Bei WWM mal wieder etwas Interessantes gelernt, das auf den zweiten Blick weniger überrascht, als auf den ersten. Der Kriegstreiber George Walker Bush ist am 6. Juli 1946 geboren, am selben Tag wie Rambo Sylvester Stallone. Dies ist ja bekanntlich nicht die einzige Gemeinsamkeit der beiden: Beide sind zB in Afghanistan einmarschiert.
Interessant ist auch, dass Stallones Geburtstag in der englischen Wikipedia mit 8. Juli angegeben wird.
Vor 7 Wochen hatte ich bereits darüber geschrieben, dass sich die Autorin (Ellis Kauth) und die Zeichnerin (Barbara von Johnson) des Pumuckl vor Gericht darüber streiten, ob der Pumuckl eine Freundin haben darf. Konkret geht es darum, ob ein von Johnson initiierter Malwettbewerb, bei dem Kinder eine Freundin für Pumuckl zeichnen sollten, rechtens war. Das Gericht hat dies bejaht, allerdings auch beschränkt:
Allein durch die Zeichnung werde den Pumuckl-Geschichten keine neue Episode hinzugefügt, betonten die Richter
Ich liebe die Tour de France. Diese Jahr wird die 15te Tour gefahren, die ich gebannt vor dem TV verfolgen werde.
Ich habe den tragischen Tod von Fabio Casartelli “miterlebt”, die verkürzte Bergetappe die Bjarne Riis 1996 zum Sieg verhalf und natürlich auch Ulles Sieg 1997. 1998 wurde mir mit dem Festina-Skandal zum ersten mal seit Ben Johnson die Dopingproblematik richtig bewusst. Seitdem gibt es keine Tour ohne die üblichen Interviews mit ehemaligen oder verletzten Sportlern über das Thema Doping.
Mich persönlich kotzt das Thema an. Dermaßen!
Doping ist ein Verbrechen, keine Frage. Wer dopt, soll bestraft werden.
Allerdings muss auch mal gut sein. Solange die Schuld eines Sportlers nicht bewiesen ist oder gegen ihn keine Indizien vorliegen, sollte man davon ausgehen, dass er sauber ist. Falls dann aber Indizien gefunden werden, sollte schnell reagiert und ermittelt werden.
Es kann doch nicht sein, dass wir seit 10 Monaten über das Thema Ulrich und Basso sprechen müssen, wobei außer Indizien immer noch nichts gegen sie vorliegt. Auch bei Floyd Landis, der schon vor 9 Monaten durch eine A- und B-Probe des Dopings überführt wurde, tut sich nichts und er darf sich noch Tour-Sieger nennen. Das ist doch alles Kasperletheater!
Mein Tipp an den UCI:
Wer in einem Pro-Tour Rennen starten will, muss eine Blutprobe zwecks evtl DNA-Vergleichs abgeben.
Nach jedem Rennen wird von jedem Teilnehmer eine Urin-Probe genommen. Diese werden Stichprobenhaft auf Doping getestet. Falls bei einem Fahrer Doping festgestellt wird, werden rückwirkend alle Proben der letzten 12 Monate getestet, um nachzuweisen, seit wann der Fahrer dopt.
Nach jedem Rennen werden Stichprobehaft Blutproben genommen und ausgewertet. Diese Blutproben werden für mindestens 5 Jahre für evtl Nachkontrollen aufbewahrt.
Bei mehrwöchigen Rennen wie der Tour, dem Giro oder der Vuelta muss sichergestellt werden, dass jeder Fahrer mindestens 2-mal kontrolliert wird.
Trainingskontrollen müssen mindestens 1 mal im Monat an 12 Monaten im Jahr durchgeführt werden. Und das bei jedem Fahrer ab der Teilnahme am ersten Pro-Tour Rennen bis zum Karriereende
Falls ein Fahrer des Dopings überführt wurde, werden alle vorhandenen Blut- und Urinproben aus der Vergangenheit überprüft. Sämtliche Start- und Preisgelder, die der Fahrer in Zeit seit der ersten positiven Probe bekommen hat, werden in doppelter Höhe als Strafzahlung vom Fahrer an die Wada abgeführt. Sämtliche Preisgelder, die das Team des Fahrers in dieser Zeit aus Rennen, an denen der Fahrer beteiligt war, eingenommen hat, werden vom Team an die Wada abgeführt. Sämtliche Titel, Siege oder Preise aus dieser Zeit werden sowohl dem Fahrer als auch jedem Fahrer des Teams aus Rennen, an denen der gedopte Fahrer Teilgenommen hat, aberkannt
Die Kosten der Dopingproben werden aus den Strafzahlungen gedopter Fahrer und deren Teams finanziert.
Werden neue Prüfverfahren bekannt, werden vorhandene Proben rückwirkend Stichprobenhaft überprüft
Ich kann nachvollziehen, dass die Fahrer das nerven würde und auch, dass Fahrer die sauber sind sich zu Unrecht überprüft fühlen. Andererseits haben sie so aber auch die Sicherheit, dass sie durch dopende Fahrer nicht um den Sieg gebracht werden und auch nicht mehr zu Unrecht von den Medien verdächtigt werden.
So! Und hört mir jetzt endlich mit dem Thema Doping auf! Wenn ich lese, das Jens Voigt in eine Sportsendung eingeladen wird, dann erwarte ich auch, dass er zu seinen sportlichen Leistungen befragt wird und nicht 15 Minuten lang, ob er glaubt ob Fahrer A, B und C heute, gestern, vor fünf oder vor zehn Jahren gedopt hat!
Ich habe Fertig! *Steht auf und geht wutentbrannt ins Bett*
Der Mensch giert nach Nachrichten und Informationen. In früheren Zeiten überbrachten Reisende die Nachrichten, dann kam der Buchdruck und in der Folge die Zeitung, im 20.Jahrhundert folgten der Rundfunk in Radio und TV. Über die Jahre hat sich so der Zugang zu Informationen diversifiziert und das Angebot ist drastisch gewachsen. Reisende kamen nur unregelmäßig und auch dann selten mehr als eine Gruppe zu einem Zeitpunkt, Zeitungen gab es zu Anfang nur eine und etwas später wenige zur Auswahl. Mit dem Radio und Fernsehen war es ähnlich, zu Beginn gab es einen Sender und nach und nach wurden es wenige mehr. Trotz allem ist das Informationsangebot der Kohlenstoffwelt (Danke für den Begriff, mark793) überschaubar. In einem Zeitschriftenladen liegen vielleicht 15 Tageszeitungen aus, Radiosender gibt es je nach Region vielleicht 20, Fernsehsender rund 30. Das Angebot ist dabei jeweils nur Zeitweise verfügbar, einmal gesendetes ist für den Nutzer nicht mehr zugreifbar und jeweils nur die tagesaktuelle Ausgabe im Handel.
Das alles hat sich mit dem Internet geändert. Zeitungs-, Radio und Fernseharchive sind für jedermann Online zugängig, und die Anzahl an Sendern ist explodiert. Auch sind nicht mehr nur regional begrenzte Medien zugänglich, sondern auch die Zeitung aus dem Nachbarland. Dazu kommt auch noch das nahezu unendliche Angebot an Webseiten, Foren und Blogs. Wie soll man aus diesem Wust an Angeboten wählen, wie das gewünschte finden?
In der Frühzeit des Internets, also vor rund 12-15 Jahren behalf man sich mit Linklisten und Directories. Menschen legten Verzeichnisse der ihnen bekannten Webseiten an, sortierten sie und ordneten sie ein. Diese Einordnung fand einmalig statt, Tagesaktuelle Texte oder ein Wandel des Angebots wurde meist nicht beachtet.
Heutzutage werden Webseiten und Blogs automatisiert von Spidern und Webcrawlern erfasst und uns über die bekannte Suchmaske zu Verfügung gestellt.
Suchmaschinen haben gegenüber der Tageszeitung aber einen gewaltigen Nachteil: Ich muss Wissen, was ich will, um zu finden, was ich suche.
… empfindet man bei den Filmen von Quarks und Co. Die Videos zeigen Aufnahmen einer Hochgeschwindigkeitskamera, die auf Allerlei Gegenstände gerichtet war, als diese Zerstört wurden. Man darf zB beobachten, wie eine Glaskugel aus dem freien Fall am Boden zerschellt oder eine Tomate von einem Bleistift durchbohrt wird. Die Videos findet man hier.
“Die Politik vernichtet den Rechtsstaat”
So warnt Prof. Peter-Alexis Albrecht, Strafrechtler an der Uni Frankfurt, in einem Interview von Frontal21.
Das Interview kann man sich in der ZDFmediathek ansehen.
Wortlaut des Interviews
Frontal21: Herr Professor Albrecht, was für eine Entwicklung in dem Bereich Prävention sehen Sie, wenn Sie die Veränderung in der Strafprozessordung bei Gesetzen, die der inneren Sicherheit dienen sollen, in den letzten Jahren betrachten?
Prof Albrecht: Die Gesellschaft vergibt das wichtigste was sie hat, nämlich das Recht. Die Demokratie lebt vom Recht. Das Recht hat Stärke zu beweisen, dass ist das, was unser Staat und unsere Gesellschaft hat und vorzuweisen hat. Und das wird aufgegeben. Wir wandeln uns von einer Rechtsgesellschaft in eine Sicherheitsgesellschaft und das geht über den Apparat der Militarisierung und das ist das Bedrohliche.
Frontal21: Nun wird ja immer wieder gesagt, die terroristische Bedrohung sei so groß, das wir jetzt neue Maßnahmen wie Rasterfahndung und die Online-Durchsuchung brauchen, dass jeder Passinhaber, also jeder, biometrisch Vermessne, also für die Fahndung erfassbar ist. Was heißt das für den Rechtsstaat, wenn wir präventiv jeden verdächtigen?
Prof Albrecht: Der Rechtsstaat ist mitten drin in der Auflösung, weil es eine Herstellung von Sicherheit in dem Maße, wie es der Politik vorschwebt nicht gibt. Wenn man diese Sicherheit herstellt, hat man die Staatssicherheit und die haben wir in der DDR abgeschafft und nun bekommt die Bundesrepublik noch ein schlimmeres, als das was abgeschafft wurde. Das ist ein Wahnsinn der die Politik im Grunde beherrscht, die Politik sucht nach Mitteln um zu zeigen, was sie kann und dabei vernichtet sie den Rechtsstaat und das ist im Grunde das Verbrechen.
Frontal21: Wie vertragen sich die Maßnahmen zur Gefahrenabwehr, die seit vielen Jahren in die Länderpolizeigesetze einfließen, mit den Grundsätzen, die das Bundesverfassungsgericht 1983 beim Volkszählungsurteil und 2004 beim Urteil zum großen Lauschangriff getroffen hat?
Prof Albrecht: Die Staatsgewalten spielen verrückt in unserer Gesellschaft. Die Exekutive hat eine derartige Dominanz, dass diese paar Richter in Karlsruhe im Grunde an die Wand gedrückt werden. Und das ist der echte Verfassungsbruch. Das die Politik sich nicht daran gewöhnt, wenn das Verfassungsgericht eine Aussage macht, sich daran zu halten, sondern das Ding umzudrehen. Nehmen sie das jetzt mit dem Beispiel des Luftsicherheitsgesetzes. Nachdem das Verfassungsgericht die Menschenwürde an erste Stelle gestellt hat, kommt Herr Schäuble mit dem Konterbegriff eines “Quasi Verteidigungsfalles”. Daran sehen sie wieder, dass die Militarisierung uns alle in den Strudel reißt und das Recht vernichtet.
Frontal21: Gerichte wie der Bundesgerichtshof oder auch der wissenschaftliche Dienst des Bundestages sagen ja immer wieder, die Gesetzesvorhaben, die jetzt geplant sind, Vorratsdatenspeicherung, Online-Durchsuchung, sind kaum mit der Verfassung in Einklang zu bringen. Wie bewerten sie den Versuch der Politik in diesem Spannungsfeld etwas durchzusetzen, was Gerichte und Wissenschaftler als verfassungswidrig ansehen?
Prof Albrecht: Das ist die Allmacht der Exekutive, die Exekutive gewöhnt sich daran alles zu schlucken in unserem Staat. Das Recht, die Legislative und auch alle Prinzipien der Verfassung. Und das ist eine neue Entwicklung, eine neue Qualität, die dem besonnenen Bürger und dem Rechtslehrer große Sorge macht, denn wenn die Politik das Recht verliert, dann verliert sie ihre Berechtigungsgrundlage, ihre Legitimation und dann spielt nicht mehr das Recht die Rolle auf der Welt, sondern das Recht des stärkeren und da sollten wir uns nicht beteiligen, das müssen andere machen.
Frontal21: Die Daten jeder Festplatte und alle Telefonate sollen polizeilich und für die Geheimdienste benutzbar sein. Wie schwer wiegt dieser Eingriff? Was bedeutet das für unsere Verfassung?
Prof Albrecht: Die moderne Welt kennt viele Formen der Unfreiheit. Schon Feuerbach [? Name recht unverständlich] hat gesagt, man könnte eigentlich 80% der Bevölkerung in Ketten legen, das wäre besser. Und dann hat er ein neues Strafrecht erfunden. Und so ähnlich sind wir heute dran. Vor einer scheinbaren Gefahr soll die Gesellschaft ihre gesamte Freiheit aufgeben. Und das ist eine Umkehrung dessen, was uns eigentlich unser Leben und unsere Demokratie wert ist. Diese Freiheitsaufgabe ist gleichzeitig der Sicherheitsstaat und damit geht die Sache über die Wupper.
Ich mag das ZDF.
Ich gucke gerne ZDF.
Aber warum müssen vor einer Vorabendsendung acht (8 !!!!) Werbespots in Folge sich nur um das Thema Gesundheit drehen? Gegen Venenleiden, Hautstraffen, Abwehrkräfte, Nahrungszusätze, Anti-Korrodierende-Reinungsmittel für die dritten Zähne, etc. Der KOMPLETTE Werbeblock nur Werbung, der als Zielgruppe nur Menschen über 50 hat.
Kein Wunder, dass junge Menschen das ZDF meiden….
[edit] Inhalt des Werbeblocks während der Sendung:
Zahnpasta, Pflanzendünger, Apotheken Umschau, Arznei für schönere Haut, Yogurt-drink, Haar-Tönungscreme, Schlaftabletten, Waschmittel, Optiker, Staubsauger