Blogsplitting

Steffi und ich bloggen inzwischen seid einigen Jahren, jeder in seinem eigenen Blog im eigenen Stil über eigene Themen. Bei mir Politik, Technik, privates und alltägliches, Steffi über grundschulpädagogische Themen und privates. Da sich die Themen im Privatem naturgegeben überschneiden haben wir den Entschluß gefasst privates aus unseren bestehenden Blogs zu splitten und in ein neues Blog mit passendem Titel zu vereinen:
Im Familie-Schoder.de Blog

Dies soll dafür sorgen, dass unsere Freunde und Bekannten nur noch ein Blog lesen müssen um auf dem Laufenden zu sein und ansonsten nach bevorzugter Thematik den Schülerschreck und/oder Marnem zu lesen. Unseren anderen Lesern hingegen soll es das überblättern von für sie uninteressanten Themen zu ersparen. Und für uns Schreiberlinge soll es wieder einfacher werden Artikel zu schreiben, indem zB ich einfach im privaten Blog den Tratsch des Tages hinknallen kann ohne mir Gedanken um den Ruf des Blogs oder die Zeit der seriösen Leser machen zu müssen.

Gute Bildung kostet. Schlechte noch fiel Meer

Ein Plakat mit diesem Spruch hängt am Hohenzollernplatz, geklebt von der FDP im Kommunalwahlkampf.

Steffi und ich waren gerade auf dem Rückweg von einer Freundin, als wir im Bus sitzend das Plakat entdeckten. Steffi meinte, in der Grundschule würde sie den Schüler loben:

Toll, dass Du das „ie“ erkannt hast, aber die Erwachsenen schreiben es mit „v“ statt „f“. Das lange „e“ in „Meer“ mit „h“ statt mit zwei „e“

Wir wollten gerade aussteigen, als eine Sitznachbarin Steffi bat einen Blick auf ihr Handy zu werfen, ob man „Februar“ so schreiben würde…

Die FDP plakatiert diesen Spruch anscheinend seit 2001.

Sportlich, sportlich

Blick vom Landshuter Haus (Geißkopf im Bayerischen Wald)

Steffi ist dieses Wochenende Betreuerin auf einer Konfirmandenfreizeit der Evangelischen Kirche Regen im Landshuter Haus auf dem Geißkopf. Die Konfirmandenfreizeit begann schon gestern, aber Steffi hatte wegen ihres Praktikums erst ab heute Zeit. Damit sie nicht alleine den Berg hinaufwandern musste, hab ich sie begleitet und dann auch gleich den schweren Rucksack getragen.
Eine Stunde rauf, eine halbe runter, dass sollte sich beim nächsten Wiegetag hoffentlich bemerkbar machen.

Reisevorbereitungen: Berlin, wir kommen

Seit gestern früh stehe ich als Gewinner des 95-Thesen-Preises für meinen Artikel Stasi 2.0 – So sieht unsere Zukunft aus! fest. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken, die für oder nicht gegen mich gestimmt haben. Danke!
Da der 95-Thesen-Preis in Jena verliehen wird, Jena 370 Kilometer von München entfernt und Steffi mir schon seit längerem mit Urlaubswünschen in den Ohren liegt, haben Steffi und ich uns entschieden nach der Preisverleihung Urlaub zu machen. Unser erster Urlaub seit 5 Jahren.
Weil Jena etwa auf 2/3 des Weges nach Berlin liegt, Steffi noch nie in Berlin war und mein Bruder seit rund 7 Jahren dort wohnt, werden wir der Hauptstadt einen Besuch abstatten. Die Hauptstadt wirft sich zu diesem Anlass richtig in Schale und putzt sich nochmal richtig raus. Nur leider werden wir die Stadt schon wieder verlassen haben, bis der Regen mit seiner Putztätigkeit fertig ist. Kommt ja auch alles ziemlich plötzlich, denn am Montag fahren wir los. Donnerstag fahren wir heim, so bleiben uns Dienstag und Mittwoch für Berlin. Auf unserer Liste der Ziele stehen bisher:

  • Regierungsviertel
  • Brandenburgertor
  • Unter den Linden
  • Spreeinsel
  • Holocaust-Gedenkstätte
  • Hauptbahnhof
  • Sony-Center
  • Checkpoint Charly

Sicher gibt es noch eine ganze Reihe weiterer, sehenswerter Ziele, zB weiß ich noch nicht, wo man den Mauerverlauf und Mauerteile an besten „nachfühlen“ kann. Aber ich bin mir sicher, ihr werdet mir da weiter helfen können 😉

Eine Hochzeit, eine Zwitscherschrecke und ein Sonnenbrand

Zwitscherschrecke krabbelt auf meiner Nase
Das ist die Ausbeute dieses Wochenendes.

Samstag nach Schöfweg gefahren, einen Friseurbesuch genossen, einer Woidler-Hochzeit aufmerksam beigewohnt, Papa zum Geburtstag zwei Knatterboote geschenkt, mit einer Zwitscherschrecke vor Steffis Kamera gespielt und mir dabei einen Sonnenbrand geholt.

Anmerkungen zur Hochzeit:

  1. Ablauf:
    • Kirchliche Trauung (die Standesamtliche fand schon am Freitag statt)
    • Beglückwünschung des Brautpaares
    • Freilassen zweier weißer Tauben
    • Gruppenfoto mit allen Gästen
    • Fahrt zur Gaststätte mit Hupkonzert
    • Sektempfang mit Musik (gespielt vom Hochzeitlader, der gleichzeitig der „Chef“ der Band bestehend aus seiner Frau und seinem Sohn ist)
    • Einzug in den Saal, Reden des Hochzeitsladers, dem Brautvater und dem Bräutigam
    • Hochzeitswalzer
    • Abendessen
    • Brautverziagn (=Brautstehlen, Auslösen der Braut durch ein kleines Spiel, weitere kleine Spiele)
    • Rückzug in den Saal
    • Kuchen- und Käsebuffett
    • Tanz (Urgs, die Braut ist 21 und die Musik wäre selbst meinen 50 jährigen Eltern zu alt gewesen)
  2. Daraus gelernt:
    • Brautstehlen durchaus amüsant gestaltbar
    • Last night the DJ saved my live – Wir brauchen einen DJ, der die (englischsprachige) Pop- und Rockmusik der 70er bis heute in petto hat
    • Hochzeitslader bzw DJ mit Moderationsfähigkeiten sinnvoll, um Spiele etc zu organisieren. Der Hochzeitslader dieser Hochzeit wäre aber für unsere Feier zu niederbayrisch
    • Sitzordnung ist durchaus offen gestaltbar
    • Hochzeitstorte Früchtekuchen, allgemein weniger Sahnetorten

Anmerkungen zu den Knatterbooten:

  • Bei windigem Wetter nahezu aussichtslos in Gang zu bringen
  • Zwei Kerzenstummel reichen nicht weit -> Nachschub parat haben
  • Stark genug, um gegen die Strömung des Brunnens an zu kommen

Zwitscherschrecke krabbelt auf meiner Hand
Anmerkungen zur Zwitscherschrecke:

  • Das Legerohr der Heupferde ist nur so lange wie deren Flügel
  • Zwitscherschrecken haben ein deutlich längeres Rohr
  • Kater Jimmy ist zu blöd, zu begreifen, dass eine Zwitscherschrecke für ihn ungefährlich ist und darum keine Panik nötig ist, wenn eine auf ihm umher läuft
  • Zwitscherschrecken laufen lieber Bergauf als Bergab
  • Mehr Bilder der Zwitscherschrecke gibt in Steffis Blog

Informatiker + Sonne = Sonnenbrand -> Sonne vermeiden, Schmerz ertragen oder an Sonnencreme denken

Siehe auch Wochenend-Eindrücke in Steffis Schülerschreck-Blog

Gewerkschaften und der Arbeitsmarkt

Wir leben in einem globalisierten Markt, in dem das sprichwörtliche Umfallen eines Sacks Reis in China Auswirkungen auf den hiesigen Arbeitsmarkt haben kann. Die Zukunft ist nun noch schwerer vorherzusagen und Zusammenhänge vielfach kaum noch nachvollziehbar. Die Geschwindigkeit, mit der sich Dinge ändern ist zT schwindelerregend, schön kann man dies bei den aktuellen Tarifverhandlungen der Lokführergewerkschaft GDL sehen.

Vor zwei Jahren sah der Arbeitsmarkt sehr düster aus. Entlassungen an allen Orten, die Neuwahlen waren noch nicht angekündigt und keder, der einen Job hatte, war froh darum. Dies drückt sich auch im GDL-Tarifvertrag 2005 aus. Die Referenzarbeitszeit wurde um eine Stunde erhöht, zugleich aber die tatsächliche Arbeitszeit beibehalten. Im Ergebnis bedeutete dies eine Lohnsenkung von 2,5%, dafür gab es 50 Euro „monatlichen Einmahlzahlungen“. Für Mitarbeiter, die mehr als 2000 Euro im Monat verdienten, bedeutete dieser Tarifabschluß also eine Gehaltseinbuße, dafür fühlte sich der eigene Arbeitsplatz gesichert an.

Im Jahre 2007 ist der Aufschwung da, die Arbeitslosigkeit fällt und zugleich auch alle Hemmungen der Tarifpartner. 7% mehr Lohn (mindestens aber 150 Euro) fordert die Gewerkschaft, die DB bietet:

  • 300 Euro pro Monat bis Ende des Jahres
  • 2% Lohnerhöhung ab 1.1.08 und weitere 2% ab 1.1.09
  • evtl eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden

7% Lohnsteigerung sind eine Menge und meiner Meinung nach zuviel! Ich finde diese reflexhafte Forderung nach mehr Lohn, sobald auch nur ein Silberstreif am Horizont zu sehen ist, typisch und schädlich. Es wäre es deutlich zweckdienlicher, die Bahn aufzufordern mehr Arbeitsplätze zu schaffen und die Fahrpreise zu senken.
Mehr Arbeitsplätze würde eine weitere Senkung der Arbeitslosigkeit und somit zu sinkenden Lohnnebenkosten und dadurch indirekt zu Lohnsteigerungen führen, zusätzlich würden aber mehr Menschen in Lohn und Brot kommen und dadurch der Aufschwung gefestigt.
Durch eine Fahrpreissenkung wäre die Bahn konkurrenzfähiger, was den eigenen Arbeitsplatz sichern helfen würde und außerdem für einen ordentlichen Schluck aus der Tarifpulle bei den nächsten Verhandlungen ermöglichen würde.
Ein Streik hilft hier nicht wirklich weiter. Er sorgt nur dafür, dass Bahnfahrer doch wieder auf das Auto oder Flugzeuge umsteigen und jeder solche Wechsel birgt die Gefahr, dass die Kunden nicht zurück kommen. Bis Anfang des Jahres fuhr Steffi mit dem Zug zur Uni nach Augsburg. Diese Zugstrecke ist nicht unbedingt die schlechteste, im Stundentakt fahren Züge hin und her. Mit der Fahrpreisanhebung zum Jahreswechsel verringerte sich der Preisvorsprung der Bahn deutlich und machte so zusammen mit den 10 Stunden, die Steffi per Bahn gegenüber dem Auto pro Woche unterwegs war, den Wechsel zum Auto sinnvoll.

Auf absehbare Zeit wird die Bahn privatisiert werden. Am Beispiel der Telekom kann man sehen, was dies bedeutet, wenn das Unternehmen nicht Wettbewerbsfähig ist. Zwar wird eine privatisierte Bahn keine solche Konkurrenz, wie es die Telekom erlebt hat, befürchten müssen, aber ineffiziente Strukturen, Bewegungslosigkeit und verharren in alten Handlungsweisen sorgt für Verkrustungen, die früher oder später aufgebrochen werden müssen und dann deutlich mehr Schmerzen erzeugen.

Sechs Blogs, ein WordPress-Update und unzählige Plugins

In was bin ich da bloß rein geraten? Am Anfang war es nur mein Blog, dann kam das Praxis-Blog dazu, dann Blogsprit(als Plugin- und Theme-Test-Blog), Schülerschreck und schließlich hochzeit.schülerschreck und abnehmen.schülerschreck. Fünf verschiedene Themes, Sechs mal unterschiedliche Plugins und alle haben das neueste WordPress-Update nötig.
Sowas ist natürlich nur Nachts möglich, um möglichst keinen Leser vor unvollendete Tatsachen zu stellen.
Also zuerst mal von Blogs allen ein Backup der Dateien ziehen. Dauert knapp über eine Stunde. Derweil kann man bequem versuchen, möglichst viele Blogs auf eine gemeinsame Plugin-Basis zu stellen. Bei fünfen hat das geklappt, aber was soll ich machen, wenn das sechste elf Plugins hat, die ich nicht einmal vom Namen her kenne? Von jedem Blog aufschreiben, welche Plugins aktiviert sind. Ich will ja ned aus versehen zB Math Comment Spam Protection aktivieren und dann kann keiner mehr kommentieren, weil die entsprechenden Felder nicht ins Theme eingebaut sind…
Dann von allen ein Datenbankbackup machen. Dank dem Backup Plugin geht das ja recht fix.
Das erste Blog updaten. Gucken ob noch alles geht. Bis auf die Administrationsoberfläche von WP-Print scheint alles zu klappen.
Die anderen Blogs dann ganz flott. Plugins deaktivieren, WordPress hochschieben, Plugins hochschieben, Plugins aktivieren, Permalinkstruktur aktualisieren (ned vergessen, sonst geht zB WP-Print ned!) und kurz gucken, ob sich ein Fehler zeigt.

Für sechs Blogs mit den bekannt langsamen 1Blu FTPs dauert das ganze 2 1/2 Stunden.

Falls was hakt, schreibt bitte einfach einen Kommentar. Ich bin dann mal im Bett.