Ist VZ ein Gattungbegriff?

Folgenden Gedanken habe ich gerade entwickelt, als ich drüben im Blogbeutel einen Kommentar schrieb:

[…]
Bei StudiVZ kommt dazu, dass hier ganz klar versucht wird, einen Alleinherrscheranspruch im Bereich Social Networks zu stellen. VZ wird dabei als Marke bezeichnet, statt VZ eher als Gattungsbezeichnung zu sehen, wie es faktisch der Fall ist. Was ein Social Network ist, ist dem “Normalbürger” nicht bekannt, was aber ein VZ ist, dürften inzwischen viele wissen und darum Xing oder Lokalisten als ein VZ bezeichnen.

Sicher würde fickenVZ nicht fickenVZ heißen, gäbe es nicht das StudiVZ. Hieße StudiVZ StudiNet, dann würde fickenVZ auch fickenNet heißen, einfach um die Marktgängige Gattungsbezeichnung im Namen zu haben. Vergleichbares gibt es zb im Bereich Telekommunikation mit Telecom, Tele2, Telefonica oder im Bankbereich mit Deutsche Bank, Volksbank, Dresdner Bank. Auch gibt es auffallend viele Printmedien mit “Zeitung”, viele Fernsehzeitschriften mit “TV” im Namen. Grundlage ist dabei immer durch den, zugegebenermaßen ähnlichen, Namensbestandteil die Gattung des Unternehmenszwecks herauszustellen.
[…]

Warum mahnen sich die Banken, Zeitungen und Fernsehzeitschriften nicht gegenseitig ab, wo sie doch auch ähnliche Namensbestandteile in ihrer Marke haben? Weil diese übereinstimmenden Namensbestandteile Gattungsbezeichnungen sind. Vielleicht könnte das ein Angriffspunkt auf die Argumentation von StudiVZ sein.

VZ – VerZockt?

Ich kann das StudiVZ nicht leiden. Dafür gibt es mehrere Gründe, so zB die Sicherheitslücken, der Charakter der Gründer (Stichwort Geburtstagseinladung oder Handyfilme auf Rolltreppen), Aktionen wie der StudiVZ Eleganz 2008 Kalender oder die mangelnde Moderation der StudiVZ-Gruppen.

Das StudiVZ mahnt nun Reihenweise Seiten mit der generischen Buchstabenkombination VZ ab. PokerVZ, FussballerVZ, ErstiVZ, AbiturVZ, FickenVZ , die Liste wird sich bestimmt bald fortsetzen lassen. 2687,60 Euro soll nun zB das FickenVZ zahlen bzw hat evtl bereits gezahlt. Das StudiVZ im gleichen Zug auch immer die Löschung der Domains verlangt, ergibt sich von selbst. FickenVZ heißt nun halt Fickeria und macht mit dem gleichen Geschäftsmodell weiter.

Als ich letzten Sommer bei Boje zum ersten mal vom FickenVZ gehört habe, fand ich die Idee so lustig, dass ich das XXX gestartet hatte, bzw mir die Domain XXX geholt habe. Die Idee war es, dort Bilder von Blasen zu zeigen (zB Kaugummiblasen, Seifenblasen, etc) und damit die nach sexuellen Inhalten suchenden Surfer zu verhöhnen. Sehr schnell habe ich aber gemerkt, dass es rechtlich nicht ganz einfach ist, an eine größere Zahl kostenloser Bilder mit diesen Inhalten zu kommen. Ich überlegte neu und heraus kam ein Blog, das sich mit Hautblasen beschäftigt. Nichts großes, einfach ein paar Artikel warum sich Blasen auf der Haut bilden, wie man sie vermeiden kann, etc. Dazu ein oder zwei Werbebanner geschaltet und fertig.

Durch die Abmahnungen von StudiVZ geht mir jetzt natürlich die Düse. 2600 Euro will ich für dieses kleine Spaßprojekt nicht löhnen, also stellt sich die Frage, was zu tun ist. In der Abmahnung des FickenVZ schreiben die Anwälte des StudiVZ:

Dementsprechend verletzen Sie durch die durch die Benutzung von „fickenvz“ für ein Online-Netzwerk bzw eine Internetkontaktplattform […] die Kennzeichenrechte unserer Mandantin gemäß §§ 14 Abs. 2 Nr. 2, 15 Abs. 2 MarkenG. Außerdem lehnen sie sich mit der Kennzeichnung nicht nur an die bekannten Zeichen unserer Mandantin an und nutzen deren Bekanntheit aus, sondern der gute Ruf und die Wertschätzung ihrer Zeichenserie wird vor allem durch die Verwendung von Vulgärsprache ganz massiv beeinträchtigt ( §§ 14 Abs. 2 Nr. 3, 15 Abs. 3 MarkenG). Daneben verstoßen sie gegen Wettbewerbsrecht i. S. v. §§ 3, 4 Nr. 9, 5 Abs. 2 Nr. 3 UWG.

Einerseits ist das XXX mit Sicherheit kein „Online-Netzwerk“ und auch keine „Internetkontaktplattform“, was aber das MarkenG und das UWG in den verwiesenen Passagen schreibt, muss ich mir noch ansehen.

Generell ergeben sich mir drei Möglichkeiten:

  1. Weitermachen wie bisher und darauf vertrauen, dass das StudiVZ und deren Anwälte Vernünftig bleiben und ich nichts von ihnen höre
  2. Mich beim StudiVZ zu melden und anzufragen, ob sie ein Problem mit dem XXX haben könnten. Damit würde ich natürlich schlafende Hunde wecken
  3. Den Schwanz einziehen und aus Angst in vorauseilendem Gehorsam die Domain löschen

ich weiß nicht, was ich tun soll :-/
[Update: Die mit XXX maskierte Domain besitze ich nicht mehr]

Daten gegen Nutzungsrecht: StudiVZ zockt Studenten ab

Ein Mensch ist mehr, als nur sein Äusseres. Die inneren Werte sind es, die zählen.

Dies wird uns wieder und wieder erzählt. Nicht die Kurven des Körpers, sondern die Windungen des Gehirns sollen unser Urteil über eine Person begründen.
Um diesem Spruch zu folgen tragen viele junge Menschen ihr inneres sauber kategorisiert und katalogisiert in Social-Networks ein, schließlich lässt sich so das Gegenüber viel genauer beurteilen, wenn sich nachlesen lässt, wie es um dessen Fortpflanzungsverhalten und Karriereaussichten bestellt ist. Das Abklopfen des Freundeskreises und kulinarischer Vorlieben tut sein übriges, um fehltritte von vorne herein auszuschließen. Ob nun StudiVZ, SchuelerVZ, FickenVZ oder Facebook, Myspace und Lokalisten, alle diese Plattformen bieten eine große, gefrässige Datenbank für persönliche Daten zum gegenseitigen Begutachten (übrigens ganz im Gegensatz zum XXX [Update: Gibt es nicht mehr]).

Aber auch die Werbewirtschaft hat schon lange begriffen, wie wertvoll persönliche Daten von Konsumenten sind und giert darum immer nach möglichst vielen und genauen Daten. Um so mehr über den potentiellen Kunden bekannt ist, desto zielgerichteter kann dieser angesprochen und zum Kaufe verführt werden. Viele dieser interessanten Daten wurden auch schon erhoben und liegen in Datenbanken, doch aus Sicht der Werber schlummern viele dieser Daten tief und fest, statt sich von ihnen befummeln und zum Leben erwecken zu lassen. Datenschutz nennt sich dieser Keuschheitsgürtel, der die Werber vor dem Eindringen in unsere tiefsten Tiefen schützt. Leider liegt aber das Schloß dieses Gürtels offen dar und verlockt so manchen, um den zugehörigen Schlüssel zu bitten. Alles, was dazu nötig ist, kann man in einen Vertrag mit dem Penetrationsopfer formulieren und wie diese oft jungfräulichen Verbraucher so sind, lesen sie das Kleingedruckte nie.

So wird es mich auch nicht verwundern, wenn auch im Januar noch Millionen dummer Abiturbesitzer StudiVZ mit Daten über ihr Sauf-, Fick- und Fressverhalten informieren, auf dass Holtzbrinck seine (hoffentlich) schon abgeschriebenen Millionen doch noch in schwarze Zahlen verwandelt, schließlich hat das StudiVZ neue AGB, die Holtzbrinck das Weiterverkaufen und Nutzen aller im StudiVZ gespeicherten Daten zu Werbezwecken erlaubt.
Selbstverständlich wird den „Studenten“ (ich würde sie ja hirnverbrannte Idioten nennen, wenn nicht Steffi eine von ihnen wäre) das Nutzungsrecht von StudiVZ entzogen, falls sie der AGB nicht zustimmen…

via BlogBar und heute.de

Fotos von eleganten und halb-nackte Studentinnen


Screenshot der

Tja, davon träumen viele. Fotos eleganter und halb-nackter Studentinnen. Am besten das ganze Jahr über vor sich sehen und sich vorstellen, dass man ihr ganz zwanglos im Rechnerraum über den Weg läuft. Hach ja.

Gibts natürlich nicht, sowas. Außer, man(n) ist beim studiVZ angestellt, denn dann muss man davon nicht nur träumen, sondern kann sich sogar auf handfeste halb-nackedeis freuen. Falls denn jemand mitmachen sollte, bei der „studiVZ Eleganz“-Aktion. Dort werden Fotos halb-nackter Studentinnen und Studenten gesucht und jeweils die (vermutlich) nacktesten 12 gewinnen und von einem Profi-(Film-ein-)Spanner abgelichtet werden. Um aber den Peinlichkeitscharakter der Veranstaltung nach oben zu schrauben, steht in den Tipps zur Bewerbung:

Bevor du loslegst, wollen wir aber noch eine Empfehlung für deine Bewerbung von denen, die dich am Besten kennen – von deinen Freunden! Sende uns mindestens 10 Unterschriften deiner Kommilitonen, die dich bedingungslos unterstützen.

In den Teilnahmebedingungen steht dann aber Klipp-und-Klar (Hervorhebungen von mir):

2.1 Es werden nur solche Foto-Einsendungen berücksichtigt, die von mindestens zehn (10) Freunden oder Bekannten des Teilnehmers unterstützt werden, die selbst Studierende sind (Unterstützer). Zu diesem Zweck hat der Teilnehmer bei Einsendung seiner Fotos eine Liste mit mindestens zehn (10) Unterschriften seiner Unterstützer mit einzusenden.

Aber natürlich soll nicht nur die Jury was von diesen tollen Fotos haben, nein (Hervorhebungen nicht von mir):

3.2 EINWILLIGUNG: Sofern der Kandidat die Teilnahme am Casting bestätigt, willigt er bereits jetzt ein, daß sein Name und die von ihm eingesandten Fotos in digitalisierter Form auf der Website von studiVZ (www.studivz.net) veröffentlicht werden, so daß sie für alle Mitglieder von studiVZ sichtbar werden. Wer diese Einwilligung nicht abgeben möchte, kann nicht am Wettbewerb teilnehmen.
[…]
5.1 Aus den je vierundzwanzig (24) männlichen und weiblichen Finalisten bestimmen die Mitglieder von studiVZ durch Online-Voting
auf der Website von studiVZ (www.studivz.net) für jeden Kalendermonat des Jahres 2008 einen (1) männlichen und einen (1)
weiblichen Gewinner durch Stichwahl, insgesamt also zwölf (12) männliche und zwölf (12) weibliche Gewinner des Fotomodell-
Wettbewerbs.
5.2 Hierzu werden an insgesamt zwölf (12) nicht zwingend aufeinander folgenden Tagen jeweils zwei (2) männliche und zwei (2)
weibliche Finalisten online zur Wahl gestellt. Die am jeweiligen Wahltag unterlegenen Finalisten scheiden aus dem Wettbewerb aus
(K. O.-Verfahren). Jedes Mitglied von studiVZ kann pro Wahltag nur je eine (1) Stimme für einen (1) männlichen und einen (1)
weiblichen Finalisten abgeben.

Ja nee, is klar. Also kann das studiVZ demnächst offiziell nicht nur mit totem, sondern auch mit nacktem Fleisch werben.

Auf dass die Campus-Captains auch wissen, warum das hemmungslose Angruscheln fremder Frauen auf der Holtzbrinck-Plattform etwas ganz normales ist.

via unfehlbar.net

Donnerstags Shortcut

Themen, für die ich heute nicht genug Zeit hatte sie ausreichend zu beleuchten, die aber doch für die werte Leserschaft von Interesse sein könnten.

Was jucken mich meine privaten Daten beim StudiVZ?

Diese Frage stellen sich wohl viele Nutzer des StudiVZ. Oder noch viel schlimmer, viele Nutzer stellen sie sich nicht. Wen interessiert schon, welche Hobbies Anna Mustermann hat, wieviel Bier sie trinkt oder auf wie vielen Fotos man sie kiffen sieht? Nun, solange Anna Studentin bleibt scheert sich wohl wirklich niemand darum, anders sieht die Sache natürlich aus, sobald Anna ihr Studium abgeschlossen hat und nun einer Karriere als Staatsanwältin nachjagt. Oder Lehrerin werden will. Oder gar, Dank ihrer betriebswirtschaftlichen Ausbildung Managerin des Jahres werden will. Denn bevor sie diesen Karriereweg beschreiten kann, wird sich ihr zukünftiger Chef erst einmal über Anna schlau machen, bevor sie den Job bekommt. Und ob es dem Chef dann gefällt, wenn er sieht wie es um die Leber seiner zukünftigen Untergebenen bestellt ist? Oder er sich ein Bild von ihrem abwechlungsreichen Liebesleben machen kann?
Wie bei jeder Art von Abfall, die man nicht in seiner Wohnung haben will, sollte man sich darum kümmern, den Müll zu vermeiden, bevor man ihn mühevoll wieder Entsorgen muss. Und um den Spaß am Leben nicht verlieren zu müssen ist es halt leichter, entsprechend kompromittierende Fotos und Informationen weit weg vom Netz zu halten, als dem Chef erklären zu müssen, warum der Joint in der Hand kein Hinderungsgrund dafür ist, andere für das selbe vergehen anklagen zu wollen. Wie ich immer sage, existiert nur, was digital vorhanden und auffindbar ist. Und was einmal im Netz steht, wird kaum mehr zu löschen sein.

Wer noch mehr zum Karrierekiller StudiVZ lesen will, sollte mal bei fixmbr vorbeischauen.

StudiVZ Bashing – ich mache mit

StudiVZ – Das Studentenverzeichnis

2004 wurde in Cambridge, Massachusetts Facebook gegründet. Facebook ist ein klassischer Vertreter des Web 2.0 nach dem AAL (Andere Arbeiten Lassen) Prinzip. Die Idee ist, eine Plattform zu erschaffen, wo sich Studenten, Professoren und Alumni treffen und über Universitätsgrenzen hinweg Kontakt halten, sich über ihre Interessen austauschen und nach gleichgesinnten suchen. Man könnte es als die informelle Variante von XING (OpenBC) bezeichnen. Wie das bei solchen Netzwerken, die auf der Kommunikation zwischen Menschen beruhen, nun mal so ist, muß man zuerst die Plattform mit persönlichen Daten füttern, bevor man sich auf die Suche nach Gleichgesinnten macht. Die Daten, die Abgefragt werden, beginnen mit dem eigenen Namen (nicht Pseudonym oder Nickname, sonder Vor- und Nachname) und dem Geburtsdatum, werden aber schnell um Adressen, Schul- und Universitätslaufbahn, Hobbies, Fotos und ähnlichem angereichert. Facebook wurde ein riesen Erfolg, aber vor allem im Englisch-Sprachigen Raum. Und wie das mit erfolgreichen Geschäftsideen nun mal so ist, werden diese oft und fleißig kopiert.
Die deutsche Variante von Facebook nennt sich StudiVZ. Ob die Ursprüngliche Idee wirklich den Aufbau und Betrieb einer solchen Seite war oder ob man auf ein flottes gekauft werden wie damals bei Alando setzte ist leider nicht klar und inzwischen auch egal. Holtzbrinck hat sich StudiVZ Anfang des Jahres für über 50 Millionen gekauft und somit sind die Gründer zwar finanziell fein raus, aber der Betrieb der Plattform hängt ihnen noch an der Backe. Nun könnte man Fragen, was den die Schwierigkeit am Betrieb einer solchen Plattform sei und schnell würden sich drei zentrale Probleme herauskristallisieren:

  1. Finanzierung
  2. Performanz
  3. Sicherheit

Und in dieser Reihenfolge haben sich die Gründer des StudiVZ an die Probleme gesetzt. Schnell wurde Gründerkapital aufgetrieben und die Seite aufgebaut. Zu Anfangs noch mit dem selben Design von Facebook (blaue Farbe) und gleichlautenden Skriptnamen (ob da jemand den Sourcecode von Facebook verwendet hat?), aber schnell mit eigenständigem Getue („Gruscheln“ als Bezeichnung für das ansprechen anderer Nutzer). Als nächstes wurde massives Marketing betrieben, um der Plattform Nutzer zu zu führen. Im Herbst letzten Jahres gings dann richtig los mit stark steigenden Nutzerzahlen. Jetzt kümmerte man sich auch etwas um den zweiten Punkt aus der Liste, die Performanz. Aber natürlich erst, als es erste Probleme gab. Das Thema Sicherheit spielte aber noch keine Rolle. Stichpunkthaft nun Sicherheitsprobleme aller Arten bei StudiVZ in chronologischer Reihenfolge der Entdeckung:
(Yamb.Beta ist nicht mehr, der Autor Jörg-Olaf Schäfer hat das Blog geschlossen)

  • Profilbilder von außen ohne Login einsehbar (Yamb.Beta)
  • Bilder aus „privaten“ Fotogalerien von außen ohne Login einsehbar (Yamb.Beta)
  • „private“ Freundesliste von jedem Nutzer einsehbar (Yamb.Beta)
  • Stalking im größeren Stil (Yamb.Beta)
  • Suchen in privaten Daten geschützter Profile (Yamb.Beta)
  • Mehrere Cross-Scripting-Lücken (heise newsticker)
  • Berechnung der Nutzer IDs, Adressen von Fotos und Fotoalben geknackt (Yamb.Beta)
  • Abrufen der Nutzerdaten sämtlicher Nutzer per kleinem Skript möglich (Yamb.Beta)
  • Sich selbst in geschlossene Nutzergruppen einladen (Yamb.Beta)
  • etc. etc. etc

Diese ganze Liste an Sicherheitslücken, die zT auch extrem ausgenutzt wurden (Auslesen der Nutzerdaten in externe Datenbanken) fanden sich in dem kurzem Zeitraum von nur 2 Wochen Ende November. Es wurde anschließend wieder ruhiger, es wurden aber weiterhin Lücken gefunden.
Jetzt aber, genauer gesagt Gestern, wurde aus den Lücken ein Loch. Ein Hacker hat es geschaft, die Login-Daten der Nutzer auszulesen, d.h. die Login-Daten, eMail-Adressen und die Freundschaftslisten (Yamb.Beta). Nun ist das natürlich ein riesen Problem, doch eingrenzbar. Denkt man sich so. Als erfahrener Nutzer, der für verschiedene Webseiten verschiedene Logins verwendet. Sieht man sich aber die stoische Ruhe an, die die Nutzer bisher an den Tag legten und mit welcher Ignoranz sie über die Probleme von StudiVZ hinweg sehen, so nehme ich an, daß viele der Nutzer auf vielen Webseiten die selben Login-Daten wie bei StudiVZ verwendet haben werden. Ich möchte mir die Welle der Amazon oder eBay-Betrügereien gar nicht ausmalen, die in der nächsten Zeit auf uns zurollen wird. Ganz abgesehen davon, daß der Hacker nun 1,4 Millionen eMail-Adressen in der Hand hat, deren Nutzerprofil recht klar umrissen werden kann: 18-30 Jahre alt, Abitur oder Studienabschluß, offen für allerlei Webspielereien. Selbst wenn rund ein Drittel der eMail-Adressen inzwischen ungültig (einmal Adressen für Fake-Accounts, etc) sind, haben alleine die verbliebenen 1 Mio Adressen einen nettern Wert bei den Herren und Damen Spamversendern.