Heißen sie Hassan? Dann sind sie ein Terrorist!

Die schnellste Möglichkeit, etwas über einen Fremden zu erfahren, ist ihn nach seinem Namen zu fragen und diesen mit einer Liste zu vergleichen. So vergleichen zB Mobilfunkprovider die Namen potentieller Kunden mit der Schufa-Liste, ob der Kunde schon einmal negativ aufgefallen ist. Neben dem Namen verwenden sie dabei aber auch das Geburtsdatum und evtl den Wohnsitz, um zu verhindern, den potentiellen Kunden mit einem Übeltäter gleichen Namens zu verwechseln. Diese Mühe macht sich aber nicht jeder. In der Post-9/11-Welt der USA ist das zum beispiel unnötig. Steht der Name einer Person auf der List potentieller Terroristen, so ist man verdächtig. Auch, wenn von dem potentiellen Terroristen nur der nicht ungebräuchliche Name “Hassan” bekannt ist. Dies erzählt ein Artikel von Spon:

Ein Haus zu besitzen, sagt Tom Kubbany, sei “der amerikanische Traum”. Der Kalifornier schuftete hart dafür, rackerte gleich in zwei Jobs, sparte, zahlte seine Schulden ab. Schließlich wähnte er sich am Ziel: Ein neues Kreditprogramm stellte ihm und seiner Frau Nancy ihr erstes Eigenheim in Aussicht, im idyllischen Arcata nördlich von San Francisco.

Doch dann erteilte die Hypothekenberaterin ihnen plötzlich eine Abfuhr: “Wir werden das nicht weiter verfolgen.” Als die Kubbanys nachhakten, fanden sie sich in einer Realsatire wieder: Kubbanys zweiter Vorname Hassan, so die Analyse seiner Kreditwürdigkeit durch die Kreditagentur TransUnion, stehe auf einer Terroristenliste der US-Regierung – als Alias für Ali Saddam Hussein al-Tikriti, den angeblich dritten Sohn des irakischen Ex-Diktators.

“Es war surreal”, erinnert sich Kubbany. “Alles lief in Zeitlupe ab. Ich dachte mir: Moment mal, das ist doch albern. Das ist ein Witz.”

Ob auch sie als Terrorist verzeichnet sind, können sie direkt auf der Liste des US Treasury Department nachlesen.

Nostalgie

Ich habe erst heute früh vom Tod von Brian Delp gehört. Anschließend erstmal die Boston CDs rausgekramt und angehört. Boston weckt bei mir ganz spezielle Bilder und Gefühle:

  • Mum und Dad sitzen auf der Couch und lesen, die “Third Stage” CD läuft und ich spiele auf dem Fußboden
  • September 1989, Urlaub in Griechenland, Peloponnes
  • September 1990, Urlaub auf Sardinien, speziell ein Ausflug von Palau aus ins innere der Insel
  • August 1995, Urlaub in den USA, Fahrt durchs von Great Basin vom Lake Powell über Cedar City zum Mono Lake

Und diese vier Bilder sind ganz eng mit Boston, den Eagles und Supertramp verbunden. Billy Joel habe ich erst später so richtig Lieben gelernt. Darum wirds im Laufe des Tages noch Retrospektiven über diese Bands geben.

You Choose ’08 – Der Youtube channel zur Präsidentschaftswahl

Noch 10 Monate bis zu den Vorwahlen und noch 10 weitere bis zu den Präsidentschaftswahlen 2008 und doch ist das Thema jetzt schon aktuell. Wer was wann wo und wie vor wem und warum gesagt hat, wird in diesem Wahlkampf nicht lange unkommentiert bleiben und als zum Nachweis der Aussagen gibts bei youtube einen eigenen channel zur Wahl. Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis die Kandidaten ihre Videos selbst auf youtube stellen.

via Robert und GoogleWatchBlog

John McCain ist auch dabei

John McCain, der Vietnam Veteran der Bush in den 2000er Vorwahlen lange Zeit auf den Fersen war, hat gestern seine Kandidatur für die 2008er Wahl angekündigt. Er würde im Falle eines Wahlsieges der älteste Präsident zu Beginn eines “First terms” werden. Sein größter Konkurrent für die Vorwahlen dürfte Rudy Giuliani sein. Beide Kandidieren für die Republican party.

Wer ist Barack Obama?

Barack Obama ist Senator des US-Bundesstaates Illinois und kandidiert für die Präsidentschaftswahl 2008. Wer Barack Obama wirklich ist, können wie bei jedem anderen Menschen nur die engsten Freunde und Verwandte sagen, einiges kann man aber aus den Einträgen der deutschen oder der englischen Wikipedia entnehmen. Da nicht jeder die Zeit oder Lust hat, dies zu lesen, versuche ich hier die wichtigsten Dinge zusammen zu fassen.

Barack Obama
Barack Hussein Obama wurde 1961 in Honolulu, Hawaii als Sohn zweier Studenten (Barack Hussein Obama Senior aus Kenia und Ann Dunham) gebohren. Als er zwei Jahre alt ist, liessen sich seine Eltern scheiden. Seine Mutter heiratete erneut (Lolo Soetoro aus Indonesien) und zog nach Jakarta, wo Barack die Grundschule besuchte. Mit 10 Jahren zog er nach Honolulu zu seinen Großeltern, wo er 1979 seinen Highschool Abschluß machte. 1982 starb sein leiblicher Vater bei einem Autounfall in Kenia, seine Mutter starb 1995 an Krebs. In seiner 1995 erschienenen Memoiren gibt er zu, in seiner Jugend Marihuana geraucht und Kokain genommen zu haben.
1983 machte er seinen Bachelor in “political science” mit einer Spezialisierung in “international relations”.
1984 arbeitete er ein Jahr bei dem Verlag “Business International Corporation” als Redakteur im Bereich Internationale Wirtschafts Informationen.
1985 ging er nach Chicago um bei einem kirchlichen non-profit Projekt als “Community Organisor” zu arbeiten
1988-1991 studierte er in Harvard Juristerei und schloss mit magna cum laude ab.
1990 wurde er als erster schwarzer zum “President of the Harvard Law Review” gewählt.
1991 ging er zurück nach Chicago und leitete einen Voter registration drive (zu deutsch: Bürgern, die nicht im Wählerregister stehen, dabei helfen sich zu registrieren), anschließend arbeitete er bei einer Bürgerrechts Anwaltskanzlei.
1993-2004 lehrte er Verfassungsrecht an der University of Chicago Law School
1996-2004 saß er im Senat des Bundesstaates Illinois
2004 wurde er mit 70% der Wählerstimmen in den US Senat gewählt
2007 am 10. Februar verkündete er, zur Präsidentschaftswahl 2008 antreten zu wollen.

Näheres zum weiteren Zeitablauf bis zur Wahl habe ich in diesem Artikel beschrieben.

Was hat nun Barack Obama in seinen bisher 11 Jahren als Abgeordneter gemacht?
In seiner Zeit im Senat von Illinois saß er in einem Gesundheitsausschuss und kämpfte für Gesetze, die Geringverdienern zugute kamen (Steuersenkungen, Zuschüsse für Krankversicherungen, AIDS Prävention). Desweiteren für ein Gesetz, damit Videoaufzeichungen bei Verhören bei Verbrechen, die die Todesstrafe nach sich ziehen können, verpflichtend wurden.
Die Washington Post beschrieb im Februar 2007 in einen Rückblick auf diese Zeit, daß er sowohl mit den Demokraten, als auch mit den Republikanern effektiv zusammenarbeiten konnte um parteiübergreifende Bündnisse zu schmieden.
Bei seinem Senatwahlkampf 2004 unterstützte ihn die “Fraternal Order of Police” trotz seiner Unterstützung von Gesetzen, gegen die sie waren, für seine “longtime support of gun control measures and his willingness to negotiate compromises” (Quelle: en.wikipedia.com).
Schon während des Aufmarsches der Truppen des USA wegen des Irak-Krieges, warnte er vor diesem “dummen Krieg”.

Landesweite Bekanntschaft erreichte Obama durch seine Rede auf der “Democratic National Convention” 2004, vor allem wegen seine Betonung der Einheit Amerikas.

Im Bundessenat schloss er wieder Bündnisse mit den Republikanern, um seine Gesetze vorwärts zu bringen. Anscheinend setzte er sich sehr für eine Reform des Einwanderungsrechts ein und gegen Landminen. Desweiteren wandte er sich gegen den Einfluß von Lobbisten im Öffentlichen Dienst und den Abgeordnetenhäusern. Er setzte sich auch für Umweltthemen ein, auch wenn eine klare Linie nicht erkennbar ist.

So, mir ists jetzt schon zu spät. Teil 2 mit einer Analyse seiner politischen und religiösen Ansichten kommt demnächst.
Gute Nacht!

Bildnachweis: en.wikipedia.org

Die NSA verbraucht 75 MegaWattStunden je Stunde

Das ist doch mal ein Satz, zum Einrahmen und übers Bett hängen. So schief hört er sich an und doch ist er wahr.
Der US-Geheimdienst, bekannt unter dem Namen “No such Agancy” oder für sein Abhörnetzwerk “ECHELON” bekommt Probleme mit der Stromversorgung. Durch die Zunahme an zu überwachenden Datenströmen und Ausweitung der Aufgaben und Befugnisse und damit einhergehender Technologischer Aufrüstung steigt der Stromverbrauch im Hauptquartier in Fort Meade stetig an. Momentan soll der Verbrauch zwischen 65 und 75 Megawatt-Stunden liegen und bis Ende des Jahres um 10 bis 15 Megawatt-Stunden steigen. Das ist in etwa der Stromverbrauch der 35.000 Einwohner zählenden Hauptstadt des Bundesstaates Maryland. Am 31.05.2001 nannte “The Nation” für den Stromverbrauch der NSA noch den Wert von über 3.500 Haushalten (ein Durchschnittshaushalt in Maryland war 2003 2,62 Einwohner groß), also rund 9.250 Einwohnern. Das wäre fast eine Vervierfachung des Stromverbrauchs in nur 5 Jahren. Und “The Nation” nennt auch einen Wert von fast 2 Millionen Dollar Stromkosten pro Monat.
Wäre die NSA ein ganz normaler Kunde bei ihrem Stromversorger bge, dann müssten sie 2007 einen durchschnittlichen Preis von 13,6965 Cent / 1kWh zahlen (Siehe arSCHES.doc. Das File heißt wirklich so). Da die NSA der größte Kunde von bge ist, nehme ich mal an, daß sie auch einen Sonderpreis bekommen. Nehmen wir einmal an, dieser läge bei 13 Cent / 1kWh. Nehmen wir desweiteren an, der Strompreis hätte sich seit 2001 nicht verändert. Nun kommen wir zu folgendem netten Zahlenspiel:
Im Jahr 2001:
2 Millionen Dollar im Monat / 13 Cent / 1kWh = 15384.615 kWh im Monat -> 15384.615 kWh entsprechen 9.250 Einwohnern -> 1.663 kWh je Einwohner je Monat

Im Jahr 2007:
65 mWh = 65.000 kWh -> Da diese 65.000 kWh nun 35.000 Einwohnern reichen sollen bedeutet dies etwa 1,9 kWh je Einwohner
75 mWh = 75.000 kWh -> Da diese 75.000 kWh nun 35.000 Einwohnern reichen sollen bedeutet dies etwa 2,1 kWh je Einwohner

Wow! Irgendwo ist da ganz massiv der Wurm drin!

Wenn man aber mal so tut, als würde die NSA pro STUNDE (!!!) 75 mWh verheizen, dann käme man auf einen Wert je Einwohner von 1542 kWh. Dann ist man von dem Wert vom 2001 gar nicht mehr soweit weg. Teilt man zB die 15384.615 kWh durch die 1542 kWh so käme man auf 9977 Einwohner und somit in den Bereich dessen, was an Ungenauigkeiten aus den Zeitungsberichten zu bedenken ist.

75 mWh/Stunde sind in 657 gWh/Jahr.
Nimmt man die vom schwächsten Deutschen Atomkraftwerk produzierte Energie, dem AKW Obrigheim mit 2.668 gWh pro Jahr, als Vergleichsmaßstab, so stellt man fest, daß die NSA ein Viertel dieser Energie fressen würde. Das ist echt ne ganze Menge *Kopfschüttel vor Verwunderung*

Barack Obama küdigt Kandidatur an

Heute hat Barack Obama seine Kandidatur für die US Präsidentschaftswahl 2008 angekündigt.
Ein spannender Wahlkampf steht uns nun bevor. Zuerst werden die Kandidaten eifriges “Fund raising” betreiben, dann von Januar 2008 bis Juni 2008 die Vorwahlen innerhalb der Parteien zu überstehen versuchen, um sich bei den jeweiligen National Conventions Ende August/Anfang September 2008 wählen zu lassen. Jede der beiden großen Parteien, die Demokraten und die Konservativen, werden jeweils einen Kandidaten aufstellen, der am 4.11.2008 um die Präsidentschaft kämpft. Dabei ist zu beachten, daß zum ersten mal seit 80 Jahren weder der Amtsinhaber noch der Vize-Präsident kandidiert.
Schärfste Konkurrentin von Obama aus dem eigenen Lager wird wohl Hillary Rodham Clinton sein. Es wird spannend zu sehen sein, inwieweit sich die Online-Wahlkampftaktiken der beiden unterscheiden. Beide haben schon fleissig Videos online gestellt (Hillary, Obama), beide haben einen “Blog” Button auf der Homepage, hinter dem noch kein Inhalt steht und doch hat Hillary in meinen Augen einen kleinen Vorsprung durch ihre “Conversation” Serie von Ende Januar. Sie hat dabei an drei aufeinander folgenden Tagen auf eMails von Bürgern in einem Online Video geantwortet.

Weitere Coverage zu diesem Thema wird folgen.