Gestern Abend bin ich beim Zappen bei “Bully & Rick” hängengeblieben, einer Comedyshow von Bully Herbig und Rick Kavanian (Bully Parade, Schuh des Manitu). In einem Sketch betritt ein potentieller Kunde einen Schuhladen, der Verkäufer ist sehr zuvorkommend, doch der Kunde verlässt den Laden und schimpft auf den “Schleimer”. Im Rahmen einer Verkäuferschulung wird dem Verkäufer der Satz “Hamma ned” eingetrichtert. Zurück im Laden begrüsst der Verkäufer den Kunden entsprechend. Zwar flüchtet der Kunde abermals, zumindest ist aber der Chef zufrieden.
Warum ich das erzähle? Dieser Sketch ist aus dem Jahr 2004 und soll sartirisch die “Servicewüste Deutschland” portraitieren.
Im Jahr 2007 finden sich etliche Leser pro Woche auf dem Artikel PizzaHut Lieferservice- einmal und nie wieder in meinem Blog ein, da Google mich auf Platz 4 bei dem Suchbegriff “PizzaHut Lieferservice” aufführt. Alleine schon der Artikeltitel im Google-Suchergebnis könnte potentielle Kunden abschrecken, ganz zu schweigen vom Artikel selbst. Numerisch kann ich die Auswirkungen natürlich nicht belegen, ignorieren wird man sie aber kaum können.
Was lernen wir daraus? Der Kunde ist nicht nur König, der Kunde potentiell auch Henker, denn er trägt nicht nur Geld in den Laden, sondern auch die Macht andere Kunden großflächig abzuschrecken. Wenn er denn ein Blogger ist.
Das Ladenschlussgesetz ist ein schönes Beispiel für übermäßige Regulierung. Laut Wikipedia war es bis 1891 üblich, dass Geschäfte an sieben Tagen in der Woche von 5 bis 23 Uhr geöffnet hatten. Zuerst wurden nur die Sonntage, schließlich ab 1900 auf die Werktage reguliert.
Letztes Jahr wurde im Rahmen der Föderalismusreform die Gesetzgebungskompetenz an die Länder übertragen, was nun zu dem wundervollen Flickenteppich führt, den wir auch schon in vielen anderen Bereichen zu beklagen haben.
In Bremen trat zum 01.04.07 eine Liberalisierung in Kraft, die von Montag bis Samstag die Öffnungszeiten frei gibt. Der Shopblogger macht nun von dieser Möglichkeit Gebrauch und öffnet ab heute seinen Supermarkt 24 Stunden an sechs Tagen pro Woche.
Es wird spannend zu sehen sein, wie die Ergebnisse sein werden. Solange er der einzige Laden in der Umgebung ist, der Nachts offen hat, werden die Kunden ihm wohl die Bude einrennen. Wenn ich alleine an all die Nachts arbeitenden Menschen denke (Rettungsdienst, Taxi, Feuerwehr), die mobil sind und unregelmäßige Pausenzeiten haben, sehe ich schon Schlangen an des Shopbloggers Kassen stehen…
Wirtschaftlich wird sich das Angebot rentieren, denke ich. In den Nachtstunden werden manche Betriebskosten höher, als am Tage sein, so zB die Strom- (für Licht) und Personalkosten. Andererseits fallen Kosten wie Miete oder Stromkosten (Kühltruhen) weg, da diese Kosten wie bisher Tags abbezahlt werden. Folgende Fragen stellen sich also:
Wie hoch ist der Nachtzuschlag des Personals?
Wie viel Prozent des Tagesumsatzes verlagern sich in die Nachtstunden?
Wie hoch wird der Anteil in den Nachtstunden nach Abzug des kanibalisierten Tagesumsatzes sein?
Die antworten wird uns der Shopblogger aber wohl kaum im Detail geben…
Heute früh wars dann so weit, die letzten Schokopops meines Blogsprits kullerten aus der Dose in meine Müslischüssel. Steffi hatte Dienstag vom Plus ein Tütchen “Cranberries für Salat” mitgebracht und auf die beiden Müslis verteilt. Zwar nicht ganz öko und gezuckert, aber sehr, sehr lecker.
Fazit: Das MyMuesli Müsli schmeckt gut, ist nahrhafter (= macht länger satt) und wg der verschiedensten Zutaten deutlich “spannender” als Billig-Müsli. Gleichzeitig ist das Müsli ungezuckert, darum sollte man ausreichend Früchte seinem Mix hinzufügen.
Heute Nachmittag kam endlich der Hermesbote mit den MyMuesli-Dosen an. Laut “Paketaufkleber” hat Hermes die Dosen am 01.6.07 in Empfang genommen, also eine ganze Woche für die 200 km Fahrtstrecke gebraucht. Postkutschen wären schneller gewesen…
Nun gut, wenigstens waren die beiden Dosen (Schülerschreck für Steffi, Blogsprit für mich) unbeschädigt und das ist ja das wichtigste.
Was mich ziemlich verwundert hat, war die Größe der Dosen. 27 cm hoch und 9,5 cm Durchmesser sind schon nicht ohne. Die Wandstärke ist ordentlich, ich möchte keine der Dosen übergebraten bekommen…
Verschlossen sind die Dosen an beiden Enden mit Plastikdeckeln. Nach dem Öffnen des Deckels hat man eine Alufolie vor sich, die das Müsli vakuumverpackt.
Und fürs nächste mal lerne ich auch, dass ich das Handy quer halten muss, wenn ich meine Videos hochkant haben will…
Im Video kann man schon erkennen, dass die beiden Dosen einen verschiedenen Füllstand haben. Blogsprit wiegt 661g und Schülerschreck 652g, jeweils mitsamt der Dose. Die Füllstandsunterschiede kann das aber nicht erklären, Schülerschreckt wiegt bei gleichem Volumen einfach mehr.
Wie versprochen haben Steffi und ich unsere Müsli dann auch gleich einem Geschmackstest unterzogen. Wie ihr Schülerschreck geschmeckt hat, könnt ihr bei ihr im Blog lesen.
Mein Blogsprit schmeckt auf jeden Fall sehr lecker. Im Gegensatz zum Aldi-Schokomüsli, dass ich sonst esse, schmeckt man deutlich mehr Geschmacksnuancen heraus. Außerdem ists deutlich knackiger und man hat mehr zu kauen, was ich sehr gut finde.
Die Kehrseite des Bio-Müslis ist natürlich, dass kein Zucker zugesetzt wurde. Üblicherweise habe ich einen Esslöffel Kaba in der Milch und dementsprechend süß schmeckt es dann auch. Morgen werde ich mal einen halben Esslöffel mit Blogsprit versuchen, denn ich befürchte, dass zu viel Kaba das Geschmackserlebnis des Müslis überdecken würde.
Nach einem ersten, kurzen Test, würde ich bei der nächsten Bestellung 2xFeigen und 2xCranberries statt jeweils nur einmal nehmen, weil va die Cranberries absolut spitze schmecken.
An dieser Stelle möchte ich mich nochmal bei Marco aka Starkiller von Epstacy.de für sein Sponsoring bedanken.
Ich konnte Kohl noch nie leiden. Kohl schmeckt mir nicht.
Ich mag Kohl weder im Essen, noch in der Politik.
Wer erinnert sich nicht an die “Kohl muss weg – Wir löffeln die Suppe aus!” Wahlkampfaktionen 1998?
War mir danach immer schlecht…
Gestern gabs bei uns Kohlrabischnitzel zum Abendessen. Dass es mir nicht geschmeckt hat, muss ich nicht nochmal betonen.
Als netter Mensch helfe ich natürlich in der Küche und so fiel mir der Job des Kohlrabischälens zu. Mit meinem Gemüseschäler. Schnell bekam ich Zweifel, ob dies das richtige Werkzeug sei. Ist es nicht, wie man sieht.
Vielleicht gelingt es mir, mein treues Werkzeug wieder in Schuss zu bekommen, denn fast 7 Jahre leistete es mir gute Dienste.
Mit neumodischem Kram wie Steffis Sparschäler kann ich mich nämlich nicht anfreunden
Ob das Müsli ungefährlich ist, werden wir als Vorkoster für Starkiller von Epstacy (fast) live hier im Blog berichten. Und nein Marco, aus der Nummer kommst Du nicht mehr raus, ich werde Dich erwähnen bis zum bitteren Ende
Im Allgemeinen geht man davon aus, dass die Fleischfresser in der Nahrungsmittelkette an der Spitze stehen. Was passiert aber, wenn sich zwei Fleischfresser treffen und ein Pflanzenfresser zwischen ihnen steht?
Es lohnt sich, das Video bis zum Ende anzusehen.