Brühwarm

Ganz brühwarme News für alle, die der Fortgang meiner Kaffee-Frage interessiert. Nachdem ich aus den Kommentaren kein klares Votum für oder gegen eine Pad-Kaffeemaschine lesen konnte, habe ich heute meinen Bruder Stefan besucht und die Senseo seines Mitbewohners getestet.


Der Kaffee schmeckte gut, es wird nur die Wassermenge angeheizt, die für den Brühvorgang nötig und die Handhabung ist einfach. Dazu kommt, dass Steffi die von ihr gewünschte Geschmacksvielfalt bekommen kann und so haben wir eine Senseo 7830 in „rot/metallic“ bestellt. Dazu noch einen Pad-Halter für Espresso-Pads und einen Tee-Halter für Tee-Pads.

Die Pads wollen wir uns vom Aldi holen, denn die Stiftung Warentest hat diese als gut getestet und preiswert sind diese wohl auch. Eins habe ich aber leider nicht bedacht. Wenn ich mir eine Kaffee-Maschine anschaffe, kann ich Steffi mit dem Argument „Dafür haben wir keine Stellfläche“ nicht mehr von einer Microwelle abhalten…

Pulver, löslicher oder Pad-Maschinen Kaffee?

Seit einem knappen halben Jahr trinke ich Kaffee. Ich brauche den Koffein-Schub um das weniger an Zucker, das ich gegenüber früher esse, auszugleichen. Nun ist es so, dass ich mir bisher keine Kaffee-Maschine gekauft habe, da ich ja nicht wusste ob ich längerfristig zum Kaffee-Trinker würde. Löslicher Kaffee ist aber nun mal nicht unbedingt billig und es nervt mich tierisch für eine einzige Tasse Kaffee immer die Mindestmenge meines Wasserkochers, 1/2 Liter Wasser, zu erhitzen, wo ich doch keine 200 Milliliter in meine Tasse gieße.

Steffi plädiert für eine Kaffee-Pad-Maschine, vorzugsweise eine Senseo, weil sie sich Kaffee-Pads in verschiedenen Geschmacksrichtungen kaufen könnte, während sich eine 500 Grammdose je Geschmacksrichtung nicht rentiert. Ich persönlich tendiere eher zu einer klassischen Kaffee-Maschine, einfach „weil man das so macht“ und weil angeblich die Kosten je Tasse bei Pulverkaffee deutlich unter denen von löslichem oder Pad-Maschinen Kaffee liegen.

Ich trinke 1-2 Tassen Kaffee pro Tag, eine Vormittags, eine Nachmittags, Steffi würde vielleicht 1-2 Tasse ja Woche trinken.

Was würdet ihr mir empfehlen?

Kühlschrankkauf – Worauf achten?

Voller Kühlschrank, SymbolbildWie Starkiller in einem Kommentar schreibt, muss er sich bald einen neuen Kühlschrank kaufen.
Da Steffi und ich uns Ende letzten Jahres auch einen neuen Kühlschrank kaufen und 3 mal in den Laden fahren mussten, bis wir alle Informationen zusammen hatte, möchte ich hier eine kleine Sammlung der nach unseren Erfahrungen nötigen Infos machen.

Folgendes sollte man vor dem Besuch beim Händler eruieren:

  • Kühlschranktyp: Unterbau, Einbau oder Freistehend
  • Maße: Das Platzangebot in der Einbauniesche, d.h. Höhe, Breite, Tiefe, Position und Größe der Lüftungsschlitze, „Überstand“ einer evtl auf die Türe aufgeschraubten Küchenplatte und den dementsprechenden Platz zum Aufschwingen
  • Türe: Auf manchen Kühlschranktüren ist einfach ein Brett aufgeschraubt, manche Kühlschränke stehen aber auch in einem eigenen Schränkchen, dessen Türe an der Kühlschranktüre „entlängfährt“.
    Obacht, bei den Maßen auf evtl Scharniere achten
  • Gewicht: Bei Kühlschränken, die nicht auf dem Boden stehen, sondern in Gesichtshöhe in einem Schrank stehen, auf das maximal Gewicht achten, das der Küchenschrank tragen kann

Achtet man auf all dieses, hat man schon eine Vorauswahl getroffen, die das Angebot drastisch reduziert. In unserem Falle auf ein Gerät. Teuer war es.

Auf folgendes sollte man achten, wenn man noch eine Auswahl hat:

  • Energieeffizienzklasse: Wird mit Buchstaben von A++, A+ und A bis G oder H bezeichnet. Alles unter A unbrauchbares Altmetall, A++ spart angeblich um die 30% Energie gegenüber A und wird so recht schnell rentabel
  • Innenmaße: Kühlschränke haben Norm-Außenmaße (Einbaunieschen nicht unbedingt, darum ausmessen!) und mit steigender Energieeffizienzklasse weniger Platz im Innenraum, da die zusätzliche Dämmung diesen Platz raubt. Hier also aufpassen, dass zB das Gefrierfach nicht zu klein ist (16 Liter statt 18 sind zwar „nur“ 2 Liter, aber doch über 10% Unterschied). Auch sollte man darauf achten, wie groß der Abstand zwischen den einzelnen Fächern ist. Schnell passt da ein Puddingbecher stehend nicht mehr, wo er im alten Kühlschrank seinen Platz fand.
  • Position des „Kühlschranklichts“ und des Lichtschalters: Bei unserem neuen Kühlschrank ist es jetzt schon zwei mal passiert, dass ein Gegenstand den Lichtschalter dauerhaft aktivierte und die Lampe wohl über Tage hinweg dauerhaft brannte. Wer die Energieeffizienz einer Glühbirne kennt, kann sich vorstellen, wie viel Wärme die Lampe im Kühlschrank abgab. Der an der Lampe stehende Puddingbecher war übrigens geschmolzen…
Bildnachweis: Pixelio.de-Nutzer pgm

Stromsparen

Überall liest man zur Zeit von der drohenden Klimakatastrophe, wir sind mitten im wärmsten Winter, seit Beginn der Wetteraufzeichnungen (auch wenns draußen grad kalt ist) und Energie zu sparen scheint der einzige Weg zu sein, um die Folgen abzuschwächen. Jeder von uns muss seinen Teil dazu beitragen. So auch ich.

Da die meisten Lampen schon immer mit Energiesparbirnen ausgestattet waren, habe ich mich daran gesetzt den Stand-by-Stromverbrauch in unserer Wohnung zu senken. Das geht auch recht einfach. Man kaufe sich ein paar schaltbare Mehrfachstecker und verbinde Geräte mit Stand-by-Verbrauch mit diesen.
Aufzählung der Elektrogeräte in unserer Wohnung und wie sie mit dem Stromnetz verbunden sind (Lampen sind nicht aufgeführt, da diese keinen Stand-by-Verbrauch haben):

  • Schlafzimmer: Stereoanlage – Steckdose, da Radiowecker
  • Schlafzimmer: PC Steffi – schaltbare Steckernetzleiste, Leiste wird nur eingeschalten, wenn der PC genutzt werden soll
  • Bad: Waschmaschine – Steckdose, da sonst Aqua-Stop nicht geht.
  • Bad: Fön – wird nur bei Benutzung eingesteckt
  • Bad: Elektrische Zahnbürste – wird nur zum Laden des Akkus eingesteckt
  • Gang: Keine Elektrogeräte
  • Küche: Kühlschrank, Ofen und Spülmaschine sind immer eingesteckt – logischerweise
  • Küche: Radio, Brotschneidemaschine, Wasserkocher, Handrührer – werden nur bei Benutzung eingesteckt
  • Wohnzimmer: PC Korbi – schaltbare Steckernetzleiste, Leiste wird nur eingeschalten, wenn der PC genutzt werden soll
  • Wohnzimmer: Router, WAN-Bridge, Print-Server, Drucker – immer eingeschalten, da die Dienste mobil genutzt werden können und sollen
  • Wohnzimmer: TV, AV-Receiver, DVB-T-Receiver, Subwoofer – schaltbare Steckerleiste, Leiste wird nur eingeschalten, wenn eine Komponente genutzt werden soll
  • In jedem Zimmer: Handyladegeräte und Laptopnetzteil – werden nur bei Benutzung eingesteckt

Einiges davon ist selbstverständlich, ich war aber überrascht, wie schnell man sich daran gewöhnt, die Leiste des TVs auszuschalten, wenn man es denn nur will. Insgesamt sollte ich so den Stand-by-Stromverbrauch auf ein Minimum reduziert haben, ich hoffe ich werde es auch an der Stromrechnung sehen.

Klimaschutz

Der Klimaschutz ist zur Zeit in aller Munde. Sei es im Zusammenhang mit mit der Kfz-Steuer, der deutschen EU-Ratspräsidentschaft oder einer Veränderung der Erbschaftsteuer. Eine ganz neue Idee kommt jetzt aus Australien, wo ab 2010 Glühbirnen verboten werden sollen, da Energiesparlampen bis zu 80% weniger Strom verbrauchen.

Was sind schon 75 MegaWattStunden?

Ich kann mir immer noch nicht ganz vorstellen, wieviel Energie diese 75 MegaWattStunden sind, die die NSA pro Stunde verbraucht.

  • 1/4 der Produktionsmenge des Deutschen Atomkraftwerks Obrigheim (Obrigheim ist seit Mai 2005 Stillgelegt). Entgegen meiner Aussage von heute Nacht ist Obrigheim nicht das schwächste deutsch AKW
  • Ein typisches Kohlekraftwerk bräuchte in etwa 21,7 Tonnen Steinkohle ((75.000 kWh * (Energieinhalt von Kohle) * 100 / (Wirkungsgrad des Kraftwerks) ) / 1000 ) um diese Energiemenge zu produzieren
  • In Deutschland könnte man 12,4 Einwohner mit dem Strom 1 Jahr lang versorgen ( 75000 kWh / pro Kopf Stromverbrauch in Deutschland

Idee nach einem Kommentar von rabenhorst

Die NSA verbraucht 75 MegaWattStunden je Stunde

Das ist doch mal ein Satz, zum Einrahmen und übers Bett hängen. So schief hört er sich an und doch ist er wahr.
Der US-Geheimdienst, bekannt unter dem Namen „No such Agancy“ oder für sein Abhörnetzwerk „ECHELON“ bekommt Probleme mit der Stromversorgung. Durch die Zunahme an zu überwachenden Datenströmen und Ausweitung der Aufgaben und Befugnisse und damit einhergehender Technologischer Aufrüstung steigt der Stromverbrauch im Hauptquartier in Fort Meade stetig an. Momentan soll der Verbrauch zwischen 65 und 75 Megawatt-Stunden liegen und bis Ende des Jahres um 10 bis 15 Megawatt-Stunden steigen. Das ist in etwa der Stromverbrauch der 35.000 Einwohner zählenden Hauptstadt des Bundesstaates Maryland. Am 31.05.2001 nannte „The Nation“ für den Stromverbrauch der NSA noch den Wert von über 3.500 Haushalten (ein Durchschnittshaushalt in Maryland war 2003 2,62 Einwohner groß), also rund 9.250 Einwohnern. Das wäre fast eine Vervierfachung des Stromverbrauchs in nur 5 Jahren. Und „The Nation“ nennt auch einen Wert von fast 2 Millionen Dollar Stromkosten pro Monat.
Wäre die NSA ein ganz normaler Kunde bei ihrem Stromversorger bge, dann müssten sie 2007 einen durchschnittlichen Preis von 13,6965 Cent / 1kWh zahlen (Siehe arSCHES.doc. Das File heißt wirklich so). Da die NSA der größte Kunde von bge ist, nehme ich mal an, daß sie auch einen Sonderpreis bekommen. Nehmen wir einmal an, dieser läge bei 13 Cent / 1kWh. Nehmen wir desweiteren an, der Strompreis hätte sich seit 2001 nicht verändert. Nun kommen wir zu folgendem netten Zahlenspiel:
Im Jahr 2001:
2 Millionen Dollar im Monat / 13 Cent / 1kWh = 15384.615 kWh im Monat -> 15384.615 kWh entsprechen 9.250 Einwohnern -> 1.663 kWh je Einwohner je Monat

Im Jahr 2007:
65 mWh = 65.000 kWh -> Da diese 65.000 kWh nun 35.000 Einwohnern reichen sollen bedeutet dies etwa 1,9 kWh je Einwohner
75 mWh = 75.000 kWh -> Da diese 75.000 kWh nun 35.000 Einwohnern reichen sollen bedeutet dies etwa 2,1 kWh je Einwohner

Wow! Irgendwo ist da ganz massiv der Wurm drin!

Wenn man aber mal so tut, als würde die NSA pro STUNDE (!!!) 75 mWh verheizen, dann käme man auf einen Wert je Einwohner von 1542 kWh. Dann ist man von dem Wert vom 2001 gar nicht mehr soweit weg. Teilt man zB die 15384.615 kWh durch die 1542 kWh so käme man auf 9977 Einwohner und somit in den Bereich dessen, was an Ungenauigkeiten aus den Zeitungsberichten zu bedenken ist.

75 mWh/Stunde sind in 657 gWh/Jahr.
Nimmt man die vom schwächsten Deutschen Atomkraftwerk produzierte Energie, dem AKW Obrigheim mit 2.668 gWh pro Jahr, als Vergleichsmaßstab, so stellt man fest, daß die NSA ein Viertel dieser Energie fressen würde. Das ist echt ne ganze Menge *Kopfschüttel vor Verwunderung*