Der Bundestrojaner und seine Entwicklung

Ein Thema, das in den letzten Monaten so manche Wandlung durchlebt hat und trotz alle dem noch immer auf der Agenda steht, ist der Bundestrojaner. Kurz zur Wiederholung, dass ist dieses Ding, das sich verhält wie ein Trojaner (ausschnüffeln von Passwörtern), verbreitet wird wie ein Trojaner (per eMail mit gefakten Absenderadressen und unbedachtes anklicken) und schließlich wie ein Trojaner mit einem Euphimismus wie „Online-Durchsuchung“ bezeichnet wird.
Doch lassen wir doch mal kleinkarierte Details wie die technischen Hintergründe beiseite und besehen uns die Geschichte der Diskussion über dieses Thema:

  • Frühjahr 2005: Otto Schily ermächtigt den Verfassungsschutz, ein Programm zu entwickeln und einzusetzen, dass unbemerkt Computer von Verdächtigen ausspionieren konnte. Er wurde angeblich 10 Mal von 2005 bis Anfang 2007 eingesetzt. (Siehe Wikipedia und Berliner Zeitung)
  • Frühjahr 2006: Der Präsident des BKA klopft beim BMI an und bittet darum, dass doch bitte dafür gesorgt werde, dass das BKA endlich auch, wie schon andere zuvor, endlich Online-Durchsuchungen durchführen dürfte. (Siehe Rabenhorst)
  • Oktober 2006: Das „Programm zur Stärkung der Inneren Sicherheit“ (PSIS)wird von Bundesinnenminister Schäuble vorgestellt und fordert unter anderem die:

    „technische Fähigkeit, entfernte PC auf verfahrensrelevante Inhalte hin durchsuchen zu können, ohne selbst am Standort des Geräts anwesend zu sein.“

    [Dies sei ein] „wichtiger Baustein der Fortentwicklung der kriminalistischen Sachaufklärung“.

    (Siehe PSIS – Kritik und Anmerkungen (MdB Jan Korte))

  • Januar 2007: Der Bundesgerichtshof stellt fest, dass es in der Strafprozeßordnung keine gesetzliche Grundlage für den Bundestrojaner gibt, woraufhin Schäuble den Einsatz des Bundestrojaners aussetzt. (Siehe Rabenhorst)
  • Februar 2007: Schäuble deutet an, dass er auch einer Grundgesetzänderung zu Gunsten des Bundestrojaners nicht abgeneigt ist. Hier findet sich auch das bekannte Zitat:

    „Außerdem bin ich anständig, mir muss das BKA keine Trojaner schicken.“

    Er bestätigt, dass gesetzliche Einschränkungen über die Nutzung des Bundestrojaners jederzeit fallen können, ähnlich der Mautgesetzgebung. Auch legt Schäuble sich weder auf den Einsatzzweck, noch auch die Einsatzhäufigkeit fest, denn:

    „Angesichts der terroristischen Bedrohung die Vorfeldaufklärung mindestens so wichtig ist wie die Strafverfolgung.“

    [Zur Einsatzhäufigkeit:]
    „Das hängt davon ab, wie sich die Internet- und Computernutzung entwickelt.“

    (Siehe taz-interview)

  • Februar 2007: BKA Präsident Ziercke erklärt:

    „99,9 Prozent der Bürger werden niemals von der Software betroffen sein.“

    [Das BKA brauche den Bundestrojaner,] “ um zum Beispiel Terrorismus, organisierte Kriminalität, Menschen- und Waffenhandel besser bekämpfen zu können.“

    (Siehe Heise bericht über den 10. europäischen Polizeikongress und Welt-Interview)

  • März 2007: Bayerns Justizministerin Beate Merk meint, der Bundestrojaner:

    „würde dann auch die Ermittlungen bei Verbreitung von Kinderpornografie erleichtern“

    (Siehe Welt-Interview)

  • April bis August 2007: Von verschiedenen Seiten wird der Bundestrojaner entweder mit weiteren Aufgaben belegt (zB Jagd auf Urheberrechtsverletzer), sein Einsatz nur für Einzelfälle angekündigt, seine technische Machbarkeit bestritten, an den Grundsätzlichen Aussagen ändert sich aber nichts.
  • August 2007: Ein Gesetzentwurf aus dem Juli 2007 taucht auf, in dem sich Kleinigkeiten wie der Einsatz ohne Richtervorbehalt bis zu drei Tagen (natürlich nur im Falle von „Gefahr im Verzug“) oder gegen unverdächtige Bürger finden (Siehe Berliner Zeitung und Lawblog)
  • August 2007: Bayerische Politiker werfen Kritikern des Bundestrojaners vor, die Diskussion würde:

    „ideologisch verbrämt“

    [Es würden] „ganz bewusst Ängste geweckt“

    [und] „Horrorszenarien verbreitet“

    [Außerdem sollte der Bundestrojaner nur bei] „schwersten Delikten wie Mord, Terrorakten oder Kinderpornografie“ [zum Einsatz kommen]

    (Siehe Heise)

Diskussion bisher folgenlos

Im Endeffekt ist also die ganze Diskussion des letzten Jahres spurlos an den Ideen der zuständigen Stellen vorbei gegangen. Immer noch (oder wieder, je nach anwendender Behörde) soll der Bundestrojaners kommen, notfalls würde das Grundgesetz entsprechend angepasst.
Technische Unzulänglichkeiten schon in der Entwurfsphase dieser Allzweckwaffe werden ignoriert und unabhängig, ob der Bundestrojaner nun kurzfristig „nur“ auf der Jagd nach Terroristen eingesetzt werden soll, wird mittelfristig alles zum Ziel, was an Stammtischen als schwere Kriminalität bezeichnet wird.

Kein Nachweis der Gefahr durch Terrorismus

Von Seiten der Innenminister wird ständig vor den Gefahren gewarnt, in der wir schwebten, falls wir den Bundestrojaner nicht einsetzen würden, den Gegnern des Bundestrojaners aber Hysterie und ideologische Verbrämung vorgeworfen. Interessanterweise wird zu keinem Zeitpunkt darauf eingegangen, wie groß die Gefahr durch den „internationalen Terrorismus“ denn wirklich sei. Statt dessen wird auf die „Kofferbomber von Koblenz“ verwiesen, die zwar keine Deutschen, aber auch nicht mit Terrorzellen aus dem In- oder Ausland vernetzt waren.

In diesem Zusammenhang möchte ich besonders auf zwei meiner Artikel vom Anfang des Jahres hinweisen:

Heroes – Worum gehts?

Heroes ist eine Fernsehserie des US-Senders NBC und startet am 10.10 bei uns in Deutschland. Schon am 24.09 startet in den USA die zweite Staffel der Erfolgsserie.

Worum gehts bei Heroes?

Heroes ist eine Action-Drama-Series mit einem kontinuierlichem Handlungsverlauf, in dem nicht nur die Handlung vorangetrieben wird, sondern auch eine stetige Charakterentwicklung festzustellen ist.

Gewöhnliche Menschen („Ordinary people“) stellen fest, dass sie außergewöhnliche Fähigkeiten entwickelt haben („extraordinary abilities“). Diese gewöhnlichen Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, die Heroes, gehen mit ihren Fähigkeiten ganz verschieden um. Der eine versucht sie zu ignorieren und zu verstecken, ein anderer testet sie bis zum äußersten aus und ist über die Folgen entsetzt. Die Fähigkeiten, von denen ich rede, können physikalischer Natur sein (Fliegen), intellektueller (extreme Lernfähigkeit) bis hin zu den übernatürlichen Fähigkeiten wie Gedankenlesen, Zeitreisen, Teleportation oder Regeneration, die aber alle anscheinend genetisch Bedingt sind.

In den ersten Folgen dreht sich alles um das Kennenlernen der 12 Hauptfiguren und deren Umfeld (wir reden über weitere 15 Personen und 4 Großstädte), die Entwicklung und Entdeckung dieser Fähigkeiten und erste Ansätze des die Staffel überspannenden Handlungsbogens. Hier agieren die Hauptpersonen noch mehr oder weniger so, wie sie es als „normale“ Menschen getan haben.

Ab der fünften Folge beginnt das, was ich als Implosion bezeichnen möchte. Die Handlung beschleunigt sich, die räumliche Entfernung und die Abstände der Handlungsstränge verkleinern sich, immer wieder treffen Heroes aufeinander, fliegen oft aber wie zusammenstoßende Kugeln wieder auseinander. Trotzdem wird schnell klar, dass das Unvermeidbare passieren wird und alle Charaktere an einem Ort aufeinander treffen werden, so sie denn dann noch leben.

Warum halte ich Heroes für eine herausragende Serie?

Heroes ist aus vielerlei Gründen eine der besten TV-Serien, die ich bisher gesehen habe. Dieses Urteil wird aber mit Sicherheit davon beeinflusst, dass ich Heroes auf englisch und fast zeitgleich mit den US-Ausstrahlungen gesehen habe und darum Effekte wie Spannung und Vorfreude in einem ganz anderen Maße als sonst Aufkamen.

Heroes hat unheimlich eine gute Geschichte und daher viel Spannung, interessante und unvorhergesehene Drehungen und Wendungen, tolle Charaktere, tolle Schauspieler in super gemachter Umgebung, technisch (Sound, Grafik) auf dem neuesten Stand, einen guten Rhythmus zwischen schnellen, langsamen, intensiven und lockeren Szenen und eine phantastische mediale Begleitung.

Im einzelnen:

  • „unheimlich eine gute Geschichte und daher viel Spannung, interessante und unvorhergesehene Drehungen und Wendungen“: Heroes hat mit zwölf Hauptdarstellern, die unabhängig von einander agieren, einen großen Spielraum an möglichen Erzählsträngen und bietet daher viel Platz für kleine Geschichten was den Hero motiviert und Möglichkeiten, die Heroes sich treffen zu lassen, ohne daraus jedes mal viel TamTam machen zu müssen oder sie langweilig werden zu lassen. Dazu bieten die verschiedenen Fähigkeiten verschiedene Herangehensweisen an die Probleme der Heroes. Über allem spannt sich aber der Haupthandlungsstrang und erst nach und nach zeigt sich, dass all die kleinen Geschichten drum herum entweder diesem Zuarbeiten oder einen Hero so verändern, dass er sich dem großen Ziel weiter nähern kann (ich schreibe so schwammig, um euch davon zu überzeugen, Heroes anzusehen, dabei aber möglichst wenig zu verraten).
  • „tolle Charaktere“: Wir haben einen Teenager, der über seine Fähigkeit sehr verstört ist, ein 10-jähriges Wunderkind, das seine Fähigkeit gezielt einzusetzen weiß, einen Idealisten, der die Welt retten will oder aber den Politiker, der von alle dem nichts wissen will, den Polizisten, der eine Leseschwäche hat, den Mörder, der nur das Beste für sein Kind will und dessen Mutter, die den Kampf gegen den „inneren Schweinehund“ manchmal verliert. Vor allem aber haben wir keinen strahlenden Helden und keinen abgrundtiefen Bösewicht. Wir glauben zwar mal, dass dieser oder jener „das Böse“ sei, aber erfahren dann seine Hintergründe, die uns verunsichern. Kein schwarz-weiß, kein gut gegen böse, keine Liebesgeschichte, die nur da ist um weiblichen Zusehern romatische Gefühle zu zeigen.
  • „tolle Schauspieler in super gemachter Umgebung“: Jeder der Schauspieler verkörpert seine Rolle so echt, dass man sie ihm glaubt. Was soll ich da mehr sagen? Jeder Handlungsort hat seine eigene Stimmung und alleine an der Farbe kann man schon erkennen, ob man nun im grünlich/bläulichen New York oder im rötlichen Texas ist. Wobei beides, genau wie Tokio oder Las Vegas nur in Los Angeles gedreht wurde.
  • „technisch (Sound, Grafik)“: Seht euch eine beliebige deutsche Serie an und fragt euch, warum wird an dieser oder jener Stelle musikalisch untermalt, warum so und nicht anders und was ist eigentlich das die ganze Staffel überspannende musikalische Thema? Bei Heroes ist genau dies gegeben. Ein musikalisches Thema, das dem Zuseher sagt, was er nicht sieht, zu erkennen gibt, was nicht dargestellt wurde und einem je nach Szene und instrumentaler Umsetzung das Herz erwärmt oder es eiskalt den Buckel runter laufen lässt. Und über die Qualitätsunterschiede von HDTV und PAL brauche ich wohl kein Wort verlieren, oder?
  • „guten Rhythmus zwischen schnellen, langsamen, intensiven und lockeren Szenen“: Eine Serie, die beständig dahinplätschert, um in jeder Folge nach dem gleichen Prinzip Spannung aufzubauen, den Zuschauer hin zu Halten und dann am Ende der Folge aufzulösen, ist doch stink langweilig. Heroes ist da anders. Da wird die Spannung innerhalb einer Szene auf oder abgebaut, oft sogar beides. Da wird am Anfang der Folge ein Handlungsstrang begonnen, am Spannungshöhepunkt umgeschnitten und in einem anderen Handlungsstrang dessen Spannung abgebaut, in einem anderen Handlungsstrang die Spannung wieder etwas erhöht und dann der erste Handlungsstrang aufgelöst, nur um unmittelbar die Spannung weiter zu erhöhen und auf die nächste Folge zu verschieben. Einer der Gründe, warum es diese Achterbahnfahrt der Spannungshöhepunkte geben kann ist, dass keiner der Heroes seines Lebens sicher sein kann. Mehrfach werden sie alle existentiell bedroht und dies muss nicht durch Waffengewalt oder Explosionen sein. So sterben manche Hauptfiguren, andere werden zu Nebenfiguren degradiert wobei manche Nebenfigur zu einem Hauptdarsteller wurde.
  • „phantastische mediale Begleitung“: Natürlich hat heute jede Fernsehsendung seine Webseite, aber welche Fernsehserie hat sein eigenes Wiki, Blog einer Hauptfigur, Comicstrip, Blog eines Produzenten? Dies sind alles vom Fernsehsender produzierte Inhalte um die Show zu unterstützen. Die Comics erzählen viele Hintergrundgeschichten, für die in der Serie keine Zeit ist, das Produzentenblog erzählt warum in dieser und jener Szene die Schnitte genau so gesetzt und jener Kamerawinkel benutzt wurde.
    Die üblichen Spielereien wie Vorschau auf die nächste Folge, Life-Stream im Netz parallel zur Ausstrahlung im TV oder kaufbar bei iTunes, jederzeit alle vergangenen Folgen im Netz abrufbar, eigenes Forum, Heroes360 (ein ganzes Netz an Webseiten, spielend im Heroes Universum, zB die Seite des Politikers der Serie) und tonnenweise Promotionbilder sind in den USA ja inzwischen fast schon Standard. „Life-Stream im Netz parallel zur Ausstrahlung im TV“ und „jederzeit alle vergangenen Folgen im Netz abrufbar“, ja wir reden hier nicht von illegalen Inhalten, sondern von der offiziellen Webseite des Fernsehsenders! Ich verlinke diese mit Absicht nicht, damit ihr nicht aus versehen drauf klickt und euch die Spannung verderbt.

Wer nun Lust auf Heroes hat, wartet entweder auf die Ausstrahlungen auf RTL2, kauft sich die DVD oder googelt nach einem Proxy in den USA und nutzt diesen um die Folgen auf www.nbc.com/heroes anzusehen.

Shoppero – Eine Deutsche Erfolgsgeschichte! Oder etwa nicht?

Shoppero goes Facebook – ist das nicht eine tolle Nachricht für die Journalisten aus der Wirtschaftsredaktion? Auf den ersten Blick – Bewertungsids von 1 111 117, also über 1 Mio, eine mit über 2000 Nutzern gefüllte Datenbank und jetzt auch noch Facebook. Das muss doch ein Erfolg sein, oder?
Andererseits… Warum sind da so viele Nutzer mit 0 Bewertungen und keine mit über 1000? Schließlich müsste jeder Nutzer 500 Bewertungen abgegeben haben, um auf die 1 Mio zu kommen! Aber halt, den Nutzernamen habe ich doch schon unter einem anderen Buchstaben in der Usertabelle gesehen. Hier ist doch was faul?!?

Von wo stinkt der Fisch? Von Norden her!

Am 3.Mai, vor 110 Tagen also, öffnete mit Shoppero eine Todgeburt Abmahnfalle tolle Klitsche in Hamburg, die angeblich dem LongTail Geld bringen soll. Vor 55 Tagen beschäftigte sich F!XMBR schon einmal mit den Userdaten von Shoppero und kam zu folgendem Ergebnis:
In 55 Tagen 604 Bewertungen („Produktvorstellungen“) von 131 Usern.

Nachdem Shoppero vor knapp 6 Wochen seine Pforten für den Englischen Marktöffnete, mit dem heutigen Facebook-Application-Start und 55 Tage nach F!XMBRs Analyse ists mal wieder an der Zeit, sich Shoppero anzusehen.

Die Produktbewertungen

Das wichtigste für diese Social Commerce Plattform dürften wohl die Bewertungen sein, darum gilt ihnen meine erste Recherche. Sieht man sie die URLs der Produktbewertungen an, so fällt die BertungsID von 111xxxx auf. Bisher sind also maximal 9999 Produktbewertungen eingegangen. Mit etwas Zahlenspielerei kommt man auf die 1111117 als niedrigste ID, hinter der sich ein Produkt versteckt. Mit der gleichen Technik habe ich am 20.08.2007 gegen 19 Uhr die ID 1112512 als höchste ID ermittelt. Dies lässt auf 1395 Produktbewertungen schließen. Wohlgemerkt, 1395 insgesamt im deutsch- und englischsprachigen Raum.
Dies sind entspricht einem Wachstum von 130% in den letzten 55 Tagen. Das Wachstum hat sich also nur minimal beschleunigt. Statt 11 Beiträgen pro Tagen wurden in den letzten 55 Tagen im Schnitt 14,4 Beiträge pro Tag geschrieben…

Die Nutzerzahl

F!XMBR gibt für die ersten 604 Beiträge 131 Nutzer an. Dies entspricht 4,6 Beiträgen je Nutzer.
Bei der Ermittlung der Userzahlen gibt es (inzwischen) ein Problem, da ich nirgends Hinweise auf die UserIDs entdecken konnte. Mir blieb so nichts weiter übrig, als die User in der Alphabetisch sortierten „Shopperos“ Übersicht per Hand zu zählen. Lustigerweise versucht Shoppero auch hier wieder zu verschleiern, so sehr es geht. Konkret hat jeder Shoppero mindestens drei Namen:
Seinen Vor-, Nach- und Nutzernamen.
Die „Shopperos“ Übersicht ist nach den Anfangsbuchstaben dieser drei Namen sortiert, der Nutzer „Korbinian Schoder, Marnem“, wäre also unter K, S und M zu finden, Steffi nach unserer Hochzeit hingegen nur unter S („Stefanie Schoder, Schülerschreck“).
Ich gehe davon aus, dass bei den meisten maximal 2 der 3 Anfangsbuchstaben übereinstimmen und bei vielen sogar alle 3 verschieden sind. Daher werde ich bei den Userzahlen immer 3 Werte angeben:
Den absoluten Wert in der Datenbank, den Wert falls alle nur 2 verschiedene Buchstaben verwendeten, den Wert falls alle 3 verschiedene Buchstaben verwendeten.
Die Wahrheit wird irgendwo dazwischen liegen.

Die Werte habe ich im Zeitraum zwischen 19:00 und 20:45 ermittelt.
Ich habe für die deutsche Userbase (1132/566/377) angemeldete Nutzer ermittelt, wobei nur (441,220,147) davon auch mindestens eine Bewertung abgegeben haben.
Für die englische Userbase (1044/522/348) angemeldete Nutzer und (300/150/100) mit mindestens einer Bewertung.

Da die ProduktbewertungsIDs sowohl für die englischen, als auch deutschen Bewertungen stehen, addiere ich auch die Userzahlen der beiden Sprachen. Dabei ist zu beachten, dass eine ganze Reihe von Usern in beiden Sprachen angemeldet ist. Die genaue Anzahl habe ich nicht berechnet und kann daher darüber keine Aussagen machen.
Beide Sprachen haben zusammen (2176/1088/725) Nutzer und (741/370/247) davon haben eine Bewertung abgegeben, somit eine Karteileichenquote von fast 2:1

Im folgenden gehe ich davon aus, dass die wahre Nutzerzahl in der Mitte des zweiten und dritten Werts liegt und Shoppero darum 296 Nutzer mit mindestens einer abgegebener Bewertung besitzt. Durchschnittlich hat Shoppero dann 3 (in Worten DREI!!) neue Nutzer am Tag gewonnen. Jeder Nutzer der Plattform (inkl agata mit 150 Bewertungen, Maxi 89, Blaubaer 23) hat also 4,7 Bewertungen abgegeben.
Die drei genannten Nutzer steuerten in den ersten 55 Tagen 43% aller Bewertungen bei, in den zweiten 55 Tagen genau 1 (in Worten EINE). Somit lässt sich daraus schließen, dass

  • die Einnahmen in den ersten 55 Tagen entweder so hoch waren, dass die drei Nutzer ihr Jobs aufgeben und nicht mehr zu arbeiten, geschweigen denn bewerten, mussten
  • oder aber, dass die Umsätze so niedrig waren, dass sich diese Aktivposten von der Plattform verabschiedeten
  • oder aber, dass die drei Accounts Fakes der Shoppero-Mitarbeiter sind (Jane Doe als realer Name agatas deutet darauf schon hin) und sich die Plattform nicht mal für die Firma Shoppero lohnt, da die Bezahlung der Hiwis für die Produktbewertungsproduktion höher als der damit erzielte Umsatz ist

Ich bin ja mal gespannt, wieviele Dumme Karteileichen sich Shoppero durch die Facebook-Aktion ins Boot holt.

Ach ja, bloß damit ichs nicht vergesse: In den 3 1/4 Stunden seit meiner ersten Berechnung der ProduktbewertungsIDs hat sich doch glatt ein Nutzer gefunden, der ein Produkt bewertet hat. der Bewertungstext lautet:

Nice little desktop machine
Empfohlen von Oliver-Wagner am 2007-08-20 15:02:00

Looks good, works good.

Na dann, gute Nacht Shoppero…

[Nachtrag]
Die zitierte Uhrzeit bezieht sich auf das Englische Shoppero, das anscheinend US Zeit hat.

Reisenachbereitung Berlin (III)

Den Nachmittag unseres ersten Tages in Berlin begannen wir nach dem Mittagessen in der Nähe des Alexanderplatzes. Wir fuhren zur Friedrichstraße und wanderten diese nach Süden und bogen bald nach Westen ab, um dem Holocaust-Mahnmal unseren Besuch abzustatten.
Zuvor stießen wir an der Kreuzung Behrenstraße Ecke Wilhelmstraße auf dieses komische Ding, was da rechts abgebildet ist. Nennt man das schon Recycling?


Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Holocaust-Mahnmal
Holocaust-Mahnmal
Holocaust-Mahnmal Inmitten des Steelenfeldes
Holocaust-Mahnmal Von Ost nach West Richtung Tiergarten


Holocaust-Mahnmal Von Ost nach Nord-West Richtung Tiergarten

Ein wirklich beeindruckendes Denkmal, das da geschaffen wurde. Die Dimensionen sind riesig und man versteht sofort, worum es geht und was es ausdrücken soll.

Auf den ersten Bildern, die ich von dem Eröffnungstag des Denkmals gesehen habe, konnte man Menschen auf den Steelen turnen sehen. Inzwischen ist dies verboten und augenscheinlich wird das Verbot ohne gröbere Verstöße eingehalten.

Nach diesen ganzen senkrechten und waagrechten Kanten brauchte ich einfach ein paar andere Winkel und so entstand das „Diagonalbild“.

Der Potsdamer Platz und das „Sony Center“

Kollhoff-Tower am Potsdamer Platz

Nach diesem Ort der Stille zog es uns an einen ganz gegenteiligen Ort, der aber ebenso geschichtsträchtig ist: den Potsdamer Platz
Einst Knotenpunkt von vier Handelsstraßen mit einem Stadttor der Berliner Stadtmauer, entwickelte sich hier vor dem zweiten Weltkrieg ein einzigartiger Verkehrsknotenpunkt, an dem sich Überland- und Stadtverkehr trafen und ihre Passagiere austauschten.
Im zweiten Weltkrieg fielen hier viele Bomben und spätestens durch die Teilung, mit der die Mauer quer über den Platz verlief, kam der Platz zur Ruhe und wurde zur Brache. Nach der Teilung wurde der Platz und die umgebende Fläche an „Daimler Benz“ und Sony verkauft und zu neuem Leben erweckt.

Sony Center von Innen, Blick von West nach Ost

Das „Sony Center“ wurde spätestens durch die WM2006 und dort aufgebaute ZDF SportStudio bekannt. Wie wichtig diese TV-Übertragungen für das „Sony Center“ waren erkennt man spätestens durch die Bilder auf der Leinwand im Bild rechts unten. Dabei hat das architektonisch interessantes zu bieten.

Sony Center von innen, Dachkonstruktion


Back-Shop am Bahnsteig U-Bahnhof Potsdamer Platz

Wie lange Berlin schon über ein U-Bahn-Netz verfügt, kann man an diesem „Back-Shop“ direkt auf dem Bahnsteig der U2 am Potsdamer Platz erkennen. Man beachte vor allem den Schlauch der Klimaanlage…
Man lasse sich übrigens nicht durch die Bezeichnung „U-Bahnhof Potsdamer Platz“ täuschen, denn der Bahnhof liegt unter dem Leipziger Platz ca 100 Meter östlich des Potsdamer Platzes. Der dortige U-Bahnhof wurde schon 1923 umbenannt

Total geschafft, wie Steffi und ich waren, zogen wir uns erstmal in „unser“ Zimmer in der Wohnung meines Bruders zurück, um Kraft für den Abend zu tanken.


Immer die Mauer entlang

St. Michael Kirche am Engelbecken

Gestärkt durch ein italienisches 2 Gänge Menü (Tagliatelle Contadina und danach Antipasti?? Die spinnen, die Berliner!) starteten wir von Oranienplatz einen Spaziergang durch eine seltsame Landschaft. Vor rund 160 Jahren wurde hier der „Luisenstädtische Kanal“ gebaut und schon vor 80 Jahren zum Teil zugeschüttet und zu einer Gartenanlage umgebaut.
Nach rund 200 Metern kreuzt die Waldemarstraße und ab hier ist der Park ehemaliges Mauergelände. Die Gebäude rechts (also die im Osten) gehörten zur Westseite der Stadt, während die Kirche und die Gebäude link (also die im Westen) zur DDR gehörten.

St. Thomas Kirche am Engeldamm
St. Thomas Kirche vom Engeldamm gesehen

„Engeldamm“ nennt sich der östlich an das „Engelbecken“ schließende, ebenfalls zum „Luisenstädtischen Kanal“ gehörende, nach Nordosten gebogene Damm. Die St. Thomas Kirche liegt südlich des Damms und somit zum Westteil der Stadt, während der nördliche Teil zum Osten gehörte.

Folgt man dem Engeldamm nach Norden, so stößt man an der „Schillingbrücke“ nicht nur auf das Gebäude der Ver.di, sondern auch auf die Spree.

Dämmerung am Fernsehturm - Von der Schillingbrücke aus gesehen
East Side Gallery

Überquert man hier die Spree und folgt der nächsten Straße nach Südosten, erreicht man mit der „East Side Gallery“ ein seltsames Stück Mauer. Zum einen war diese Mauer nie Grenzmauer, sondern „Hinterlandmauer“ und zum anderen das wohl schönste, auf jeden Fall längste Stück der Mauer, die noch steht. 1990 wurden diese über 1300 Meter der Mauer von über 100 Künstlern bemalt und ist so die größte Open-Air-Galerie (nicht logisch denken und „Open Air Gallery“ schreiben) der Welt.
Wir querten die Spree am Oberbaum abermals, ließen es für diesen Tag gut sein und trollten uns zum Schlesischen Tor, um uns von der U-Bahn zu unserer Schlafcouch tragen zu lassen.

Reisenachbereitung Berlin (II)

Hauptbahnhof Berlin, vom obersten Bahnsteig (31. Juli 2007)
Hauptbahnhof Berlin Im Vordergrund Sandsation (31. Juli 2007)

Unser Programm für den ersten Tag in Berlin war ziemlich umfangreich, aber es gibt in Berlin einfach viel zu viel zu sehen, als dass man alles in zwei Tagen sehen könnte. Wir haben versucht so viel wie möglich zumindest oberflächlich gesehen zu haben und so waren wir am Hauptbahnhof, dem Regierungsviertel und dem Brandenburger Tor. Spazierten Unter den Linden über die Spreeinsel zum Alexanderplatz, wanderten die Friedrichstraße entlang, ließen uns vom Holcaustdenkmal beeindrucken und statteten dem Sony-Center am Potsdamer Platz einen Kurzbesuch ab.

Hauptbahnhof Berlin Vom südlichen Spreeufer aus (31. Juli 2007)

Nachts spazierten wir durch Kreuzberg und zeichneten den Mauerverlauf von der Oranienstraße über den Engeldamm und die Schillingbrücke und der East Side Gallery bis zum Schlesischen Tor nach.

In diesem Artikel will ich unseren Weg am Vormittag bebildern.

Begonnen haben wir den Tag am Hauptbahnhof. Sieht irgendwie wie ein Provinzbahnhof aus, wenn man aus dem richtigen Blickwinkel guckt…



Das Kanzleramt kennen wir ja, aber mit einem solch schönen Kaiserwetter ists trotzdem nett, oder?

Interessant finde ich aber, dass man sich nur umdrehen muss, um das Kanzleramt einstürzen zu sehen.

Kanzleramt Vom Paul-Löbe-Haus her (31. Juli 2007)
Kanzleramt Spiegelung im Paul-Löbe-Haus (31. Juli 2007)
Fensterputzer Am Paul-Löbe-Haus (31. Juli 2007)

Allgemein gibt es furchtbar viele Glasscheiben im Regierungsviertel. Alleine am Paul-Löbe-Haus haben wir 5 Fensterputzer in Aktion gesehen. Wenn die gewusst hätten, dass es 30 Minuten später in Strömen geregnet hat…

Zwischen Seitenflügeln des Paul-Löbe-Haus Aus zwei Bilder zusammengefügt (31. Juli 2007)

Und noch mehr Glasscheiben am Paul-Löbe-Haus.
Nett finde ich aber vor allem dieses kleine Gärtchen, dass mit dem weißen Kies und den grünen Büschen einen schönen Kontrast zu dem Metal und Glas des Gebäudes bildet. Das Lebendige und Alltägliche wird in genau diesem Haus der Technokraten in schöne, gerade, künstliche Bahnen gelenkt, darum sehr passend, dieses Gärtchen.

Garten zwischen Seitenflügeln des Paul-Löbe-Haus (31. Juli 2007)

Nur was diese Säulen darstellen, ist mir nicht ganz klar. Auf mich wirken die Säulen wie kleine Türmchen, ähnlich den Türmchen, die früher schon mal eine lange und künstliche „Bahn“. War Schäuble nicht schon zur Planungszeit des Regierungsviertels Innenminister?


Reichstag mit Besucherschlange (31. Juli 2007)
Schild vor dem Reichstag (31. Juli 2007)

Man beachte im Bildhintergrund die lange Schlange, die am Reichstag ansteht. Vermutlich wollten die alle einmal durch die berühmte Kuppel des Reichstages zu wandern.
Pech gehabt…

Quadriga auf dem Brandenburger Tor

Die nächste Station war das Brandenburger Tor. Versucht mal an einem Dienstag um 11.15 Uhr ein Touri-freies Foto zu schießen. Da hilft nur eines: Blickwinkel anpassen…

Palast der Republik


Fernsehturm Berlin

Egons-Lampenladen ist schon ziemlich abgebrochen. Ich bin ja mal gespannt, ob Berlin die Kohle für die Grünanlage aufbringen kann, die als „Zwischennutzung“ hier entstehen soll oder ob wie schon früher einmal ein profaner Parkplatz daraus wird.

Vom Berliner Fernsehturm, Deutschlands höchstem Gebäude, sind es nur noch ein paar Meter bis zum Alexanderplatz, dem Ende unserer Vormittagstour.

CopyBlogger Theme – The localizable and the German Version

CopyBlogger_de Theme

The CopyBlogger theme is a WordPress theme by Chris Pearson (web developer from the US).
As I want to use the CopyBlogger theme as the new theme of my blog, I had to translate it to German. The code of the CopyBlogger Theme, as it is downloadable at Chris Pearson’s website, is English and not prepared for translations, which means, that each translator of the theme would have to dive through the code, translate every English word and then test, if he or she found each one. And then he or she had to do it again, just to be sure. To avoid this, WordPress has two special php functions for plugin or theme localization:
__($message) _e($message)
The parameter of these functions becomes translated, if a translation for the message is available. So you don’t need any language files, if you want the theme in English.

I did walk through the code of the CopyBlogger theme and substituted each occurrence of an English phrase.
Phrases which would be directly shown became substituted by < ?php _e('Phrase','copyblogger') ?> and phrases in functions by __('Phrase','copyblogger'). WordPress needs to know, in which localization context the translation is to be found. That’s the reason for the 'copyblogger' in the $message and a change I had to make to functions.php: load_theme_textdomain('copyblogger');
Further additions were < ?php _e('<*!-- - xyz translation by <*a href="your url">your name< */a> --*>','copyblogger'); ?> in the footer.php for the translator credit and a little change in index.php to make to phrase „Comments Off“ translatable.

All thats left to do for a translator is, open a program like poEdit, generate a catalog of phrases (or load the de_DE.po) and translate the phrases.
There are three little flaws in the catalog, which have to be translated by hand:

  • in searchform.php all three occurrences of “To search, type and hit enter“ have to be translated to the same words. I couldn’t add this to the catalog, as functionality would be lost by doing so.
  • in 404.php Chris wrote a longer, colloquial text. Any translator has to decide if and how he wants to translate and style this text
  • in nav_menu.php you’ll find the navigation menu links. As they are different at every blog, I see no use in translating them.

I will host the CopyBlogger_localizable theme for the moment, as I could not find the Email address from Chris Pearson to make the theme available for him.

I want to thank Chris Pearson for his cool theme and Tim Zylinski for his Localizing WordPress Themes tutorial. Without the tutorial I would have had no idea how to do this.

CopyBlogger Theme – The localizable Version

Deutsche CopyBlogger Sprachdateien (German language files)

German CopyBlogger Theme (includes the German language files)

Blogs, Sicherheitslücken und Verantwortung

Wie ich gerade bei BlogSecurity lesen musste, wurde gestern Nachmittag das Blog SvenKubiak.de „defaced“, d.h. gehackt und die Startseite durch eine andere ersetzt. Die Ursache fand sich in einer veralteten Version des MyGallery-Plugins.

Software ist fehlerhaft. Punkt. Immer und zu jeder Zeit, den Software wird von Menschen erdacht und erschaffen und so fehlerhaft wie der Mensch so fehlerhaft ist auch Software, im Schnitt bedeutet das 2 Fehler je 1000 Zeilen Programmiercode.
Nun gibt es vielerlei verschiedene Fehler in Software. Manche Fehler treten nie auf, denn die Stelle an der der Fehler gemacht wurde, wird nicht erreicht (zB weil die Stelle nur im Fehlerfall erreicht wird), manche Fehler haben nur kosmetische Auswirkungen (Fehler in der Benutzeroberfläche oder allgemein in der Ausgabe), manche Fehler führen zum Absturz der Software. Manche Fehler aber sorgen für von außen angreifbare Sicherheitslücken, so wie in diesem Falle.

Programmierfehler sind immer ärgerlich, sowohl für den Software-Entwickler als auch für den Nutzer der Software, denn für beide bedeuten Programmierfehler Arbeit. Der Software-Entwickler steht nun vor der Aufgabe, den Programmierfehler zu beheben und dabei möglichst keine neuen Sicherheitslücken aufzureißen. Der Software-Nutzer hingegen steht nun in der Pflicht, dafür sorge zu tragen, dass er möglichst immer die aktuellste Version der Software vorliegen hat.

Software-Anwender haben üblicherweise das alleinige Interesse die Software anzuwenden. Sie wollen sich nicht um Programmierfehler und Software-Wartung kümmern, denn schließlich haben sie ja für die Software bezahlt und sich die Mühe gemacht, das Software-Produkt zu installieren und sich einzuarbeiten. Hier liegt ein gewaltiger Denkfehler.
Jedem Autofahrer ist bewusst, dass er sich um die Pflege und Wartung seines Autos kümmern muss. Das Auto muss gewaschen werden, der Öl-Druck überprüft und defekte Teile ausgewechselt werden. Tut er das nicht, kann das zu teuren Reparaturen und zum stehen bleiben des Fahrzeugs führen.
Bei Software ist dies kaum anders. Zwar gibt es keine Verschleißteile, die regelmäßig gewechselt werden müssen, allerdings ist regelmäßiges putzen (Festplatte aufräumen, nach Viren scannen, Backups anfertigen) und regelmäßige Wartung (va das überprüfen ob neue Versionen vorliegen) nötig, da es sonst zu Rucklern, Abstürzen oder Datenverlust kommen kann.
Dies nenne ich die Verantwortung gegenüber dem Eigentum.

Programmierfehler auf öffentlich zugänglichen Geräten, wozu auf ein Blog gehört, können aber zu deutlich schlimmeren Folgen, als nur zu Rechnerabstürzen führen. Wenn zB die Steuerung einer Ampel versagt und alle Ampeln gleichzeitig auf Grün springen, ist sogar Leib und Leben in Gefahr. Ganz so dicke kann es für Blogger dann doch nicht kommen. Im Idealfall wird eine Sicherheitslücke entdeckt und der Fehler behoben, noch bevor die Sicherheitslücke ausgenutzt wurde, im schlimmsten Fall kann aber der Webserver auf dem das Blog liegt gekapert werden und über ihn strafrechtlich relevante Daten verbreitet, die zu gehörigen Problemen für den Blogger führen können.

Was ist nun zu tun?

  1. Überlegen einer Backuplösung für das Blog, damit die Daten im Blog nicht verloren gehen können. Ich verwende das WordPress Database Backup Plugin um die Datenbank mit den Artikeln und Kommentaren regelmäßig (einmal am Tag) zu sichern. Desweiteren habe ich alle Dateien, die auf dem Webserver liegen, bei mir lokal gespeichert.
  2. Aktivieren des WordPress Update Monitor Plugins, dass anzeigt, wenn eine neue WordPress-Version erschienen ist, darum ein Update erforderlich ist und dieses Update zeitnah durchführen.
  3. Überprüfung des Blogs durch den WP-Scanner von BlogSecurity. Dieser testet sowohl die Plugins, als auch das verwendete WordPress Theme auf Sicherheitslücken. Die entsprechenden Updates sollten installiert werden.
  4. Überprüfen jedes einzelnen installierten Plugins, ob es eine neue Version gibt und gegebenenfalls das Installieren dieser neuen Version.
  5. Ausarbeitung eines Wartungsplans für das Blog. In meinem Fall bedeutet das, dass ich täglich die WordPress-Datenbank und bei jeder Veränderung der Dateien diese auf meinem Rechner sichere. Desweiteren lege ich vor jedem WordPress-Update eine zusätzliche Komplettsicherung aller Dateien und der Datenbank an. Bei jedem WordPress-Update überprüfe ich JEDES Plugin, ob eine neue Version vorliegt.
  6. Überprüfen des Webservers, denn natürlich kann und wird auch dieser Sicherheitslücken haben. Wenn man nicht gerade selbst Administrators seines eigenen Servers ist, bleibt einem hier nur das Anmahnen von Updates beim Hoster (va Datenbank, PHP-Version, Webserver und Betriebssystem seien hier genannt).

Hat man diese sechs Schritte durchgeführt und hält sich an seinen Wartungsplan, so kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Außer natürlich, die verwendeten Passwörter sind nicht optimal