlich schnatternd erzählte sie (mediteraner Typ) ihm (Typ Süd-Ost-Europäischer Macho), was sie den Tag so erlebt hatte. Mittags sei sie in der Trambahn gesessen und habe die Reaktion eines Trambahnfahrers auf eine Autofahrerin erlebt. Diese Autofahrerin war anscheinend bei Orange zu langsam in eine Kreuzung eingefahren und wurde von den aus allen Richtungen kommenden Fahrzeugen eingekeilt. Die Kreuzung war so verstopft und auch die Tram konnte ihre Fahrt nicht fortsetzen. Der Trambahnfahrer habe nun wie wild geklingelt (Trambahnen haben in München keine Hupe, sondern eine Klingel) und über die Lautsprecher ausgerufen:
Die blöde Gans soll ihre Schrottkiste von der Straße bringen
Die Geschichte amüsierte die junge Dame sichtlich und auch ihr Lover fand sie anregend. So anregend, dass er eine Anekdote einer einparkenden Frau zum besten gab, die ihr “kleines Cabrio” auch nach mehrmaligem Rangieren nicht in eine Parklücke verbringen konnte, in die er einen ganzen Lastzug einparken hätte können. Aber wundern würde ihn das nicht, denn “Frau am Steuer, das wird teuer”.
Das Lächeln seiner Freundin gefrohr und ihre Stimmung erreichte eine Temperatur, wie sie dieser Winter noch nicht bieten konnte. Auch mit weiteren Erklärungen, wie sehr die Cabriofahrerin zu kämpfen hatte, konnte ihre Stimmung nicht mehr gehoben werden.
An dieser Stelle stieg ich an meiner Station aus und bin mir ziemlich sicher, dass der Spruch “Frau am Steuer, das wird teuer” den jungen Mann nicht billig zu stehen kam…
27. September 2007 — Nur ums mal gesagt zu haben |
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Und das gilt selbst für den Visa-Abholer…
Wie ich bereits erwähnte werden meine Eltern mit einem befreundeten Ehepaar und mit einer meiner Tanten und deren Mann für fünf Wochen nach Nepal fahren. Fünf Wochen Wandern und Bergsteigen, abseits jeder Strom- oder Telefonleitung, quer durchs Himalaya. Das wird sicher ein großes Abenteuer, wäre aber absolut nix für mich. Ich bekomm ja schon nen Rappel, wenn ich mal wenige Tage nicht ins Netz komm, fünf Wochen sind da undenkbar…
Vor dem “Urlaub” (wetten, dass die kaputter zurück kommen, als sie losgefahren sind?) steht aber der Papierkram. Ich bin also Dienstag zum nepalesischen Konsulat losgetigert und war dann baff, wie das ablief. Eine “normale” Anwaltskanzlei, 5 Minuten warten, 10 Minuten dem Honorarkonsul zugucken, wie er den Papierkram der vier durch mich beantragten Visa durchsieht, 5 Minuten für das Eintragen der Visa in die Reisepässe und schon war ich wieder raus. Hat allerdings auch 40 Euro pro Visa gekostet, aber bei der Geschwindigkeit werde ich mich nicht beschweren. Ein Auto bei der Kfz-Stelle anzumelden kostet locker das doppelte oder dreifache und man muss Ewigkeiten im Wartesaal verbringen…
An der Tram-Haltestelle fragte mich dann eine ältere Dame (ca 65-75 Jahre alt) über mein Handy aus (“”Hat das ne Uhr? Und nen Wecker? Und wie laut ist der?) und was es ohne Vertrag (“Ich hab ja nur Prepaid”) kosten würde. Bis zu diesem Zeitpunkt ein “relativ” normales Gespräch. Als sie dann aber damit anfing, mir über einen Bericht aus der “New York Times” zu erzählen, den sie am Tag zuvor gelesen habe, in dem beschrieben wurde, wie die Telefonbuchfunktion unser Gehirn verändern würde, da wir uns ja keine Nummern mehr zu merken hätten, fing ich an, mich zu wundern. Als die Trambahn hielt, sprachen wir gerade über das Glenbow Museum in Calgary, Canada und dessen weltberühmte Mineralogische Abteilung (Puuh, Danke Prof Weber-Diefenbach für das Erwähnen dieses Faktums)…
Nicht mal zwei Stationen später war die Trambahnfahrt aber schon vorbei, denn ein BMW und ein Taxi trafen sich zur gemeinsamen Zerstörung einer Ampel. Ob es verletzte gab, weiß ich nicht, allerdings waren die anwesenden Feuerwehler schon interessiert am Zustand des Taxis, also denke ich mal, dass nichts wirklich schlimmes passiert ist.
Die Trambahngleise waren unpassierbar, weshalb der Trabahnführer (Trambahnfahrer?) uns “rauswarf” und ich bis zum Kurfürstenplatz zu Fuß weiter lief. Dabei viel mir (vor einem Trachtenladen…) ein schwarzer (dunkelblauer? Ich habs nicht so mit der Unterscheidung dieser beiden Farben) BMW Z3 auf. Die verchromten Lufteinlässe fand ich ja “oachan” (im Sinne von seltsam und unpassend und nicht im Sinne von Eiche) genug, aber ein “Greenpeace”-Zeichen aber dann definitiv lachhaft.

26. September 2007 — Technisches |
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Der Winter kommt und darum hab ich den Corsa winterfest gemacht. Kühlwasser gespindelt und mit Frostschutzmittel aufgefüllt, den Scheibenwischwasserbehälter die Scheibenwischflüssigkeit die Flüssigkeit der Scheibenwaschanlage mit Frostschutzmittel Scheibenfrostschutz versehen und die Winterreifen montiert.
Ich war ziemlich verwundert über die Reifengröße. 155/80 R13, ich dachte ich hatte 175/65 R14 montiert…
Naja, egal, der richtige Reifendruck für die 155/80 R13 ist 2.4 Bar vorne und 2.5 Bar hinten.
Weil mir in den letzten Wochen beim losfahren immer ein Schwall Wasser auf die Füße geschwappt ist, hab ich mir mal angeguckt, woher das kommt. Ich hatte auf die Dichtung der Kabeldurchführung in den Motorraum getippt. “Mein” Mechaniker wusste sofort, dass die Abläufe der Lüftung durch allerlei Dreck von den Bäumen verstopft waren. Jetzt sind diese wieder gereinigt und meine Füße bleiben trocken
17. August 2007 — Nur ums mal gesagt zu haben |
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Vorgestern Nacht wurde vor Don Alphonsos Stadtpalast ein Auto demoliert, indem drei alkoholisierte Jugendliche einem vierten, auf einem Mercedes herumlaufenden, zujubelten. Don hatte zu diesem Zeitpunkt schon die Polizei an der Strippe, um den Vandalismus zu melden.
In den Kommentaren zu seinem Beitrag muss er sich vorwerfen lassen:
… ohoho das ist ja sehr ambivalent – ein weiterer Milestone bei der Schillyisierung – einerseits – anderersseits ist es natuerlich wirklich zum Knochenkotzen wenn des Nachts eigene/und/oder fremder Leute Autos Ihre vollstaendig konvexe Form verlieren – ein Dilemma, ein wirklich schlimmes Dilemma …
Nachtrag : oh ich sehe S-Klasse – dann sieht das natuerlich schon wieder anders aus – da faellt der eine Teil der Ambivalenz natuerlich flach – dann bleibt leider nur die Schillyiserung ….
Spätestens seit letztes Jahr im Januar ein vermutlich Betrunkener an mindestens 20 Autos hier in der Hohenzollerstraße den rechten Außenspiegel weggetreten hat, habe ich für Dons Reaktion vollstes Verständnis. Die Autohaftpflicht zahlt in so einem Falle natürlich nicht und so wurden mir 200 Euro plus MwSt aus meinem Geldbeutel geklaut.
Ich habe daher vollstes Verständnis für Don und kann in keinster Weise eine “Schillyiserung” oder übertriebene Reaktion feststellen!
3. Juli 2007 — Nur ums mal gesagt zu haben |
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Wir leben in einem globalisierten Markt, in dem das sprichwörtliche Umfallen eines Sacks Reis in China Auswirkungen auf den hiesigen Arbeitsmarkt haben kann. Die Zukunft ist nun noch schwerer vorherzusagen und Zusammenhänge vielfach kaum noch nachvollziehbar. Die Geschwindigkeit, mit der sich Dinge ändern ist zT schwindelerregend, schön kann man dies bei den aktuellen Tarifverhandlungen der Lokführergewerkschaft GDL sehen.
Vor zwei Jahren sah der Arbeitsmarkt sehr düster aus. Entlassungen an allen Orten, die Neuwahlen waren noch nicht angekündigt und keder, der einen Job hatte, war froh darum. Dies drückt sich auch im GDL-Tarifvertrag 2005 aus. Die Referenzarbeitszeit wurde um eine Stunde erhöht, zugleich aber die tatsächliche Arbeitszeit beibehalten. Im Ergebnis bedeutete dies eine Lohnsenkung von 2,5%, dafür gab es 50 Euro “monatlichen Einmahlzahlungen”. Für Mitarbeiter, die mehr als 2000 Euro im Monat verdienten, bedeutete dieser Tarifabschluß also eine Gehaltseinbuße, dafür fühlte sich der eigene Arbeitsplatz gesichert an.
Im Jahre 2007 ist der Aufschwung da, die Arbeitslosigkeit fällt und zugleich auch alle Hemmungen der Tarifpartner. 7% mehr Lohn (mindestens aber 150 Euro) fordert die Gewerkschaft, die DB bietet:
- 300 Euro pro Monat bis Ende des Jahres
- 2% Lohnerhöhung ab 1.1.08 und weitere 2% ab 1.1.09
- evtl eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden
7% Lohnsteigerung sind eine Menge und meiner Meinung nach zuviel! Ich finde diese reflexhafte Forderung nach mehr Lohn, sobald auch nur ein Silberstreif am Horizont zu sehen ist, typisch und schädlich. Es wäre es deutlich zweckdienlicher, die Bahn aufzufordern mehr Arbeitsplätze zu schaffen und die Fahrpreise zu senken.
Mehr Arbeitsplätze würde eine weitere Senkung der Arbeitslosigkeit und somit zu sinkenden Lohnnebenkosten und dadurch indirekt zu Lohnsteigerungen führen, zusätzlich würden aber mehr Menschen in Lohn und Brot kommen und dadurch der Aufschwung gefestigt.
Durch eine Fahrpreissenkung wäre die Bahn konkurrenzfähiger, was den eigenen Arbeitsplatz sichern helfen würde und außerdem für einen ordentlichen Schluck aus der Tarifpulle bei den nächsten Verhandlungen ermöglichen würde.
Ein Streik hilft hier nicht wirklich weiter. Er sorgt nur dafür, dass Bahnfahrer doch wieder auf das Auto oder Flugzeuge umsteigen und jeder solche Wechsel birgt die Gefahr, dass die Kunden nicht zurück kommen. Bis Anfang des Jahres fuhr Steffi mit dem Zug zur Uni nach Augsburg. Diese Zugstrecke ist nicht unbedingt die schlechteste, im Stundentakt fahren Züge hin und her. Mit der Fahrpreisanhebung zum Jahreswechsel verringerte sich der Preisvorsprung der Bahn deutlich und machte so zusammen mit den 10 Stunden, die Steffi per Bahn gegenüber dem Auto pro Woche unterwegs war, den Wechsel zum Auto sinnvoll.
Auf absehbare Zeit wird die Bahn privatisiert werden. Am Beispiel der Telekom kann man sehen, was dies bedeutet, wenn das Unternehmen nicht Wettbewerbsfähig ist. Zwar wird eine privatisierte Bahn keine solche Konkurrenz, wie es die Telekom erlebt hat, befürchten müssen, aber ineffiziente Strukturen, Bewegungslosigkeit und verharren in alten Handlungsweisen sorgt für Verkrustungen, die früher oder später aufgebrochen werden müssen und dann deutlich mehr Schmerzen erzeugen.