Tempo 300 in der Münchner Innenstadt: Wahnsinn

Hui, war das ein schnelles Vergnügen. Ich bin gerade eben mit 300 km/h durch die Münchner Innenstadt gebrettert. In den Kurven wurde es schon ziemlich knapp, aber ich habs ohne Unfall überstanden.

Glaubt ihr nicht?

Hier der Bildbeweis: Real World Racer

Gebt als Startadresse „Hohenzollernstraße 142, München“ und als Ziel „Karlsplatz, München“ ein.
Meine Bestzeit: 1.00 Minuten (ein Schnitt von knapp 220 km/h)

Beachtet, dass eine schnelle Internetverbindung von Vorteil ist. Die Straßendaten wie auch die Satellitenfotos kommen von Google Maps, der Rest dürfte AJAX sein.

Am Start guckt genau hin, denn auf dem Satellitenfoto seht ihr dort meinen Corsa stehen…

via Frank Bueltge

Und Glaube vergiftet die Herzen!

Dieser Halbsatz könnte von mir stammen, zumindest stimme ich ihm voll zu. Er ist aber nicht von mir, sondern von Peotron, einem Gedichtgenerator.

Die Gurke

Wo ist der Unsinn?!

Gurke und Spanner, ja Spanner.

Der Spanner – bloggt und passieren!

Die Gurke – sauber und wesentlich!

Sauber! Auch du, Marnem, sei sauber!

Versinke im ewigen Leid!

Und Glaube vergiftet die Herzen!

Gedicht Nummer 2054550

Meine Eingabeparameter waren: Marnem, Leben, bloggt, mobil

Mich wunderts etwas, dass „mobil“ garnicht vorkommt. Also das gleiche nochmal, mit ganz anderem Ergebnis:

Die Gabe an das Leben

Marnem.

Oh mobiles Herzchen du!

Leben, meine armselige Richtung.

über der Welt in Raum und in Zeit!

Bloggt!

Welch unsägliches Leid!

Marnem du.

Bockig immerdar.

Marnem zwischen Leben und Buchen.

Marnem heute so gram.

Gedicht Nummer 2054565

Ich wusste noch garnicht, welch unsägliches Leid ich durch mein Bloggen verursache, daher beende ich den Tag und gehe ins Bett.

via Christian

[Nachtrag]
Einmal musste ich natürlich nochmal und hier habe ich jetzt die Quittung dafür:

Lebewohl dem Genossen

Die Liebe vergammle.

Sie vergammle und sie vergiss!

Ach Marnem, gehaßtes Wesen du,

Fürwahr, die Zitronen zu erhalten ist eine Trauertat.

Die Einsamkeit versinkt,

Die wolkigen Hochzeite vergammelt,

Doch ewiger Wahnsinn vergiftet die Herzen!

Gedicht Nummer 2054589

Marnem, Hochzeit, vergammelt, geliebt

Killerspiele schützen vor Amokläufen!

Genau das behauptet Jan Schejbal und weist das statistisch nach. Seine Rechnung geht wie folgt:
Bei den drei bekanntesten Amokläufen dieses Jahrtausends (Erfurt, Emsdetten, Blackburg) wurden nur in zwei Fällen Killerspiele gefunden, also haben 66% der Amokläufer Killerspiele gespielt.
Der Anteil der Jugendlichen in Deutschland, die Spiele ohne Jugendfreigabe spielen oder gespielt haben liegt bei 82%.

Damit steht fest: Über 80% der nicht Amok gelaufenen normalen männlichen Jugendlichen im Alter von 18-23 Jahren (übliches Alter von Amokläufern) haben Killerspiele. Unter den Amokläufern lag dieser Anteil bei unter 70%. Somit ist klar: “Killerspiele” verhindern Amokläufe!

Natürlich belegt Jan alle Zahlen mit Quellen und natürlich weist Jan darauf hin, dass diese Statistik nicht wirklich fehlerfrei und aussagekräftig ist.

Ich persönlich würde ja die Anzahl der betrachteten Amokläufer ausdehnen und dabei auch nicht die euphemistisch umschriebenen „Familientragödien“ ausser acht lassen, um die Zahl der unter „Killerspieleinfluß“ stehenden Mörder zu senken.

Geek-Stöckchen

Ein kleines Stöckchen, geworfen von discobeats und von Robert an die Massen verteilt.

Was war Deine erste “echte” PC-Hardware?
Hmm, PC-Hardware… Wenn PC für IBM-kompatible Rechner steht war das ein 286er mit 16 Mhz, der 1993 in der Praxis meines Dads ausgemustert wurde. 100 MB Platte hatte die Kiste und war 1 1/2 Jahre lang mein Spielzeug.
Steht PC für Personal Computer war der ZX Spektrum mein erster Rechner. Damals, 1987, hatte ich ihn für 200 Mark inkl ca 20 Spiele von meinem Onkel gekauft.

Deine erste Anwendung welche Du benutzt hast?
Das wird wohl irgendeines der Programme auf dem ZX Spektrum gewesen sein. Kann aber auch gut sein, dass da gar keine Applikation dabei war. Dann wäre StarWriter auf dem Amstrad CPC6128 1988 meine erste App gewesen.

Dein estes Spiel?
Vermutlich JetPac. Kann aber auch Boulder Dash gewesen sein

Hattest Du von Anfang an Spass an der Materie?
Und ob. Ich kann mich noch gut an eines meiner ersten selbstentwickelten Programme erinnern… Es hat in einer einfachen Schleife den Bildschirm mit schwarzen Feldern ausgefüllt. Ca 5 Minuten hat es gedauert, den Fernseher einmal von weiß nach schwarz „umzuschalten“. Naja, effektiv war es wohl nicht, ich war ja aber auch erst sieben.

Seit wann bist Du online, und mit welchem Anbieter
Müsste 1994 gewesen sein. Mit Windows 3.1 oder 3.11 und BTX/Datex-J. War das spannend, die ersten Ausflüge ins „Netz“. Oder der Besuch in Unitopia. Oder wenn die Telefonrechnung zu Hause ankam…

Killerspiele und Sportschützen – Zwei Klassengesellschaft par excellence

Wie wir alle wissen, sind „Killerspiele“ böse. Ganz böse. Und „Killerspieler“ erst recht. Denn „Killerspiele“ trainieren virtuell den Schußwaffengebrauch. Obwohl auch nach zig Stunden am PC kein „Killerspieler“ eine Schrotflinte auch nur laden könnte…

Sachsens CDU Landtagsfraktion will „Killerspiele“ verbieten und zwar nicht nur die Herstellung und den Vertrieb (wie es die CSU im Bundesrat vergeblich forderte), sondern auch den Besitz der selben.

„Die Verbreitung brutaler Video- und Computerspiele muss effektiv unterbunden werden. Die CDU-Fraktion schlägt dazu geeignete technische Maßnahmen wie beispielsweise elektronische Filter vor. Die Staatsregierung wird aufgefordert, sich im Bundesrat für notwendige Gesetzesänderungen einzusetzen. Der Besitz der so genannten Killer-Spiele muss verboten werden.“

Nun könnte man meinen, wenn „Killerspiele“ schon böse sind, weil sie den virtuellen Umgang mit Waffen üben lassen, dass dann die Übung mit echten Schußwaffen erst recht geächtet würde. Aber falsch gedacht. In Breckerfeld im sauerländischen NRW soll Europas größte und modernste Schießsportanlage entstehen. 250 Millionen teuer und sieben Fußballfelder groß. 340.000 potentielle Nutzer gibt es in der Region um die Tötungsmaschinenübungsschule. Dass der Bürgermeister der CDU angehört und keinen Zusammenhang zu evtl Gefahren mit Amokläufen sieht, ist ja auch einleuchtend, denn schließlich war ja nur einer der zwei Amokläufer in Deutschland (Robert Steinhäuser, Erfurt) Sportschütze, während beide (Steinhäuser und Bastian B., Emsdetten) Computerspieler waren…

Aber natürlich unterstelle ich hier niemanden, dass das Wählerpotential der beiden Freizeitbeschäftigungen einen Einfluß auf die Wertung bezüglich evtl gefahren hat. Natürlich spielt es keine Rolle, dass Schützenvereine so lustige Schützenfeste haben, einen deutlich höheren Alterdurchschnitt und somit den Politikern näher stehen, als die unorganisierte, jugendliche Spielergemeinschaft, die noch dazu keine Lobbyisten hat.

via kiesows.de

J!Cast – Juristen Podcast zu Internet-Themen

J!Cast ist ein Podcast „rund um Internet, neue Medien und Telekommunikation“, der im Rahmen einer Dissertation der Uni Münster entstanden ist. Viele Interessante Themen, Angefangen vom Teledienstegesetz über das Widerrufsrechte bei eBay bis zumVerbot von Killerspielen? werden behandelt. Ich hatte bisher gerade mal Zeit einen Cast ganz und in zwei weitere rein zu hören, kann aber auf alle Fälle sagen, dass es gut gemacht und recht interessant ist.

via Vertretbar Weblawg

Terror-Videos zu Werbezwecken missbraucht

Ich habe vor ein paar Wochen im Zusammenhang mit einem Fernsehbericht über „Killerspiele“ über Pan Amp berichtet. Pan Amp ist ein Softwareproduzent für Filtersoftware im Internet, d.h. sie verkaufen (angeblich, ka ob die auch nur 1 Kunden haben) Software, die den Netzverkehr liest und bestimmte Anwendungen ausfiltert. Als Beispiel für gefilterte Anwendungen werden Ego-Shooter genannt. Ohne das System von Pan Amp zu kennen hört sich die Produktbeschreibung aus deren Onlineshop nach einem Sammelsurium diverser bekannter Softwarepakete an, die auf einem Server vorkonfiguriert werden. Alles in allem nichts anderes, als fast jeder Systemadministrator eines Firmennetzwerkes sowieso schon tut. Werbung machen die „Sicherheitsexperten“ dabei sehr gerne auf Schleichpfaden, indem sie sich zB beim MDR oder dem NDR einschleimen und Material für einschlägig bekannte, polemische Sendungen erzeugen. Desweiteren fallen sie stören durch allerlei Pressemeldungen auf, in denen sie zB auf angebliche Bombenbaupläne im Internet etc hinweisen.
Nun hat sich auch Telepolis mit Pan Amp beschäftigt, dabei auf eine aktuelle Pressemitteilung Bezug nehmend, in der behauptet wird, Pan Amp habe Beweise dafür, dass das jüngste Islamistenvideo mit Drohungen gegen Deutschland in der Region Erfuhrt erstellt wurde.

Als eine Nachfrage bei Weingarten nach den verwendeten Codecs mit einem Verweis auf das „AVI-Format“ beantwortet wird, entstehen allerdings Zweifel an der Güte der Pan-Amp-Recherche – und außerdem daran, ob man den Unterschied zwischen einem Container-Format und einem Video-Codec kennt.
[…]
Je intensiver man nachhakt und selbst Videos auf Codecs und Auffälligkeiten untersucht, desto mehr lösen sich die von Pan Amp preisgegebenen Ergebnisse in Selbstverständlichkeiten auf: Das einzig annähernd ungewöhnliche ist, dass Terroristen seit den ersten Enthauptungsvideos beim fertig geschnittenen und im Internet bereitgestellten Endprodukt wie „Bayan_GIMF.wmv“ das sonst kaum verbreitete WMV bevorzugen.
[…]
Und wenn sich nicht nur der MDR, sondern auch das BKA mit den Ergebnissen der Pan Amp-Recherchen befassten, dann muss doch was dran sein, oder?

Doch eine Nachfrage bei der Bundesbehörde ergibt, dass der durch zahlreiche Volksmusiksendungen und [extern] Oliver Kalkofe bekannte Sender, der die Pan Amp Behauptungen kritiklos wiedergab – vorsichtig formuliert – wahrscheinlich nicht sehr intensiv beim BKA nachgehakt haben kann. Tatsächlich gewinnt man den Eindruck, dass die Bundesbehörde – noch vorsichtiger formuliert – die Firma Pan Amp nicht wirklich als Ermittlungskonkurrenten sieht – etwa so wie Nature oder Science den Focus oder die Bild-Zeitung.

Lest am besten den ganzen Telepolis Artikel, wundert euch aber nicht über Wutausbrüche, wenn man sich verdeutlicht wie naiv und unbedarft manche angeblichen Journalisten ungefiltert und ungeniert Pressemitteilungen einer derart unseriösen Firma wie Pan Amp übernehmen.