Durch den Berlinausflug verlief die Woche natürlich ganz anders als sonst. Zwar nur ein Mitternachtsmüsli gegessen, aber zwei Tage größtenteils im Auto gesessen und auch sonst nicht unbedingt auf meine Punkte geachtet. Dafür aber fleißig unterwegs gewesen. Die Folge: 78,2 Kilogramm und somit weitere 700 Gramm weniger.
Allerdings muss man berücksichtigen, dass ich in Berlin deutlich weniger als normal getrunken habe. Wirkliche Aussagekraft erreicht das erst mit der nächsten Wiegung.
Heute, der erste, offizielle Wiegetag. Ich habe mir diese Woche bis auf eine Ausnahme das Mitternachtsmüsli verkniffen, war 2 mal Walken und 2 mal Radfahren. Dienstag und Mittwoch haben Steffi und ich einen Reistag eingelegt, es gab nur Obst, Gemüse und Reis, keinen Zucker oder Salz. Ziel dabei war das “Entschlacken”.
*Trommelwirbel* Die Waage zeigte an (*Fanfaren trompeten*): 78,9 Kilogramm
Satte 2,1 1,1 Kilo weniger als vor einer Woche. Um aber ehrlich zu sein, nehme ich dieses Ergebnis nicht ganz ernst, da wird einiges an natürlicher Schwankung drin sein…
Trotzdem, ein erster Schritt ist gemacht.
Pfundepurzeln, so nennt sich die neue Kategorie, in der ich meinen Abspeckversuch dokumentieren werde.
Trotz eigener Kategorie werde ich hier nicht Post nach Post zu diesem Thema schreiben, aber in ner eigenen Kategorie ist das Thema gut verräumt.
Gestern Abend hab ich mich dann doch noch zu einer Salami Pizza im Vapiano hinreißen lassen und bin damit über den Tag bei 33 Punkten nach dem GewichtsAufpasser Prinzip gelandet (Namen der GewichtsAufpasser verschleiert, ich will mir ja keine Abmahnung einfangen…).
29 Punkte wären mir erlaubt…
Zumindest habe ich mir das Mitternachtsmüsli weggelassen.
Heute hab ich dann, ganz im Sinne des Umweltschutzes die Umwelt davor geschützt, den Nußzopf, der hier noch rum stand, verdauen zu müssen und das selbst übernommen. Wieder 33 statt 29…
Dafür war ich auch heute wieder mit Steffi unterwegs, aber weil ich bei ihrem Tempo nicht richtig ins Schwitzen komme, werden mir dafür nur 2 Punkte angerechnet, die ich zusätzlich Essen dürfte…
Nachdem wir seit ein paar Tagen endlich den Sommer haben, den wir uns wünschten, ich aber mit der Temperatur absolut nicht zurecht komme, habe ich mich heute mal auf die Suche nach möglichen Gründen gemacht. Erschreckt habe ich festgestellt, dass sich seit dem heißen Sommer 2003 vor allem eines geändert hat: Mein Gewicht
Die Erkenntnis
Als ich mich auf die Waage stellte zeigte sie an, dass ich die 80 Kilo Grenze erstmalig überschritten habe. Gut, dass es erstmalig war, hat sie natürlich nicht angezeigt, aber nachdem ich mich nur alle paar Monate mal wiege, war es das erste Ma,l dass ich diese beiden Ziffern gemeinsam auf dem Display sah.
Mich bringt das nun in eine verzwickte Situation: Schon seit über 15 Jahren, seit einem meiner ersten Computer also, reden meine Eltern auf mich ein, dass ich mich doch mehr bewegen solle, statt nur immer anderen beim Sporteln zu zu sehen. Anfangs hab ich dies einfach ignoriert und abgewunken. Seit ein paar Jahren schon bildet sich aber ein sichtbares Bäuchlein bei mir aus und doch hat die Waage keinen Ausschlag angezeigt, sie pendelte immer zwischen 74 und 76 Kilo und so begründete ich, dass der Bauch doch nicht beachtenswert sei. Nun aber 80 Kilo. Jetzt helfen keine Ausflüchte mehr.
Der Bauch muss weg! Der Bauch muss weg! (stellt euch das von ein paar tausend Menschen skandiert vor)
Der Vorsatz
Ich will dauerhaft unter die 75 Kilo Grenze, darum muss der Vorsatz etwas über dieses Ziel hinaus gehen: 70 Kilo
Und als Zieldatum soll der 25.02.08 dienen, mein 29ster Geburtstag. Damit habe ich 7 Monate für 10 Kilo, das sollte doch ein Klacks sein!
Der Plan
Als erstes werden schnell und leicht erreichbare Zwischenziele gemacht. In meinem Fall formuliere ich mal 5 Kilo pro drei Monate, um am Ende noch etwas Luft zwecks Weihnachtsspeck zu haben.
Der erste Schritt auf dem Weg ist die Analyse, was ich momentan falsch mache. Bei der Ernährung ist der Fehler immer der Gleiche:
Zuviel und/oder das Falsche.
Da Steffi schon seit längerem sehr bewusst kocht (kaum Öl, keine Sahne, wenig Zucker), kann nur die Menge das Problem sein. Ein Blick auch meinen Speiseplan zeigt schnell, dass zwei Müslis am Tag und dazu Mittag- und Abendessen ein Müsli zu viel sind. Das Mitternachtsmüsli muss entfallen.
Als erste Maßnahme werde ich also versuchen meinen Lebensrhythmus so zu verändern, dass ich früher aufstehe, früher ins Bett gehe und so den Mitternachtshunger umgehe.
Das zweite Problem ist meist mangelnde Bewegung, so auch bei mir. Ergo ist Sport angesagt, um Muskeln aufzubauen, die durch den erhöhten Grundumsatz das Fett wegzufressen. Konkret haben Steffi und ich uns vorgenommen, mindestens 3 mal in der Woche für 45 Minuten Walken zu gehen. Walken deshalb, weil wir dies 45 Minuten lang durchhalten, Steffi das Tempo vorgeben kann und es nichts kostet.
Die dritte mögliche Ursache könnte eine Krankheit sein, wovon ich aber nicht ausgehe, außer ich hätte einen Bandwurm…
Die Umsetzung
Samstag wird Wiegetag, Anfangsgewicht 80 Kilo.
Die ersten 45 Minuten Walken sind erledigt.
Mitternacht ist noch nicht, aber wir gehen jetzt erstmal mit einer Bekannten aus Holland (sie ist Spanierin und hat von München aus in Barcelona Jura studiert…) essen. Abgerechnet wird hinterher…
Heute gibts beim Rollenspielen mal wieder was von Subways, aber halt, Nein, natürlich von Subway-Sandwiches. Wer kommt schon auf die Idee, daß Subs nicht Subs sondern Subway heißt?
Egal, ich freu mich aufs Rollenspielen und der Big Mac Rap passt da voll dazu:
Systemgastronomie – da wo das Essen haust. Die ZDF Sendung WISO hat sich mal 10 “Restaurants” der Fastfood-Ketten näher angesehen und getestet, wie es so um die Hygiene steht. Das Hackfleisch von “vollkommen in Ordnung” bis “kritisch“, die Salate von “nichts … auszusetzen” bis “mangelhaft“, alles halt so, wie man es erwartet. Das dann aber in vier der zehn “die Toiletten weniger mit Keimen belastet als die Tische und Tabletts” waren, stimmt mich dann doch bedenklich. Vielleicht sollte man seine Burger lieber auf dem Klo, als an den Tischen essen. Oder ist das ein versteckter Hinweis, die Fritten gleich dort zu entsorgen?
Jeder kennt sie, jeder mag sie, viele essen sie und davon dann meist zuviel – Süßigkeiten der Firma Masterfoods. Masterfoods? Kennt ihr nicht? Mars, Snickers, Raider … ähh Twix? Aber natürlich auch M&M’s, Bounty und Balisto. Die kleinen, süßen Dickmacher, denen man sich so schwer verweigern kann. Und wie uns die Werbung sugerieren will auch garnicht verweigern muss.
Nun, in Zukunft wird man weniger Werbung für diese Produkte sehen und hören, wenn man einem Bericht der FTD glauben schenken darf. So soll Masterfoods “bis Ende des Jahres seine auf Kinder unter zwölf Jahren abzielende Werbung einstellen“. Na das ist doch ein Pfund mit dem man wuchern kann (im Gegensatz zu den Pfunden, die die Produkte verursachen…). Dies könnte dann auch “andere Unternehmen unter Druck setzen, dem Beispiel zu folgen“. Außerdem hört sich das doch ganz gut an. So nach verantwortungsvollem Handeln eines Unternehmens. Wäre da nicht ein klitze kleiner Pferdefuß. Denn ganz ohne Werbung gehts dann wohl doch nicht, denn Masterfoods will ja eine neue “Marketingkommunikation einführen“. Und so ganz nebenbei hieß es doch noch vor 1 1/2 Wochen, ebenfalls in der FTD: “Wir werden 2007 deutlich mehr für das Marketing ausgeben”, sagte Philippe Metzger, Deutschlandchef der Süßwarensparte“. Hmm, da weiß wohl die linke Hand nicht, was die rechte tut, bzw der Deutschlandchef nicht, was die Londoner Zentrale vor hat…