Das neue Internet Tablet Nokia N810 ist erschienen

Super!
Da hab ich einfach zu lange an meinem Artikel rumgetippselt, da ist das N810 auch schon da :wall:

Nokia N810
Nokia N810
Nokia N810
Nokia N810
Nokia N810
Nokia N810

Bilder von Rob Greene (atmaspheric | endeavors)

Also:

  • GPS scheint drin zu sein
  • Slider mit Tastatur auch
  • Die Kamera fix nach vorne ausgerichtet -> Platzersparnis in Tiefe
  • Die drei Buttons „Home“, „Escape“, „Menu“ sind auf der Vorderseite, allerdings nicht mehr so prominent abgesetzt
  • Der Standfuss ist weiterhin an Bord (Yuhuu!!)
  • Stereo-Lautsprecher an den Seiten angebracht-> Platzersparnis in Breite
  • Anscheinend kein Stylus mehr!!!, zumindest keiner erkennbar erkennbar
  • Kein Hinweis auf Telefoniefunktion außer Skype

Ergo: GEIL, GEIL, GEIL

Wer bietet mir noch 200 Euro für mein N800?

Flitzebogen


Gespannt wie genau dieser starre ich schon den ganzen Tag auf den Jaiku Ticker von ThoughtFix. ThoughtFix ist in SanFrancisco auf dem Web 2.0 Summit, auf dem vermutlich das neue Nokia N810 vorgestellt wird.

Hinweise:

  • Das N800 kostet bei Amazon neu nur noch 252 Euro.
  • Eine Pressemitteilung kündigt für den 23.Oktober „IDJ RADIO“, einen Musik Streamingdienst an. Auf der zugehörigen Party will Nokia MOSH promoten und das neue Nokia N810 Internet Tablet zeigen.

    The party, co-sponsored by Island Def Jam Music Group, mSpot and Nokia, will showcase IDJ Radio, along with Nokia’s mobile sharing service MOSH and the new Nokia N810 Internet Tablet.

    Warum sollte Nokia aber das N810 ab 23.10 ausstellen, wenn sie es zuvor noch nicht angekündigt haben??

My Guess:
Nokia wird heute das N810 vorstellen und ab morgen verkaufen. Damit kommt es dann auch rechtzeitig zur Veröffentlichung der Quartalszahlen Q3/2007 morgigen Tag.

Wie wird das N810 aussehen und was wird es können?

Nokia N800 Nachfolger?

Ich tippe darauf, dass das N810 weiterhin ein reines Internet Tablet bleibt, also kein GSM oder UMTS haben wird. WLAN, Bluetooth, 1-2 Speicherkartenslots sind sicher, ebenso Webcam, Stereo Lautsprecher und ein Microphon. Am Arbeitsspeicher und am Prozessor wird sich nur wenig bis gar nichts ändern, einfach um die Laufzeit bei weiterhin 7 Stunden zu halten.
Zusätzlich wird es aber ein eine Hardware Tastatur auf einem Slider geben, d.h. ähnlich zu den Bildern vom Juli, außerdem ein GPS-Modul, so dass es zum Navi (ähnlich dem N95) wird. Ein entscheidender Unterschied zu dem Bild wird sich aber in bezug auf die Tasten ergeben. Ich glaube zwar, dass das Steuerkreuz auf dem Slider landen wird, allerdings werden die „Home“ und „Escape“ Tasten, ebenso wie der „Menu“-Button weiterhin auf der Oberseite neben dem Display bleiben.

Auch wird die neue Version des Betriebssystems Chinook erscheinen, die es unter anderem ermöglichen wird, dass nach einem OS Upgrade die installierten Programme erhalten bleiben. Allgemein wird das Installieren von Programmen übersichtlicher werden.

Preislich wird das N810 wie gehabt 399 Euro kosten, aber von der Vermarktung und der Zielgruppe deutlich mehr den „Mainstream“ ansprechen.

Was ich mir wünschen würde?

Ein Hardcover wie beim Nokia 770 und eine Trageschlaufe, damit man beim Handling und Transport des N810 deutlich weniger Angst wegen Beschädigungen haben muss.

Ruhe im Bau

In den letzten Tagen ists hier im Blog ja etwas ruhiger und vermutlich wird das auch diese Woche noch so sein. Der Grund sind, wie vor einer Woche angedeutet, meine Diplomprüfungen.

Heute war die erste und hatte „Systemnahe und Technische Informatik“ zum Thema. Die Diplomprüfungen sind bei uns ca 30 minütige mündliche Prüfungen über individuelle, nach einem komplizierten Schlüssel zusammengestellte, Kombinationen verschiedener Vorlesungen.
In meinem Fall ging es heute um Rechnernetze, Verteilte Systeme und Mobilkommunikation (Physikalische Grundlagen, GSM, GPRS, UMTS, WLAN, WiMAX, DVB). Etwas über 1100 Seiten Stoff mit weit über 100 Abkürzungen (Zitat aus der Prüfung: „Das MS nimmt via Luftschnittstelle in einem slotted Aloha-Verfahren Kontakt zu einer BTS auf, welche via BSC und dem VLR eines MSC die TMSI überprüft…“).
Gelohnt hat sich der Aufwand, denn eine grandiose 1,3 ist als Note heraus gesprungen.

Nummer 1 von 4 erledigt, ich liege absolut im Plan 😀

Nummer 2 steht kommenden Montag an. „Programmierung und Theoretische Grundlagen“ wird Professor Bry prüfen und dabei auf den Stoff von Markup-Sprachen und semi-strukturierte Daten, Übersetzerbau: Abstrakte Maschinen und Objektorientierte Software-Entwicklung zurückgreifen. Es sind zwar „nur“ rund 650 Seiten, dafür sind aber auch 300 Seiten Skript von Prof Bry und da kann es durchaus passieren, dass man mal ne Stunde pro Seite braucht, weil Inhalt ohne Ende drinsteckt…
Nicht ohne Grund habe ich aber auch fast jedes Semester eine Vorlesung bei ihm bzw seinem Lehrstuhl gehört, eine Vorlesung als Tutor betreut und mein „Fopra“ (Fortgeschittenen Praktikum) bei ihm gemacht. Auch meine Diplomarbeit wird vom PMS-Lehrstuhl betreut, einfach weil er und seine Leute gute Arbeit machen.
Hoffentlich bin ich nächste Woche auch gut genug, um die Lobeshymnen fortsetzen zu können…

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen

Und das gilt selbst für den Visa-Abholer…

Wie ich bereits erwähnte werden meine Eltern mit einem befreundeten Ehepaar und mit einer meiner Tanten und deren Mann für fünf Wochen nach Nepal fahren. Fünf Wochen Wandern und Bergsteigen, abseits jeder Strom- oder Telefonleitung, quer durchs Himalaya. Das wird sicher ein großes Abenteuer, wäre aber absolut nix für mich. Ich bekomm ja schon nen Rappel, wenn ich mal wenige Tage nicht ins Netz komm, fünf Wochen sind da undenkbar…

Vor dem „Urlaub“ (wetten, dass die kaputter zurück kommen, als sie losgefahren sind?) steht aber der Papierkram. Ich bin also Dienstag zum nepalesischen Konsulat losgetigert und war dann baff, wie das ablief. Eine „normale“ Anwaltskanzlei, 5 Minuten warten, 10 Minuten dem Honorarkonsul zugucken, wie er den Papierkram der vier durch mich beantragten Visa durchsieht, 5 Minuten für das Eintragen der Visa in die Reisepässe und schon war ich wieder raus. Hat allerdings auch 40 Euro pro Visa gekostet, aber bei der Geschwindigkeit werde ich mich nicht beschweren. Ein Auto bei der Kfz-Stelle anzumelden kostet locker das doppelte oder dreifache und man muss Ewigkeiten im Wartesaal verbringen…

An der Tram-Haltestelle fragte mich dann eine ältere Dame (ca 65-75 Jahre alt) über mein Handy aus („“Hat das ne Uhr? Und nen Wecker? Und wie laut ist der?) und was es ohne Vertrag („Ich hab ja nur Prepaid“) kosten würde. Bis zu diesem Zeitpunkt ein „relativ“ normales Gespräch. Als sie dann aber damit anfing, mir über einen Bericht aus der „New York Times“ zu erzählen, den sie am Tag zuvor gelesen habe, in dem beschrieben wurde, wie die Telefonbuchfunktion unser Gehirn verändern würde, da wir uns ja keine Nummern mehr zu merken hätten, fing ich an, mich zu wundern. Als die Trambahn hielt, sprachen wir gerade über das Glenbow Museum in Calgary, Canada und dessen weltberühmte Mineralogische Abteilung (Puuh, Danke Prof Weber-Diefenbach für das Erwähnen dieses Faktums)…

Unfall Gabelsberger- Ecke Arcisstraße

Nicht mal zwei Stationen später war die Trambahnfahrt aber schon vorbei, denn ein BMW und ein Taxi trafen sich zur gemeinsamen Zerstörung einer Ampel. Ob es verletzte gab, weiß ich nicht, allerdings waren die anwesenden Feuerwehler schon interessiert am Zustand des Taxis, also denke ich mal, dass nichts wirklich schlimmes passiert ist.

Unfall Gabelsberger- Ecke Arcisstraße - BMW
Unfall Gabelsberger- Ecke Arcisstraße - Taxi


BMW Z3 - Greenpeace

Die Trambahngleise waren unpassierbar, weshalb der Trabahnführer (Trambahnfahrer?) uns „rauswarf“ und ich bis zum Kurfürstenplatz zu Fuß weiter lief. Dabei viel mir (vor einem Trachtenladen…) ein schwarzer (dunkelblauer? Ich habs nicht so mit der Unterscheidung dieser beiden Farben) BMW Z3 auf. Die verchromten Lufteinlässe fand ich ja „oachan“ (im Sinne von seltsam und unpassend und nicht im Sinne von Eiche) genug, aber ein „Greenpeace“-Zeichen aber dann definitiv lachhaft.

Mit dem N800 per UMTS ins Netz


Schon auf dem Bloggertreffen vor einer Woche war das Fehlen von UMTS im Nokia N800 Internet Tablet einer der größten Kritikpunkte, den ich zu hören bekam. Auch in den Reaktionen bei Robert auf mein erstes N800 Video wurde dies bemängelt. Ich kann das nicht ganz nachvollziehen, da ich beim Kauf meines Handys bereits für UMTS bezahlt habe.

Ich hab mich heute mal hingesetzt und ein Video erstellt, in dem ich zeige wie schnell und einfach man über Bluetooth eine Verbindung zwischen dem Nokia N800 und einem Handy herstellt und damit per UMTS ins Netz kommt. Die einmalige Konfiguration dauert keine fünf Minuten, bei der normalen Verwendung ist man in deutlich unter einer Minute im Netz. Dem mobilen Bloggen steht also nichts im Wege.

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Tarife, Verträge, Sonderkonditionen, Mindest- und Vertragslaufzeiten

Puuuh, die Welt ist kompliziert, wenn man die Sphären der normalen Welt verlässt und sich in die Niederungen der Kommunikationsverträge begibt…

Aktuell habe ich einen QDSL-Vertrag (Flatrate OHNE Telefonanschluss, 29 Euro) und einen Genion Duo Vertrag (zwei Handys mit Homezone als Festnetzersatz für 20 Euro Grundgebühr). Nun läuft Anfang nächsten Jahres die Mindestlaufzeit des QDSL-Vertrags aus und da wir evtl im nächsten Jahr umziehen wollen könnten und ich bei QDSL wohl die Anschlussgebühr in Höhe von 59 Euro und einen neuen 24-Monatsvertrag abschließen müsste, habe ich mich heute mal auf dem DSL-Markt umgesehen.

Selbst für mich, der sich einigermaßen auf dem glaubte, ist der DSL-Markt ein kaum zu durchschauender Dschungel. Da gibt es zum einem mal die technischen Unterschiede zwischen SDSL, ADSL, ADSL2+ und VDSL2, wobei SDSL nur bei QSC (QDSL) und VDSL2 nur bei der Telekom (T-Home) verwendet wird. ADSL Leitungen kommen von Telekom, Arcor, Telefonica, HanseNet während ADSL2+ von Telekom, Arcor, Telefonica und QSC kommen. Zig Anbieter mieten nun Leitungen von einem oder mehreren dieser Anbieter und vermieten sie weiter, so läuft Alice Light und fun über die Leitungen von Telefonica oder HanseNet, während Alice Deluxe und Complete über Telefonica oder QSC laufen. Manche Angebote bieten DSL und man muss zusätzlich eine Telekom-Anschluss buchen, manche bieten DSL und Telefon aus einer Hand zT sogar mit Handy und bei anderen gibt es DSL ganz ohne Telefon…

Von Spielereien wie der Kombination des Handyvertrags mit dem DSL etc will ich gar nicht erst anfangen zu überlegen, denn O2 bietet jetzt zwar auch DSL an (man siehe links unter Taschengeld), aber 35 Euro für eine 4 MBit Leitung mit „nur“ 256 kBit Upload, Phoneflat die „nur“ vom am Router angeschlossenen Gerät funktioniert ist mir als Online-Junkie zu riskant, denn wenn O2 mich dann ärgern wollen würde, wären ja alle meine Leitungen tod…
Zusammen mit einem PC, der eingehende Gespräche annimmt und per Festnetz-Flatrate weitervermittelt hätte man so aber eine deutschlandweite Handyflat, die als Genion L schon alleine 35 Euro kostet…

Daraufhin hat man „halt ein bisschen mitgehört“

Als ich gerade die Liste der Blogger auf den neuesten Stand gebracht habe, die auf mein Vorratsdatenstöckchen geantwortet haben, bin ich auf einen interessanten Beitrag im Taxi-Blog gestoßen.
Zur Vorgeschichte:
Im Juni 2006 wurde Frauke Liebs aus Paderborn entführt, ihre Leiche wurde im Oktober 2006 gefunden.

Der Taxi-Blog Autor schreibt:

Vor einigen Wochen war ich mit dem Taxi im Raum Nieheim unterwegs. Dabei habe ich mit meinem Chef telefoniert und war offensichtlich in der gleichen Funkzelle angemeldet, die im Zusammenhang mit der Ermordung von Frauke Liebs noch unter Überwachung stand. Daraufhin hat man “halt ein bischen mitgehört”. Später (man hatte inzwischen erkannt, daß da Taxifahrer kommunizieren) hat man dann auch direkt bei Cheffe angerufen und ein paar Fragen zu den Fahrgästen gestellt.

In einer Pressemitteilung der Polizei Paderborn kann man lesen:

Die Auswertungen der Telekommunikationsdaten haben die Ermittlungen bereits kurz nach dem Verschwinden der jungen Frau aus Paderborn in den Raum Nieheim geführt. Beim ersten Handykontakt war das Handy von Frauke Liebs in einem Mobilfunkmasten bei Nieheim-Entrup eingebucht. „Diese Erkenntnis war für die Ermittlungen von Anfang an wichtig“, erklärt Ralf Östermann mit dem Hinweis, dass schon damals auch die Öffentlichkeitsfahndung in den Bereich gelenkt wurde. Da aber die nachfolgenden Handykontakte aus dem Raum Paderborn kamen, konnte der Fahndungsraum bis zum Ergebnis der Fallanalyse nicht weiter eingegrenzt werden.

Hier die Abdeckung des Mobilfunkmastens Nieheim-Entrup, die die Polizei mit der Pressemitteilung veröffentlichte:
Fahdungsraum, in dem das Handy aufgetaucht ist

Ich setze mal voraus, dass die Angaben des Taxi-Blogs richtig sind, d.h. das die Polizei durch das Telefonat des Taxifahrers auf ihn aufmerksam wurde und nicht etwa durch eine Anfrage in der Taxi-Zentrale, welche Taxis in der fraglichen Gegend waren. Das macht mich dann etwas stutzig. Da wird also eine Frau entführt und schon kurz nachdem die Vermisstenanzeige bei der Polizei eingeht, fragt diese beim Telekommunikationsanbieter nach dem Standort des Handys und setzt anscheinend eine Überwachung an. Soweit, so vernünftig und nach meinem Rechtsempfinden im Rahmen. Dass nun aber anscheinend auch gleich die Daten aller anderen in dieser Funkzelle eingebuchten Handys an die Polizei weiter gegeben werden, halte ich dann aber doch für äusserst fragwürdig.
Die Polizei argumentiert zwar wahrscheinlich, dass Aufgrund der Verbreitung von Handys davon ausgegangen werden kann, das auch der Entführer ein Handy habe und dieses dann ebenso eingebucht sein könnte und somit der Täter potentiell erfasst sein würde. Sieht man sich aber den Bereich der Funkzelle an, der in Betracht kommt und erkennt, dass alleine die Stadt Nieheim über 7000 Einwohner zählt, so wird offensichtlich, dass hier die Grenze deutlich überschritten ist. Darüber, dass wir in Deutschland ja vier abzuhörende Mobilfunkunternehmen haben, deren Funkzellen unterschiedliche Bereiche abdecken und somit um ein potentielles Täterhandy zu erfassen deutlich mehr Funkzellen überwacht werden müssten, will ich gar nicht nachdenken. Allerdings auch nicht darüber, dass die Polizei evtl nur den Mobilfunkbetreiber von Frauke Liebs überwachen lies…

Die Tatsache, dass die Polizei Augenscheinlich nicht nur die Daten der Handybesitzer abgefragt, sondern diese auch noch Abgehört hat, setzt dem ganzen die Krone auf.

Diese Vorgänge gehören aufgeklärt und ich hoffe inständigst, dass die Geschichte des Taxi-Blogs nur ein Missverständnis ist! Etwas anderes möchte ich mir gar nicht vorstellen…

via politblog