Overdrive Airhead bei der GBOB Challenge

Der Frontmann von Overdrive Airhead Stefan Schoder bei der
GBOB – der Global Battle of the Bands – ist ein internationaler Bandwettbewerb. Dabei treten die Bands zuerst regional gegen einander an, die Sieger dann national um schließlich einen internationalen Sieger zu küren.
In München finden gleich zwei Wettbewerbe, heute und morgen, statt. Overdrive Airhead tritt am 22. Juni(also morgen) im Feierwerk gegen 11 Bands an. Ich bin gespannt, wie sie sich schlagen werden, vor allem, da eine DSDS-Like Jury die Kandidaten beurteilt. Die Siegerband wird zu 50% vom Publikum und zu 50% von der Jury bestimmt (kein Telefonvoting, soweit ich weiß…)
Overdrive Airhead wird mit “Welcome” und “Superman” antreten, beide könnt ihr euch vorab schon auf ihrer “Homepage” (Myspace Seite) anhören.

Wer von euch Lust auf 12 Newcomerbands hat, kann ja gerne auch kommen. Druckt euch einfach den Flyer aus und bringt ihn mit, dann müsst ihr statt 8 nur 7 Euro Eintritt zahlen. Würde mich freuen euch dort zu sehen :-)

Flyer zum Global Battle of the Bands von Overdrive Airhead

Wenig neues im Blog, da umfangreiche Artikel in Arbeit

Ich arbeite zur Zeit an drei umfangreichen Artikeln. Die Themen sind komplex und es ist für mich als einfacher Drauflosschreiber nicht einfach, die Artikel vernünftig zu strukturieren, um den Themen möglichst gerecht zu werden. Ich hoffe, ich fliege bei euch nicht aus den Feedreadern, weil sich hier so wenig tut.

Als Vorgeschmack möchte ich die Artikel, die sich zT sogar zu Artikelserien ausweiten könnten, anteasern.

  • Vor über 7 Jahren wurde George Walker Bush zum Präsident gewählt worden. Über 30 Tage wurde vor Gerichten darum gekämpft, ob nun Bush oder Al Gore die Wahl in Florida und somit die Präsidentschaftswahlen gewonnen hätte. Der Grund waren uneindeutige Stimmzettel, die von Wahlmaschinen nicht eindeutig ausgewertet werden konnten.
    Auch bei uns in Deutschland sollen nun vermehrt Wahlmaschinen eingesetzt werden. Der ChaosComputerClub hat letzte Woche ein Gutachten, über die bei der letzten Bundestagswahl eingesetzten Wahlcomputer, veröffentlicht, die sehr an deren Tauglichkeit zweifeln lassen.
    Ich widme mich der Frage, ob Wahlcomputer prinzipiell eine sinnvolle Option sind oder generell vermieden werden sollten.
  • In einem zweiten Artikel gehe ich der Frage nach, warum Datenschutz im Informationszeitalter so wichtig ist, weshalb man mit seinen persönlichen Daten sehr pfleglich umgehen sollte und warum gerade der Staat Datenhalden vermeiden und sogar verhindern sollte.
  • Der dritte Themenkomplex geht in eine ganz andere Richtung, denn er dreht sich um Search Engine Optimisation, SEO genannt.
    Blogger publizieren ihre Texte im Internet und konkurrieren somit mit all den anderen Webseiten im CyberSpace. In den Artikeln stecken viel Zeit und Herzblut und oftmals auch eine Menge an Wissen. All dies wird aber unbeachtet und ungewürdigt bleiben, solange potentielle Leser nicht auf die Texte stoßen. Da gerade neue Blogger sich nicht bewusst sind, worauf Suchmaschinen Wert legen, verschenken sie so einiges an potentieller Leserschaft.
    In einer kleinen Artikelserie möchte ich beschreiben wie Suchmaschinen funktionieren und mit welch einfachen Mitteln man dafür sorgen kann, dass Suchmaschinen die Leser zu den Blogs führen. Dabei soll es nicht um Linkfarmen oder Linktausch gehen, sondern eher darum, wie man Links richtig setzt und den Wert von Überschriften und Fettdruck und welche Plugins Suchmaschinen helfen das Blog richtig einzuordnen.

Ich könnte natürlich einfach viele kleine Artikel zu den Themen hinrotzen, aber ich denke, damit würde ich den Themen nicht gerecht.

Ich hoffe, dass ihr mir gewogen bleibt und fleißig meinen Feed abonniert (falls nicht eh schon geschehen), damit ihr die Artikel dann nicht verpasst.

Die CSU zeigt ihr wahres Gesicht – Verwirrte Spinner in hohen Positionen

Christlich soziale Union, so nennt sich die Freunderlwirtschaft, der auch unser aller Beckstein angehört. Heute soll es aber mal nicht um dessen verrückte Ideen gehen, sondern um ein paar andere Spinnereien seiner Parteifreunde.

Der große Aufreger der letzten Woche waren ja die ach so provokanten Fotos der Fürther Landrätin Gabriele Pauli. Da hat es sich die Dame doch nicht nehmen lassen, sich in für eine Politikerin ungewohnten Posen ablichten zu lassen. Zu allem Überfluß trug sie auf manchen Aufnahmen auch noch Latex Handschuhe. Ach nein, wie schlimm. Aus Sicht der CSU ist die Aufregung aber natürlich verständlich, denn wer Frauen nur am Herd sehen will, für den wäre eine Domina natürlich dem Anblick einer Satansfratze gleich zu setzen. Dass Frau Pauli durchaus auch im echten Leben nicht kuscht, hat ja ihr Streit mit dem Ede bewiesen. Endlich ergibt sich nun eine Möglichkeit zurückzuschlagen

Der CSU-Europa-Abgeordnete Markus Ferber sagte der Bild-Zeitung: „Irgendwann ist eine Grenze erreicht, wo man die Frage stellen muss, ob Frau Pauli noch in der CSU bleiben kann. Diese Grenze ist mit den Latex-Fotos überschritten.“

Hintergrund sind Fotoveröffentlichungen, die Frau Pauli unter anderem mit schwarzen Latex-Handschuhen zeigen. Der CSU-Landtagsabgeordnete Ludwig Spaenle warf der Landrätin parteischädigendes Verhalten vor.

„Durch ihre Profilgeilheit schädigt Frau Pauli die Partei jeden Tag aufs Neue“, sagte er der Zeitung. Parteischädigendes Verhalten ist dem Blatt zufolge nach Paragraf 61 der CSU-Satzung ein Ausschlussgrund.

CSU-Rechtsexperte Norbert Geis forderte: „Die Partei darf sich von Frau Pauli nicht länger lächerlich machen lassen!“

So schreibt die Süddeutsche.

Aber das ist natürlich nicht die einzige Baustelle in der CSU, denn in Regensburg war am Wochenende die Wahl zum Kreisvorsitzenden. Eigentlich natürlich irrelevant für die Bundesbühne, wäre da nicht etwas Zunder drin. Die Situation:
Regensburg hat einen Oberbürgermeister Namens Hans Schaidinger und einen Stadtrat Namens Thomas Fürst, beide CSU und sich spinnefeind. Nun ergab es sich, dass der Herr Fürst im Februar bei der Wahl eines Ortsverbandes mit 25 Neumitgliedern im Schlepptau auftauchte und sich zum Vorsitzenden des Ortsverbandes wählen lies. Die CSU-Oberen in Regensburg waren natürlich nervös, wie sollte man den verhindern, denn verhindern, dass ähnliches bei der Wahl des Kreisvorstands passiere? Fürst hat sich nicht selbst um den Posten beworben, sondern nur einen seiner Bekannten damit versorgt, was aber auch schon dazu führte, dass der gesamte Kreisvorstand zurück trat. Nettes Chaos das. Die Tatsache, dass Thomas Fürst Rechtsradikale Umtriebe vorgeworfen werden, sorgt aber natürlich nicht dafür, dass ein CSU-Häuptling aus München seinen Parteiausschluß fordert. Zumindest, solange er keine Latexhandschuhe trägt, vermute ich…

Killerspiele und Sportschützen – Zwei Klassengesellschaft par excellence

Wie wir alle wissen, sind “Killerspiele” böse. Ganz böse. Und “Killerspieler” erst recht. Denn “Killerspiele” trainieren virtuell den Schußwaffengebrauch. Obwohl auch nach zig Stunden am PC kein “Killerspieler” eine Schrotflinte auch nur laden könnte…

Sachsens CDU Landtagsfraktion will “Killerspiele” verbieten und zwar nicht nur die Herstellung und den Vertrieb (wie es die CSU im Bundesrat vergeblich forderte), sondern auch den Besitz der selben.

“Die Verbreitung brutaler Video- und Computerspiele muss effektiv unterbunden werden. Die CDU-Fraktion schlägt dazu geeignete technische Maßnahmen wie beispielsweise elektronische Filter vor. Die Staatsregierung wird aufgefordert, sich im Bundesrat für notwendige Gesetzesänderungen einzusetzen. Der Besitz der so genannten Killer-Spiele muss verboten werden.”

Nun könnte man meinen, wenn “Killerspiele” schon böse sind, weil sie den virtuellen Umgang mit Waffen üben lassen, dass dann die Übung mit echten Schußwaffen erst recht geächtet würde. Aber falsch gedacht. In Breckerfeld im sauerländischen NRW soll Europas größte und modernste Schießsportanlage entstehen. 250 Millionen teuer und sieben Fußballfelder groß. 340.000 potentielle Nutzer gibt es in der Region um die Tötungsmaschinenübungsschule. Dass der Bürgermeister der CDU angehört und keinen Zusammenhang zu evtl Gefahren mit Amokläufen sieht, ist ja auch einleuchtend, denn schließlich war ja nur einer der zwei Amokläufer in Deutschland (Robert Steinhäuser, Erfurt) Sportschütze, während beide (Steinhäuser und Bastian B., Emsdetten) Computerspieler waren…

Aber natürlich unterstelle ich hier niemanden, dass das Wählerpotential der beiden Freizeitbeschäftigungen einen Einfluß auf die Wertung bezüglich evtl gefahren hat. Natürlich spielt es keine Rolle, dass Schützenvereine so lustige Schützenfeste haben, einen deutlich höheren Alterdurchschnitt und somit den Politikern näher stehen, als die unorganisierte, jugendliche Spielergemeinschaft, die noch dazu keine Lobbyisten hat.

via kiesows.de

You Choose ’08 – Der Youtube channel zur Präsidentschaftswahl

Noch 10 Monate bis zu den Vorwahlen und noch 10 weitere bis zu den Präsidentschaftswahlen 2008 und doch ist das Thema jetzt schon aktuell. Wer was wann wo und wie vor wem und warum gesagt hat, wird in diesem Wahlkampf nicht lange unkommentiert bleiben und als zum Nachweis der Aussagen gibts bei youtube einen eigenen channel zur Wahl. Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis die Kandidaten ihre Videos selbst auf youtube stellen.

via Robert und GoogleWatchBlog

John McCain ist auch dabei

John McCain, der Vietnam Veteran der Bush in den 2000er Vorwahlen lange Zeit auf den Fersen war, hat gestern seine Kandidatur für die 2008er Wahl angekündigt. Er würde im Falle eines Wahlsieges der älteste Präsident zu Beginn eines “First terms” werden. Sein größter Konkurrent für die Vorwahlen dürfte Rudy Giuliani sein. Beide Kandidieren für die Republican party.

Im Fußball würde man es schönreden nennen, was mit dem Bundestrojaner geschieht

Da ist es wieder, diese unscheinbare und ungefährlich klingende Wort “Online-Durchsuchung”.
Online-Durchsuchung, das klingt unverdächtig, ungefährlich und vor allem sauber. Sehr sehr sauber. Wenn die Amerikaner einen Krieg führen, bei dem sie das Ziel erst wochenlang per “Shock and Awe” bombardieren und dies alles aus der Sicherheit der Luftüberlegenheit tun, man sich von Generälen Videos der Treffsicherheit vorführen lassen kann und keine Opfer zu sehen sind, dann ist schnell der Vergleich mit Computerspielen zu Hand und man sagt, Amerika führte den “Krieg als Computerspiel“. Man nennt das gerne auch den “sauberen Krieg“, vor allem, da durch die Zielsicherheit der Waffen die Zahl der zivilen Opfer gering sein soll.
Nun, Todesopfer wird der Bundestrojaner vermutlich nicht fordern, zumindest nicht direkt. Man möchte sich garnicht ausmalen, was geschieht, wenn die Ermittlungsbehörden den falschen Computer mit dem Bundestrojaner anzapfen und dann aufgrund des Ermittlungsdrucks die Beweise herbeiführen, die sie brauchen…
Nachdem die Üblichen Verdächtigen, also der wahlkampfbetreibenden Beckstein, das Attentatsopfer Schäuble und die ausführenden Ermittlungsbehörden durch BKA-Chef Ziercke eindringlich für den Bundestrojaner geworben haben, steigt nun auch noch die Judikative in Form der Generalbundesanwältin Monika Harms (Quelle: Die Welt) mit ins flauschige Lotterbett. Da ist sie nun vereint, die Legislative, die Exekutive und die Judikative. Aus allen Teilen der Gewaltenteilung kommt also der Ruf nach der “Online-Durchsuchung”. In den letzten Tagen habe ich meine Meinung zu dem Thema dargelegt, bin mir aber nicht sicher, ob meine Gründe klar genug wurden. Darum nochmal im Detail:

Ich bin gegen den Bundestrojaner, weil:

  • er eine immense Gefahr birgt, Beweise echter Straftaten unverwendbar zu machen (Siehe Telepolois)
  • er gegen bestehende Gesetze verstößt (Siehe Wikipedia)
  • er die gleichen Probleme mit dem Grundgesetz wie der große Lauschangriff bezüglich der Menschenwürde bekommen wird und somit den selben Auflagen bezüglich der Privatsphäre der “Untersuchten” (bzw Auspionierten oder abgehörten) unterliegen muß
  • er wie eine Hausdurchsuchung im virtuellen Raum funktioniert, aber entgegen der Hausdurchsuchung, wie der große Lauschangriff, unbemerkt durch das Opfers abläuft
  • er echte von untergeschobenen Beweisen, im Gegensatz zur Hausdurchsuchung, nicht unterscheiden kann. Bei der Hausdurchsuchung kann man evtl durch Fingerabdrücke oder DNA-Nachweise seine Unschuld beweisen, Online nicht
  • er leicht unterlaufen werden kann (zB absichtliche Infizierung des Opfers von sich selbst mit echten Trojanern als Ausrede, Benutzung sicherer Betriebssysteme, Benutzung öffentlicher Computer)
  • er sehr leicht gegen Unschuldige verwendet werden kann (zB gegen Journalisten, Anwälte, Ärzte, Politiker unliebsamer Parteien)
  • er evtl aus versehen gegen Bürger fremder Staaten verwendet werden kann mit entsprechenden Diplomatischen Verwicklungen
  • er Computer immuner Persönlichkeiten wie Diplomaten oder Politikern nicht von “normalen” Computern unterscheiden kann
  • nicht einmal theoretisch der Nachweis erbracht worden ist, daß man mit ihm Verbrechen verhindern kann. Schließlich muß man die Zielperson extrem genau bestimmen können, um den Bundestrojaner auf dem Computer der Zielperson unter zu bringen. Bei bisher keinem der Anschläge oder Anschlagsversuche der letzten Jahre wäre dies der Fall gewesen (evtl beim geplanten Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Straßburg 2000, der aber auch ohne den Bundestrojaner erfolgreich verhindert werden konnte)

Somit stellt sich ernsthaft die Frage, welche Zielgruppe der Bundestrojaner vor den Kadi ziehen soll. Terroristen sind es nicht, da man sie ohnehin nicht kennt und somit keinen Trojaner bei ihnen platzieren könnte. Und selbst wenn man die Terroristen ausmachen könnte, würden diese sich per Betriebssystemwechsel oder mit den üblichen Vorsichtsmaßnahmen dagegen schützen. Die organisierte Kriminalität kann man aus den selben Gründen weitestgehend ausschließen. Somit verbleiben Gelegenheitsverbrecher oder gewöhnliche Bürger. Beide Gruppen sind angeblich keine Zielgruppen für den Bundestrojaner.

Wofür braucht man das Ding also???

Und warum sollte man die dafür weitgehenden, notwendigen Gesetzesveränderungen mit den einhergehenden Datenschutzeinschränkungen auf sich nehmen? Ausser man betreibt gerade Wahlkampf, möchte sowieso Touristenflieger abschießen können oder würde seiner Behörde weitere Machtbefugnisse zukommen lassen.

Einen guten Kommentar dazu gibt es von der SZ via lawblog