11. Juni 2007 — Unterhaltung |
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Gestern hatte der Formel 1 Fahrer Robert Kubica im Kanada-Grand-Prix riesiges Glück. Bei Tempo 280 verlor er die Kontrolle über seinen BMW und knallte in eine Begrenzungsmauer. Glücklicherweise ist ihm so gut wie nichts passiert, eine Gehirnerschütterung, Prellungen und einen verdrehten Knöchel sind bei einem solchen Unfall ein Beispiel für die Sicherheit der Formel 1 Renner.
Um zu sehen, wie es ihm geht, warf ich gerade einen Blick auf seine Homepage und entdeckte eine mir völlig neue Information:
Wow, mich würde das Reglement von damals interessieren und ob die Wagen von Ochsen, Eseln oder Pferden gezogen wurden.
In der polnischen Version der Homepage stimmt die Jahresangabe mit 1950 übrigens.
10. Juni 2007 — Die Welt wie sie sich dreht |
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Gestern, also Samstag früh, hat mich Steffi panisch geweckt, denn, um mich nicht zu wecken, war sie zum morgentlichen Surfen an meinen Rechner im Wohnzimmer gegangen. Dieser würde nun aber komisch klingen. Schon im Gang konnte ich das Knattern hören und die Diagnose, Lagerschaden am Northbridgelüfter, war in 5 Sekunden gestellt. Also hab ich den PC herunter gefahren und mich nochmal für ein Stündchen hingelegt.
Nach einem schnellen Frühstück wurde das Ausmaß deutlich. Nicht nur der Lüfter war kaputt, er war auch noch in einem Käfig mit dem Kühlkörper verbunden.. Dies bedeute Mainboard ausbauen und somit eine größere Aktion, denn nun mussste erst dieser Rechner zerlegt, ein Bauteilespender gefunden, dieser zerlegt und das ganze zusammengesetzt werden.
Als passenden Ersatz hatte ich den passiven Kühler meines ehemaligen Dateiservers (verstorben im Januar, Elkos geplatzt, Standort Wohnzimmer) im Auge. Nach nur rund 2 1/2 Stunden Bastelei (wer hat diese idiotische PCIExpress Klammer entwickelt?) konnte ein erster Testlauf gestartet werden.
Die Kiste bootete, keine Flammen waren zu sehen (Siehe Athlon 1400, Mainboard gebrannt, lauffähig falls Wasserkühlung mit Wasser befüllt wird, Standort Schlafzimmer), soweit, so gut. Windows bootet langsamer als sonst, könnte aber auch an der 3ten Festplatte liegen, die ich bei dieser Gelegenheit eingebaut habe (Herkunft Dateiserver), ein Temperaturcheck am “neuen” Kühlkörper zeigt aber verdächtig hohe Temperaturen. Also Kiste abgewürgt, erstmal Googeln wieviel Grad die Northbridge verträgt. Angeblich 100-150 Grad. Angeblich reicht der Kühlkörper für einen NFORCE4. Ich glaub das mal nicht und baue den ehemaligen CPU-Lüfter des Dateiservers in die Gehäusetüre, zusätzlich einen Lüfter vor die drei Festplatten.
Booten werde ich erst heute früh versuchen, schließlich muß ich noch ein Thermometer finden, um die Kühlkörperthemperatur überwachen zu können.
In meiner Wohnung stehen 6 PCs und ein Laptop und nur eines der Dinger hat momentan keinen Hardwarescchaden. Welchen Beweis braucht es noch, dass die PC Industrie erst auf dem Stand ist, den die Automobilindustrie mit dem Ford T-Modell erreicht hat?
21. Mai 2007 — Nur ums mal gesagt zu haben |
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Großstadt. Eigentlich nur eine große Stadt. Im Gegensatz zur Kleinstadt ist hier alles größer:
- Die Fläche
- Das Warenangebot
- Die Vielfalt
- Die Bevölkerungszahl
- Die Bevölkerungssdichte
Und genau diese Bevölkerungsdichte macht Probleme, denn Flächen mit hoher Bevölkerungsdichte haben viel Bewohner und somit auch viele Autos pro Fläche. Parkfläche ist darum ein knappes Gut und wenn man keine Garage hat, muss man den Kampf des Laternenparkers kämpfen.
Um den Kampf der Laternenparker um die begrenzten Parkplätze zu verringern, hat sich die Stadt München das Parkraummanagement mittels Parklizenzgebieten ausgedacht.
Eigentlich eine Klasse Idee:
Man unterteile die Stadt in Parklizenzgebiete, innerhalb dieser Lizenzgebiete darf man nur mit Lizenz oder gegen Gebühr parken und Lizenzen werden nur an Anwohner mit Erstwohnsitz München vergeben, damit diese schnell und zuverlässig einen Parkplatz wohnortnah finden.
Diese Lizenzen sind aber nur innerhalb ihrer Lizenzgebiete gültig, wollte ich als West-Schwabinger (aber zum Lizenzgebiet Bayernplatz gehörend) oder als Auswärtiger, einen Alt-Schwabinger mit dem Auto besuchen, dann müsste ich dort Parkgebühren zahlen. Selbiges gilt auch für mich als Parklizenzgebietrandanwohner (etwa bei dem H von Hohenzollernstraße links unten), falls ich in der Seitenstraße schräg gegenüber Parken wollte. Normalerweise will ich das aber auch garnicht, denn zum einen ist man innerhalb Münchens mit dem Radl und/oder MVV eh schneller und zum anderen sind seit der Einführung der Parklizenzen auf meiner Straßenseite fast immer Parkplätze frei, da mehrmals täglich Parklizenzkontrolleure durch die Straßen flanieren.
Mir stellt sich nun aber folgendes Problem: Vergangenen Samstag war ich in der Werkstatt, weil Steffi vor 5 Wochen den rechten Vorderreifen unseres Corsas aufgeschlitzt hat. Die Werkstatt hat leider festgestellt, dass sich dabei die ganze Spur der Vorderachse verstellt hat. Das konnte aber nicht sofort repariert werden, weil die Werkstatt die entsprechende Vermessungsanlagen nicht hat. Also steht unser Corsa in Schöfweg, während ich mir zum Glück den Corsa meiner Eltern ausleihen konnte. Da unsere Parklizenz aber auf den “falschen” Corsa ausgestellt ist, hat Steffi gerade über 30 Minuten nach einem (kostenfreien) Parkplatz gesucht, wobei direkt vor unserem Haus 3 frei waren, die aber bis morgen Mittag 9 Euro gekostet hätten.
Schön blöd, das!
7. Mai 2007 — Die Welt wie sie sich dreht |
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Sicherheit und Überwachung, zwei Begriffe die in den letzten Wochen bei einigen wie ein rotes Tuch wirken, so als seien die Begriffe böse und ein Grundübel. Dabei ist dem natürlich nicht so. Ich habe nichts gegen Sicherheit und auch nichts gegen Überwachung, selbst Sicherheit als Begründung für Überwachung finde ich in Ordnung. Zumindest bis zu einem gewissen Maße, dieses ist aber mit Systemen wie der Vorratsdatenspeicherung, dem Bundestrojaner, dem Umwidmen der Mautbrücken, den Änderungen im Passgesetz und den anderen Ideen des Schäublekatalogs deutlich überschritten.
Ich lebe gerne in Deutschland, einem Land in dem ich mich sicher fühle. Ich kann mir sicher sein, dass das Wasser läuft, wenn ich den Hahn aufdrehe, die Polizei kommt, wenn ich sie rufe und ich mit der U-Bahn fahren kann ohne mich fürchten zu müssen.
Ich lebe gerne in einem Land, in dem ich 30 Euro jährlich für einen Berechtigungsausweis zahlen muss, um vor meiner Haustüre parken zu dürfen (ohne Ausweis kostets 1 Euro/Stunde) und dann auch 1-2 mal täglich eine Politesse die Straße entlang läuft, um zu überwachen, ob auch alle einen Berechtigungsausweis oder einen Parkschein haben. Ich finde es gut, dass in Deutschland Lebensmittelprüfer überwachen, ob in den Restaurants und Imbissen alles mit rechten Dingen zu geht. Ich finde es sogar gut, dass Radarfallen, meiner Meinung nach viel zu wenige, aufgestellt werden, obwohl ich selbst durchaus mal zu schnell dran bin.
Vor allem aber lebe ich gerne in einem Land, in dem ich das Gefühl habe, dass sich die Staatsmacht an die eigenen Gesetze hält. Und hier ist jetzt der Knackpunkt, denn in Deutschland ist das nicht mehr uneingeschränkt der Fall. Da werden rechtswidrig von einer Staatsanwaltschaft Daten abgefragt (Operation Mikado), Computer durch Nachrichtendiensten ausspioniert und Grundrechte geschliffen. Da fordern Politiker den Einsatz der Bundeswehr im inneren, versuchen den Bundespräsidenten zu erpressen und verunglimpfen ganze Bevölkerungsgruppen. Die Verhältnismässigkeiten stimmen hier einfach nicht mehr.
Die Terroranschläge vom 11.09.2001 in den USA, 11.03.2004 in Madrid und 07.07.2005 in London waren grausam und schlimm. Die Wiederholung und Nachahmung muss verhindert werden, dabei dürfen aber keine Gesetze gebrochen und willkürlich verändert werden. Präventiv einen Polizeistaat zu errichten, in dem sich alles dem Mantra “Sicherheit durch Überwachung” unterzuordnen hat wird vielleicht Verbrechen und Terrorismus verhindern, aber mit Sicherheit auch die Freiheit. Die staatlichen Kräfte dürfen sich nicht der gleichen Mittel bemächtigen, wie es die Terroristen tun!
Ich unterstelle der aktuellen Regierung nicht, dass sie mir böses will. Ich unterstelle ihr auch nicht, dass sie all diese Sicherheitsmaßnahmen gegen mich richten wird. Ich kann aber nicht in die Zukunft sehen, wer denn zukünftig in der Regierung sitzen und was diese tun wird. Sind die Mittel aber erst mal da, dann werden sie auch genutzt werden, das Beispiel der LKW-Maut-Brücken beweist es.
30. April 2007 — Nur ums mal gesagt zu haben |
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Nur damit ich ned wieder vergesse, wie viel Reifendruck die Reifen brauchen:
| Jahreszeit |
Reifengröße |
Reifendruck vorne |
Reifendruck hinten |
| Sommer |
185/55 R 15 |
2.3 bar |
2.4 bar |
| Winter |
175/65 R 14 |
2.3 bar |
2.4 bar |
Angaben laut Vredestein, ich schätze mal, die Angaben stimmen für alle Reifenmarken.
21. April 2007 — Die Welt wie sie sich dreht |
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Der Schäuble-Katalog ist in aller Munde. Von der Online-Durchsuchung über das Speichern von Fingerabdrücken im Pass bis hin zur Anti-Terror-Datei gehen die Wünsche, Pläne und Umsetzungen des Innenministers Stasi 2.0. Ein ganz konkretes Maßnahmenpaket betrifft die LKW-Maut und die Auswertung dabei erhobener bzw erhebbarer Daten. Wie funktioniert die LKW-Maut bisher, welche Daten werden bereits erhoben, welche kann man erheben und was könnte man damit tun?
Die Funktionsweise der LKW-Maut bzw des eingesetzten Systems von Toll Collect
Es gibt zwei Möglichkeiten, die Maut im “Toll Collect”-System zu entrichten:
- Eine manuelle Streckenbuchung per Maut-Terminal oder Internet, bei der die Fahrtstrecke vor Fahrtantritt gebucht werden muss
- Eine automatische Streckenbuchung per On-Board-Unit (OBU), bei der die OBU die Abrechnung automatisch vor nimmt
In einer idealen Welt wären diese zwei Komponenten ausreichend. Da wir aber nicht in einer solchen leben, gibt es zusätzlich die Mautbrücken. Diese dienen einzig und alleine der Überprüfung, ob passierende LKW die Maut entrichtet haben bzw ob deren OBU entsprechend entrichtet. Wegen Datenschutzvorgaben dürfen nur stichprobenartig Kontrollen vorgenommen werden, d.h. es dürfen nur eine bestimmte Anzahl an LKWs überprüft werden (10 Mio pro Jahr laut Wiki) und darum sind die Mautbrücken nur zeitweise aktiv.
Es fallen also zweierlei Arten von Daten an: Die Daten der manuellen Buchung bzw der Buchungen der OBU und die Kontrolldaten der Mautbrücken, wobei die Buchungsdaten für die Abrechnung gespeichert werden, während die Daten der Mautbrücken im Regelfall sofort wieder gelöscht werden können, sobald festgestellt wurde, dass der LKW richtig verbucht wurde.
Welche Daten werden bei den Mautbrücken erhoben und gespeichert?
Vorausgesetzt eine Mautbrücke ist gerade aktiv, werden von jedem Fahrzeug, das die Mautbrücke passiert ein Frontalfoto und ein 3D-Profil erstellt (Soweit mir bekannt, trifft dies nur auf die rechte Fahrspur zu, da ich bisher nur dort die Vorrichtungen für den 3D-Scanner gesehen habe). Anhand des 3D-Profils erkennt die Brücke, ob das Fahrzeug mautpflichtig ist. Falls nicht, werden die Daten (Foto und 3D-Profil) unmittelbar gelöscht.
Ist das Fahrzeug mautpflichtig, wird aus dem Foto das Kfz-Kennzeichen ausgelesen (Erkennrate angeblich 90%) und mit einer evtl vorhandene OBU Daten ausgetauscht. Ist die Strecke für den LKW gebucht, werden die Daten gelöscht. Die Daten eines ungebuchten LKW oder falls das Kennzeichen nicht ordentlich ausgelesen werden konnte, werden an Toll Collect übertragen, dort zwischengespeichert und manuell ausgewertet. Meines Wissens nach, werden diese Daten per GSM-Mobilfunk an Toll Collect übertragen.
Welche Probleme und welche Möglichkeiten gibt es bei der Überwachung durch das Maut-System?
Grundsätzlich sind verschiedenste Überwachungsmöglichkeiten denkbar, die sich durch ihr finanziellen Kosten und rechtlich nötigen Veränderungen unterscheiden, grundsätzlich kann das System aber nur zu Fahndungszwecken eingesetzt werden, d.h. der Staat muss genau wissen, welches Fahrzeug er sucht. Da ich kein Rechtsexperte bin, sind meine rechtlichen Einschätzungen reine Vermutungen nach dem menschlichen Verstand, der bekanntermaßen nichts mit dem juristischen Verständnis zu tun haben muss.
- Kaum finanzieller Aufwand wäre nötig, um zur Fahndung ausgeschriebene LKW per Maut-System zu finden. Die Daten werden bereits erhoben und bei der Abfrage, ob ein LKW die Maut entrichtet hat, müsste nur ein weiteres Datenbankeintrag abgefragt werden, ob das Fahrzeug gesucht wird oder nicht.
- Kaum finanzieller Aufwand wäre nötig, um die Buchungsdaten von Toll Collect auswertbar zu machen. Mit diesen Daten könnte man errechnen, welche LKWs sich an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit befunden haben müssten. Mit diesen Daten könnte man zB die Zahl der Verdächtigen für ein Verbrechen eingrenzen. Rechtlich wäre zumindest das Mautgesetz und die Datenschutzgesetze zu ändern. Da aber nicht jedem Datensatz ein LKW zugeordnet werden kann (LKWs ohne OBU, die ohne Fahrzeugkarte manuell gebucht wurden, werden anhand der Buchungsdaten NICHT identifizierbar), entsteht so eine Ungleichbehandlung bzgl der Überwachung durch den Staat.
- Einiger finanzieller und technischer Aufwand wäre nötig, wenn die Mautbrücken den Zeitpunkt der Unterquerung jedes mautpflichtigen Fahrzeugs an Toll Collect übertragen und dort speichern würden, da eine deutlich höhere Datenmenge übertragen werden müsste. Damit würden sich die Berechnungen von 2. verfeinern lassen, der rechtliche Aufwand wäre nur gering höher
- Ein erheblicher finanzieller Aufwand und unter Verwendung der momentanen Technik evtl unmöglich wäre es, falls die Mautbrücken die kompletten Datensätze aller unregistrierter LKW zusätzlich zu den Daten aus 3. an Toll Collect übertragen müssten, zumindest falls es eine erhebliche Anzahl an unregistrierten LKW gibt. Evtl wäre dies aufgrund der zu übertragenden Datenmengen via GSM unmöglich, dafür wäre die rechtliche Ungleichbehandlung geringer, zumindest für die LKW, die eine aktive Mautbrücke unterqueren
- Ein enormer finanzieller Aufwand und unter Verwendung der momentanen Technik wahrscheinlich unmöglich wäre es, falls die kompletten Datensätze jedes mautpflichtigen LKWs übertragen und gespeichert werden sollten.
- Ein enormer finanzieller Aufwand und unter Verwendung der momentanen Technik evtl unmöglich wäre es, wenn sämtliche Mautbrücken ständig aktiv sein sollten. Egal ob damit verbunden Option 3, 4 oder 5 wäre, würden die zu übertragenden und zu speichernden Datenmengen explodieren. Dafür würden sich die Mauteinnahmen etwas erhöhen, da mehr Mautpreller entdeckt würden. Rechtlich würde sich so aber die Ungleichbehandlung innerhalb der mautpflichtigen LKWs ausgleichen.
Ob die Ungleichbehalndlung der LKW Fahrer in einem Staat, in dem diese Überwachung erlaubt wäre überhaupt eine Rolle spielt, waage ich zu bezweifeln.
Mit den aus diesen Veränderungen gewonnenen Daten könnten von LKW-Fahrern begangene Verbrechen aufgeklärt werden. Aber natürlich nur, falls diese auf Autobahnen stattfinden. Dafür könnte man so auch sehr einfach Bewegungsprofile erstellen, Verstöße gegen Tempolimits feststellen (durch Berechnung der Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen zwei Mautbrücken) oder ähnliche Scherze treiben.
Überwachung von PKW durch das Maut-System
Die Erweiterung des ganzen Systems auf alle Fahrzeuge (PKW wie LKW) wäre technisch und rechtlich ein Aufwand in ganz anderem Maßstab als die Erweiterungen für LKWs, da eine deutlich größere Menge an Fahrzeugen untersucht werden müsste. So wird es momentan vermutlich nicht möglich sein, die Kfz-Kennzeichen in den Frontalaufnahmen in Echtzeit auszuwerten. Da zwischen zwei LKW laut STVO mindestens 50 Meter sein muss und ein LKW maximal 80 km/h fahren darf, hat eine Mautbrücke mindestens 2 Sekunden Zeit zwischen der Auswertung zweier Bilder. Da die Fahrzeugdichte und die Geschwindigkeit bei PKW deutlich höher sein kann und die LKW wie bisher ausgewertet werden müssen, müssten die Mautbrücken mit neuer Computerhardware und entsprechender Software ausgestattet werden. Außerdem würde sich die zu Übertragende Datenmenge drastisch erhöhen. Ganz davon abgesehen ob die Bildqualität eines PKW mit Tempo 200 noch für eine automatische Auswertung des Kfz-Kennzeichens ausreicht.
Durchaus vorstellbar wäre es, die Systeme so umzurüsten, um gelegentliche, zeitlich und lokal begrenzte Fahndungen nach PKW zu ermöglichen. Dazu müssten die Mautbrücken mit genug Speicher ausgerüstet werden, um die Datensätze der Fahrzeuge zwischenspeichern zu können, um die Auswertung nach und nach vorzunehmen. Je nach bestehender Hardware der Mautbrücken wären evtl nur Softwareänderungen nötig.
Fazit
Die Technik zur Überwachung per Maut-System ist da, aber momentan und kurzfristig, auch nach Gesetzesänderungen, nur sehr eingeschränkt nutzbar. Bei entsprechender Änderung der Rechtslage und der Investition ettlicher 10 bis 100-Millionen, könnte das Maut-System aber zu einem mächtigen Fahndungs- und Überwachungswerkzeug ausgeweitet werden. Von Spielereien im Zusammenhang mit Frontalfotos, Gesichtserkennungssoftware und Biometrischen Fotos in Pässen ganz zu schweigen…
Die Grundlegenden Kritikpunkte an der Überwachung und Fahndung per Maut-System sind:
- Die Aufhebung der Unschuldsvermutung der Bürger, für den Fall das verdachtsunabhängig ermittelt wird bzw die Daten verdachtsunabhängig erhoben werden
- Die Salamitaktik bei der Einführung des Maut-Systems (Es wird nicht für eine PKW-Maut gebaut, es wird nicht zur Verbrechensbekämpfung genutzt, wurde uns versprochen und sogar in ein Gesetz geschrieben, dem Herr Schäuble zugestimmt hat. Dies war übrigens nach 9/11, darauf kann sich also niemand berufen!)
- Die Missachtung des Grundsatzes des Datensparsamkeit (was aber auch bei der Vorratsdatenspeicherung anscheinend keinen interessiert)
- Die Missachtung der informationellen Selbstbestimmung der Bürger (was aber auch bei der Anti-Terror-Datei niemanden juckt)
- Der nur sehr begrenzte Nutzen im Verhältnis zu den Einschnitten der Rechte von uns Bürger (Wer wird schon noch über die Autobahn fahren, wenn er befürchtet zur Fahndung ausgeschrieben zu sein, da er weiß, dass dort die Mautbrücken auf ihn warten??)
16. April 2007 — Persönliches |
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Steffi hat mich gerade angerufen. Nachdem ihr drei Parkplätze vor der Uni vor der Nase weggeschnappt wurden, hat sie sich beim vierten Parkplatz etwas mehr beeilt und ist promt mit dem Vorderreifen am Randstein entlang geschrammt. Soweit erstmal kein Problem, obwohl es die Alufelgen sind. Bloß leider hat sie wohl etwas den Reifen angeschlitzt. Zum Glück ist sie ja seit Februar auch beim ADAC, so dass sie Hilfe rufen konnte, die nicht nur den Reifen gewechselt hat, sondern ihr auch sagen konnte, wie es um den Reifen steht. Als Reservereifen taugt er wohl noch, bloß müssen wir bei Gelegenheit die Felgen austauschen, gleiche Größe haben beide Reifen.
Das ist dann schon der zweite kaputte Reifen dieses Jahr. Wie konnte ich die 10 Jahre zuvor bloß ohne solche Schäden überstehen?
Fotos gibts heute Abend, wenn Steffi wieder in München ist.