Telefonica, O2, Telecom Italia, HanseNet, Alice und QSC

Die Telefonica schon seit 2006 das zweit größte Mobilfunkunternehmen Europas. Uns Deutschen fällt das aber nicht auf, denn in Deutschland ist die Telefonica im Mobilfunkmarkt unter dem Namen O2 bekannt und damit der kleinste der vier Mobilfunker. Unter dem eigenen Firmennamen tritt sie in Deutschland nur im Internetzugangsgeschäft und auch dort nicht im Endkundenbereich auf.

Diese Telefonica hat sich mit einigen italienischen Unternehmen die Telecom Italia gekauft. Der Telecom Italia wiederum gehört das Unternehmen HanseNet, dass wir unter dem Produktnamen Alice kennen. Alice ist inzwischen Deutschlandweit verfügbar, aber da HanseNet nicht überall mit eigener Technik vor Ort ist, stützen sie sich schon lange auf die Technik von Telefonica und von QSC. Somit ist die Telefonica nun auch im Endkundengeschäft mit einer starken Marke tätig.

Die Frage, die sich mir nun stellt: Wie lange braucht die Telefonica noch die Zugänge von QSC? Und was passiert mit QSC, wenn sie den Großkunden HanseNet verlieren sollten?

Warum interessiert mich das? Ich bin QSC Kunde und sehr zufrieden. Ich zahle 30 Euro im Monat für meine DSL-Leitung und wenn ich ein Problem habe (ziemlich genau alle 1 1/2 Jahre einmal), dann bin ich maximal 5 Minuten in der Warteschlange und das Problem wird dank der immer kompetenten Mitarbeiter schnell gelöst. Der Grund dürfte daran liegen, dass ich wie alle QSC Kunden als Geschäftskunde behandelt werde und die Mitarbeiter sich dementsprechend bemühen. Nun befürchte ich aber, dass HanseNet zunehmend weniger das QSC Netz nutzen wird und es somit QSC schlechter gehen wird und diese Einsparungen vornehmen müssten, vermutlich wie üblich zu erst beim Service.

Das fände ich schade!

Mac + Windows (in Parallels) + Bluetooth = nicht ganz einfach

Seit Weihnachten hat mein Dad einen iMac und zwar den richtig schönen 20 Zöller. Irgendwie schon nett das Teil, allerdings ist MacOSX halt nicht für jede Software geeignet bzw viele Softwareanbieter bieten für den Mac ihre Software erst garnicht. Dafür hat er aber Parallels installiert, eine virtuelle Maschine (VM) in der Windows läuft.

Nun wird mein Dad mein 6230i erben und er wil mit dem Ding nicht nur telefonieren, sondern es auch für PIM nutzen (also Kontakte verwalten und Kalenderfunktionen). Die Daten stecken in Outlook und da der iMac Bluetooth hat, liegt der Gedanke nahe das eingebaute Bluetooth-Modul via Parallels dem Windows und somit der PC Suite zu Verfügung zu stellen. Ganz so einfach geht das ganze aber nicht, da Windows keine Treiber für das Apple Bluetooth-Modul hat.

Wie bekommt man das ganze trotzdem zum Laufen?
1. Parallels updaten, mindestens auf die Version 3186.
2. Bootcamp (momentan 1.2 aktuell) von Apple laden.
3. Bootcamp installieren (Ich gehe davon aus, dass ihr es nach “Macintosh HD” installiert).
4. Finder öffnen zu folgendem Verzeichnis navigieren: Macintosh HD->Programme->Dienstprogramme.
5. Rechts-Klick auf “Boot Camp Assistant” und “Packetinhalt zeigen” auswählen.
6. Navigiere zu Contents->Resources und klicke auf “DiskImage.dmg” doppelt.
7. Kopiere den kompletten Inhalt des “DiskImage.dmg” in ein Verzeichnis, auf das Du von Windows aus zugreifen kannst.
8. Führe die “Macintosh drivers for Windows.msi” aus. Dies installiert die ganzen Treiber für den Apple (also auch für iSight, Grafikkarte oder die Soundkarte).
9. Starte das Windows neu.
10. Klicke mit der rechten Maustaste im Rahmen um dein Windows auf das USB-Symbol, bei mir war es das zweite von rechts. Klicke dort auf “Apple Wireless”. Nun übergibt MacOSX die Kontrolle über den Bluetooth-Stack an Windows und Du kannst Bluetooth in Deinem Parallels Windows nutzen.

VORSICHT !!!!!! Ich habe keine Ahnung, was MacOSX mit bestehenden Bluetooth Verbindungen macht. Falls Ihr zB eine Bluetooth Tastatur und eine Bluetooth Maus verwendet, kann ich mir durchaus vorstellen, dass diese nun nicht mehr funktionieren. Zumindest solange, bis Windows sie entsprechend erkannt hat und selbst dann dürftet Ihr bis zum Beenden des Windows nichts mehr in eurem MacOSX machen können…

Stöckchen: You and your Tablet

Stöckchen von Thoughtfix

  1. Do you own a Nokia 770 or Nokia N800? Not yet
  2. If not, what keeps you from buying one today? My unclear financial situation
  3. If so: What do you use it for most? I’d use for email, browsing and as an eBook Reader (PDFs, lecture books from university) and of course MobLogging. I do have my MP3-Player for MP3s and my 6288 or my Olympus Z350 for taking photos
  4. What applications do you desire most? Skype and a software, which searches for open WLANs stations and directly logs in, so that you can surf without hesitating whos hotspot you are using.
  5. What accessories do you desire most? A Digicam with built in GPS and Bluetooth
  6. If you could change the design, how would you do it? I didn’t have had the chance to lay my hands on one of the tablets, so no ideas from my side.

Heißen sie Hassan? Dann sind sie ein Terrorist!

Die schnellste Möglichkeit, etwas über einen Fremden zu erfahren, ist ihn nach seinem Namen zu fragen und diesen mit einer Liste zu vergleichen. So vergleichen zB Mobilfunkprovider die Namen potentieller Kunden mit der Schufa-Liste, ob der Kunde schon einmal negativ aufgefallen ist. Neben dem Namen verwenden sie dabei aber auch das Geburtsdatum und evtl den Wohnsitz, um zu verhindern, den potentiellen Kunden mit einem Übeltäter gleichen Namens zu verwechseln. Diese Mühe macht sich aber nicht jeder. In der Post-9/11-Welt der USA ist das zum beispiel unnötig. Steht der Name einer Person auf der List potentieller Terroristen, so ist man verdächtig. Auch, wenn von dem potentiellen Terroristen nur der nicht ungebräuchliche Name “Hassan” bekannt ist. Dies erzählt ein Artikel von Spon:

Ein Haus zu besitzen, sagt Tom Kubbany, sei “der amerikanische Traum”. Der Kalifornier schuftete hart dafür, rackerte gleich in zwei Jobs, sparte, zahlte seine Schulden ab. Schließlich wähnte er sich am Ziel: Ein neues Kreditprogramm stellte ihm und seiner Frau Nancy ihr erstes Eigenheim in Aussicht, im idyllischen Arcata nördlich von San Francisco.

Doch dann erteilte die Hypothekenberaterin ihnen plötzlich eine Abfuhr: “Wir werden das nicht weiter verfolgen.” Als die Kubbanys nachhakten, fanden sie sich in einer Realsatire wieder: Kubbanys zweiter Vorname Hassan, so die Analyse seiner Kreditwürdigkeit durch die Kreditagentur TransUnion, stehe auf einer Terroristenliste der US-Regierung – als Alias für Ali Saddam Hussein al-Tikriti, den angeblich dritten Sohn des irakischen Ex-Diktators.

“Es war surreal”, erinnert sich Kubbany. “Alles lief in Zeitlupe ab. Ich dachte mir: Moment mal, das ist doch albern. Das ist ein Witz.”

Ob auch sie als Terrorist verzeichnet sind, können sie direkt auf der Liste des US Treasury Department nachlesen.

Freitags Shortcut 24.03.2007

Folgende Themen des Tages halte ich für wichtig und bloggenswert, aber ich hab heute keinen Nerv mehr dafür. Lest einfach selbst:

  • “Immer öfter verabschiedet die Politik verfassungswidrige Gesetze”, ergänzt der Jurist Patrick Breyer, der die Verfassungsbeschwerde initiiert hat. Niemand wolle dem Staat zielgerichtete Ermittlungen wegen schwerer Straftaten verbieten. Der Gesetzgeber verliere aber zunehmend jedes Maß und stelle blindwütig alle unter Generalverdacht. Breyer ist dagegen der Ansicht, dass “der permanente Sicherheitsaktionismus der Politik Geld und politische Energie vergeudet, die anderswo fehlen”

    Der Artikel hat die Überschrift “Bundesregierung verteidigt Identifikationszwang für Telefon- und Handynutzer”: Quelle heise newsticker

  • Die Psychologen wollen nicht sagen, dass die Lektüre von Gewaltdarstellungen in heiligen Schriften notwendig zur Gewalt führt, da sie oft moralische Lehren mitteilen und die Leiden der Opfer oder das Schuldgefühl der Täter vermitteln: “Aber wenn man eine einzelne Episode mit Gewaltinhalt aus dem Gesamtzusammenhang nimmt, wie wir dies in unserer Studie gemacht haben, dann kann dies eine signifikante Erhöhung der Aggression bewirken.” Extremisten würden dazu neigen, meinen die Psychologen, über längere Zeit nur bestimmte Textabschnitte zu lesen, die sich mit von Gott gerechtfertigter Gewalt gegen Ungläubige beschäftigen. Das würde die Brutalität verstärken. Die allgemeine Schlussfolgerung: “Menschen, die glauben, dass Gott Gewalt rechtfertigt, verhalten sich selbst mit höherer Wahrscheinlichkeit aggressiv.”

    In einer Studie wurde untersucht, ob Bibeltexte aggressiv machen können: Quelle Telepolis

  • Werden PCs in Deutschland längst online durchsucht? Nach Angaben des Innenministeriums sind die deutsche Nachrichtendienste BND, Verfassungsschutz und MAD befugt, heimlich Computer auszuspionieren. Die Grünen sprechen von Skandal. Das Ministerium weist den Vorwurf zurück.

    SPON Artikel

Do you sprech Denglisch?

Denglisch – so wird von mancher Seite polemisch die Sprache genannt, die wir sprechen. Eigentlich ist es ein Zeichen einer lebendigen Sprache, Vokabeln Begriffe und grammatikalische Konstrukte Ausprägungen eines Regelwerks aus anderen Sprachen zu übernehmen. Eine Reihe von Mitgliedern der Bundestagsfraktion des Bundestagsbruchteils der Union Vereinigung fordern: “Wir brauchen einen erweiterten Begriff von Verbraucherschutz“, denn eine “zunehmende Verwendung von Anglizismen ohne Not” stößt ihnen schon länger sauer auf. So heißt es in einem Bericht der Tagesschau.

Dort begeht die Pressesprecherin der Unionsfraktion aber erst einmal einen kleinen Fauxpas, als sie die anwesenden Journalisten auf ein “Hand-Out” zum Thema hinweist. Schnell verbessert sie sich: “Wir haben ein Thesenpapier vorbereitet.” Und darin schlägt die Union Alarm: “In Flughäfen und Bahnhöfen ist Deutsch mittlerweile Randsprache geworden” heißt es. “Täglich werden so Millionen von Menschen in Deutschland ausgegrenzt”, sind sich die politischen Sprachpfleger sicher.
[...]
“Viele Deutsche sind nach wie vor auf der Flucht und leiden an ihrer Vergangenheit”, ist sie überzeugt. Dieses “gestörte Verhältnis zum Patriotismus” drücke sich auch in einem mangelnden Selbstbewusstsein die eigene Sprache betreffend aus.

Also ich weiß ja nicht, wie ihr das seht, aber ich spreche kein Französisch oder Griechisch und kann nicht von mir behaupten Latein wirklich gekonnt zu haben, aber mich schützt niemand vor Lehnwörtern oder der Übernahme von Worten aus diesen Sprachen. Trotzdem finde ich das Klo, weil ich gelernt habe, dass man es auch Toilette nennen kann. Selbst wenn ich mein Handy nicht mit einem Englisch klingenden Wort bezeichne, ist Telefon (griechisch) oder Mobilfunkgerät (Mobil = latein) auch nicht aussagekräftiger, für Leute die kein griechisch oder lateinisch können. Also warum regen sich diese deutschtümelnden Sprachfanatiker so auf???

14 Milliarden SMS in 8 Tagen

Laut heute.de werden in China in den 8-tägigen Neujahrsferien 14 Milliarden verschickte SMS erwartet. Das sind rund 30 SMS je Mobilfunkkunde.

In Deutschland wurden von Weihnachten 2006 bis Neujahr 2007 über Vodafone rund 150 Millionen SMS verschickt, was bei rund 30,4 Millionen Nutzern nicht einmal 5 SMS je Nutzer ergibt.

Wenn man sich die Mobilfunkkundenzahl der 4 Betreiber (T-Mobile 31,4 Millionen, Vodafone 30,4 Millionen, e-plus 12,7 Millionen, O2 10,7 Millionen) addiert, kommt man auf 85,2 Millionen Mobilfunkkunden. Mobilfunkkunde ist jeder, der einen laufender Post-Paid-Vertrag oder eine Pre-Paid-Karte besitzt, die in den letzten 6 Monaten aufgeladen worden ist. Pre-Paid-Karten, die ein halbes Jahr nicht aufgeladen werden, werden von den Providern aus der Statistik gestrichen.
Bei einer Einwohnerzahl von 82,4 Millionen (Stand 2005) bedeutet das, daß selbst für jedes Baby schon ein Handy verkauft wurde. Und anscheinend der ein oder andere mit Zwillingen gerechnet hat. Wenn man davon ausgeht, daß Kinder unter 6 Jahren noch kein Handy und nur die Hälfte der über 65 Jährigen ein selbiges besitzt, kämen auf die verbleibenden 70,1 Millionen Deutschen 1,2 Mobilfunkverträge (Handy, Mobilfunkverträge und Mobilfunkkunde verwende ich hierbei als Synonyme).

Somit lassen sich je Person, die ein Handy hat die SMS Zahl auf 6 hochrechnen. Immer noch nur 1/5 der SMS-Zahl der Chinesen. Man könnte nun argumentieren, daß die Chinesen mehr Freunde haben, denen sie schreiben oder einfach beim Schreiben mehr Spaß haben. Ich persönlich tippe eher darauf, daß es an der UNICODE-Kodierung der chinesischen Schriftzeichen liegt. Je SMS werden 1120 Bits übertragen. Bei der in Deutschland verwendeten 7-Bit Kodierung kann man 160 Text-Zeichen mit den 1120 Bits kodieren, bei der in China verwendeten 16-Bit Unicode Kodierung kommt man nur auf 70 Zeichen je SMS…