Ulrich Wickert hat vor 13 Jahren ein umstrittenes Buch namens “Der Ehrliche ist der Dumme: Über den Verlust der Werte” geschrieben und der Titel stimmt bis heute und gerade auch in der virtuellen Welt der Kommunikationsgesellschaft. Ein aktuelles Beispiel konnte ich hier im Blog gerade noch einmal verhindern.
Die Ursachen für Kommentar-Spam (können ggf übersprungen werden, wenn man sich mit der Materie auskennt )
Die Suchmaschinen stellen im WWW ja ein entscheidendes Tor zu Wissen und Geschäft dar. Die Internetangebote, die die Suchmaschinen auf der ersten Antwortseite einer Suchanfrage präsentieren, werden gewöhnlich am ehesten geklickt. Die Rangfolge und somit die Position im Suchergebnis wird ganz besonders an der Menge und der Qualität von Links auf die betreffende Seite bestimmt.
Eine ganze Branche kümmert sich inzwischen darum, Suchmaschinen zu manipulieren und Internetangebote ganz gezielt zu fördern, um diese auf die vorderen Plätze bei Suchanfragen zu bringen. Search Engine Optimizators (SEOs genannt) versuchen darum eigene Internetangebote zu erstellen, die eine Menge Links von möglichst hoher Qualität bekommen, um damit die Seiten ihrer Kunden mit hochwertigen Links beschicken zu können. Solche Angebote werden auch als Linkfarmen bezeichnet.
Blogs sind für SEOs aus mehreren Gründen interessant. Zum einen besitzen Blogs im Regelfall einen hohen Verlinkungsgrad und daher ausgehende Links aus der Sicht von Suchmaschinen eine hohe Qualität. Zum anderen bieten Blogs die Möglichkeit Kommentare abzugeben und somit die Möglichkeit von aussen Links in Blogs einzubringen, die aus dem Blog heraus zeigen. Dies ist aus Sicht der Blogger erwünscht, da sie durch die Links nachvollziehen können, wer da bei ihnen kommentiert. Als aber SEOs begonnen haben, Blogs mit sogenanntem “Kommentar-Spam” zu beschicken, haben die Blogger einen sogenannten “NoFollow” Tag in ihre Blogs eingebaut, der bewirkt, dass Links in Kommentaren von Suchmaschinen ignoriert werden. Dieses “NoFollow” findet man zB aber auch in der Wikipedia, damit nicht ständig Artikel mit Links nach aussen versehen werden, die einzig und alleine dem Zweck des SEO dienen. Nicht jeder findet das aber gut.
(Ab hier bitte wieder jeder lesen )
Ich habe hier zB gezielt das Plugin “Follow URL” installiert, damit Blogger für das Kommentieren auch belohnt werden, indem sie sich dadurch einen Link von meiner Seite aus erarbeiten. Damit bin ich aber auch für Kommentar-Spam anfällig. Automatischen Kommentar-Spam konnte ich durch einige Plugins inzwischen vollständig abwehren, um aber manuellen Kommentar-Spam auszufiltern, muss man jeden neuen Kommentar argwöhnisch begutachten.
Heute hat ein Mensch, der sich “Johannes” bezeichnet, zwei mal hier im Blog kommentiert. Kommentare von mir fremden begutachte ich natürlich besonders argwöhnisch und so ist mir aufgefallen, dass dieser Johannes bei den beiden Kommentaren verschiedene Hompages als die eigenen ausweist. Sehr verdächtig das! Im Impressum der beiden Seiten kann man auch schnell erkennen, dass hier ein SEO am Werke ist. HALLO??? Wie doof kann man sein, ausgerechnet an dem Tag, an dem ich zwei Blogs als Linkfarmen enttarnt habe, zu versuchen mir Kommentar-Spam unterzuschieben? Oder haltet ihr mich für so dermaßen Dumm, dass mir das nicht als Kommentar-Spam auffällt?
Also, liebe Leser, guckt doch mal bitte durch eure Kommentare, ob ein “Johannes” mit einer gmx E-Mail-Adresse bei euch einen kurzen, dummen, nichtssagenden, ein Zeilen, ein Satz Kommentar hinterlassen hat und löscht diesen doch bitte. Die Firma, bei der dieser Johannes arbeitet, heißt übrigens SOURCE und besitzt anscheinend eine ganze Reihe an Webseiten, die SOURCE im Namen tragen (Sou**e-shop, Partner-Sor**e, Sou**e-Werbemittel).
Btw, warum ist der Ehrliche der Dumme und der Unachtsame der Angeschmierte?
Der Ehrliche ist der Dumme, weil ich so ehrlich war und gebloggt hatte, dass ich das No-NoFollow Plugin einsetze. Somit brauchen die SEOs einfach nur in den Ping- und Trackbacks des Plugins gucken und schon sehen sie Blogs, in denen das Spamen lohnt. Der Dumme bin ich, weil ich mich jetzt mit solchen Heinis rumschlagen darf.
Der Unachtsame ist der Angeschmierte, weil Google die Zahl der Ausgehenden Links einer Seite in das Ranking mit einbezieht und bei zu vielen Ausgehenden Links die Seite abwertet. Somit wird also meine Seite durch Spam geschädigt, ganz unabhängig davon, dass euch als Leser der Spam stört.
Seit fast einem 3/4 Jahr liegt nun Marnem.de beim Webhoster 1blu. Inzwischen kann ich auf einige Erfahrungen mit dem Webhostingpaket “1blu-Homepage Professional” zurückblicken, die für potentielle Neukunden recht interessant sein dürften:
Das “verschieben” einer Domain von einem Ordner auf dem Webserver auf einen anderen dauert 1-2 Stunden. Will ich also, dass www.marnem.de auf dem Webserver nicht auf das Verzeichnis ∼/www/ sondern auf ∼/www/marnem/ zeigt, dauert das 1-2 Stunden. Bei goneo dauerte dies ca 5 Sekunden…
Das aktivieren einer E-Mail-Adresse dauert ebenfalls ca 1-2 Stunden. Bei goneo ist dieser Vorgang wieder sofort erledigt.
Aktiviere ich in einem Account mit ein oder zwei Domains eine weitere Domain (zB zusätzlich zu Marnem.de und Overdrive-Airhead.de noch Blogsprit.de), dann sind alle drei Domains für rund 2 Stunden nicht zu erreichen.
Das freigeben einer Domain dauert mehrere Wochen.
Die Webserver sind öfter mal überlastet, d.h. statt der gewünschten Seite bekommt man eine Fehlermeldung
Alles in allem, würde ich 1blu, zumindest mit diesem Hostingpaket nicht empfehlen. Goneo zeigt zB einige dieser Probleme nicht, ist wenn man mit 2 Domains auskommt 2,65 Euro im Monat billiger und bietet zusätzlich eine “Catch-All” Funktion für E-Mails. Ich bin mal gespannt, welche Probleme Goneo uns beschert.
Jonathan Green hat einen interessanten Vergleich zweier mir bisher unbekannter Videohoster gemacht. Beide Hoster bieten Dinge, die die üblichen Verdächtigen wie Youtube und Sevenload nicht haben.
Viddler zB bietet die Möglichkeit, zusätzliche Informationen während des Videos anzuzeigen. Desweiteren können User in das Video rein kommentieren, d.h. wenn bei Minute 2:30 was tolles passiert, so kann ich einen Kommentar so einstellen, dass er um 2:30 eingeblendet wird.
Blip.TV hingegen bietet hier nur herkömliche Kost, allerdings muss man sich hier nicht mit fizzeligem Briefmarkenkino zufrieden geben. Ein Video in so hohen Auflösungen wie hier habe ich noch nirgends anders gesehen.
Wie bereits erwähnt gibt es von MyMuesli so nette Widgets zum einbinden in die eigene Webseite. Widgets sind hier kleine HTML-Schnipsel, meistens Javascript, die man in den Quellcode der kopiert und die im Browser ein Bild anzeigen.
Die MyMuesli Widgets zeigen die Zutaten des Müslis und verlinken auf das entsprechende Müsli bei MyMuesli, so dass man es zB direkt bestellen kann. Nun habe ich aber noch kein Müsli bestellt, wie kann ich aber trotzdem ein entsprechendes Widget anzeigen? Der Code eines solchen Widgets sieht aus wie folgt (jede Zeile beginnt mit einer < und endet mit einer >): <script type="text/javascript" src="http://www.mymuesli.com/muesli-mix-embedd-js.php?mix=00000&name=Wakes+me+up&zutaten=81-81-49-39-89-&widget=1">
</script>
<noscript
a href="http://www.mymuesli.com/muesli-mix.php?mix=00000">
mymuesli "Wakes me up"
</a>
</noscript>
In der ersten Zeile steht das Javascript für die grafische Darstellung des Müslis. Hat ein Nutzer Javascript ausgeschalten bekommt er einen einfachen Link auf das Müsli angezeigt.
Das “mix=00000″ steht für die ID der Müslimischung. Diese ID bekommt man erst nach der Bestellung. Ich habe einfach 00000 gewählt, weil diese ID nicht vergeben ist. Klickt man auf den Link im Widget, wird einem angezeigt, dass es diese Mischung nicht gibt. “name=Wakes+me+up” gibt den Namen des Müslis an. Nach dem = einfach den gewünschten Namen eintragen, die Leerzeichen sind durch + zu ersetzen. “zutaten=81-81-49-39-89″ gibt die Zutaten an, die angezeigt werden. Die ID 81 steht zB für die Kokoschips.
Wie kommt man nun an die IDs für die eigene Mischung?
Am besten mischt man sich erstmal sein Wunschmüsli. Dann öffnet man den Seitenquelltext der Webseite, im Firefox durch STRG+U. Nun STRG+F drücken und den Namen der Basismischung eingeben und danach suchen lassen. Der erste Treffer ist im Quellcode für die Anzeige der Dose. Die Zeile sieht zB so aus: a href="#" onclick="xajax_js_del_zutat_obj('0',89);" title="Zutat entfernen!">Chocolate-Dream
Die 89 ist die ID für Chocolate-Dream. Die IDs für die anderen Zutaten kann man aus den Zeilen oberhalb im Quellcode erkennen. Will man eine Zutat zwei mal auftauchen lassen (so wie bei mir die Kokoschips), dann schreibt man die ID einfach zwei mal in die Javascriptzeile.
Fertig ist das Widget für das eigene Müsli.
Wie gesagt, hat man das Müsli erstmal bestellt und somit die ID der Müslis, dann trägt man diese einfach hier ein und schon wird der komplette Code zum einbetten angezeigt.
Wie bereits erwähnt, war Steffi übers Wochenende in Stuttgart bei ihren Großeltern und hat auch ihren Bruder besucht. Mit dem war sie heute zusamen auf der “Wasen“, der Baden-Württemberger Anfängerausgabe der Müchner “Wies’n”. Steffi ist begeisterte Fahrgeschäfte-Fahrerin und so ist sie mit einer Wasserrutsche und einem Kettenkarusell gefahren. In der Wasserrutsch konnte sie ihre Brille aufbehalten, im Kettenkarusell, das sich bis auf 55 Meter hochschraubt, musste sie diese absetzen. Um mir vorstellen zu können, wieviel sie wohl von der Umgebung erkennen konnte, habe ich nach einem Sehschärfe Simulator gesucht und auch einen gefunden:
In Teil I habe ich beschrieben, wie der Mensch bisher mit Content versorgt wurde. Hier soll es nun darum gehen, wie wir in Zukunft an unsere Nachrichten und Informationen kommen.
Die Frage ist nun, wie lässt sich aus den Artikeln in Blogs ein zeitungsähnliches Angebot entwickeln? Ein Angebot also, das mir zeigt, was in der Blogosphäre gerade als interessant erachtet wird? Dafür gibt es zB Dienste wie Digg die aus dem Verhalten der Blogleser auf die Relevanz der Inhalte schließen. Die Leser eines Artikels Voten gegebenenfalls für den Artikel und die jeweils 15 Artikel mit den aktuell meisten Votes werden auf der Startseite von Digg angezeigt.
Von der Idee her ist das der richtige Weg. Das, was viele interessant und wichtig erachten ist vielleicht auch für mich interessant. Ein durch und durch demokratisches System wird da angeboten. Wie das aber in demokratischen Systemen so ist, bestimmt die Mehrheit den Ausgang der Wahl, auch wenn dies vielleicht nicht meiner Wahl entspricht. Für das politische System eines Staates ist dies der richtige Weg, nicht aber für die Nachrichten, die ich lese, denn das Angebot von Digg bzw des deutschen Klons Yigg ähnelt meist mehr der Bildzeitung, als der Süddeutschen.
Aus einer Diskussion auf F!XMBR bin ich auf die Idee gekommen, dass man Digg mit social networks mischen sollte. Die Idee ist, dass mir die Meinung mancher wichtiger ist, als die Meinung anderer. Man würde also wie bei Digg Artikel voten, zusätzlich aber eine Art Friendlist pflegen und deren Votes würden mehr wiegen als die des gemeinen Users. Mit der richtigen Gewichtung der Friendlistvotes bekäme man somit eine individuelle Übersicht über die Artikel der Blogosphäre, bei der Themen, die furchtbar viele Leute wichtig finden auftauchen, aber auch Themen, die vielleicht nur wenige, dafür mir wichtige Menschen für gut erachten.
Was haltet ihr von der Idee, einer individuellen “Blogzeitung”?