Youtube und Flickr

Von Flickr gibts immer noch nichts neues, außer der Zensur von zensuranprangernden Bildern. Keine Pressemeldung, kein Blogeintrag oder auch nur ein Forenpost, der die Situation erklären würde. Jugendschutz hat Flickr vorgeschoben. Warum hat Flickr dann aber auch Nutzer mit Pro-Account gesperrt, Nutzer also, die per Kreditkarte dafür zahlen, mehr als 50 MB Bilder pro Monat auf Flickrs Seiten zu laden? Ist eine Zahlung per Kreditkarte heutzutage als Altersverifikation nicht mehr ausreichend?
Der österreichische Journalist Georg Holzer schreibt, Flickr hätte die Forenhaftung als Argument genannt. Mir ist zwar nicht bekannt, wo dies geschehen sein soll, aber auch dieses Argument zieht irgendwie nicht, denn auch bei den als „Unbedenklich“ markierten Bildern können Beleidigungen oder Verleumdungen dabei sein.

Kurz zur Wiederholung: Bei der Forenhaftung geht es um Gerichtsurteile, die sich damit beschäftigen, wann der für ein Forum Verantwortliche für Beiträge von Nutzern belangt werden kann und wann ausschließlich der Nutzer. Die einen Gerichte entscheiden, dass der Verantwortliche des Forums für jeden Nutzerbeitrag verantwortlich ist, andere Gerichte sind der Ansicht, erst nachdem der Verantwortliche auf den gesetzeswidrigen Beitrag hingewiesen wurde. Aber eine endgültige Entscheidung, was nun Sache ist, steht noch aus.

Wie ich gestern schrieb, wird YouTube der nächste große Service sein, der in Deutschland Probleme mit den Inhalten bekommen wird und als hätte ich es geahnt, hat Google heute bekannt gegeben, dass YouTube mit der Lokalisierung beginnt. Zunächst wurden Brasilien, Frankreich, Irland, Italien, Japan, die Niederlanden, Polen, Spanien und Großbritannien mit einer angepassten Variante beglückt. Deutschland, Österreich und die Schweiz nicht, denn angeblich:

there just weren’t enough resources yet to do so – they’re just not ready yet. There was no information on how they selected the regions for which localized versions went live now. The YouTube team was also questioned on their censorship stand, answering “We’re working with Google to create a set of policies and have technologies in place to control how content is being used on the site. We want to respect local laws and local policies.”

(Quelle: Google Blogoscoped)

Ja nee, is klar! Auf italienisch konnte die Seite übersetzt werden, aber für Deutschland war keine Zeit. Laut Wiki gibt es 74 Mio des Italienisch mächtige und 155 Mio Deutsch sprechende Menschen.
Die Unternehmen haben alle nur Angst vor den kruden Rechtsauffassungen deutscher Gerichte und ihren Aktionären im Falle einer Verurteilung. Was man verstehen kann.

Aber wer braucht schon eine deutschsprachige Version eines Dienstes, den wir schon seit Jahren auf englisch nutzen?

SPAM in Blogs, die Gefahr dafür abgemahnt zu werden und was man dagegen tun kann

Werbung all überall

Werbung gibt es bereits seit mindestens 2000 Jahren, wurden doch in Pompeji Werbetafeln gefunden. In diesen 2000 Jahren hat sich vieles verändert und auch die Werbung hat sich den jeweils herrschenden Zeiten angepasst. So kamen im Mittelalter die Marktschreier in Mode, mit der Massenproduktion und der Pressefreiheit die Zeitungsannoncen und Werbeagenturen und mit dem Rundfunk schließlich die Werbeblöcke.
In der körperlichen Welt kostet Werbung aber Geld, so muss dem Drucker die Druckerfarbe, der Marktschreier das Halsweh und dem Fernsehsender die Sendezeit bezahlt werden.

Durch das Internet veränderte sich aber die Situation, da hier die Kosten für das Medium, im Vergleich zu anderen, verschwindend gering sind. Dem Werbenden entstehen kaum Kosten für das Verbreiten seiner Werbebotschaft, so dass er seine Botschaft exzessiv für verteilen kann. Dies führt zu der bekannten SPAM-Problematik auf allen Online-Plattformen.
Selbst auf Plattformen, auf denen keine kommerziellen Händler tätig sind, ist SPAM an der Tagesordnung, so werden zB auch in Online-Spielen wie World of Warcraft die Chat-Kanäle mit SPAM zugemüllt:

„Verkaufe 20 Traumblatt für 15 Gold, 200 Stück auf Lager, schreib mich an“
bzw
„WTS Traumblatt für 15g je Stack, 10 Stack Stock, /w me“

Abmahnungen wegen SPAM?

Ist E-Mail-SPAM schon nervig genug, so bekommt der SPAM in Blogs und Foren eine weitere, ganz besonders böse Komponente.
Nach einigen Gerichtsurteilen ist nämlich der Betreiber nicht nur für seine Artikel, sondern auch für die in seinem Angebot geposteten Kommentare mitverantwortlich. So kann es zu der perversen Situation kommen, dass der Blogger für SPAM in seinem Blog abgemahnt wird. Für eine evtl Haftbarkeit von Medikamenten-SPAM, falls jemand durch das Medikament zu Schaden kommt, möchte ich erst gar nicht nachdenken…
Aus diesem Grund, müssen gerade Blogger und Forenbetreiber sehr vorsichtig damit sein, was in ihren Blogs veröffentlicht wird.

Was kann man gegen SPAM in Blogs tun?

Die radikalste Methode Kommentarspam zu verhindern ist natürlich das abschalten der Kommentarfunktion. Das BildBlog geht zB diesen Weg. Eine andere Möglichkeit ist das Ausfiltern von SPAM.

Viele Blogger greifen auf Akismet zurück, um Kommentar- und Trackback-SPAM auszufiltern. Akismet schickt dafür jeden Kommentar zu einem Server der Firma Automattic, die anhand vieler Filter SPAM auszufiltern versucht. Meist gelingt dies ganz gut, manchmal werden aber auch Spam-freie Kommentare ausgefiltert. Nicht jeder Spam, vor allem, wenn er manuell im Blog eingetragen wird, wird aber erkannt. Dazu kommt noch die Problematik, dass die gesamten Daten eines Kommentars (Name, E-Mail-Adresse, IP-Adresse, Uhrzeit, Kommentarinhalt) unverschlüsselt an einen Server in den USA geschickt werden und niemand weiß, was Automattic evtl abspeichert und es wie weiterverwendet.

Ich verwende hier im Blog zwei Plugins (Simple Trackback Validation und Math Comment Spam Protection), mit denen ein Großteil des SPAMs ausgefiltert wird. Das ganze funktioniert innerhalb des Blogs, es müssen keine Daten übers Netz verschickt werden und keine „echten“ Kommentare und Trackbacks gehen verloren.
Alles was nun noch übrig bleibt, filtere ich per Hand und bin mir so sicher, keinen SPAM im Blog zu haben. Der Zeitaufwand dafür hält sich bei mir im Rahmen, trotzdem ärgere ich mich über jeden SPAM-Kommentar, den ich zu moderieren bekomme. Schließlich sorgen diese SPAM-Kommentare dafür, dass ich bei jedem neuen Kommentar wieder die Homepage des Kommentierenden nach dem Impressum absuche und nach Hinweisen ausschau halte, die auf ein SEO-Angebot hindeuten, denn nicht jeder SPAM ist sofort als solchen zu erkennen. Dieses Misstrauen meinen Lesern gegenüber macht mir keinen Spaß!

Beide Methoden haben aber den Nachteil, dass Sie erst aktiv werden, nachdem der Spammer sein Werk getan hat. Um SPAM zu verhindern, hatte ich mir überlegt, “Vertragskonditionen für Werbung in Kommentaren, Pingbacks und Trackbacks” einzuführen.
Leider ist die Geschichte nicht so einfach, wie ich dachte. Eretria, anscheinend Anwältin, wies mich darauf hin, dass diese Vertragskonditionen im Endeffekt AGBs darstellen würden. Jeder Kommentierende müsste somit in die AGBs einwilligen, womit sich die Zahl der Kommentierenden verständlicherweise drastisch reduzieren würde. Und auch dann ist nicht sicher, ob die AGBs vor Gericht überhaupt gültig wären. In einem längeren Gespräch mit einem Cousin von mir, er steht kurz vor seinem Jura Staatsexamen, musste ich erkennen, dass ich für die AGBs abgemahnt werden könnte, wenn sie nicht 100%ig wasserdicht wären.
Diese Option fällt somit auch weg.

Wer hat weitere Vorschläge?

Pumuckl darf eine Freundin haben

Vor 7 Wochen hatte ich bereits darüber geschrieben, dass sich die Autorin (Ellis Kauth) und die Zeichnerin (Barbara von Johnson) des Pumuckl vor Gericht darüber streiten, ob der Pumuckl eine Freundin haben darf. Konkret geht es darum, ob ein von Johnson initiierter Malwettbewerb, bei dem Kinder eine Freundin für Pumuckl zeichnen sollten, rechtens war. Das Gericht hat dies bejaht, allerdings auch beschränkt:

Allein durch die Zeichnung werde den Pumuckl-Geschichten keine neue Episode hinzugefügt, betonten die Richter

(Quelle: ZDF)

Naja guad, dann moits dem Muckl hoid a Weibe. Solong wia ia koane neia Fuime drahts oder moids, sois ma recht sa.

Politik vernichtet den Rechtsstaat

„Die Politik vernichtet den Rechtsstaat“
So warnt Prof. Peter-Alexis Albrecht, Strafrechtler an der Uni Frankfurt, in einem Interview von Frontal21.
Das Interview kann man sich in der ZDFmediathek ansehen.

Wortlaut des Interviews

  • Frontal21: Herr Professor Albrecht, was für eine Entwicklung in dem Bereich Prävention sehen Sie, wenn Sie die Veränderung in der Strafprozessordung bei Gesetzen, die der inneren Sicherheit dienen sollen, in den letzten Jahren betrachten?

    Prof Albrecht: Die Gesellschaft vergibt das wichtigste was sie hat, nämlich das Recht. Die Demokratie lebt vom Recht. Das Recht hat Stärke zu beweisen, dass ist das, was unser Staat und unsere Gesellschaft hat und vorzuweisen hat. Und das wird aufgegeben. Wir wandeln uns von einer Rechtsgesellschaft in eine Sicherheitsgesellschaft und das geht über den Apparat der Militarisierung und das ist das Bedrohliche.

  • Frontal21: Nun wird ja immer wieder gesagt, die terroristische Bedrohung sei so groß, das wir jetzt neue Maßnahmen wie Rasterfahndung und die Online-Durchsuchung brauchen, dass jeder Passinhaber, also jeder, biometrisch Vermessne, also für die Fahndung erfassbar ist. Was heißt das für den Rechtsstaat, wenn wir präventiv jeden verdächtigen?

    Prof Albrecht: Der Rechtsstaat ist mitten drin in der Auflösung, weil es eine Herstellung von Sicherheit in dem Maße, wie es der Politik vorschwebt nicht gibt. Wenn man diese Sicherheit herstellt, hat man die Staatssicherheit und die haben wir in der DDR abgeschafft und nun bekommt die Bundesrepublik noch ein schlimmeres, als das was abgeschafft wurde. Das ist ein Wahnsinn der die Politik im Grunde beherrscht, die Politik sucht nach Mitteln um zu zeigen, was sie kann und dabei vernichtet sie den Rechtsstaat und das ist im Grunde das Verbrechen.

  • Frontal21: Wie vertragen sich die Maßnahmen zur Gefahrenabwehr, die seit vielen Jahren in die Länderpolizeigesetze einfließen, mit den Grundsätzen, die das Bundesverfassungsgericht 1983 beim Volkszählungsurteil und 2004 beim Urteil zum großen Lauschangriff getroffen hat?

    Prof Albrecht: Die Staatsgewalten spielen verrückt in unserer Gesellschaft. Die Exekutive hat eine derartige Dominanz, dass diese paar Richter in Karlsruhe im Grunde an die Wand gedrückt werden. Und das ist der echte Verfassungsbruch. Das die Politik sich nicht daran gewöhnt, wenn das Verfassungsgericht eine Aussage macht, sich daran zu halten, sondern das Ding umzudrehen. Nehmen sie das jetzt mit dem Beispiel des Luftsicherheitsgesetzes. Nachdem das Verfassungsgericht die Menschenwürde an erste Stelle gestellt hat, kommt Herr Schäuble mit dem Konterbegriff eines „Quasi Verteidigungsfalles“. Daran sehen sie wieder, dass die Militarisierung uns alle in den Strudel reißt und das Recht vernichtet.

  • Frontal21: Gerichte wie der Bundesgerichtshof oder auch der wissenschaftliche Dienst des Bundestages sagen ja immer wieder, die Gesetzesvorhaben, die jetzt geplant sind, Vorratsdatenspeicherung, Online-Durchsuchung, sind kaum mit der Verfassung in Einklang zu bringen. Wie bewerten sie den Versuch der Politik in diesem Spannungsfeld etwas durchzusetzen, was Gerichte und Wissenschaftler als verfassungswidrig ansehen?

    Prof Albrecht: Das ist die Allmacht der Exekutive, die Exekutive gewöhnt sich daran alles zu schlucken in unserem Staat. Das Recht, die Legislative und auch alle Prinzipien der Verfassung. Und das ist eine neue Entwicklung, eine neue Qualität, die dem besonnenen Bürger und dem Rechtslehrer große Sorge macht, denn wenn die Politik das Recht verliert, dann verliert sie ihre Berechtigungsgrundlage, ihre Legitimation und dann spielt nicht mehr das Recht die Rolle auf der Welt, sondern das Recht des stärkeren und da sollten wir uns nicht beteiligen, das müssen andere machen.

  • Frontal21: Die Daten jeder Festplatte und alle Telefonate sollen polizeilich und für die Geheimdienste benutzbar sein. Wie schwer wiegt dieser Eingriff? Was bedeutet das für unsere Verfassung?

    Prof Albrecht: Die moderne Welt kennt viele Formen der Unfreiheit. Schon Feuerbach [? Name recht unverständlich] hat gesagt, man könnte eigentlich 80% der Bevölkerung in Ketten legen, das wäre besser. Und dann hat er ein neues Strafrecht erfunden. Und so ähnlich sind wir heute dran. Vor einer scheinbaren Gefahr soll die Gesellschaft ihre gesamte Freiheit aufgeben. Und das ist eine Umkehrung dessen, was uns eigentlich unser Leben und unsere Demokratie wert ist. Diese Freiheitsaufgabe ist gleichzeitig der Sicherheitsstaat und damit geht die Sache über die Wupper.

[Nachtrag: 10.05.2007 12:15]
Hier noch der Link zu dem Bericht von Frontal21, in dem das Interview auftaucht.

Schacht Konrad genehmigt

Es ist soweit: Deutschland hat sein erstes Atommüllendlager

Zumindest fast. Es wird wohl noch fünf bis sechs Jahre dauern, bis der Schacht Konrad in Salzgitter soweit ausgebaut ist, das niedrig radioaktiver Atommüll eingelagert werden kann, aber die Gerichtsprozesse um die Genehmigung von 2002 gingen gestern zu Ende. In Salzgitter soll „schwach- und mittel-radioaktiver Abfall aus ganz Deutschland dauerhaft unter der Erde eingeschlossen werden. Solcher Müll fällt in Kraftwerken, Forschungslaboren, Kliniken oder der Industrie an. Derzeit kann dieser Abfall nur in Zwischenlager gebracht werden.

Ein Tag zum Feiern. Für die Atomwirtschaft.
Und für mich auch. Ich bin gegen Atomkraft, aber um deren Atommüll geht es hier nicht. Ich bin aber der Festen Überzeugung, dass es gut ist, das wir den Atommüll, den wir in Deutschland produzieren auch in Deutschland Endlagern und ihn nicht in irgend ein armes Land liefern. Wir werden uns nicht vor unserer Verantwortung drücken, die Suppe die unsere Väter und wir uns eingebrockt haben auszulöffeln.

Atomkraft, nein Danke!

Körperkult

Der menschliche Körper, für manche Menschen nur die fleischliche Hülle ihres Geistes, für andere anscheinend Hauptinhalt ihres Lebens. Über einen äußerst Bizarren Körperkult berichten die heute nachrichten. Anfang des Jahres verstarb ein Mann und nun streiten sich dessen Mutter und dessen Tochter um den Leichnam. Die Mutter möchte den Sohn im Familiengrab begraben sehen, während die Tochter darauf besteht, den Vater einzuäschern und ihn in der Schweiz zu einem Diamanten umarbeiten zu lassen. Natürlich wünschen sich beide Seiten das nicht nur, sondern sind der Meinung, dass sie den letzten Willen des Verstorbenen vertreten. Das Amtsgericht Wiesbaden hat in einem Eilverfahren beschlossen, dass der Leichnam bis zur Entscheidung in der Hauptsache in der Obhut der Wiesbadener Friedhofsverwaltung verbleibt.
Ob es in Deutschland rechtlich zulässig ist, einen Leichnam derart umarbeiten zu lassen ist noch strittig, vor allem, da es in Deutschland den Bestattungszwang gibt. So könnte der entstandene Diamant bei der Verbringung nach Deutschland sofort bestattet werden müssen.

Ich persönlich halte diese Diamantengeschichte für ausgemachten Blödsinn. Für jeden Verstorbenen muss es einen Ort geben, an dem die Familie trauern kann. Selbst wenn man in so einem Diamantenfall einen Trauerstein setzen würde, fände ich es höchst seltsam zu wissen, dass neben einem die Überreste des zu Betrauernden zwischen den Brüsten einer Frau baumeln…
Verstörend!

Beckstein und die Killerspiele

Tja, so ist das, Günther, wenn man ganz normale Computerspieler beschimpft. Sie wehren sich. Aber nicht so, wie Du es vielleicht erwartet hättest. Es hat sich kein Mob von Jugendlichen zusammengefunden, die in GSG9-Montur und mit Kalaschnikow gegen den Palazzo Prozzo ziehen. Nein, ein 44-jähriger Maschinenschlosser und IT-System-Elektroniker, also ein auch in deinen Augen Erwachsener, beruft sich auf seine Rechte und hat dich angezeigt. Er hat Strafanzeige gestellt wegen Beleidigung, übler Nachrede und (jetzt kommts) Volksverhetzung. Wiki sagt zum Thema Volksverhetzung:

Volksverhetzung ist in der Bundesrepublik Deutschland eine strafbare Handlung. Ihre Tatbestandsmerkmale definiert § 130 Absatz 1 des Strafgesetzbuchs:

Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören,
1. zum Hass gegen Teile der Bevölkerung aufstachelt oder zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen sie auffordert oder
2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er Teile der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet,
wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

Im allgemeinen nennt man sowas nicht mehr als Kavaliersdelikt, sondern schon eine richtige Straftat. Jetzt ärgerts mich erst recht, dass ich meinen Blogeintrag, bei dem ich Dir genau dieses vorgeworfen habe, obwohl schon fertig geschrieben, dann doch nicht gepostet habe, weil Steffi meinte, dies sei zu heftig.
Ich bin ja mal gespannt, was dabei rauskommt. Wobei fürs erste nichts geschehen wird, weil du als Abgeordneter erstmal Immunität genießt. Aber vielleicht hilft alleine die Tatsache, dass ein Strafverfahren gegen dich läuft schon, damit du anfängst etwas mehr darüber nachzudenken was du sagst, bevor du den Mund aufmachst.

Warum spreche ich den Günther hier so persönlich an? Vor rund 4 Jahren hatten wir zwei mal ein nettes Gespräch, als ich ihn um 7 Uhr in der früh auf dem Weg zur Uni getroffen habe. Da lief er ganz alleine über die Leopoldstrasse und meinte, dass er einschätzen könne, wann er Polizeischutz bräuchte und wann nicht. Das er sich da in Zukunft mal nicht täuscht und ihm da ne Streife auflauert, um ihn einzubuchten…
via torschtl