Vorsicht vor dem Kunden oder: Blogger sollte man nicht verärgern

Gestern Abend bin ich beim Zappen bei „Bully & Rick“ hängengeblieben, einer Comedyshow von Bully Herbig und Rick Kavanian (Bully Parade, Schuh des Manitu). In einem Sketch betritt ein potentieller Kunde einen Schuhladen, der Verkäufer ist sehr zuvorkommend, doch der Kunde verlässt den Laden und schimpft auf den „Schleimer“. Im Rahmen einer Verkäuferschulung wird dem Verkäufer der Satz „Hamma ned“ eingetrichtert. Zurück im Laden begrüsst der Verkäufer den Kunden entsprechend. Zwar flüchtet der Kunde abermals, zumindest ist aber der Chef zufrieden.

Warum ich das erzähle? Dieser Sketch ist aus dem Jahr 2004 und soll sartirisch die „Servicewüste Deutschland“ portraitieren.

Im Jahr 2007 finden sich etliche Leser pro Woche auf dem Artikel PizzaHut Lieferservice- einmal und nie wieder in meinem Blog ein, da Google mich auf Platz 4 bei dem Suchbegriff „PizzaHut Lieferservice“ aufführt. Alleine schon der Artikeltitel im Google-Suchergebnis könnte potentielle Kunden abschrecken, ganz zu schweigen vom Artikel selbst. Numerisch kann ich die Auswirkungen natürlich nicht belegen, ignorieren wird man sie aber kaum können.

Was lernen wir daraus? Der Kunde ist nicht nur König, der Kunde potentiell auch Henker, denn er trägt nicht nur Geld in den Laden, sondern auch die Macht andere Kunden großflächig abzuschrecken. Wenn er denn ein Blogger ist.

Watch out for blogging customers!

Suchmaschinen, Landingsites und Google Reader

Auf der Suche nach Informationen wirft man gerne mal eine Suchmaschine an und befragt sie, ob sie nicht ein paar Webseiten wüsste, die die gewünschten Informationen beinhalten. Oft stößt man dabei auf Blogs und dort nur auf die Startseite oder eine Unterseite, die nichts mit dem gewünschten Thema zu tun hat. Dies kann zB daran liegen, dass die Suchmaschine in dem Moment, in dem sie die Seite untersucht, aus mehreren Artikeln und/oder Kommentaren und/oder Einträgen in den Seitenleisten die Suchwörter extrahiert, diese aber in keinem Causalen Zusammenhang stehen.
Dem kann man Abhilfe schaffen, indem man Suchmaschinenbenutzern etwas andere Inhalte anzeigt, als dem normalen Leser. Dafür gibt zwei praktische WordPress-Plugins:

Zum einen Search-Hilite (Umlaut-Problematik beachten), das die Suchbegriffe auf der Ergebnisseite farblich hervorhebt, damit schneller ersichtlich wird, ob und wo die Suchbegriffe zu finden sind und ob sie in einem Zusammenhang stehen.

Zum anderen Landingsites, das dem Nutzer neben der eigentlichen Seite eine Reihe von Artikeln mit den gesuchten Begriffen anzeigt. So erhöht sich die Chance, dass der Leser auch wirklich einen Artikel findet, der zu seinem Suchbegriff passt. Landingsites wertet dabei den Referrer-Text aus und kann so erkennen, von welcher Suchmaschine der Nutzer kommt, macht aber einen kleinen Fehler, indem es den Google Reader ebenfalls als Suchmaschine bewertet. Da sich im Seitenaufruf von Google Reader-Nutzer keinen Suchbegriff befindet, zeigt Landingsites hier eine Fehlermeldung an. Dies lässt sich vermeiden, indem man eine Zeile Code in das Plugin einbaut:

  1. Öffne die Plugin-Datei, wahlweise lokal mit einem Editor oder einfach aus WordPress heraus mit dem Plugin-Editor.
  2. Suche nach folgender Zeile:
    <strong>if (!isset($_SERVER['HTTP_REFERER']) || ($_SERVER['HTTP_REFERER'] == '')) return false;</strong>
  3. Füge hinter dieser Zeile folgende Zeile Code ein:
    <strong>if(strpos($_SERVER['HTTP_REFERER'],"/reader/view")) return false;</strong>

Die eingefügte Code-Zeile testet nun bei jedem Aufruf des Plugins, ob sich im Referrer-Text des Nutzers „/reader/view“ befindet und falls ja sorgt sie dafür, dass die Landingsite nicht angezeigt wird.
Den Hinweis auf diese Möglichkeit habe ich aus einem Kommentar des ursprünglichen Plugins und zwar von Haje Jan Kamps vom 09.01.07 .

via onSEO

Alles, was es über eine Website zu erfahren gibt

…findet man in dem Blogpost „A List of Every Website Statistic Publicly Available“ von seomoz.org .

Interessantes lässt sich so erfahren, so zB dass sich marnem.de den Webserver mit 2579 anderen Domains teilen muss…
Oder aber, dass ich wegen des Sommer-Tollwood Artikels viel zu viele Bilder auf der Startseite habe.

via del.icio.us-Link von Jonathan Greene

Mein Tagesablauf – Stöckchen

Der SeoBlogger hat mir schon vor 1 1/2 Wochen ein kleines Stöckchen zugeworfen.

Aufgestanden wird so zwischen 10 und 12 Uhr, je nachdem wann ich ins Bett gekommen bin. Als erstes wird der PC gestartet, Müsli gemacht und Mails und der Feedreader gecheckt. Wo es was zu kommentieren gibt, wird kommentiert, ansonsten wird erstmal das Bloggen beiseite geschoben und die PDFs der Vorlesungen geöffnet. Bis 3 oder 4 wird gelernt, dann etwas gefuttert (oft und gerne Dosenfisch mit Zwieback. Ich mag die Kombi halt) und nebenher Mails und Feeds gelesen. Meist ergibt sich ein Thema, das ich zu bloggen beginne. Irgendwann ist dann so weit verdaut, dass ich mich wieder der Uni widme. Je nachdem wann Steffi Heim kommt, erzähle ich ihr, was mich meine Feeds gelehrt haben und sie mir, was bei ihr so los war. je nachdem gibt es zwischen 7 und 9 Abendessen, meist verbunden mit TV. Danach blogge ich, lerne bis ca 1 und drehe eine abschließende Mails und Feed Runde. Hier wird am fleißigsten kommentiert, gerne auch mal unabsichtlicher ein Streit in DonAlphonsos Rebellmarkt vom Zaun gebrochen und bis 3 oder 4 gebloggt.

Summa summarum ein uninspirierter und unstrukturierter Tag eines Studenten in der Lernphase vorm Diplom halt.

Weiter werfen werde ich das Stöckchen nicht, schließlich hat nicht jeder, so wie ich manchmal, ein Brett vorm Kopf, dass die würfe abfängt. Wer das Stöckchen aufheben will, möge sich bedienen.

Wenig neues im Blog, da umfangreiche Artikel in Arbeit

Ich arbeite zur Zeit an drei umfangreichen Artikeln. Die Themen sind komplex und es ist für mich als einfacher Drauflosschreiber nicht einfach, die Artikel vernünftig zu strukturieren, um den Themen möglichst gerecht zu werden. Ich hoffe, ich fliege bei euch nicht aus den Feedreadern, weil sich hier so wenig tut.

Als Vorgeschmack möchte ich die Artikel, die sich zT sogar zu Artikelserien ausweiten könnten, anteasern.

  • Vor über 7 Jahren wurde George Walker Bush zum Präsident gewählt worden. Über 30 Tage wurde vor Gerichten darum gekämpft, ob nun Bush oder Al Gore die Wahl in Florida und somit die Präsidentschaftswahlen gewonnen hätte. Der Grund waren uneindeutige Stimmzettel, die von Wahlmaschinen nicht eindeutig ausgewertet werden konnten.
    Auch bei uns in Deutschland sollen nun vermehrt Wahlmaschinen eingesetzt werden. Der ChaosComputerClub hat letzte Woche ein Gutachten, über die bei der letzten Bundestagswahl eingesetzten Wahlcomputer, veröffentlicht, die sehr an deren Tauglichkeit zweifeln lassen.
    Ich widme mich der Frage, ob Wahlcomputer prinzipiell eine sinnvolle Option sind oder generell vermieden werden sollten.
  • In einem zweiten Artikel gehe ich der Frage nach, warum Datenschutz im Informationszeitalter so wichtig ist, weshalb man mit seinen persönlichen Daten sehr pfleglich umgehen sollte und warum gerade der Staat Datenhalden vermeiden und sogar verhindern sollte.
  • Der dritte Themenkomplex geht in eine ganz andere Richtung, denn er dreht sich um Search Engine Optimisation, SEO genannt.
    Blogger publizieren ihre Texte im Internet und konkurrieren somit mit all den anderen Webseiten im CyberSpace. In den Artikeln stecken viel Zeit und Herzblut und oftmals auch eine Menge an Wissen. All dies wird aber unbeachtet und ungewürdigt bleiben, solange potentielle Leser nicht auf die Texte stoßen. Da gerade neue Blogger sich nicht bewusst sind, worauf Suchmaschinen Wert legen, verschenken sie so einiges an potentieller Leserschaft.
    In einer kleinen Artikelserie möchte ich beschreiben wie Suchmaschinen funktionieren und mit welch einfachen Mitteln man dafür sorgen kann, dass Suchmaschinen die Leser zu den Blogs führen. Dabei soll es nicht um Linkfarmen oder Linktausch gehen, sondern eher darum, wie man Links richtig setzt und den Wert von Überschriften und Fettdruck und welche Plugins Suchmaschinen helfen das Blog richtig einzuordnen.

Ich könnte natürlich einfach viele kleine Artikel zu den Themen hinrotzen, aber ich denke, damit würde ich den Themen nicht gerecht.

Ich hoffe, dass ihr mir gewogen bleibt und fleißig meinen Feed abonniert (falls nicht eh schon geschehen), damit ihr die Artikel dann nicht verpasst.

Wo ich hinguck, nur Blogs von SEOs und Spammern

Disclaimer: Ich hab mal wieder nen Kommentar gefunden, der von einem Blog eines SEOs kommt. Kommentarspam imho. Wer es nicht mehr hören kann, kann diesen Artikel gerne ignorieren

Ich versuche mich kurz zu fassen und nur kurz zeigen, warum es nicht gut ist, bei mir in der Umgebung zu spammen. Ich kratz hier nur kurz an der Oberfläche, je mehr ihr nervt, desto tiefer grabe ich!

[Gelöscht auf „Wunsch“ des Kommentar Autors. Möge sich jeder selbst ergoogeln, was hier stand.]

Ich sags nur noch ein mal:
Spammer, guckt wo ihr spammt. Schülerschreck, Blogsprit und Marnem sind NICHT das beste Pflaster dafür !!

[Nachtrag]

Was macht den ursprünglichen Kommentar zu SPAM?

Gute Frage. Nach den Geschichten dieser Woche, bin ich wohl etwas überempfindlich.
Normalerweise moderiere ich nicht in Steffis Blogs rum, nur hatte ich halt leider die Kommentare zu genau diesem Artikel abonniert, Steffi war schon im Bett, so habe ich die Sache in die Hand genommen.

Im konkreten Fall hat mich einfach das Blog gestört, auf das verlinkt wurde. 3 Artikel, 3 Werbebanner, mindestens 3 verschiedene Blogs des selben Autors auf der gleichen Domain. Hätte er sein SEO-Blog pcmasters/compiler angegeben, ein Blog also, das schon etliche Artikel hat und deutlich weniger Werbung, hätte es mich nicht gestört.

Ich will Kommentierende nicht abschrecken und eigentlich will ich auch, dass die Kommentierenden ihre Webseite eintragen, sonst hätte ich ja das no-nofollow Plugin nicht installiert. Ich werde also von diesem Spammer-Trip runterkommen und ggf. den Kommentar einfach nicht freischalten bzw halt den Weblink entfernen. Es muss als niemand Angst haben, dass ich hier weitere Kommentatoren bloß stelle.

Dreistellige Domain „vergessen“?

Der Seoblogger hat angeblich eine seiner Domains total vergessen. Erst durch einen Webseitenbetreiber, der sich über Besucher, die bei ihm von Seobloggers Domain aufschlugen, beschwerte, habe der Seoblogger die Domain wiederentdeckt. Diese Domain war dann auch noch eine der seltenen dreistelligen .de Domains(7en.de), von denen es ja nicht mal 60.000 Stück gibt. Domains kosten doch Geld und dreistellige sind selten, wie kann man sie denn dann vergessen?

Irgendwie glaub ich dir das nicht ganz, Andreas. Btw wirft das nicht unbedingt das beste Licht auf Deine Buchhaltung 😉