Vo oam zum Andern: Huber Erwin und die Homepage

So schnell kanns gehen. Gestern früh schrieb die SZ darüber, wie armselig der Internet-Auftritt des CSU Vorsitzenden Erwin Huber sei. Drei lausige Fotos gäbe es nur und außer dem Haarverlust des Domainbesitzers sei nichts auf diesen zu erkennen.

Nun, das ist kalter Kaffee, denn als ich gerade nachguckte, grinste mir auf der Seite vom Huber statt der Fotos nur mehr folgender Satz ins Gesicht:

Diese Seite ist bedingt durch den Positionswechsel im Umbau

Welche Position wird denn da gewechselt? Obwohl, bei der Geschwindigkeit, bei der Erwin Huber politische Positionen wechselt, ist das nur schwer herauszufinden.

„Ja gutte ähh, dann wart ma hald und schau mer mal“ wurde ein bekannter Oberbayer sagen.

Ich als Niederbayer wäre da nicht so diplomatisch:

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„A do schau her, da Huber Eawin.
Seavus Eawinn! Guad dass I di driif.
Sog, wos soi denn iatz de sach mit da Süd Deidschn eigentle? Fotz deine Leid a wengal zam, wega dera Hoam Paidsch Gschichtn do. Wos isn des fia a Eindruck, wos de Sach do hintalosst? Des schaud aus, ois dadazt Du auf des Gschweal vo da SZ hoacha. Des deaf doch ned sa, Du bisd doch iatz da Scheef vo da Cee Ess Uuu. A Du muasst dia doch iatz nix mea sogn lossn. Foa oim, wega dem Frankn im Palazzo do. Do dafsd Du koa Schwachschtai zoagn, gega den Backstoa.
Zua noad froggst n Glos Miche, dea hod Leid, di fia eam s Internet bedienan, de kennan des gwies, mit dem Hoam Paidsch baun und so. Aiso, wia gsoggt, fotz deine Leid zamm und moag middog mog i do wos Gscheids segn, host mi?“

Der Hund fand seinen Hund tot am Straßenrand

Zeitungsartikel in den

Der 37-jährige Hundebesitzer war mit seinem unangeleinten Terriermischling Victor spazieren, und fand diesen plötzlich tot am Straßenrand liegen.

So wäre der Satz richtig gebaut…

Yahoo, das Web 2.0 und ein Beispiel, wie man es nicht macht

Historisches
In der Frühzeit des Internets, als es noch keine Suchmaschinen gab, fand man auf jeder Webseite eine lange Liste an Links, die der Autor der Webseite empfahl. Zusätzlich hatte jeder Internetnutzer eine lange, lange, lange Liste an Bookmarks in seinem Browser. Neue Webseiten brauchen Wochen bis Monate, bevor sich auch nur ein Nutzer darauf einfand, da URLs mehr oder weniger nur per Werbung und Mund-zu-Mund-Propaganda weiter getragen werden konnten.
Doch dann kam Yahoo. Also ich irgendwann Ende 1995 zum ersten mal Yahoo.com entdeckte, war es für mich wie eine Offenbarung:
Ein Katalog nach Stichworten sortierter Webseiten
Endlich konnte man drauf los surfen und einfach mal gucken, was es in der Welt so gab.

10 Jahre später spielte Yahoo für die meisten Internetnutzer keine Rolle mehr. Yahoo hatte den Anschluss verpasst, Google war das Mittel der Wahl. Yahoo benutzte man nur noch da, wo man es nicht bemerkte, Flickr oder del.icio.us zum Beispiel.

Aktuell
Heute, 12 Jahre nach Gründung, ist Yahoo wieder in aller Munde. Zumindest was die deutsche Blogosphäre angeht. Dafür gibt es drei Gründe:

  • Chinesische Dissidenten und deren Festnahme
  • Adical und die Blutblogger
  • Flickr und die Zensur

Aber der Reihe nach.
Vor fast 5 Jahren wurde Wang Xiaoning in China festgenommen. 2003 wurde er wegen Landesverrat verurteilt. Dem ging voraus, dass Wang 2001 von einem Yahoo E-Mail-Account an eine anonyme Usegroup geschrieben hatte. Yahoo hat dann 2002 die Identität Wangs den chinesischen Behörden bekanntgegeben. Im der Zeit von 2002-2004 hat Yahoo die Identitäten von mindestens drei weiteren Yahoo-Nutzern an die Behörden Chinas geliefert, in allen vier Fällen wurden langjährige Haftstrafen verhängt. Am 18.04.2007 reichte Wang Xiaonings Frau in den USA Klage gegen Yahoo ein.

Adical ist ein recht junger Werbevermarkter aus Deutschland, der sich besonders an die Blogosphäre wendet, aus der Adical auch erwachsen ist. Beiden bisher drei vermarkteten Kampagnen handelt es sich um Cisco, Casio und Yahoo. Insbesondere die Kampagnen von Cisco und Yahoo (seit 11.06.2007) stehen im Sperrfeuer der Kritik, unterstützen beide Firmen doch die chinesische Regierung dabei, den chinesischen Bürgern einen von allen für die chinesische Regierung missliebigen Inhalten gesäubertes Internet anzubieten.

Flickr ist ein 2004 gegründeter mit Social Tagging gepaarter Foto-Sharing-Dienst aus den USA, der Anfang 2005 von Yahoo gekauft wurde. Seit März fordert Flickr seine Nutzer auf, ihre Fotos in eine der drei Kategorien „Safe“, „Moderate“ oder „Restricted“ einzuordnen, um zu verhindern, dass zB Kinder oder Großmütter (sic!) ihnen unangemessene Inhalte zu sehen bekommen. Dienstag schaltete Flickr weltweit verschiedene Sprachversionen frei, nachdem zuvor der Dienst nur auf Englisch verfügbar war. Im Zuge der Sprachumstellung wurden zahlreiche Veränderungen an Flickr vorgenommen, um es den Gesetzen der Herkunftsländer der Nutzer anzupassen. Dazu wurden die Nutzer anhand der in ihrer Yahoo!ID gespeicherten Informationen sortiert. Für deutsche Nutzer bedeutet das nun, dass sämtliche Bilder die „Moderate“ oder „Restricted“ eingestuft sind, nicht mehr angezeigt werden. Dabei spielt das Alter der Nutzer keine Rolle und es gibt keine Möglichkeit den eigenen Account umzustellen, um wieder die Freie Bilderwahl zu haben.

Soweit die Ausgangslage. Yahoo unterstützt also Zensur in China und sorgt dort dafür, dass nicht regierungstreue Nutzer weggesperrt werden, schaltete Werbung in der Deutschen Blogosphäre und zensiert anschließend einen gerne genutzten Fotodienst.
Wie blöd kann man eigentlich sein, frage ich die Manager von Yahoo. Wie oft muss man mit dem Kopf gegen die Wand gerannt sein, um in einem Zeitraum, in dem das Firmenimage gerade gewaltig gelitten hat (Anzeige der Ehefrau Wang Xiaonings), zuerst Werbung in der Blogosphäre zu schalten (wo doch jede Adical-Werbekampagne große Kritik hervorruft) und dann den Bloggern auch noch ihre Fotos wegnimmt?
Ich weiß, ich weiß. Yahoo ist ein großes, weltweites Unternehmen. Da müssen die deutschen Manager nichts von der Anzeige in den USA mitbekommen haben. Da müssen die Flickr-Programmierer nicht in Deutschland nachfragen, ob der Zeitpunkt für Zensur gerade passt (abgesehen davon, dass er nie passt). Aber diese Häufung schlechter Publicity ist bemerkenswert und mich würde nicht wundern, wenn da Köpfe rollen werden.

Zukunftsausblick
Die Blogosphäre ist in Aufruhr, Yahoo’s Image angekratzt, aber welche Auswirkungen wird es haben? Das kommt ganz darauf an.
Die Blogosphäre liebt Skandale. Themen, die polarisieren und besonders Themen, bei denen es jemanden ungestraft zu verprügeln gibt, sind gut dazu geeignet, seine eigene Meinung kund zu tun. Also läuft die Blogosphäre heiß, da zum Thema Yahoo jeder etwas sagen kann, jeder hat schon mal Yahoo benutzt und kann darum eigene Erfahrungen mitteilen, warum er Yahoo noch nie leiden konnte bzw warum er Yahoo liebte und nun bitter enttäuscht ist. Aber nicht nur das: Man kann gegen Yahoo sogar aktiv etwas unternehmen!
Yahoo hat bei keinem seiner Dienste ein Alleinstellungsmerkmal. Es gibt neben Flickr andere Foto-Sharing-Dienste, del.icio.us hat in Mr.Wong eine deutsche Copycat als Konkurrenz und Yahoo-Mail braucht sowieso niemand (vgl AOL-E-Mail-Adressen). In den nächsten Tagen wird das Thema Yahoo immer weiter am köcheln bleiben. Man wird sich darüber unterhalten, welche alternativen es zu den Yahoo-Diensten gibt, dann wird man sich darüber unterhalten, wie man seine Daten aus Yahoo heraus bekommt und dann wie man sie in die neuen Dienste integriert. Zwei Tage später kann man dann ein erstes Fazit ziehen, warum der neue Dienst so wieso viel besser als Yahoo’s Dienste ist bzw was der neue Dienst alles von Yahoo kopieren soll.
Alles in allem zwar ein Rückschlag für Yahoo, aber nur ein Kleiner, schließlich betrifft er ja nur Deutschland. Und auch nur die Blogosphäre.

Interessant wird es allerdings, wenn die großen Zeitungen nächste Woche keine Skandalgeschichten aus anderen Ecken der Welt zu fressen bekommen. Yahoo ist schließlich kein kleines Startup, wenn man da ordentlich drauf schlagen will hat jede Zeitungsrubrik etwas davon. Der Technik-Teil diskutiert alternative Dienste, der Politik-Teil die Menschenrechtssituation in China, das Feuilleton den Niedergang des Internets und der Wirtschaftsteil die Auswirkungen auf Yahoos Umsatz und die Internetbranche allgemein.
Hat Yahoo also Pech, werden sehr, sehr viele deutsche von der Geschichte mitbekommen und Yahoo’s Image wird leiden. Und da man auch auf der Arbeit oder in der Krabbelgruppe darüber diskutieren kann, welcher Dienstleister besser, etc, ist, werden viele Leute Yahoo den Rücken zuwenden. Und dann könnten sich Zeitungen aus dem Ausland dafür interessieren.

Yahoo könnte mit einem blauen Auge davon kommen, wenn sie schnell reagieren und Flickr wieder frei schalten.
Yahoo könnte mit zwei blauen Augen davon kommen, wenn sich heute oder bis morgen Mittag ein größerer Skandal oder eine Naturkatastrophe passiert.
Yahoo könnte mit zwei blauen Augen, einigen Tiefschlägen, einer gebrochenen Nase von dannen wanken, falls sich die Zeitungen für das Thema interessieren sollten.

Was sollte Yahoo sofort tun?
Yahoo sollte ganz groß zu Kreuze kriechen.
Als aller erstes muss sofort ein Blogbeitrag her, in den sich Flickr bei den Nutzern entschuldigt und ankündigt, die Zensurmaßnahmen innerhalb kürzester Zeit aufzuheben.
Dann muss Flickr einen schuldigen präsentieren und ihn köpfen. Die Blogosphäre steht auf Blut, außerdem kann sie sich dann selbstbeweihräuchern und ihren Sieg über ein Weltunternehmen feiern.
Dann sollte Flickr die Zensurmaßnahmen abschalten.
Yahoo sollte sich groß entschuldigen, sämtliche PR Fuzzis, die sie haben nach Deutschland karren und hier bei den auf Yahoo werbenden Unternehmen und bei der Medienbranche in jeden Hintern kriechen, der sich auftreiben lässt.
Mit etwas Glück gewinnt dann noch der Formel 1 Debütant Sebastian Vettel in den USA das Rennen und der PR-Supergau ist abgewandt.

Man wird sehen…

Demonstrieren 2.0

Macht eine Demonstration noch Sinn?“ fragt sich Boje nach den Bildern vom Samstag und verweist vor allem auf ein Artikel der Zeit. Meiner Meinung nach machen Demonstrationen weiter Sinn, allerdings nicht mehr unbedingt in der bisherigen Form.

Wiki definiert:

Eine Demonstration (von lat.: demonstrare, zeigen, hinweisen, nachweisen, Kurzform: Demo) ist eine in der Öffentlichkeit stattfindende Versammlung mehrerer Personen zum Zwecke der Meinungsäußerung.

Und genau hier steht das Entscheidende: Eine Demo dient dem Zweck der Meinungsäußerung.
Eine Demo hat also nicht den Sinn und Zweck aktiv etwas zu verhindern, sondern „nur“, den Demonstrierenden ein Forum in der Öffentlichkeit zu bieten. In den letzten Jahren hat sich das, was öffentlich ist, sehr verändert.

Mit den technischen Mitteln von vor 100 Jahren mussten Demonstrationen so ablaufen, wie das, was wir in Rostock anfangs gesehen haben. Große Menschenmengen, die sich nahe am Ort des Geschehens, gegen das sie protestieren, im öffentlichen Raum einer Stadt zu treffen. Damals war diese Form zeitgemäß, denn es gab die Massenmedien noch nicht, die wir heute haben.

Die Massenmedien Rundfunk und Überregionale Zeitungen verbunden mit der Pressefreiheit löst die Ortsgebundenheit einer Demonstration auf. Auch hier in München kann ich live sehen, was auf einer Demo in Rostock passiert.
Warum wird dann aber in Rostock demonstriert?
Warum finden Demonstrationen noch immer in Städten statt?

Städte sind für Demonstrationen eigentlich denkbar ungeeignet.

  • Städte sind eng: Nur selten gibt es Plätze, auf denen alle Demonstrierende zusammen vor einer Bühne stehen können und dort den Reden der Veranstalter lauschen und deren Argumente durch ihre Anwesenheit unterstreichen.
  • Städte sind eng: Über enge Straßen auf vorbestimmten Routen bahnen sich die Menschen ihren Weg zum Kundgebungsort. Passiert etwas auf dem Weg (zB ein Demonstrant bekommt einen Herzinfarkt) können Hilfskräfte nur schwer vor Ort kommen. Bricht eine Massenpanik aus, wird es schwer zu flüchten.
  • Städte sind unübersichtlich: Den Kamerateams fällt es so nicht leicht, medienwirksame Bilder einzufangen.
  • Städte sind wertvoll: Überall finden sich in Städten Wertgegenstände, die zerstört, beschädigt oder geklaut werden können.
  • Städte sind gefährlich: Schnell lässt sich Umherstehenden als Waffe missbrauchen

Als Beispiel möchte ich den Papstbesuch des letzten Jahres heranziehen. Auch dieser war eine einzige, große Demonstration. Eine Demonstration der Stärke des Katholizismus in Deutschland. Auch hier gab es Großkundgebungen.
Eine fand in Regensburg statt. Aber nicht im Stadtkern, sondern 5 Kilometer entfernt auf der grünen Wiese. Rettungskräfte konnten hier schnell zu den Verletzten, bei einer Massenpanik hätte in jede Himmelsrichtung geflüchtet werden können, die Kamerateams konnten Phantastische Aufnahmen der gesammelten Schaar machen und falls Krawallmacher zu stören versucht hätten, so hätten sie nicht zu werfen gefunden, außer Erde, Kieselsteinen oder Mitgebrachtem.

Wir leben im Zeitalter der Massenmedien, wir sind dank Auto, Bahn, Schiff und Flugzeug unheimlich mobil.
Warum also an dem Ort demonstrieren, an dem die größt mögliche Gefahr für Leib und Leben der Demonstranten und unbeteiligter Bürger ist?
Warum nicht in der Nähe von Kassel demonstrieren? Kassel liegt verkehrsgünstiger, viele Demonstranten hätten einen kürzeren Anfahrtsweg und würden darum in größerer Anzahl erscheinen und die Kamerateams wären trotzdem in großer Zahl erschienen und hätten die Botschaft in alle Welt transportiert. Dafür hätten wir uns diese hässlichen Bilder der Zerstörung und Gewalt gespart und könnten nun über die Argumente der Gipfelgegner diskutieren, statt über die Idiotie der Krawallmacher.

Das Ruderboot in Aktion – Rückwärts

DonAlphonso, der Rächer des Vererbten, rudert zurück. Fleißig. Mit einem schlechten Gewissen.

Es war einmal eine Magazin, dass trotz einem berühmten Namen in Deutschland floppte. Dieses Magazin hatte wie viele anderen zu seiner Zeit ein Online-Angebot. Und um nicht nur im Print modern zu wirken, mietete es sich ein paar Blogger, die mit tollen Blogs tolle Leser anziehen sollten, um die tolle Onlinewerbung besser verkaufen zu können.
Nun begab es sich, dass einer dieser Blog Peter Turi hieß und dieser schon seit langem gegen Windmühlen den Fonso kämpfte. Worum dieser Kampf ursprünglich ging, interessiert eigentlich keine Sau, denn wir, die Blogosphäre, wollen zum trocken Knäckebrot der niedrigen Leserzahlen, die Spiele im olympischen (upps, verbotenes Wort, böse böse) blogosphärischen, virtuellen Wortgefecht, unabhängig des Ursprungs.
Dieser Turi nun, schrieb in seinem bezahlten Blog über Fonso böse, unwahre Dinge und, um seinem Feind Spielkameraden Aug‘ in Aug‘ gegenüber stehen zu können, klaute er sich ein Foto von Fonso und pappte es zu seinem Artikel (Turis Foto groß links, Fonsos klein rechts). Der Fonso hat daraufhin kryptische Hinweise in seinen Blogs (der moderne Blogger hat mehrere Blogs, damit sie addiert im Schwanzvergleich… das is n anderes Thema) gepostet, aus denen hervor gehen sollte, dass der Turi das Foto gefälligst durch ein hübscheres selbst gemaltes ersetzen und die böses Sätze wegradieren sollte. Vielleicht hat der Fonso dem Turi sogar ein Briefchen geschrieben? Ich weiß es nicht, ist auch egal, denn für den Leser ists ja auch viel spannender, wenn er davon ausgehen soll, dass ausgerechnet der Todfeind Lieblingsonkel Turi dem Fonso seine Blogs lesen soll. Auf alle Fälle hat der Turi nix an seinem Artikel geändert. Daraufhin hat der Fonso seine Schwester losgeschickt (welcher Blogger beneidet ihn nicht alleine wegen seiner in der Juristerei bewanderten Schwester?) irgendeinen Anwalte losgeschickt und die der hat dem Turi ne nette Rechnung für das Foto und die Unwahrheiten präsentiert.

Soweit die Vorgeschichte. Das Magazin, in dessen Online-Auftritt der Turi gepoltert hatte, hat nun nicht nur den bösen Artikel entfernt, nee, sie hat auch gleich dem Turi seinen Spielplatz weggenommen. Und irgendwie findet der Fonso das jetzt doch wohl schade, den er ermahnt das Langschwanz-Blogvolk, es ihm nicht nachzutun und mit Abmahnungen die Straßen zu Pflastern. Armer Fonso, steht er nun doch als Blog-Killer da. Andererseits denke ich, ist der Turi doch wohl ganz froh, dass er nun nicht mehr in dem komischen Magazin-Spielplatz sitzen muss, weil ich glaub, der Spielplatz ist am Boden eines Schwimmbeckens eingerichtet, das sich langsam mit Wasser füllt. Und ich bezweifle, dass den Kiddies im Schwimmbecken jemand einen Rettungsring zuwerfen wird, hat doch seit der Eröffnungsparty niemand mehr in diesem Freibad vorbeigeguckt.

Content is King – aber wo hält er Hof? (Teil I)

Der Mensch giert nach Nachrichten und Informationen. In früheren Zeiten überbrachten Reisende die Nachrichten, dann kam der Buchdruck und in der Folge die Zeitung, im 20.Jahrhundert folgten der Rundfunk in Radio und TV. Über die Jahre hat sich so der Zugang zu Informationen diversifiziert und das Angebot ist drastisch gewachsen. Reisende kamen nur unregelmäßig und auch dann selten mehr als eine Gruppe zu einem Zeitpunkt, Zeitungen gab es zu Anfang nur eine und etwas später wenige zur Auswahl. Mit dem Radio und Fernsehen war es ähnlich, zu Beginn gab es einen Sender und nach und nach wurden es wenige mehr. Trotz allem ist das Informationsangebot der Kohlenstoffwelt (Danke für den Begriff, mark793) überschaubar. In einem Zeitschriftenladen liegen vielleicht 15 Tageszeitungen aus, Radiosender gibt es je nach Region vielleicht 20, Fernsehsender rund 30. Das Angebot ist dabei jeweils nur Zeitweise verfügbar, einmal gesendetes ist für den Nutzer nicht mehr zugreifbar und jeweils nur die tagesaktuelle Ausgabe im Handel.

Das alles hat sich mit dem Internet geändert. Zeitungs-, Radio und Fernseharchive sind für jedermann Online zugängig, und die Anzahl an Sendern ist explodiert. Auch sind nicht mehr nur regional begrenzte Medien zugänglich, sondern auch die Zeitung aus dem Nachbarland. Dazu kommt auch noch das nahezu unendliche Angebot an Webseiten, Foren und Blogs. Wie soll man aus diesem Wust an Angeboten wählen, wie das gewünschte finden?
In der Frühzeit des Internets, also vor rund 12-15 Jahren behalf man sich mit Linklisten und Directories. Menschen legten Verzeichnisse der ihnen bekannten Webseiten an, sortierten sie und ordneten sie ein. Diese Einordnung fand einmalig statt, Tagesaktuelle Texte oder ein Wandel des Angebots wurde meist nicht beachtet.
Heutzutage werden Webseiten und Blogs automatisiert von Spidern und Webcrawlern erfasst und uns über die bekannte Suchmaske zu Verfügung gestellt.

Suchmaschinen haben gegenüber der Tageszeitung aber einen gewaltigen Nachteil:
Ich muss Wissen, was ich will, um zu finden, was ich suche.

Ich schließe mich der BILD-Zeitung an: Absolutes Fahrverbot für Fahranfänger!

Ich lach mich schlapp.
Guckt ihr hier.