Wiegetag – Der 13te

Gewichtsverlauf als Diagramm

74,8 Kilogramm

Ein bisschen stolz bin ich schon, wie gut das mit den abnehmen klappt. Dabei mache ich gar nicht so viel anders als vorher.

Der Hauptunterschied ist, dass ich mir bewusst bin abnehmen zu wollen. Wirklich zu wollen. Klar, wenn ich mal außertourlich Lust auf etwas essbares habe, überlege ich mir, ob das wirklich sein muss. Beantworte ich mir diese Frage aber mit ja, dann schlage ich auch zu!

In der Folge der Abnahme gibt es positive Effekte zu vermelden: Ich habe im Gesicht abgenommen und ich finde, ich sehe dadurch wieder deutlich gesünder aus.
Es gibt aber auch negatives zu vermelden: Liege ich Abends beim Einschlafen auf der Seite liegt der Bauch nicht mehr auf der Matratze auf, sondern hängt und das wiederum ist unbequem…

Uni kann so eklig sein

Lecker Mayonnaise Selbstbedingung

An und für sich war ich bisher mit der Kantine hier im Gebäude ganz zufrieden. Jeden Mittag gibt es etwas warmes zu Essen, man kann wählen zwischen zwei täglich wechselnden Gerichten (eines mit Fleisch, eines vegetarisch), konstanten Fettbomben (Pommes, Schnitzel mit Pommes, Fleischpflanzerl mit Pommes) und einer großen Auswahl Sandwiches (oder Schnitzelsemmel bzw Fleischpflanzerlsemmel).
Ach ja, für die nicht-Bayern: Semmel = Brötchen, Fleischpflanzerl = Bulette bzw Fleischklopps.

Zu den Pommes-Gerichten gibts als Soßen Ketchup oder Mayo, wobei ich von der Mayo nichts probieren wollen würde, Salmonellen lassen grüßen…

Yack!

Wo fängt Manipulation eigentlich an?

Diese Frage wirft Sofamagnet wirft in einem Kommentar zu 47.000 Herzinfarkte pro Jahr weniger auf.

Wie schön, daß Spiegel-Online in die Zukunft schauen kann. Egal, wieviele Menschen im nächsten Jahr an Herzinfarkt sterben werden – ohne das Rauchverbot wären es 47.000 mehr.

Wo fängt Manipulation eigentlich an?

Manipulation fängt da an, wo der Mensch anfängt unvernünftiges zu tun, denn wenn es unvernünftig ist, muss er wohl manipuliert worden sein, um zu dieser Tat überredet worden zu sein.

Im Marlboro-Country wird der Duft der großen weiten Welt vom HB-Männchen in kleine Stäbchen gepresst

Rauchen kann man nun wirklich nicht als vernünftig bezeichnen, denn was soll schon daran vernünftig sein, kleingeschnittene, getrocknete Blätter so zu verbrennen, dass sie möglichst viel Rauch erzeugen, schliesslich gibt es genügend Müllverbrennungsanlagen, die darauf optimiert worden sind zerkleinertes, getrocknetes Material möglichst ohne Qualm zu verbrennen. Demnach ist Rauchen unvernünftig und es bedurfte Manipulation, den Menschen zu eben diesem zu verleiten. Diese Manipulation nennt man Werbung, bevorzugt damit, dass im Marlboro-Country der Duft der großen weiten Welt vom HB-Männchen in kleine Stäbchen gepresst wurde, welche sich wiederum nur zu 19t (ich dachte elf Freunde sollt ihr sein? Seltsam) wohl fühlen. Opfer dieser Manipulation werden fast immer süchtig und man kann sie an dem trockenen Husten, den gelben Fingern und dem stets griffbereiten Feuerzeug erkennen.
Diese Opfer zumindest zeitweilig von dem Zwang (und der Möglichkeit) ihrer Sucht zu fröhnen (fröhnen kommt von Frohndienst) zu befreien, ist die Aufgabe des Gesetzes, das Du als Rauchverbot bezeichnest. Aufgrund des Qualms der beim Rauchen vorherrschenden Verbrennung werden nämlich nicht nur die Süchtigen gesundheitlich geschädigt, sondern auch die unschuldigen und vergifteten Passivraucher.

Man kann sich nun vortrefflich darüber streiten, ob die Zahl 47.000 exakt so eintreffen wird, dass aber die Zahl der Herzinfarktopfer sinken wird bezweifelt wohl niemand ernsthaft. Ob das nennen einer konkreten Zahl nun Manipulation ist, ist wie bei der Werbung, von Person zu Person anders zu bewerten. Diejenigen, die an diese Zahl in exakt dieser Höhe glauben, mögen sich manipuliert sehen und sind vermutlich auch Opfer der Manipulationsversuche der Zigarettenindustrie. Der große Rest aber liest den SPON-Artikel genau und wird in dem Satz mit der Zahl 47.000 folgendes feststellen (Hervorhebungen von mir):

Wenn deutsche Herzen auf Zigarettenrauch ebenso reagieren wie schottische, dann müsste das Rauchverbot, sobald es bundesweit im Januar 2008 in Kraft tritt, auf einen Schlag bis zu 47.000 Herzinfarkte vermeiden helfen.

Das erste Wort des Satzes ist das Wort „Wenn“ und das nach dem ersten Komma „dann“ und „wenn das Wörtchen wenn nicht wär‘, dann wäre ich ein Millionär“, denn „Wenn … dann“ drückt aus, dass der nach dem „dann“ folgende Satzteil nur zutrifft, falls der sogenannte „Wenn-Teil“ eintritt. Wenn also deutsche Herzen reagieren wie schottische, dann lässt sich aus den schottischen Zahlen extrapolieren, dass 47.000 weniger Herzinfarkte eine mögliche Folge wären. Extrapolationen haben aber immer den Nachteil, dass sie davon ausgehen, das sich die Veränderungen linear zu dem im beobachteten Verhalten verhalten. Natürlich ist es aber möglich und durchaus wahrscheinlich, dass das tatsächliche Ergebnis von der Extrapolation abweicht, wenn auch ein grundlegend verschiedenes Ergebnis unwahrscheinlich ist.

Wir können uns also darauf einigen, dass die von mir gewählte Überschrift „47.000 Herzinfarkte pro Jahr weniger“ manipulativ war, allerdings keine gesundheitlichen Folgen für unschuldige nicht-Leser hat und somit auch nicht beanstandet werden muss. Allerdings kann noch so ein gedrechselter Satz durchaus Schäden an meiner geistigen Gesundheit hervorrufen, weshalb ich mich an dieser Stelle verabschiede und mich dem Bett schnarchenderweise zuwende.

Psychoanalytische Betrachtung neuer elektronischer Medien

Interessante Überschrift für einen Artikel in meinem Blog, oder? Dieser Titel rührt von einem Treffen Niederbayerischer und Oberpfälzer Psychoanalytiker her, denn eine Session soll sich mit genau diesem Thema befassen. Die Idee dazu kommt von meinem Vater und wirft einige interessante Fragen auf, so zB in wie weit wir uns verändern durch die Benutzung „neuer elektronischer Medien“.
Ich höre schon wieder die Rufe „Überhaupt nicht“ oder „Nur zum Besseren“, aber gehen wir mal weg von dem Vorurteil, dass dem Internet und uns Nutzern wieder mal psychische Störungen vorgeworfen werden sollen, sondern betrachten dieses Thema mal ernsthaft.

Was hat sich verändert?

Vor 25 Jahren versuchte die Bundesrepublik Deutschland eine Volkszählung durch zu führen und wurde heftig kritisiert und sogar verklagt. Heute ist es gang und gäbe einen Teil der damals nur unter Protest „gestandenen“ Information ungeschützt ins Netz zu stellen (Social networks). Aber nicht nur „verwertbare“ Informationen, sondern sogar intime Gefühle (zB in Blogs), Teile des Tagesablaufs (zB in Twitter) oder familiäre Fotos (zB Flickr) werden der Weltöffentlichkeit präsentiert. Was hat sich hier verändert und in wie weit sind die „elektronischen Medien“ daran Schuld?

Was ist die Motivation der Nutzer?

Eine weitere Frage ist, aus welcher Motivation heraus an Web2.0 Diensten mitgearbeitet wird. Warum stellen Menschen Fotos und Videos von sich ins Netz? Warum tun sie dies nicht nur in einem zB Passwort geschützten Umfeld, sondern für jeden einsehbar? Welche Folgen kann das für die Nutzer haben, welche psychischen Probleme daraus erwachsen und was ist der nächste Schritt?

Ich persönlich finde es auch äusserst spannend, dass das Netz nun offensichtlich nicht nur bei den Nutzern angekommen ist die in den Monitor hineingucken, sondern auch bei denen, die sich nur für den Mensch davor interessieren und das Internet durch die Psyche der Nutzer zu betrachten versuchen.

47.000 Herzinfarkte pro Jahr weniger

Das verspricht SPON für das Jahr 2008, ab dem in Deutschland das Rauchverbot in Kneipen und Gaststätten gilt. Eine imposante Zahl, wobei ich mir erhoffe, dass diese Zahl sogar noch höher ausfällt, wenn sich mehr Menschen an ihr Vorsätze fürs nächste Jahr halten würde…

via Gemeinschaftspraxis Schöfweg

Wiegetag – der erste

Heute, der erste, offizielle Wiegetag. Ich habe mir diese Woche bis auf eine Ausnahme das Mitternachtsmüsli verkniffen, war 2 mal Walken und 2 mal Radfahren. Dienstag und Mittwoch haben Steffi und ich einen Reistag eingelegt, es gab nur Obst, Gemüse und Reis, keinen Zucker oder Salz. Ziel dabei war das „Entschlacken“.
*Trommelwirbel*
Die Waage zeigte an (*Fanfaren trompeten*): 78,9 Kilogramm

Satte 2,1 1,1 Kilo weniger als vor einer Woche. Um aber ehrlich zu sein, nehme ich dieses Ergebnis nicht ganz ernst, da wird einiges an natürlicher Schwankung drin sein…
Trotzdem, ein erster Schritt ist gemacht.

Schallgrenze durchbrochen

Nachdem wir seit ein paar Tagen endlich den Sommer haben, den wir uns wünschten, ich aber mit der Temperatur absolut nicht zurecht komme, habe ich mich heute mal auf die Suche nach möglichen Gründen gemacht. Erschreckt habe ich festgestellt, dass sich seit dem heißen Sommer 2003 vor allem eines geändert hat: Mein Gewicht

Die Erkenntnis
Als ich mich auf die Waage stellte zeigte sie an, dass ich die 80 Kilo Grenze erstmalig überschritten habe. Gut, dass es erstmalig war, hat sie natürlich nicht angezeigt, aber nachdem ich mich nur alle paar Monate mal wiege, war es das erste Ma,l dass ich diese beiden Ziffern gemeinsam auf dem Display sah.
Mich bringt das nun in eine verzwickte Situation: Schon seit über 15 Jahren, seit einem meiner ersten Computer also, reden meine Eltern auf mich ein, dass ich mich doch mehr bewegen solle, statt nur immer anderen beim Sporteln zu zu sehen. Anfangs hab ich dies einfach ignoriert und abgewunken. Seit ein paar Jahren schon bildet sich aber ein sichtbares Bäuchlein bei mir aus und doch hat die Waage keinen Ausschlag angezeigt, sie pendelte immer zwischen 74 und 76 Kilo und so begründete ich, dass der Bauch doch nicht beachtenswert sei. Nun aber 80 Kilo. Jetzt helfen keine Ausflüchte mehr.
Der Bauch muss weg! Der Bauch muss weg! (stellt euch das von ein paar tausend Menschen skandiert vor)

Der Vorsatz
Ich will dauerhaft unter die 75 Kilo Grenze, darum muss der Vorsatz etwas über dieses Ziel hinaus gehen: 70 Kilo
Und als Zieldatum soll der 25.02.08 dienen, mein 29ster Geburtstag. Damit habe ich 7 Monate für 10 Kilo, das sollte doch ein Klacks sein!

Der Plan
Als erstes werden schnell und leicht erreichbare Zwischenziele gemacht. In meinem Fall formuliere ich mal 5 Kilo pro drei Monate, um am Ende noch etwas Luft zwecks Weihnachtsspeck zu haben.

Der erste Schritt auf dem Weg ist die Analyse, was ich momentan falsch mache. Bei der Ernährung ist der Fehler immer der Gleiche:
Zuviel und/oder das Falsche.
Da Steffi schon seit längerem sehr bewusst kocht (kaum Öl, keine Sahne, wenig Zucker), kann nur die Menge das Problem sein. Ein Blick auch meinen Speiseplan zeigt schnell, dass zwei Müslis am Tag und dazu Mittag- und Abendessen ein Müsli zu viel sind. Das Mitternachtsmüsli muss entfallen.
Als erste Maßnahme werde ich also versuchen meinen Lebensrhythmus so zu verändern, dass ich früher aufstehe, früher ins Bett gehe und so den Mitternachtshunger umgehe.

Das zweite Problem ist meist mangelnde Bewegung, so auch bei mir. Ergo ist Sport angesagt, um Muskeln aufzubauen, die durch den erhöhten Grundumsatz das Fett wegzufressen. Konkret haben Steffi und ich uns vorgenommen, mindestens 3 mal in der Woche für 45 Minuten Walken zu gehen. Walken deshalb, weil wir dies 45 Minuten lang durchhalten, Steffi das Tempo vorgeben kann und es nichts kostet.

Die dritte mögliche Ursache könnte eine Krankheit sein, wovon ich aber nicht ausgehe, außer ich hätte einen Bandwurm…

Die Umsetzung
Samstag wird Wiegetag, Anfangsgewicht 80 Kilo.
Die ersten 45 Minuten Walken sind erledigt.
Mitternacht ist noch nicht, aber wir gehen jetzt erstmal mit einer Bekannten aus Holland (sie ist Spanierin und hat von München aus in Barcelona Jura studiert…) essen. Abgerechnet wird hinterher…