Mein Tagesablauf – Stöckchen

Der SeoBlogger hat mir schon vor 1 1/2 Wochen ein kleines Stöckchen zugeworfen.

Aufgestanden wird so zwischen 10 und 12 Uhr, je nachdem wann ich ins Bett gekommen bin. Als erstes wird der PC gestartet, Müsli gemacht und Mails und der Feedreader gecheckt. Wo es was zu kommentieren gibt, wird kommentiert, ansonsten wird erstmal das Bloggen beiseite geschoben und die PDFs der Vorlesungen geöffnet. Bis 3 oder 4 wird gelernt, dann etwas gefuttert (oft und gerne Dosenfisch mit Zwieback. Ich mag die Kombi halt) und nebenher Mails und Feeds gelesen. Meist ergibt sich ein Thema, das ich zu bloggen beginne. Irgendwann ist dann so weit verdaut, dass ich mich wieder der Uni widme. Je nachdem wann Steffi Heim kommt, erzähle ich ihr, was mich meine Feeds gelehrt haben und sie mir, was bei ihr so los war. je nachdem gibt es zwischen 7 und 9 Abendessen, meist verbunden mit TV. Danach blogge ich, lerne bis ca 1 und drehe eine abschließende Mails und Feed Runde. Hier wird am fleißigsten kommentiert, gerne auch mal unabsichtlicher ein Streit in DonAlphonsos Rebellmarkt vom Zaun gebrochen und bis 3 oder 4 gebloggt.

Summa summarum ein uninspirierter und unstrukturierter Tag eines Studenten in der Lernphase vorm Diplom halt.

Weiter werfen werde ich das Stöckchen nicht, schließlich hat nicht jeder, so wie ich manchmal, ein Brett vorm Kopf, dass die würfe abfängt. Wer das Stöckchen aufheben will, möge sich bedienen.

Daraufhin hat man „halt ein bisschen mitgehört“

Als ich gerade die Liste der Blogger auf den neuesten Stand gebracht habe, die auf mein Vorratsdatenstöckchen geantwortet haben, bin ich auf einen interessanten Beitrag im Taxi-Blog gestoßen.
Zur Vorgeschichte:
Im Juni 2006 wurde Frauke Liebs aus Paderborn entführt, ihre Leiche wurde im Oktober 2006 gefunden.

Der Taxi-Blog Autor schreibt:

Vor einigen Wochen war ich mit dem Taxi im Raum Nieheim unterwegs. Dabei habe ich mit meinem Chef telefoniert und war offensichtlich in der gleichen Funkzelle angemeldet, die im Zusammenhang mit der Ermordung von Frauke Liebs noch unter Überwachung stand. Daraufhin hat man “halt ein bischen mitgehört”. Später (man hatte inzwischen erkannt, daß da Taxifahrer kommunizieren) hat man dann auch direkt bei Cheffe angerufen und ein paar Fragen zu den Fahrgästen gestellt.

In einer Pressemitteilung der Polizei Paderborn kann man lesen:

Die Auswertungen der Telekommunikationsdaten haben die Ermittlungen bereits kurz nach dem Verschwinden der jungen Frau aus Paderborn in den Raum Nieheim geführt. Beim ersten Handykontakt war das Handy von Frauke Liebs in einem Mobilfunkmasten bei Nieheim-Entrup eingebucht. „Diese Erkenntnis war für die Ermittlungen von Anfang an wichtig“, erklärt Ralf Östermann mit dem Hinweis, dass schon damals auch die Öffentlichkeitsfahndung in den Bereich gelenkt wurde. Da aber die nachfolgenden Handykontakte aus dem Raum Paderborn kamen, konnte der Fahndungsraum bis zum Ergebnis der Fallanalyse nicht weiter eingegrenzt werden.

Hier die Abdeckung des Mobilfunkmastens Nieheim-Entrup, die die Polizei mit der Pressemitteilung veröffentlichte:
Fahdungsraum, in dem das Handy aufgetaucht ist

Ich setze mal voraus, dass die Angaben des Taxi-Blogs richtig sind, d.h. das die Polizei durch das Telefonat des Taxifahrers auf ihn aufmerksam wurde und nicht etwa durch eine Anfrage in der Taxi-Zentrale, welche Taxis in der fraglichen Gegend waren. Das macht mich dann etwas stutzig. Da wird also eine Frau entführt und schon kurz nachdem die Vermisstenanzeige bei der Polizei eingeht, fragt diese beim Telekommunikationsanbieter nach dem Standort des Handys und setzt anscheinend eine Überwachung an. Soweit, so vernünftig und nach meinem Rechtsempfinden im Rahmen. Dass nun aber anscheinend auch gleich die Daten aller anderen in dieser Funkzelle eingebuchten Handys an die Polizei weiter gegeben werden, halte ich dann aber doch für äusserst fragwürdig.
Die Polizei argumentiert zwar wahrscheinlich, dass Aufgrund der Verbreitung von Handys davon ausgegangen werden kann, das auch der Entführer ein Handy habe und dieses dann ebenso eingebucht sein könnte und somit der Täter potentiell erfasst sein würde. Sieht man sich aber den Bereich der Funkzelle an, der in Betracht kommt und erkennt, dass alleine die Stadt Nieheim über 7000 Einwohner zählt, so wird offensichtlich, dass hier die Grenze deutlich überschritten ist. Darüber, dass wir in Deutschland ja vier abzuhörende Mobilfunkunternehmen haben, deren Funkzellen unterschiedliche Bereiche abdecken und somit um ein potentielles Täterhandy zu erfassen deutlich mehr Funkzellen überwacht werden müssten, will ich gar nicht nachdenken. Allerdings auch nicht darüber, dass die Polizei evtl nur den Mobilfunkbetreiber von Frauke Liebs überwachen lies…

Die Tatsache, dass die Polizei Augenscheinlich nicht nur die Daten der Handybesitzer abgefragt, sondern diese auch noch Abgehört hat, setzt dem ganzen die Krone auf.

Diese Vorgänge gehören aufgeklärt und ich hoffe inständigst, dass die Geschichte des Taxi-Blogs nur ein Missverständnis ist! Etwas anderes möchte ich mir gar nicht vorstellen…

via politblog

Das Vorratsdatenspeicherungsstöckchen

Am 18.04.2007 beschloss das Bundeskabinett die Vorratsdatenspeicherung. Ich möchte nun ein kleines Stöckchen auswerfen, um uns nochmal zu verdeutlichen, was die Analyse der Daten alles offenbaren kann.

  1. Wo befinden sich auf Dich angemeldete Telefone bei Benutzung (SMS und Telefonate per Handy, Festnetz, VoIP)?
    Festnetz hab ich nicht.
    Handy: 70% in A, 25% in B, 5% sonstiges
    VoIP: 100% in A
  2. Wann stehst Du in der früh auf und wann gehst Du ins Bett (bzw um welche Uhrzeit findet der erste/letzte Netzkontakt des Tages statt?)
    Erster Netzkontakt: Ca 10 Uhr (Email Abruf)
    Letzter Netzkontakt: Ca 3 Uhr (Email Abruf)
  3. Mit wie vielen Handys, in denen eine auf dich angemeldete SIM-Karte steckt, wurde innerhalb der letzten sechs Monate telefoniert?
    5
  4. Von wie vielen Orten aus wurde in den letzten sechs Monaten auf ein auf deinen Namen angemeldetes Email-Konto zugegriffen (Orte werden anhand von IP-Adressen zugeordnet. Die Verwendung von verschiedenen Internet-Providern vom selben Standort aus zählt als verschiedene Orte, zwei Standorte in der selben Stadt über den selben Provider zählen hingegen meist als ein Ort)?
    ca 10

All diese Informationen sind mittels der Vorratsdatenspeicherung leicht ermittelbar ohne tiefer gehende Analysen.
Aus den Rohdaten, die zu den Antworten der vier Fragen führen, kann man schnell ein grobes Bewegungsprofil (Von wo aus wurde telefoniert? Von welchen Gegenden wurde auf das Email Konto zugegriffen?) erstellen. Auch ein einfaches Persönlichkeitsprofil (Wann und wie oft nutzt er welches Kommunikationsmittel? Wie sieht sein Tagesrhythmus aus? Mit wem nimmt er wann, von wo, für wielange Kontakt auf?) ist kein Problem.
Anhand der Anzahl der verwendeten Handys lässt sich abschätzen, ob er eher der Attentäter oder der Logistiker ist. Oder auch bloß, wie in meinem Fall, wann Vertragsverlängerungen fällig waren.

Ich werfe dieses Stöckchen an Kai Raven, Boje, Fuzz und Starkiller, Farlion und Chris und Oliver von F!XMBR und bin auf ihre Antworten gespannt.

[Nachtrag 7.5.2007 12:30]
Die bisherigen Antworten auf das Stöckchen:
Boje
Epstacy
Kirika
Bash-online

[Nachtrag 10.5.2007 00:00]
Und noch ein paar Stöckchenantworten.
Warum ich diese hier verlinke? Ich will mit diesem Stöckchen über mein übliches Klientel, über meine übliche Leserschaft hinaus auf die Brisanz des Themas Vorratsdatenspeicherung hinweisen. Im Gegenzug finde ich es aber auch nur fair mir anzusehen, was diese anderen Blogger zusätzlich an Kommentaren zum Stöckchen schreiben. Vielleicht interessiert es aber auf einen von euch, wo das Stöckchen überall landet und wie große Kreise es zieht.
Taxi-Blog
Bloggediblog
Schlumpf´s Welt
Ende der Vernunft
Real-Riot
ker0zene
Gruebeleien
Bone-Networkx
Firecrow
Die Blog WG
Karl-Tux-Stadt
Raal
Facing My Life
fräulein anna

[Nachtrag 10.5.2007 17:00]
Altmetall

[Nachtrag 12.5.2007 00:00]
Logistikblogger

[Nachtrag 17.5.2007 15:00]
Chaosnase

[Nachtrag 27.05.2007 00:00]
SteffiA

Stöckchen: You and your Tablet

Stöckchen von Thoughtfix

  1. Do you own a Nokia 770 or Nokia N800? Not yet
  2. If not, what keeps you from buying one today? My unclear financial situation
  3. If so: What do you use it for most? I’d use for email, browsing and as an eBook Reader (PDFs, lecture books from university) and of course MobLogging. I do have my MP3-Player for MP3s and my 6288 or my Olympus Z350 for taking photos
  4. What applications do you desire most? Skype and a software, which searches for open WLANs stations and directly logs in, so that you can surf without hesitating whos hotspot you are using.
  5. What accessories do you desire most? A Digicam with built in GPS and Bluetooth
  6. If you could change the design, how would you do it? I didn’t have had the chance to lay my hands on one of the tablets, so no ideas from my side.