iFoam? iSmoke!

Was kann es langweiligeres geben, als Marketing Chef eines Küchengeräte-Herstellers zu sein? Noch dazu von einem “innovativem” Gerät, das sich Mixer nennt? Nun, wenn man sich die richtige Firma als Arbeitgeber ausgesucht hat, ist fast alles andere langweiliger.

Blendtec heißt natürlich die Firma, von der ich spreche. Irgendein Marketing-Fuzzi hat sich gedacht:

Hey, heute tu ich was für mein Geld. Ich stelle den Firmengründer in einem weißen Kittel in die Küche, stelle unseren Mixer daneben und lasse ihn verschiedene Dinge mixen. Handys, iPods, Brechstangen. Das ganze nehme ich auf Video auf, gebe ihm eine 60er Jahre Musik und ab damit ins Internet. Da werden die Leute drauf fliegen

Recht hatte er.

Vor ein paar Stunden kam wieder eine neue Folge ins Netz und das Opfer ist, wie könnte es anders sein, ein iPhone. Das Ergebnis ist bekannt und nennt sich iSmoke (YouTube-Video):

via Robert

Shoppero auf Englisch, wird es floppen wie die deutsche Version?

Vor 2 1/2 Monaten gab es eine große Welle in der deutschen Blogosphäre, als Shoppero startete. Man wolle “Werbung im Longtail” ermöglichen, hieß es zu Beginn. Noch nicht mal einen Tag dauerte es, da kamen die ersten Befürchtungen auf, dass man sich bei Shoppero vor allem Abmahnungen einhandeln könne. Auch ich habe darüber berichtet. Aber hey, nach nicht mal zwei Monaten gab es dann Entwarnung, weil ein einzelner Anwalt der Meinung war, dass keine Abmahnungen drohen würden. Zumindest aber, wenn der Gesetzgeber so handelt, wie er es vorgeschlagen hat…
Vor zwei Wochen dann hat sich Chris von F!XMBR angeguckt, was aus Shoppero geworden ist, schließlich hatte man schon länger nichts mehr darüber gehört. Wie Chris herausgefunden hat ist das kein Wunder, hatte Shoppero in 55 Tagen doch glatt 131 registrierte User mit 604 Produktbewertungen hervorgebracht…

Vorhin ist nun Shoppero auf Englisch gestartet. Wow, die Amis werden beeindruckt sein, wenn Shoppero mit der Marktmacht von 131 Usern und der Lufthoheit im deutschen Werbung-im-Longtail-per-Produktbewertung-mit-Widgets-Markt auf den Englischen Markt drückt…

Ich glaub ich geh in den Keller, damit mich meine Nachbarn nicht für verrückt erklären, wenn sie meine Lache hören. Ausnahmsweise wird sie nämlich so fies klingen, wie ich es meine.

Taschengeld

In der linken Sidebar gibt es ein neues Widget mit der Überschrift “Taschengeld”.
In diesem Widget werden bis zu zwei über Linklift vermarktete Werbelinks ihren Platz finden. Ich hoffe Ihr stört euch nicht zu sehr daran und bleibt mir treu.

Die Stammleser, die mein Blog über einen RSS-Reader lesen werden davon sowieso nichts mitbekommen, denn der Feed bleibt werbefrei.

Wer mein Blog noch nicht abonniert hat, kann dies nun gerne nachholen. In der rechten Sidebar ganz oben findet ihr die dafür nötigen Buttons. Seit gestern könnt ihr das Blog auch als E-Mail abonnieren, Ihr bekommt dann täglich zwischen 7 und 9 Uhr die Artikel der letzten 24 Stunden als E-Mail zugeschickt.

SPAM in Blogs, die Gefahr dafür abgemahnt zu werden und was man dagegen tun kann

Werbung all überall

Werbung gibt es bereits seit mindestens 2000 Jahren, wurden doch in Pompeji Werbetafeln gefunden. In diesen 2000 Jahren hat sich vieles verändert und auch die Werbung hat sich den jeweils herrschenden Zeiten angepasst. So kamen im Mittelalter die Marktschreier in Mode, mit der Massenproduktion und der Pressefreiheit die Zeitungsannoncen und Werbeagenturen und mit dem Rundfunk schließlich die Werbeblöcke.
In der körperlichen Welt kostet Werbung aber Geld, so muss dem Drucker die Druckerfarbe, der Marktschreier das Halsweh und dem Fernsehsender die Sendezeit bezahlt werden.

Durch das Internet veränderte sich aber die Situation, da hier die Kosten für das Medium, im Vergleich zu anderen, verschwindend gering sind. Dem Werbenden entstehen kaum Kosten für das Verbreiten seiner Werbebotschaft, so dass er seine Botschaft exzessiv für verteilen kann. Dies führt zu der bekannten SPAM-Problematik auf allen Online-Plattformen.
Selbst auf Plattformen, auf denen keine kommerziellen Händler tätig sind, ist SPAM an der Tagesordnung, so werden zB auch in Online-Spielen wie World of Warcraft die Chat-Kanäle mit SPAM zugemüllt:

“Verkaufe 20 Traumblatt für 15 Gold, 200 Stück auf Lager, schreib mich an”
bzw
“WTS Traumblatt für 15g je Stack, 10 Stack Stock, /w me”

Abmahnungen wegen SPAM?

Ist E-Mail-SPAM schon nervig genug, so bekommt der SPAM in Blogs und Foren eine weitere, ganz besonders böse Komponente.
Nach einigen Gerichtsurteilen ist nämlich der Betreiber nicht nur für seine Artikel, sondern auch für die in seinem Angebot geposteten Kommentare mitverantwortlich. So kann es zu der perversen Situation kommen, dass der Blogger für SPAM in seinem Blog abgemahnt wird. Für eine evtl Haftbarkeit von Medikamenten-SPAM, falls jemand durch das Medikament zu Schaden kommt, möchte ich erst gar nicht nachdenken…
Aus diesem Grund, müssen gerade Blogger und Forenbetreiber sehr vorsichtig damit sein, was in ihren Blogs veröffentlicht wird.

Was kann man gegen SPAM in Blogs tun?

Die radikalste Methode Kommentarspam zu verhindern ist natürlich das abschalten der Kommentarfunktion. Das BildBlog geht zB diesen Weg. Eine andere Möglichkeit ist das Ausfiltern von SPAM.

Viele Blogger greifen auf Akismet zurück, um Kommentar- und Trackback-SPAM auszufiltern. Akismet schickt dafür jeden Kommentar zu einem Server der Firma Automattic, die anhand vieler Filter SPAM auszufiltern versucht. Meist gelingt dies ganz gut, manchmal werden aber auch Spam-freie Kommentare ausgefiltert. Nicht jeder Spam, vor allem, wenn er manuell im Blog eingetragen wird, wird aber erkannt. Dazu kommt noch die Problematik, dass die gesamten Daten eines Kommentars (Name, E-Mail-Adresse, IP-Adresse, Uhrzeit, Kommentarinhalt) unverschlüsselt an einen Server in den USA geschickt werden und niemand weiß, was Automattic evtl abspeichert und es wie weiterverwendet.

Ich verwende hier im Blog zwei Plugins (Simple Trackback Validation und Math Comment Spam Protection), mit denen ein Großteil des SPAMs ausgefiltert wird. Das ganze funktioniert innerhalb des Blogs, es müssen keine Daten übers Netz verschickt werden und keine “echten” Kommentare und Trackbacks gehen verloren.
Alles was nun noch übrig bleibt, filtere ich per Hand und bin mir so sicher, keinen SPAM im Blog zu haben. Der Zeitaufwand dafür hält sich bei mir im Rahmen, trotzdem ärgere ich mich über jeden SPAM-Kommentar, den ich zu moderieren bekomme. Schließlich sorgen diese SPAM-Kommentare dafür, dass ich bei jedem neuen Kommentar wieder die Homepage des Kommentierenden nach dem Impressum absuche und nach Hinweisen ausschau halte, die auf ein SEO-Angebot hindeuten, denn nicht jeder SPAM ist sofort als solchen zu erkennen. Dieses Misstrauen meinen Lesern gegenüber macht mir keinen Spaß!

Beide Methoden haben aber den Nachteil, dass Sie erst aktiv werden, nachdem der Spammer sein Werk getan hat. Um SPAM zu verhindern, hatte ich mir überlegt, “Vertragskonditionen für Werbung in Kommentaren, Pingbacks und Trackbacks” einzuführen.
Leider ist die Geschichte nicht so einfach, wie ich dachte. Eretria, anscheinend Anwältin, wies mich darauf hin, dass diese Vertragskonditionen im Endeffekt AGBs darstellen würden. Jeder Kommentierende müsste somit in die AGBs einwilligen, womit sich die Zahl der Kommentierenden verständlicherweise drastisch reduzieren würde. Und auch dann ist nicht sicher, ob die AGBs vor Gericht überhaupt gültig wären. In einem längeren Gespräch mit einem Cousin von mir, er steht kurz vor seinem Jura Staatsexamen, musste ich erkennen, dass ich für die AGBs abgemahnt werden könnte, wenn sie nicht 100%ig wasserdicht wären.
Diese Option fällt somit auch weg.

Wer hat weitere Vorschläge?

Kommentarspam – Preisliste für Werbeanzeigen

Die Geschichte von Johannes, dem manuellen Kommentarspammer lässt mir keine Ruhe. Hätte er beide Kommentare unter verschiedenen Namen abgeschickt, wären sie mir vermutlich nicht einmal aufgefallen.

Anfang April gab es ja den großen Aufreger um die fünf “Calvin Klein-Blogger”. Seitdem hat zB die Blogbar einen Footer, nachdem Kommentarspam 999,- Euro kostet, Sixtus verlangt gar 1500,- Euro. Beide aber nur mit einem kurzen, unscheinbaren Text unterhalb des Kommentarfeldes angekündigt. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das Gerichtsfest ist. Schließlich kommen diese Formulierungen schon sehr überraschend und Gerichte beachten so etwas.
Ich habe mich darum heute Nachmittag hingesetzt und mal einen Entwurf für “Vertragskonditionen für Werbung in Kommentaren, Pingbacks und Trackbacks” aufgesetzt. Diese Konditionen sollen oben in der Navigationsleiste und unterhalb des Kommentarfeldes verlinkt werden.
Ziel ist es nicht, Werbung in den Kommentaren zu machen, sondern vielmehr Werber durch die Höhe der Preise abzuschrecken. Zwar habe ich die Preise deutlich niedriger also DonAlphonso und Sixtus gewählt, aber auch hier nur aus Angst vor deutschen Gerichten. Die angesetzen Preise liegen ca 5 mal höher, als Linklift als Preis pro Link in meinem Blog kalkuliert. Somit bin ich zuversichtlich, dass ich im Fall der Fälle eine Rechnung an den Spamer stellen kann, die auch vor Gericht bestand hat. Im Blog würde die Werbung so oder so nur erscheinen, falls die Rechnung gezahlt würde.

Ich bin kein Jurist oder anderweit rechtsgelehrt, darum möchte ich euch bitten, einen Blick in den Entwurf zu werfen. Vielleicht fällt euch ja etwas auf, das unbedingt hinein oder heraus gehört. Sobald ich mit dem Entwurf zufrieden bin, werde ich ihn auch unter einer cc-Lizenz frei geben.

Blogcounter jubelt Nutzern Links auf fremde Seiten unter

Blogcounter ist ein kostenloser Counterdienst, den auch ich in der linken Sidebar eingebettet habe. Gestern Nachmittag war ich ja am basteln der Seite meiner Eltern und habe auch dort einen Blogcounter Account registriert. Beim Einfügen des Countercodes ist mir aber etwas aufgefallen:
Im NoScript-Code war ein Link auf musicr.de versteckt.

Verkauft Blogcounter evtl Backlinks, die unbedarfte und unvorsichtige Nutzer unabsichtlich selbst in ihre Seite einbauen?
Ja, wenn man sich die Diskussionen aus der Vergangenheit ansieht. Mir war das bis gerade eben aber nicht bewusst.

Sieht man sich die Diskussion an, die unter SEOs zu Zeit läuft, dass angeblich demnächst sowohl Linkverkäufer als auch Linkkäufer im Google Ranking abgewertet werden sollen, schwant mir böses. Aus Sicht von Google müssten wohl die Nutzer, die den Blogcounter-Code unverändert eingebunden haben wie Linkverkäufer aussehen…

Ich habe den Link aus dem Code mal entfernt, mal gucken was passiert.

iMer

Nach dem iRack und dem iRan ist der iMer, das neueste Produkt aus der erfolgreichen i-Produktserie von Apple.
Verirrt euch aber nicht zu iGoogle, denn das ist ein anderes paar Schuhe.

via Boje